US-Soldaten in Afghanistan

4. Militär und bewaffnete Konflikte

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die tageszeitung vom 17.06.2021

"Grüne Soldaten organisieren sich"

https://taz.de/Annaeherung-von-Oeko-Partei-und-Militaer/!5777000/

Bundeswehrangehörige aus dem Umfeld der Partei Bündnis 90/Die Grünen planten, eine Interessensvereinigung zu gründen, bemerkt Tobias Schulze. "Im Verein 'BundeswehrGrün' wollen sich grüne und grünennahe Soldat*innen, andere Bundeswehrangehörige und Reservist*innen zusammentun. Derzeit arbeitet die Gruppe mit Sitz in Koblenz und Mitgliedern aus verschiedenen Städten noch an ihrem Eintrag ins Vereinsregister und an ihrem Internetauftritt. Ziel des Vereins soll es unter anderem sein, durch den Austausch zwischen Bundeswehrangehörigen auf der einen Seite und der Partei auf der anderen Seite das gegenseitige Verständnis zu fördern."

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Der Spiegel vom 16.06.2021

"Militär in Myanmar zündet Dorf an"

https://www.spiegel.de/ausland/myanmar-militaer-zuendet-ganzes-dorf-an-a-ef1e6688-e994-45e0-a0c2-31d591c4
3205

Nach Angaben von Augenzeugen habe das myanmarische Militär im Rahmen einer Vergeltungsaktion das Dorf Kin Ma angezündet - zwei Personen sollen dabei ums Leben gekommen sein, berichtet der Spiegel. "In einem Hinterhalt seien zuvor 15 Soldaten getötet worden, berichtete die Zeitung 'The Irrawaddy'. Aus Rache hätten rund 150 Militärs am Dienstagnachmittag Feuer in dem Ort gelegt. (…) Von den ursprünglich rund 240 Häusern in Kin Ma seien nur noch 40 übrig, berichtete der Mann."

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tagesschau.de vom 16.06.2021

"Bundeswehr zieht Panzergrenadierzug ab"

https://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-litauen-skandal-101.html

Die Bundeswehr ziehe wegen des Verdachts auf schweres Fehlverhalten von Bundeswehrangehörigen einen kompletten Panzergrenadierzug aus der NATO-Mission "Enhanced Forward Presence" in Litauen ab, informiert Kai Küstner. "Was die Hauptverdächtigen betrifft, so prüft das Verteidigungsministerium jetzt, ob diese fristlos entlassen werden können. (…) Bei einer alkoholgeschwängerten Skandal-Party in einem litauischen Hotel Ende April sollen einige Kameraden rechtsextreme und antisemitische Lieder angestimmt haben, auch soll es zu einem Fall sexueller Nötigung gekommen sein. (…) Im Laufe der Ermittlungen kam nun auch ans Licht, dass 569 Schuss Handwaffen-Munition bei der Bundeswehr in Litauen abhanden kamen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.06.2021

"Ein Mann von außen"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-06-16/ein-mann-von-aussen/623485.html

Lorenz Hemicker stellt Brigadegeneral Ansgar Meyer vor, der ab 1. September dieses Jahres die Führung des Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr übernehmen soll: "Meyer, 56 Jahre alt, ist momentan noch Kommandeur des letzten deutschen Afghanistan-Kontingents. (…) Die Berufung Meyers hat in Fachkreisen manchen überrascht. Gilt in der Bundeswehr doch allgemein der Grundsatz, dass der oder die Berufene sich auf solch wichtigen Schleudersesseln fachlich zumindest schon halbwegs auskennen sollte. (…) Dafür bringt Meyer, der 1984 in die Bundeswehr eintrat, mit vielen Führungsverwendungen in der Panzertruppe, dem Verteidigungsministerium und nachgeordneten Bereichen sowie insgesamt drei Auslandseinsätzen im Kosovo und in Afghanistan reichlich Erfahrung mit."

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Der Spiegel vom 15.06.2021

"Ein Geburtstagsständchen für Hitler"

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ein-geburtstagsstaendchen-fuer-hitler-a-58745675-a864-44cb-8be
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Matthias Gebauer berichtet über neue Details zu den jüngsten Vorwürfen gegen zehn in Litauen stationierte Bundeswehrsoldaten: "So berichteten Soldaten, dass Kameraden aus ihrem Zug am 20. April ein Geburtstagsständchen für Adolf Hitler angestimmt haben sollen. (…) Auch die weiteren Vorwürfe deuten auf ein skandalöses und auch strafbares Eigenleben in dem Zug aus Munster hin. So soll eine Kameradin über Monate von Soldaten sexuell gemobbt und beleidigt worden sein. (…) Zudem soll ein Soldat mit afghanischen Wurzeln innerhalb der Einheit häufig rassistisch beschimpft worden sein. Auch abfällige Sprüche über Juden seien gefallen."

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die tageszeitung vom 15.06.2021

"Mit Reformen ist es nicht getan"

https://taz.de/Rechtsextremismus-beim-KSK/!5775003/

Kleinere Reformen könnten das Rechtsextremismus-Problem beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr nicht lösen, argumentiert Sebastian Erb. "Es bleiben Zweifel, dass es nun wirklich auf allen Ebenen genügend Sensibilität für die Problematik gibt. Immer noch tun auch ranghohe Soldaten die rechtsextremen Vorfälle als 'Unsinn' Einzelner ab und die Verantwortlichen reden das Problem klein, indem sie sich hinter einen juristisch engen Netzwerk-Begriff zurückziehen. Die problematischen Soldaten haben aber in der Regel kein Hakenkreuz auf der Stirn. (…) Es gilt in Grauzonen die Probleme zu erkennen, bevor es zu spät ist."

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Süddeutsche Zeitung vom 15.06.2021

"Die Soldaten bekommen eine zweite Chance"

https://www.sueddeutsche.de/meinung/bundeswehr-kommando-spezialkraefte-kramp-karrenbauer-1.5322911

Die Entscheidung von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr nicht aufzulösen, sei richtig, findet Joachim Käppner. "Man darf dabei nicht vergessen, dass der Ungeist, der im KSK umging (ein giftiges Gemisch aus erzrechten bis offen neonazistischen Einstellungen und üblem Korpsgeist), immer Sache einer Minderheit war - die man freilich viel zu lange tolerierte und das Klima verderben ließ. Für die Armee eines demokratischen Staates war dies eine Schande, auch für die politische Führung. Allerdings: Auch viele KSK-Soldaten zeigten sich entsetzt über die rechtsradikalen Umtriebe, nicht wenige haben aktiv zur Aufklärung beigetragen. Sie sind es, die jetzt die Chance verdient haben, einen neuen Geist zu prägen."

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Zeit Online vom 15.06.2021

"Bundeswehr zieht Soldaten nach schwerem Fehlverhalten aus Litauen ab"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/bundeswehr-litauen-fehlverhalten-soldaten-abzug-ermittlungen

Die Bundeswehr habe vier Soldaten wegen schweren Fehlverhaltens von der NATO-Mission "Enhanced Forward Presence" aus Litauen abgezogen, so Zeit Online. Das sei einem Schreiben des Verteidigungsministeriums zu entnehmen. "Gegen die Soldaten gibt es demnach den Anfangsverdacht auf Straftaten wie Nötigung und sexuelle Nötigung, Beleidigung - möglicherweise auch mit rassistischem Hintergrund - sowie extremistische Verhaltensweisen. (…) Zunächst hatte der Spiegel über die Vorfälle berichtet. Demnach kam es ersten Ermittlungen zufolge bei einer sogenannten Erholungsmaßnahme an einem Wochenende Ende April zu einer exzessiven Party in einem Hotel."

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Frankfurter Rundschau vom 15.06.2021

"Das Kommando Spezialkräfte bleibt bestehen"

https://www.fr.de/politik/das-kommando-spezialkraefte-bleibt-bestehen-zr-90803667.html

Laut der Frankfurter Rundschau habe Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Obleute des Verteidigungsausschusses informiert: Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr werde nicht aufgelöst. "Der Kommandeur des letzten deutschen Einsatzkontingents am Hindukusch, Brigadegeneral Ansgar Meyer, übernimmt nach dem Abzug vom 1. September an die Führung des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr. (…) 'Klar ist, dass wir die einzigartigen militärischen Fähigkeiten brauchen, die im KSK vorhanden sind', sagte die CDU-Politikerin [Annegret Kramp-Karrenbauer] der Deutschen Presse-Agentur. (…) Klar ist aber auch, dass sich der Verband keine weiteren Vorfälle mehr leisten kann und die Reformen weitergehen."

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Deutsche Welle vom 14.06.2021

"Warum Hilfsorganisationen in Myanmar nicht helfen können"

https://www.dw.com/de/warum-hilfsorganisationen-in-myanmar-nicht-helfen-k%C3%B6nnen/a-57878806

Rodion Ebbighausen beleuchtet, vor welchen Herausforderungen Hilfsorganisationen in Myanmar stünden: "Aktuell ist es aus Sicht der NGOs vor allem die politische Gesamtlage, welche die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe blockiert. Beides ist nämlich nur möglich, wenn ein gewisses Grundvertrauen herrscht und die Zusammenarbeit von drei Akteuren gelingt: der Regierung des betroffenen Landes, den NGOs und den Mittelgebern, in der Regel Regierungen oder regierungsnahen Organisationen (…), die oft mit lokalen Partnern kooperieren. Mit dem Putsch hat die Militärregierung in Myanmar das Vertrauen massiv gestört. Viele NGOs haben ihre Mitarbeiter abgezogen, Regierungen und Entwicklungsorganisationen haben die Mittel eingefroren, fast alle warten ab."

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Süddeutsche Zeitung vom 13.06.2021

"Alles hört auf ein Kommando"

https://www.sueddeutsche.de/meinung/kramp-karrenbauer-kommando-spezialkraefte-soldaten-bundeswehr-1.53207
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Um zu vermeiden, dass das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr zukünftig erneut ein "toxisches Eigenleben entfaltet", empfiehlt Mike Szymanski: "Die Kampfschwimmer, die speziell gebildeten Hubschrauberbesatzungen in der Luftwaffe, die Spezialkräfte im Heer, das KSK - sie alle gehören unter ein einziges Kommando gestellt, das eng kontrolliert werden muss."

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German Institute for Defence and Strategic Studies vom 13.06.2021

"'Das ist alles keine Science-Fiction mehr' - Oberstleutnant Michael Karl über moderne Kriegsführung und neue Technologien"

https://gids-hamburg.de/das-ist-alles-kein-science-fiction-mehr-oberstleutnant-michael-karl-wissenschaftl
icher-referent-am-gids-uber-neue-moderne-kriegsfuhrung-und-neue-technologien/

Im Gespräch mit der Redaktion des German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) resümiert Oberstleutnant Michael Karl, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Militärgeschichte und "Modern Warfare" beim GIDS: "Wenn die Bundeswehr in diesem konkreten Konflikt gegen Aserbaidschan hätte kämpfen müssen, hätte sie kaum eine Chance gehabt. Bei Waffensystemen, die genutzt wurden wie Kampfdrohnen und Kamikazedrohnen, hätten wir uns nicht ausreichend wehren können. Allein schon die fehlende Heeresflugabwehr wäre uns zum Verhängnis geworden. Natürlich sind Luftaufklärung und Luftabwehr Sache der Luftwaffe, aber wir brauchen Expertise im Wirkungsraum zwischen Luftwaffe und Heer - gerade in der Drohnenabwehr. Um in einem modernen Kriegsszenario bestehen zu können, benötigen wir selber auch neue Technologien und vor allen Dingen Technologien, die auf dem neuesten Stand sind und damit im Gefecht, lassen Sie es mich mal salopp sagen, 'wettbewerbsfähig' sind."

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Business Insider vom 10.06.2021

"Interner Bundeswehr-Bericht: 13.000 Schuss Munition und 62 Kilogramm Sprengstoff bleiben beim KSK verschwunden"

https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/interner-bundeswehr-bericht-13-000-schuss-munition-und
-62-kilogramm-sprengstoff-bleiben-beim-ksk-verschwunden-a/

Beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr seien insgesamt 62 Kilogramm Sprengstoff und 13.000 Schuss Munition nicht mehr aufzufinden, schreibt Josh Groeneveld. "Zu diesem Ergebnis kommt die 'Task Force Munition' des Kommandos Heer der Bundeswehr in einem internen Abschlussbericht, der Business Insider vorliegt. Die Task Force hatte im vergangenen Jahr den Auftrag bekommen, die Munitionsbestände des KSK zu untersuchen. (…) Die Ermittler der Task Force vermuten zwar, dass sich das zumindest bei den 13.000 Schuss nicht aufzufindender Munition durch einen Zählfehler oder eine fehlerhafte Bestandskorrektur in den Jahren 2018 und 2019 erklären könnte. Eine 'bewusste, kriminelle Unterschlagung' der Munition und des Sprengstoffs könne jedoch nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden."

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