US-Soldaten in Afghanistan

2.8. Mittel- und Lateinamerika

suche-links1 2 .. 29suche-rechts

Vatican News vom 12.04.2021

"Haiti: Entführer fordern von Kirche Lösegeld"

https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-04/haiti-entfuehrung-kirche-orden-loesegeld-kriminalitaet-ge
walt.html

In der Nähe der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince seien zehn Menschen entführt worden, meldet Vatican News. "Die Entführer hätten ein Lösegeld von einer Million Dollar gefordert, so ein Sprecher der Bischofskonferenz. Die Entführten - unter ihnen zwei Ordensleute aus Frankreich sowie vier Priester und eine Ordensfrau aus Haiti - seien auf dem Weg zu einer Priesterweihe gewesen. Die haitianische Nachrichtenagentur macht eine Bande namens '400 Mawozo' für die Geiselnahme verantwortlich."

Mehr lesen


tagesschau.de vom 11.04.2021

"Die neuen Bosse von Rio"

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/brasilien-milizen-101.html

Matthias Ebert gibt einen Einblick in die Aktivitäten krimineller Milizen im brasilianischen Rio de Janeiro: "Es ist ein profitables Geschäft, das die Kriminellen betreiben. Angeblich lassen sie die Finger vom Drogenhandel. Doch Ermittler wie Rios Staatsanwältin Simone Sibilio erkennen zunehmend, wie Milizen mit Drogenbanden gemeinsame Sache machen. Die Leiterin der Sondereinheit 'Gaeco' registriert eine 'extreme Zunahme der Gewalt durch Milizen. Anders als früher töten sie ihre Gegner immer rücksichtsloser. Sie verscharren sie in Massengräbern, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.' (…) Mittlerweile haben die Milizen ihr Machtgebiet rund um den Zuckerhut rasant vergrößert. Waren sie vor 20 Jahren nur im Westen der Stadt, sind sie mittlerweile bereits in der Hälfte der Stadtviertel von Rio präsent."

Mehr lesen


tagesschau.de vom 09.04.2021

"Apures Dschungel - plötzlich Kriegsgebiet"

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kolumbien-venezuela-117.html

In der Grenzregion Apure sei es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Kämpfen zwischen dem venezolanischen Militär und kriminellen Banden gekommen, bemerkt Xenia Böttcher. "Man wolle die Kriminellen aus Venezuela vertreiben, so sagt es der autoritär regierende venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der kolumbianische Eliten und die USA hinter dem Konflikt sieht: 'Die illegalen, bewaffneten Gruppen werden von Kolumbiens Präsident Duqué orchestriert', sagte er und fügte hinzu: Duqués Ziel sei es, einen militärischen Konflikt zwischen den Ländern herbeizuführen. (…) Für die rechtskonservative kolumbianische Regierung ist klar: Der Grund für die Gewalt sei in den finanziellen Interessen der Maduro-Regierung und ihrer Militärs zu finden, die mit den kriminellen Drogenbanden zusammenarbeiteten. (…) Auf der Strecke bleiben, wie so oft, die Bürger Venezuelas, weil sie geliebte Menschen verlieren (…)."

Mehr lesen


Reuters vom 06.04.2021

"Venezuela creates military unit on Colombia border amid fighting"

https://www.reuters.com/article/us-venezuela-colombia/venezuela-creates-military-unit-on-colombia-border-
amid-fighting-idUSKBN2BT01Y

Venezuela habe eine spezielle Militäreinheit für die Region Apure eingerichtet, informiert Reuters. In dem Gebiet nahe der kolumbianischen Grenze sei es im vergangenen Monat mehrfach zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen venezolanischen Truppen und illegalen bewaffneten Gruppen gekommen. "Thousands of civilians have been displaced by combat with fighters that the government of President Nicolas Maduro calls 'terrorists.' General Vladimir Padrino said a temporary unit called an Integrated Operational Defense Zone, or ZODI, would operate in several municipalities of Apure state, where the clashes have taken place. 'We are not going to allow any type of force, be it conventional, irregular, criminal, drug trafficker, etcetera, to come to Venezuelan territory to commit crimes,' Padrino said in a televised statement."

Mehr lesen


Süddeutsche Zeitung vom 30.03.2021

"Militärs gegen Bolsonaro"

https://www.sueddeutsche.de/politik/brasilien-bolsonaro-kabinettsumbildung-militaer-1.5251635

Aus Protest gegen Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro und dessen vermeintliche Versuche, das Militär für politische Zwecke zu nutzen, seien die Spitzen des brasilianischen Heeres, der Luftwaffe und der Marine zurückgetreten, schreibt Christoph Gurk. "Mehrmals hatte Brasiliens Präsident in der Vergangenheit gedroht, von Gouverneuren gegen seinen Willen verhängte Lockdowns auch mit Hilfe des Militärs wieder zu beenden. Bislang war das Militär einer der wichtigsten Stützpfeiler der Macht des Präsidenten. (…) Zuletzt aber hatte Jair Bolsonaro sein Kabinett umgebildet, mit dem Ziel, die Macht vom Militär hin zu neuen Verbündeten im Parlament zu verlagern. Gleich sechs Minister wurden dabei ausgetauscht, darunter auch der Verteidigungs- sowie der Außenminister, beides Schwergewichte und bislang treue Gefolgsleute des Präsidenten."

Mehr lesen


Der Tagesspiegel vom 29.03.2021

"Wenn das Drogenkartell plötzlich impft"

https://www.tagesspiegel.de/plus/ist-der-stoff-echt-wenn-das-drogenkartell-ploetzlich-impft/27051188.html

In Lateinamerika seien in den vergangenen Wochen mehrfach privat COVID-19-Impfstoffe gekauft und verteilt worden, meldet Sandra Weiss. Unklar sei bisher, ob die Vakzine wirksam sind. "In Venezuela und Brasilien meldeten bereits Unternehmer Kaufinteresse gegenüber Laboren an. Einige hatten scheinbar Erfolg. In Brasilien wurde bekannt, dass Transportunternehmer und Politiker privat einige Hundert Dosen des Pfizer-Biontec-Vakzins verimpften. (…) Experten halten es für wahrscheinlich, dass die Dosen aus staatlichen Einkäufen abgezweigt wurden."

Mehr lesen


Reuters vom 24.03.2021

"Violence against Colombian civilians worsened in 2020, says Red Cross"

https://www.reuters.com/article/us-colombia-violence/violence-against-colombian-civilians-worsened-in-202
0-says-red-cross-idUSKBN2BG2NZ

Laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) habe die Gewalt gegen Zivilisten durch bewaffnete Rebellengruppen 2020 in Kolumbien zugenommen, schreibt Luis Jaime Acosta. "While a 2016 peace deal with the demobilized Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) saw an initial fall in violence, the country is still fighting former FARC members who reject the deal and remain armed, as well as the National Liberation Army (ELN) guerrillas and crime gangs. 'Throughout 2020, the consequences of conflict grew worse,' the ICRC's new Colombia chief, Lorenzo Caraffi, told journalists. (…) Last year saw increases in victims of explosive devices and attacks against medical posts, Caraffi said. Forced displacements and confinements, killings, sexual violence and recruitment of minors also took place, he said."

Mehr lesen


die tageszeitung vom 24.03.2021

"Perfekter Verdunkelungsmechanismus"

https://taz.de/Corona-und-Korruption-in-Kolumbien/!5757074/

Die kolumbianische Regierung habe das Pandemie-Management vollständig dem nationalen Katastrophenschutz "Unidad Nacional para la Gestión del Riesgo de Desastre" übertragen, bemerkt Katharina Wojczenko. "'Ich kenne in ganz Lateinamerika keinen zweiten Fall, wo ein Exekutivorgan solche Aufgaben auf eine Einrichtung überträgt', sagt Esteban Salazar, Leiter des Forschungsschwerpunkts Demokratie und Staatsführung bei der renommierten Stiftung Paz y Reconciliación (Pares). (…) Das Besondere: 'Die Katastrophenschutz-Einheit vergibt Aufträge nach dem Privatrecht', sagt Salazar. (…) Das Gesundheitsministerium hingegen muss alles öffentlich ausschreiben und die Auftragsvergabe transparent machen. 'Unsere Hypothese ist, dass die Regierung einen Verdunkelungsmechanismus geschaffen hat', sagt Salazar."

Mehr lesen


Der Spiegel vom 08.03.2021

"Der Tod und die Sucht sind ihr Geschäft"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/narcobarbies-frauen-in-kartellen-der-tod-und-die-sucht-sind-ihr-ge
schaeft-a-d27f783c-a60e-4e88-bcfb-1145aaeec992

Klaus Ehringfeld beschreibt die sich verändernde Position von Frauen in mexikanischen und kolumbianischen Kartellen: "Frauen entwachsen in dem Macho-Mafia-Milieu immer mehr ihrer ursprünglichen Rolle als hübsche Begleiterin. (…) Die Emanzipation habe in gewisser Weise auch zu einer Geschlechter-Demokratisierung in den Verbrecherorganisationen geführt (…). Weibliche Mitglieder übernähmen in den Syndikaten heute 'eine Vielzahl von Rollen', heißt es in einer Untersuchung der 'Kolumbianischen Beobachtungsstelle für das organisierte Verbrechen' (…). Laut der Studie vom April 2020 bewegen sich Frauen zwischen der Rolle 'des Opfers, des Objekts, der Protagonistin und aktiven Akteurin bei verbrecherischen Taten'."

Mehr lesen


Zeit Online vom 05.03.2021

"Mehr als 60 Politiker in sechs Monaten ermordet"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-03/mexiko-politiker-mord-wahlen-drogen-kartell

Mindestens 64 Politikerinnen und Politiker seien im vergangenen halben Jahr in Mexiko ermordet worden, so Zeit Online. "Wie (die mexikanische) Sicherheitsministerin Rosa Icela Rodríguez sagte, seien kriminelle Organisationen darum bemüht, durch Gewalt und Einschüchterung Einfluss auf die für Anfang Juni geplanten Wahlen zu nehmen. (…) Vor allem Lokalpolitiker werden von Drogenbanden erpresst oder tödlich angegriffen. Auch Drohungen gegen Angehörige, Brandstiftung und Erpressung sind weit verbreitet."

Mehr lesen


Al Jazeera vom 26.02.2021

"Colombia launches 'elite force' to target rebels, drug gangs"

https://www.aljazeera.com/news/2021/2/26/colombia-launches-elite-force-to-target-rebels-drug-gangs

Kolumbien habe eine neue militärische Spezialeinheit ins Leben gerufen, die gegen Kokaanbau, Kokainproduktion, illegalen Bergbau und bewaffnete Gruppen vorgehen soll, meldet Al Jazeera. "Colombia's decision to launch the unit, known as CONAT in its Spanish initials, came while the country was preparing to restart aerial spraying of coca crops with the herbicide glyphosate - possibly starting at the end of March - depending on the government receiving approval from the Constitutional Court. (…) The new unit, consisting of 7,000 personnel, will be deployed to zones such as the Catatumbo region on the border with Venezuela, as well as the provinces of Cauca and Putamayo, Defence Minister Diego Molano said."

Mehr lesen


Foreign Policy vom 26.02.2021

"Latin American Governments Are Caught in the Middle of the U.S.-China Tech War"

https://foreignpolicy.com/2021/02/26/latin-america-united-states-china-5g-technology-war/

Die meisten lateinamerikanischen Staaten hätten sich in den vergangenen Jahren um gute Beziehungen sowohl zu den USA wie auch zu China bemüht, analysiert Oliver Stuenkel. "Latin American governments have largely sought to position themselves above the fray as the U.S.-Chinese diplomatic relationship worsened (…). In 2021, however, that strategic neutrality faces an unprecedented challenge. After being subject to diplomatic pressure from both the United States and China over the past few years, numerous Latin American governments will have to finally decide whether to allow Huawei to provide equipment for the construction of their 5G cellular networks. This pits the Chinese firm (…) directly against U.S.-backed competitors - and there will be no pleasing both sides. (…) No matter which side Latin American governments eventually take, it will inevitably harm one of their two most important geopolitical relationships."

Mehr lesen


die tageszeitung vom 26.02.2021

"Mordmaschine Militär"

https://taz.de/Getoete-Zivilistinnen-in-Kolumbien/!5750668/

Laut einer ersten Untersuchung der Sonderjustiz für den Frieden, die im Rahmen des 2016 geschlossenen Friedensabkommens zwischen Regierung und Farc-Rebellen einberufen wurde, habe das kolumbianische Militär zwischen 2002 und 2008 mindestens 6.402 unschuldige Menschen getötet, schreibt Katharina Wojczenko. "Um Quoten zu erfüllen und Prämien einzustreichen, ermordete die Armee auf Druck der Regierung Tausende Zivilist*innen. Die Soldat*innen verkleideten sie als Rebellen, deponierten teils Waffen neben ihren Leichen. Die meisten der Opfer waren Männer, Menschen aus armen Familien, Bauern, aber auch Obdachlose und Drogenabhängige."

Mehr lesen


Deutsche Welle vom 24.02.2021

"Blutiger Machtkampf hinter Gittern"

https://www.dw.com/de/ecuador-machtkampf-gef%C3%A4ngnisse-ausschreitungen-meuterei/a-56668444

Mindestens 75 Gefangene seien bei Krawallen in verschiedenen Strafanstalten Ecuadors ums Leben gekommen, berichtet die Deutsche Welle. Auslöser sei ein interner Machtkampf zwischen konkurrierenden kriminellen Banden gewesen. "In Lateinamerika kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert."

Mehr lesen


Financial Times vom 20.02.2021

"Cocaine: Colombia weighs a new aerial war on drugs"

https://www.ft.com/content/03b032e9-a745-4ea5-a718-13d86fe6fec0

Angesichts der zunehmenden Drogenproduktion im Land überlege die kolumbianische Führung, Kokafelder erneut mit glyphosathaltigen Herbiziden aus der Luft zu besprühen, schreibt Gideon Long. "But a resumption of crop spraying would be highly controversial. The IARC stands by its 2015 conclusion that glyphosate might cause cancer. (…) In the longer term, crop substitution programmes might be an answer. The Colombian government needs to improve security and infrastructure in the countryside so that farmers have genuine incentives to switch out of coca into legal crops that have a proven market."

Mehr lesen


suche-links1 2 .. 29suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

16 Autor*innen aus Krisengebieten wünschen sich für ihre Zukunft weiterschreiben zu können. In di...

Sicherheitspolitik verstehen

Sicherheitspolitik verstehen

Wie sieht eine zeitgemäße Sicherheitspolitik angesichts einer zunehmend komplexer werdenden und st...

Am Hindukusch – und weiter?

Am Hindukusch – und weiter?

Ende 2014 zogen die letzten deutschen ISAF-Truppen aus Afghanistan ab. Dieser Band zieht Bilanz, fra...

Fluter Terror

Terror

Terrorismus bedroht die offene Gesellschaft und die kulturelle Vielfalt. Er ist uns fremd, aber er k...

Krieg im 21. Jahrhundert

Krieg im 21. Jahrhundert

Kriege sehen heute anders aus als noch vor 100 oder 50 Jahren: oft stehen sich Staaten und bewaffnet...

Zum Shop