US-Soldaten in Afghanistan

2.9. Sonstige

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Zeit Online vom 01.06.2020

"Schwarz-Weiß-Bilder"

https://www.zeit.de/kultur/2020-06/polizeigewalt-usa-george-floyd-proteste-demonstrationen-bilder/komplet
tansicht

Adrian Daub, Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Stanford, sieht in aktuellen wie vergangenen Bildern der Gewalt gegen schwarze Amerikaner einen ikonografischen Moment. "Die Videos sind längst nicht mehr nur Bildbelege, die den öffentlichen Diskurs bestimmen und als Beweismittel später womöglich auch in Gerichtsakten Eingang finden. Davor sind sie so etwas wie unmittelbare Ikonen einer Gesellschaft, der US-amerikanischen, die in Teilen angesichts solcher Bilder über sich selbst erschrickt, zornig wird – aber keinesfalls überrascht ist davon, dass es immer wieder neue dieser stets ähnlichen Bilder gibt. Diese Gesellschaft wird nicht mit der Gegenwart dieser Videos fertig und schon gar nicht mit den Traumata der Geschichte, die sie heraufbeschwören. Die Videos sind aber auch Indizien dafür, dass die US-amerikanische Gesellschaft nicht mehr die Absicht zu haben scheint, mit diesen Traumata noch irgendwann fertigzuwerden."

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Frankfurter Rundschau vom 22.04.2020

"Nach dem Amoklauf in Kanada: Kritik an Vorgehen der Polizei"

https://www.fr.de/panorama/amoklauf-kanada-kritik-vorgehen-polizei-13698561.html

Gerd Braune berichtet über aktuelle Erkenntnisse zum Amoklauf im kanadischen Nova Scotia. "Statt Alarm auszulösen, setzte die Polizei während des Amoklaufs in Kanada nur zwei Hinweise ins Internet. Das sorgt für Kritik."

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Zeit Online vom 22.04.2020

"Premier Trudeau kündigt striktere Waffengesetze an"

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-04/amoklauf-kanada-nova-scotia-opferzahl-anstieg

In Reaktion auf den Amoklauf im kanadischen Nova Scotia hat Premierminister Justin Trudeau striktere Waffengesetze angekündigt. "Nach dem Attentat in der Provinz Nova Scotia an der kanadischen Atlantikküste geht die Polizei nun von insgesamt 23 Toten aus. Unter den Menschen, die ein 51 Jahre alter Mann mutmaßlich an mehreren Orten getötet hat, befänden sich eine Person im Alter von 17 Jahren sowie 21 Erwachsene, teilte die Polizei mit. Auch der mutmaßliche Täter ist tot. Die Ermittler hatten eigenen Angaben zufolge fünf gelegte Brände untersucht und dabei nach der Tat am Sonntag weitere Opfer entdeckt. Ob der Tatverdächtige allein handelte, sei bislang noch unklar und werde untersucht."

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Zeit Online vom 21.04.2020

"Ermittler gehen von höherer Opferzahl aus"

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-04/attentat-kanada-halifax-ermittlungen

Der Amoklauf in der kanadischen Provinz Nova Scotia hat offenbar mehr Opfer gefordert als bisher angenommen. "Nach Angaben des zuständigen Ermittlers Chris Leather wurden 16 Tatorte auf der Halbinsel untersucht, an fünf verschiedenen Orten habe der 51-jährige Tatverdächtige Feuer gelegt. Deshalb, so Leather, könnte es sein, dass in niedergebrannten Häusern noch weitere Tote gefunden werden."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.04.2020

"Die Mordlust eines polizeibesessenen Zahntechnikers"

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/16-tote-beim-amoklauf-eines-polizeifanatikers-in-k
anada-16732966.html

Die F.A.Z. berichtet über den bewaffneten Amoklauf in Kanada, bei dem aktuellen Angaben zufolge 16 Menschen getötet wurden. "Die Behörden haben bisher erst wenige Details mitgeteilt und heben hervor, dass die Zahl von 16 Todesopfern (ohne den Täter) vorläufig sei. Augenzeugen und Bekannte des Täters haben kanadischen Reportern zwar viele Hinweise auf den Täter und den Tathergang gegeben. Völlig unklar bleibt dagegen das Motiv. Dass Wortman finanzielle Sorgen geplagt haben könnten, weil seine Praxis in Dartmouth bei Halifax wegen der Covid-19-Pandemie Mitte März vorübergehend geschlossen wurde, blieb zunächst reine Spekulation. Die Polizei sagt, sie prüfe diese Hypothese wie jede andere."

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The Conversation vom 10.04.2020

"Terrorists, militants and criminal gangs join the fight against the coronavirus"

https://theconversation.com/terrorists-militants-and-criminal-gangs-join-the-fight-against-the-coronaviru
s-135914

In Ländern wie Brasilien, Libanon und Afghanistan beteiligen sich kriminelle Banden, Terroristen und bewaffnete Gruppen am Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus, berichtet Jori Breslawski. "As a scholar of armed-group behavior, the actions taken by all of these organizations are far from surprising. In many countries, criminal gangs, insurgents and terrorist groups govern areas where the central government’s power is weak or nonexistent. Some of these groups already provide social services, like medical care, education and an organized way to resolve disputes – analogous to a rudimentary justice system. A weak pandemic response from a formal government creates an opportunity for the violent group to earn legitimacy in the eyes of the public. (…) Another potential reason for these groups’ efforts could be that many of them operate in areas where their family and friends live – so they naturally want to help keep their people safe and healthy."

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Tageszeitung vom 26.03.2020

"Täter bekennt sich schuldig"

https://taz.de/Ein-Jahr-nach-dem-Christchurch-Anschlag/!5674343/

Der Angeklagte von Christchurch habe im Prozess ein Jahr nach dem Terroranschlag überraschend auf schuldig plädiert, berichtet die Tageszeitung. "Dem selbsterklärten Rassisten werden Angriffe auf zwei Moscheen am 15. März 2019 vorgeworfen. Es handelte sich um den tödlichsten Anschlag in der modernen Geschichte Neuseelands. Der Angeklagte soll im Juni vor Gericht gestellt werden, einen Termin für das Urteil gibt es noch nicht. Ihm droht lebenslange Haft. Richter Cameron Mander muss unter anderem entscheiden, nach wie vielen Jahren der Tatverdächtige erstmals einen Antrag auf Umwandlung zur Bewährungsstrafe stellen darf. Für die Familien der Opfer ist das Schuldeingeständnis eine Erleichterung. (…) Viele hatten befürchtet, der Tatverdächtige werde den Prozess als Plattform zur Verbreitung seiner Ansichten nutzen. Diese waren in einem 74 Seiten umfassenden Schreiben kurz vor dem Anschlag im Internet veröffentlicht worden."

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Deutschlandfunk vom 15.03.2020

"Journalistin: 'Die Unschuld ist vorbei'"

https://www.deutschlandfunk.de/ein-jahr-nach-christchurch-anschlag-journalistin-die.694.de.html?dram:arti
cle_id=472547

In Neuseeland soll im Juni der Prozess gegen den Attentäter von Christchurch beginnen. In diesem Audiobeitrag des Deutschlandfunks äußert sich die in Neuseeland lebende Journalistin Anke Richter über das neue Problembewusstsein im Land. "Überlebende und Angehörige des Anschlags von Christchurch sind auch heute – ein Jahr nach dem rassistischen Angriff in Neuseelands Hauptstadt – immer noch schwerst traumatisiert, sagte die vor Ort lebende deutsche Journalistin Anke Richter im Deutschlandfunk. Sie hätten langwierige gesundheitliche und psychische Probleme. Vor allem aber herrsche Angst in der muslimischen Community. Der Angriff sei schwer und einschneidend gewesen. Dennoch hätten die Imame nicht ein einziges Wort des Hasses und der Vergeltung geäußert. Immer sei 'von Vergebung und nicht von Vergeltung' die Rede gewesen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13.07.2019

"Neuseeländer geben ihre Waffen ab"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neuseelaender-geben-nach-christchurch-attentat-waffen-ab-1628
3468.html

Vier Monate nach dem rechtsextremistischen Doppelanschlag in Christchurch hat in Neuseeland die beschlossene Einsammlung von privaten Halbautomatik-Gewehren begonnen. "Der Angreifer von Christchurch hatte unter anderem zwei solcher Gewehre verwendet, mit denen in schneller Folge Kugeln von großem Kaliber abgefeuert werden können. Waffenbesitzer haben sechs Monate Zeit, um die fortan illegalen Waffen zurückzugeben. Sie bekommen dafür eine Entschädigung, die sich nach Modell und Alter der Waffen richtet. Für die Dauer der sechs Monate gilt eine Amnestie. Nach Ablauf dieser Frist droht Besitzern illegaler Waffen eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren."

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Guardian vom 26.06.2019

"The Pacific is in danger of becoming a semi-narco region"

https://www.theguardian.com/world/commentisfree/2019/jun/26/the-pacific-is-in-danger-of-becoming-a-semi-n
arco-region

Jose Sousa-Santos vom Joint Centre for Disaster Research an der Massey University in Neuseeland warnt, dass die Inselstaaten im Pazifik unter die faktische Kontrolle internationaler Drogenkartelle geraten könnten. "The region is being eroded by criminal organisations and drugs. We are seeing larger hauls of cocaine and crystal methamphetamines being trafficked through and seized in the Pacific and while it was once the thoroughfare for these drugs, the Pacific is now also the destination. The lower cost of drugs in South America and the higher cost of drugs in Australia and New Zealand result in the perfect storm. The spill-over effect into local communities has been immensely damaging. (...) Unless concrete efforts are made to address this threat, drug cartels will take control of the region, impacting governance, enabling corruption and the infiltration of law enforcement, customs and defence, and crippling the region’s tourism industry – a critical revenue earner for many Pacific economies. (...) Australia, United States and New Zealand need to take responsibility for an issue that has been created not only by their drug markets but also by their deportee policy. It is time the partners of the Pacific did their part in the heavy lifting to address this threat, before it is too late."

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BBC vom 05.06.2019

"ABC raid: Outcry as Australian police search public broadcaster"

https://www.bbc.com/news/world-australia-48522729

Einsatzkräfte der australischen Polizei sind mit Durchsuchungsbefehlen in ein Gebäude der öffentlichen Rundfunkanstalt ABC eingedrungen. Am Dienstag wurde die Wohnung einer weiteren Journalistin durchsucht. Auslöser der Einsätze sind ein 2017 veröffentlichter Enthüllungsbericht über mutmaßliche Kriegsverbrechen australischer Soldaten in Afghanistan und ein Bericht von 2018 über neue Überwachungspläne der Regierung. Jay Savage, Australien-Korrespondent der BBC, schreibt: "Australian journalists have reacted furiously, calling the raids 'outrageous' and 'chilling'; one editor said he'd 'never seen an assault on the media as savage'. Police insist that there is no link between the scouring of the ABC and a News Corp Australia journalist's home. But the timing is more than curious: two raids, on successive days, concerning stories that were published more than a year ago. Each piece explored matters of transparency in clandestine Australian institutions. Some suspect it is the whistleblowers - not the media - who are actually being targeted."

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Süddeutsche Zeitung vom 21.03.2019

"Neuseeland verbietet halbautomatische Waffen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/neuseeland-anschlag-waffenverbot-1.4377007

In Reaktion auf den Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat die Regierung Neuseelands den Besitz von Sturmgewehren und halbautomatischen Waffen verboten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. "Die Verschärfung erfordere eine Änderung der neuseeländischen Waffengesetze, sagte [Premierministerin Ardern]. Diese solle bis zum 11. April in Kraft treten. Der Verkauf dagegen sei mit sofortiger Wirkung untersagt. Menschen, die solche Waffen legal in ihrem Besitz haben, rief Ardern auf, ihren Bestand der Polizei zu melden. Außerdem versprach sie ein Rückkauf-Programm der Regierung für legal erworbene halbautomatische Waffen. Ihre Regierung werde dafür umgerechnet 120 Millionen Euro bereitstellen."

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Macleans.ca vom 03.08.2018

"Why the explosive debate over asylum seekers could define the next federal election"

https://www.macleans.ca/news/canada/why-the-explosive-debate-over-asylum-seekers-could-define-the-next-fe
deral-election/

Auch in Kanada könnten die nächsten Parlamentswahlen von einer Asyldebatte geprägt werden, berichtet Jason Markusoff. Viele Kanadier seien einer neuen Umfrage zufolge der Ansicht, dass das Land keine zusätzlichen Migranten aufnehmen könne und die Sicherheit der Grenzen im Vordergrund stehen müsse. "Two-thirds of Canadians believe it is indeed a crisis, and 65 per cent feel the 30,000 refugee claimants arriving from the U.S. since January 2017 are too many people for Canada to handle, according to a new Angus Reid Institute survey provided to Maclean’s. More concerned about border safety than assisting migrants, Canadians feel, by a wide margin, that Conservative Leader Andrew Scheer would handle this file better than Trudeau."

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The Atlantic vom 12.07.2018

"Canada Has Its Own Ways of Keeping Out Unwanted Immigrants"

https://www.theatlantic.com/international/archive/2018/07/canada-immigration-success/564944/?utm_source=f
eed

Die Einwanderungspolitik der US-Regierung ist derzeit nicht nur in den USA hoch umstritten. Tony Keller schreibt, dass Kanada die Immigration sehr viel subtiler, aber oft kaum weniger strikt reguliere. Die weitgehende Verhinderung illegaler Migration sei die Basis für die breite Unterstützung der kanadischen Bevölkerung für die legale Einwanderung. "Canada’s immigration success thus far is not a liberal story or a conservative story — it’s both. If the country’s image appears to be entirely liberal, that’s largely because its methods of controlling immigration are simply quieter, subtler, and less obvious than America’s. It’s that commitment to policing immigration that has, paradoxically, sustained such high levels of support. (...) For one thing, the movement of people into the country has generally been so law-abiding and orderly as to be uncontroversial and barely newsworthy. Canada, unlike the U.S., is a country where nearly all arrivals come in through the front door, in the open, during daylight hours. (...) As for illegal and irregular immigration, Canadian governments from both ends of the political spectrum have worked — quietly — to ensure there is as little of it as possible. The unspoken underpinning of Canada’s otherwise welcoming immigration policy is a giant and assiduously maintained border wall."

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International Crisis Group vom 12.10.2017

"The Social Roots of Jihadist Violence in Burkina Faso’s North"

https://www.crisisgroup.org/africa/west-africa/burkina-faso/254-social-roots-jihadist-violence-burkina-fa
sos-north

Die zunehmende radikalislamische Gewalt im westafrikanischen Burkina Faso habe nicht nur religiöse und sicherheitspolitische, sondern auch tiefsitzende lokale und soziale Ursachen, die bei der Konfliktlösung unbedingt beachtet werden sollten, mahnt die International Crisis Group in diesem ausführlichen Lagebericht. "Long spared by the Sahel’s armed groups, Burkina Faso now faces increasingly frequent and lethal attacks in its north. Although this insecurity in large part is an extension of the Malian conflict, the crisis has strong local dynamics. Ansarul Islam, the group behind much of the violence, which often is portrayed as tied to jihadists elsewhere in the Sahel, is first and foremost a movement challenging the prevailing social order in Soum province, in Burkina’s Sahel region. While military operations reasserted the state’s control in the spring of 2017, the crisis is far from over."

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