US-Soldaten in Afghanistan

2.8. Mittel- und Lateinamerika

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Freitag vom 16.08.2017

"Tödlicher Machismo"

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/toedliches-testosteron

Marta Platía berichtet über eine neue Bewegung in Argentinien, die sich dem Kampf gegen Gewalt gegen Frauen verschrieben hat. "Bis vor weniger als einem Jahrzehnt sprach man in den Polizeinachrichten noch von 'Verbrechen aus Leidenschaft'. Allein bereits aufgrund einer solchen Schlagzeile verstand sich die Einordnung des Geschehens von selbst: Der 'typische Fall' des eifersüchtigen Mannes, der seine Frau, die er als sein Eigentum betrachtete, 'in einem Anfall von Wahnsinn' tötete. So sehr gehörte sie ihm, dass er sich ohne Weiteres für ihre Tötung entscheiden durfte. Die männliche Folklore führte als mildernden Umstand an, dass das Opfer den von ihm erlittenen Angriff selbst verschuldete: Durch ihr ungehorsames Verhalten habe sie den 'armen Mann' zur Tat getrieben."

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Al Jazeera English vom 16.08.2017

"Colombia declares FARC war over as last guns taken away"

http://www.aljazeera.com/news/2017/08/colombia-declares-farc-war-guns-170816005750622.html

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den 50 Jahre währenden Konflikt mit der FARC-Guerilla nach der Abgabe der letzten verbliebenen Waffen der Rebellen endgültig für beendet erklärt. "'With the laying down of arms ... the conflict is truly over and a new phase begins in the life of our nation,' Santos said at a ceremony in Pondores, a remote area in the northern Guajira department. 'This is truly a historic moment for the country,' he said. Colombia's Marxist FARC rebel group handed in more than 8,000 weapons and nearly 1.3 million pieces of ammunition as it demobilised after a peace deal with the government, the United Nations said."

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Neue Zürcher Zeitung vom 29.06.2017

"Warum Kolumbien vom Frieden noch weit entfernt ist"

https://www.nzz.ch/international/die-farc-ist-keine-bewaffnete-gruppe-mehr-findet-kolumbien-jetzt-frieden
-ld.1303345

Michelle Feer und Werner J. Marti erläutern in diesem Video, warum Kolumbien trotz der Entwaffnung der Farc-Rebellen noch weit von einem tatsächlichen Frieden entfernt sei. "Der bewaffnete Konflikt zwischen den Farc und der kolumbianischen Regierung dauerte über fünfzig Jahre und forderte unzählige Opfer. Nun haben die Rebellen alle persönlichen Waffen abgegeben. Was bedeutet das für Kolumbien?"

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Spiegel Online vom 28.06.2017

"Helikopterattacke auf Maduros Machtapparat"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/venezuela-helikopter-angriff-war-moeglicherweise-putschversuch-a-11
54777.html

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro spricht nach einem Granatenabwurf auf das Gebäude des Obersten Gerichts in Caracas von einem Putschversuch. "Ein offensichtlich gekaperter Polizeihubschrauber überflog gegen 18 Uhr Ortszeit in der Hauptstadt Caracas das Oberste Gericht (TSJ) und warf Granaten ab. Anwohner bestätigten örtlichen Medien, auf das Gebäude sei auch gefeuert worden. Die Granaten explodierten nur zum Teil, verletzt wurde niemand. (...) Der Helikopter wurde offenbar von einem abtrünnigen Offizier gesteuert, der sich als Oscar Pérez ausgab. (...) Es war zunächst unklar, ob Perez alleine für die Tat verantwortlich ist - oder ob dahinter eine größere Offensive militärischer Kreise steckt, um den umstrittenen linksnationalistischen und autoritär regierenden Staatschef von der Macht zu verdrängen."

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Frankfurter Rundschau vom 27.06.2017

"Farc-Rebellen geben alle Waffen ab"

http://www.fr.de/politik/kolumbien-farc-rebellen-geben-alle-waffen-ab-a-1302745

Die Demobilisierung der kolumbianischen Farc-Rebellen steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Klaus Ehringfeld berichtet allerdings, dass zugleich die Gewalt rechter Todesschwadronen zunehme. "So absurd es klingt: 2017, das Jahr des Friedens mit den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc), wird zum tödlichsten Jahr für Gewerkschafter, Menschenrechtsaktivisten, Minderheitenvertreter und Führer linker Jugendorganisationen. Und die 7000 Guerilleros der Farc, die am Dienstag ihre Waffenabgabe vollenden und dann als Rebellengruppe aufhören zu existieren, beobachten diese Entwicklung mit zunehmender Angst."

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The Washington Post vom 14.06.2017

"Is Venezuela on a path to civil war?"

https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2017/06/14/is-venezuela-on-a-path-to-civil-war/

Trotz der anhaltenden Proteste gegen die Regierung in Venezuela glaubt Nick Miroff nicht, dass das Land in einen blutigen Bürgerkrieg wie in Syrien oder der Ukraine abgleiten wird. "Both sides in Venezuela’s conflict often warn of 'civil war,' but they’ve used it mostly as a rhetorical tactic. President Nicolás Maduro justifies his crackdown on protesters with claims that he’s trying to save Venezuela from 'terrorists' who want to instigate an armed confrontation. His opponents say the government’s intransigence is deepening the country’s desperation, pushing Venezuela toward cataclysmic violence. (...) Many of the factors that led to civil war in these countries are absent in Venezuela’s conflict, and few experts seem to think that some sort of military-level confrontation is likely. But an institutional collapse that plunges the country into homicidal chaos and anarchy is not hard to imagine."

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BBC vom 08.06.2017

"Colombia's Farc rebels have handed over 30% of weapons"

http://www.bbc.com/news/world-latin-america-40197026

Die Entwaffnung der Farc-Guerilla in Kolumbien, die bis zum 20. Juni abgeschlossen sein soll, schreitet der BBC zufolge planmäßig voran. Natalio Cosoy schreibt, dass es sich um einen der wichtigsten Momente des Friedensprozesses handle. "So far no photograph or video of a fighter handing over a weapon to a UN mission member has been seen. It is uncertain if there will be such picture. Still, with the verification of the UN, the disarmament of the largest guerrilla group in Colombia is finally taking place. They need to get it over and done with so they can focus on the next step for their organisation: entering Colombia's political life, as civilians, with their own political party that they plan to launch by August this year."

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New York Times vom 15.05.2017

"How Venezuela Stumbled to the Brink of Collapse"

https://www.nytimes.com/2017/05/14/world/americas/venezuela-collapse-analysis-interpreter.html?emc=edit_t
h_20170515&nl=todaysheadlines&nlid=20179534&_r=0

Max Fisher und Amanda Taub analysieren die Ursachen für den drohenden Kollaps der staatlichen Ordnung in Venezuela. "Established democracies are not supposed to implode like this. Steven Levitsky, a Harvard University political scientist, said Venezuela was one of 'four or five, ever.' Among those, none was as wealthy or fell so far. 'In most cases,' he said, 'the regime quits before it gets this bad.' Venezuela’s crisis came through a series of steps whose progression is clear in retrospect, and some of which initially proved popular. (...) 'Even before the economic crisis, you have two things that political scientists all agree are the least sustainable bases for power, personalism and petroleum,' Mr. Levitsky said, referring to the style of government that consolidates power under a single leader. (...) Because populism describes a world divided between the righteous people and the corrupt elite, each round of confrontation, by drawing hard lines between legitimate and illegitimate points of view, can polarize society. (...) The political system, after years of erosion, has become a hybrid of democratic and authoritarian features — a highly unstable mix, scholars say."

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Die Welt vom 08.05.2017

"Colectivos, die Mörder-Banden des Präsidenten"

https://www.welt.de/politik/ausland/article164300204/Colectivos-die-Moerder-Banden-des-Praesidenten.html

Tobias Käufer berichtet über den zunehmend blutigen Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela. "Die Colectivos sind eines der wichtigsten Machtinstrumente der venezolanischen Regierung. Das Instrument, das eine Demokratie von einer Diktatur unterscheidet. Nicht ideologisch, aber in der Wahl ihrer Mittel stehen die venezolanischen Machthaber in der blutigen Tradition der rechten Militärdiktaturen Lateinamerikas, die ihre Feinde stets mit brutaler Gewalt terrorisierten."

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 03.05.2017

"Mobilisierung und Systemblockade"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2017A29_zll.pdf

Auch Claudia Zilla berichtet über die angespannte Lage in Venezuela, das kurz vor einem "massiven Gewaltausbruch" stehe. "Im autoritären Venezuela herrscht schon längst kein sozialer Frieden mehr. Die Frage ist, wie (lange) sich eine offene gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Anhänger/innen und Gegner/innen des Regimes unter Einsatz der Streitkräfte noch verhindern lässt. Die Regierungen der Region (vor allem der großen Staaten Südamerikas) sollten entschieden auf eine politische Lösung drängen, bei der die Zulassung humanitärer Hilfe und die Abhaltung von Neuwahlen in Anwesenheit von Wahlbeobachter/innen eingeschlossen sind. Bei beiden Maßnahmen könnte die EU eine unterstützende Rolle spielen."

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The National Interest vom 03.05.2017

"Venezuela Is Turning into Libya"

http://nationalinterest.org/feature/venezuela-turning-libya-20471

Die aktuelle innenpolitische Krise in Venezuela könnte nach Ansicht von Scott B. MacDonald eskalieren und schwerwiegende Folgen für andere Länder in der Region haben. "What happens in Venezuela will not be contained within its borders. The corruption and drug trade have long seeped out of the country, penetrating the Caribbean and hitting markets in North America and Europe. There are increasing stories of armed gangs hitting up the Dutch tourist islands of Aruba, Bonaire and Curacao, moving in and out of Venezuela. As Venezuela lurches into failed statehood, it becomes an even greater risk for Colombia, Guyana and southern Caribbean states that may soon be facing refugees, more criminal gangs (running out of a lawless Venezuela) and possibly military tensions (this would be more leveled against Colombia and Guyana). This story is only going to get worse."

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Guardian vom 18.04.2017

"Colombia's armed groups sow seeds of new conflict as war with Farc ends"

https://www.theguardian.com/world/2017/apr/18/colombia-farc-rebels-armed-groups

Sibylla Brodzinsky berichtet in ihrer Reportage aus Kolumbien über die wachsende Sorge, dass das von den Farc-Rebellen hinterlassene Vakuum von kriminellen Banden gefüllt werden könnte. "(...) in a country whose violent history consists of cycle upon cycle of conflict, it was perhaps inevitable that the end of one war would contain the seeds of another. Across Colombia, new armed groups – and some long-established ones – are violently occupying the regions left behind by the Farc, all hoping to wrest control of the cocaine trade, illegal gold mines and other criminal enterprises which once financed the rebels. The military promised to send out 65,000 of its soldiers to occupy and secure the regions and President Juan Manuel Santos announced last month that 960 new police agents would be assigned to rural areas. But criminal groups have moved faster."

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Worldcrunch vom 07.04.2017

"Brexit And The Falklands: Isolated UK Is Opportunity For Argentina"

https://www.worldcrunch.com/world-affairs/brexit-and-the-falklands-isolated-uk-is-opportunity-for-argenti
na

Angesichts der durch den Brexit drohenden Isolation Großbritanniens sollte die argentinische Regierung nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Juan Gabriel Tokatlian versuchen, ihre Falkland-Politik neu auszurichten. "Discussing the Falklands has become hard in Argentina. The Left fears it may fuel militarism. The conservatives want to put the armed forces to work fighting drug trafficking. Few people are interested in reviewing the links between foreign policy and defense, while the state's most recent purchases of military hardware have been cautious, and defensive. But whatever course it takes, the government in Buenos Aires must urgently formulate a new, post-Brexit policy on the Falklands."

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Spiegel Online vom 06.04.2017

"Colombia Tries to Tame FARC Guerillas"

http://www.spiegel.de/international/world/colombia-seeks-to-turn-farc-guerillas-into-normal-citizens-a-11
41991.html

Juan Moreno berichtet in dieser SPIEGEL-Reportage aus Kolumbien über Kämpfer der FARC-Guerilla, die nach dem Friedensabkommen wieder zu einfachen Zivilisten werden. "More than anything, FARC provided a home to all manner of different people. Genuinely staunch warriors fought alongside others who were slowly becoming corrupt and still others who were outright criminals. The majority, though, always consisted of the desperate, the lost souls for whom the rebel life was still the best of many terrible options. (...) The peace that [Boris Forero, who recently turned 50,] has experienced thus far has been more unsettled in its own way than the war, more confusing. On some days, says Boris, it has even been more difficult. Peace, too, is a fight. It is no longer a daily matter of life and death, but it's about the kind of life one leads and whether it is a life worth living."

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InSight Crime vom 28.03.2017

"Violent History Repeats Itself in Colombia’s Strategic Chocó Department"

http://www.insightcrime.org/news-analysis/violent-history-repeats-colombia-strategic-choco-department

Seit dem mit dem Friedensabkommen erreichten Rückzug der FARC-Rebellen versuchen kriminelle Banden und die ELN-Guerilla Nathalia Ávila und Tristan Clavel zufolge, die profitablen Kokaanbaugebiete und illegalen Goldmärkte der Provinz Chocó unter ihre Kontrolle zu bringen. "Since January, nearly 2,000 people have been forcibly displaced by violence in Chocó, according to La Silla Vacia, many of them by conflict between the ELN and the Urabeños, one of Colombia's most powerful criminal groups (bandas criminales - BACRIM). (...) Chocó has long been contested territory between rival criminal groups attempting to control its drug production areas, its key shipment corridors and its ample gold resources. But although the violence is longstanding, recent government actions and the FARC peace process have created more criminal incentives for the ELN and the Urabeños to fight for power in Chocó, which is perhaps one of the most profitable Colombian departments in criminal terms."

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