US-Soldaten in Afghanistan

6. Wissenschaft und Forschung

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Deutschlandfunk Nova vom 29.03.2020

"Gerechtes Völkerrecht: dem Welt-Gemeinwohl verpflichtet"

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/voelkerrechtler-markus-kotzur-gerechtes-voelkerrecht-dem-welt-
gemeinwohl-verpflichtet

Der Völkerrechtler Markus Kotzur hat sich in einem Vortrag mit Gerechtigkeitsmaßstäben im Völkerrecht beschäftigt. "In seinem Vortrag diskutiert der Völkerrechtler Markus Kotzur die Gerechtigkeitsfrage im völkerrechtlichen Rahmen und erklärt an anschaulichen Beispielen, warum diese Frage so umstritten und schwer zu beantworten ist. (…) Am Interessantesten findet er einen Gerechtigkeitsbegriff, der sich an der gerechten Verteilung von Ressourcen und von Lebenschancen als Voraussetzung für ein gutes Leben festmacht: 'Ich glaube, dieser Gerechtigkeitsmaßstab hat die Chance, international diskursfähig zu sein.'"

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New Scientist vom 19.03.2020

"Even the 'best science' doesn’t have the final word on covid-19"

https://www.newscientist.com/article/2238019-even-the-best-science-doesnt-have-the-final-word-on-covid-19
/

David Adam widerspricht der Ansicht, dass die Politik sich in der Corona-Krise nur auf verlässliche wissenschaftliche Informationen stützen müsse, um schnelle und richtige Entscheidungen treffen zu können. Die besten Wissenschaftler wüssten selbst, dass ihr Arbeitsfeld von eigenen Einschränkungen und Unsicherheiten geprägt sei. "Decisions on covid-19 have to be made urgently, and it’s right that the latest scientific data and expertise are taken into account. Evidence-based policy-making is presented as the gold standard and rightly so, especially in public health. But it’s vital to stress that 'the science' of this pandemic – and what should be done in response – is quite different from 'the science', say, of how soap and water protect against the coronavirus. (…) Earlier this month, an editorial in The Guardian complained that the UK’s response to the virus was 'confused and hesitant', and argued that disclosure of the scientific evidence was needed to protect public trust. Yet confused and hesitant is how the best science proceeds. Policies, even evidence-based ones, aren’t based on science alone. They emerge from a process that also accounts for values and priorities. Right now, politicians must balance the way a wider lockdown of the population could help protect against infection, against the negative sociological consequences of isolation and the impact on civil liberties. These are political decisions, and they must be seen and presented as such by politicians and others, particularly as the continuing pandemic and the severe restrictions on people’s lives start to fray the collective patience."

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Wired.com vom 18.03.2020

"Mass Panic Is Unlikely, Even During a Pandemic"

https://www.wired.com/story/coronavirus-mass-panic-unlikely-pandemic/

Matt Simon schreibt, dass Naturkatastrophen und Pandemien in vielen Hollywood-Filmen in der Bevölkerung regelmäßig Massenpanik auslösen. In der Realität sei ein solches Verhalten nach Ansicht vieler Experten unwahrscheinlich. "While it might be tempting to panic when you think about coronavirus and all it entails — relatives falling ill, running out of food, or just the thought of isolating yourself for weeks on end — you probably won’t. (…) As humanity confronts the coronavirus, we’re not seeing mass panic right now — far from it, really. Around the world, people are engaging in behaviors that are not only decisive but uplifting. (…) Studying the trope of the panicked populace goes back to the fearful days of the Cold War. The federal government paid for researchers to look at how people behave before, during, and after a disaster. 'Their general notion was that people would fly to pieces, that people would panic, they would fight, they would loot,' says Knowles. 'And that society was basically one missile warning away from total chaos. The sociologists found again and again and again and again that that was just completely wrong, that people are mostly pro-social in a disaster and they don't panic. They help each other, they seek out information.' We’re seeing this play out in real time with the coronavirus crisis, as communities come together to develop systems that facilitate solidarity."

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Blätter für deutsche und internationale Politik vom 04.03.2020

"Erinnerung, Identität, Emotionen: Die Nation neu denken"

https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/maerz/erinnerung-identitaet-emotionen-die-nation-neu-denken

"Jede Beschäftigung mit der Nation steht unter dem Verdacht, wissentlich oder unwissentlich Nationalismus zu produzieren, und Nationalismus ist der Auftakt für Nationalsozialismus", stellt Aleida Assmann fest. Ausgeblendet werde dabei regelmäßig, dass wir immer noch alle in Nationen lebten und eine wirkliche Alternative derzeit nicht in Sicht sei. "Nationen existieren ja nicht in einem Vakuum, sondern in Staaten, die entweder liberale Demokratien oder autokratische Regime sein können. Heute sind die Grundsätze der liberalen Demokratie in Europa und der Welt unter Druck geraten. Wir erleben gerade einen starken Rechtsruck und den Abbau demokratischer Strukturen. Das Desinteresse an der Nation und die Tabuisierung alles Nationalen seitens der Linken könnte sogar zu dem Rechtsruck derer beigetragen haben, die nun den Trend zur Pluralisierung durch Polarisierung beantworten. War die Vision der Pluralisierung auf eine Sozialutopie gegründet, so ist nun die Polarisierung auf Ressentiment, Verachtung und offenen Hass gegründet. An die Stelle von politischen Ideologien sind Formen der Identitätspolitik getreten, die zusammen mit kollektiven Emotionen eine neue Triebkraft der Politik bilden."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.02.2020

"Dann nennen wir es eben Polizeiaktion"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/tanisha-m-fazals-kein-recht-im-krieg-
in-der-hamburger-edition-16628745.html

Miloš Vec stellt das Sachbuch "[Kein] Recht im Krieg?" der Politikwissenschaftlerin Tanisha M. Fazal von der University of Minnesota vor. "Friedensverträge braucht es dann auch nicht mehr: In ihrem Buch argumentiert Tanisha M. Fazal, dass die zunehmende Verrechtlichung bewaffneter Konflikte die strategische Umgehung der gesetzten Normen mit sich bringt. (…) Fazal schlussfolgert bescheiden und formuliert mit Augenmaß weitere offene Fragen, die zu klären sind. Das ist deswegen wichtig, weil sie damit der Gefahr entgeht, das Kind mit dem Bade auszuschütten: Die partielle Nichtbefolgung internationaler Normen darf keine Rechtfertigung für ihre Abschaffung sein oder Defätismus nähren. Manches wäre schärfer zu sehen gewesen, wenn die Diagnose bezüglich der Missachtung von Menschenrechten auch andere Motive mit einbezogen hätte statt den bloßen Glauben, über sie verfügen zu können. Und vor allem wäre es auch wichtig, funktionierende internationale Rechtsregime zu beobachten. Denn ob im Kriegsvölkerrecht früher wirklich eine höhere Rechtsmoral bestand, müsste man noch klären."

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The Conversation vom 13.02.2020

"Slavery is not a crime in almost half the countries of the world – new research"

https://theconversation.com/slavery-is-not-a-crime-in-almost-half-the-countries-of-the-world-new-research
-115596

Katarina Schwarz, Jean Allain und Andrea Nicholson präsentieren die Ergebnisse ihrer neuen Untersuchung, der zufolge Sklaverei in 94 Ländern formell nicht verboten sei. "Legal ownership of people was indeed abolished in all countries over the course of the last two centuries. But in many countries it has not been criminalised. In almost half of the world’s countries, there is no criminal law penalising either slavery or the slave trade. In 94 countries, you cannot be prosecuted and punished in a criminal court for enslaving another human being. Our findings displace one of the most basic assumptions made in the modern antislavery movement — that slavery is already illegal everywhere in the world. And they provide an opportunity to refocus global efforts to eradicate modern slavery by 2030, starting with fundamentals: getting states to completely outlaw slavery and other exploitative practices. (…) Although 96% of all these countries have some form of domestic anti-trafficking legislation in place, many of them appear to have failed to prohibit other types of human exploitation in their domestic law. (…) In all these countries, there is no criminal law in place to punish people for subjecting people to these extreme forms of human exploitation. Abuses in these cases can only be prosecuted indirectly through other offences – such as human trafficking – if they are prosecuted at all. In short, slavery is far from being illegal everywhere."

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ipg-journal vom 07.02.2020

"Der nukleare Bumerang"

https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/der-nukleare-bumerang-4058/

Anne Balzer befürchtet im IPG-Journal, dass in Zukunft noch mehr Staaten im Besitz von Atomwaffen sein werden. "Die Erosion dieses Ansatzes beobachten wir bereits in den letzten Jahren. Nordkorea testet trotz internationaler Sanktionen weiterhin Atomwaffen und Langstreckenraketen. Das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist angespannter denn je. Der Konflikt mit dem Iran spitzt sich nach der Atempause durch das 2015 geschaffene JCPOA wieder deutlich zu. Sogar der türkische Präsident Recep Erdogan forderte im Herbst 2019 das Recht auf Atomwaffen. Die nukleare Abschreckung führt nicht zu Stabilität. Im Gegenteil: Sie ermuntert weitere Akteure nach dem Besitz von Atomwaffen zu streben. Denn diese sehen die 'nukleare Karte' als Trumpf im Kampf um Einfluss und Anerkennung in der internationalen Gemeinschaft."

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 03.02.2020

"Für eine Kultur völkerrechtlicher Rechtfertigung - Der Fall Soleimani"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2020A03_slr_tmm.pdf

Christian Schaller und Johannes Thimm über die Folgen der gezielten Tötung des iranischen Genereals Qasem Soleimani durch eine US-Drohne. "International wird eine breite Debatte darüber geführt, ob die gezielte Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch eine US-Drohne völkerrechtlich zulässig war. Dabei hat die Trump-Administration bislang kaum Anstrengungen unternommen, diese Operation juristisch plausibel zu begründen. Daran zeigt sich einmal mehr, dass völkerrechtliche Erwägungen für Präsident Donald Trump selbst bei derart wichtigen Entscheidungen keine Rolle spielen. Staaten, die wie Deutschland für eine starke regelbasierte internationale Ordnung eintreten, sollten sich daher umso mehr darum bemühen, dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen. Dazu gehört auch, Zweifel an der Rechtmäßigkeit solcher Aktionen gegenüber den Verantwortlichen klar zu benennen, auch wenn es dadurch zu politischen Unstimmigkeiten kommt."

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Die Welt vom 18.12.2019

"Rassistisches Denken gehört zu unserem Alltag, sagen Wissenschaftler"

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204413554/Studie-Rassistisches-Denken-gehoert-zu-unserem-A
lltag.html

Sozialwissenschaftler aus Chemnitz wollen mit dem neuen Sammelband "Rassismus im Alltag – Theoretische und empirische Perspektiven nach Chemnitz" über ein Jahr nach den Ausschreitungen in ihrer Stadt Stellung beziehen. "'Es sind Blicke, es ist ein blöder Witz, das Gespräch in der Kneipe oder bei einer Familienfeier: Keiner von uns ist frei von Vorurteilen, darauf wollen wir aufmerksam machen', sagte Heidrun Friese, Professorin am Institut für Germanistik und Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz, der Deutschen Presse-Agentur. (…) 'Nach den verstörenden Ausschreitungen wollten wir Stellung beziehen', ergänzt Frieses Institutskollege Marcus Nolden. Die Untersuchungen der Wissenschaftler zeigten demnach, dass die weiße Mehrheitsgesellschaft das Thema Rassismus nach wie vor gern von sich wegschiebe und die Betroffenen von Rassismus selten zu Wort kommen lasse."

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American Journal of Political Science vom 06.12.2019

"Can Terrorism Abroad Influence Migration Attitudes at Home?"

https://ajps.org/2019/12/06/can-terrorism-abroad-influence-migration-attitudes-at-home/

In der aktuellen Ausgabe des American Journal of Political Science haben Vincenzo Bove, Tobias Böhmelt und Enzo Nussio den Zusammenhang zwischen Terroranschlägen und der öffentlichen Einstellung zur Einwanderung in Europa untersucht. "Specifically, we ask whether terrorist attacks can propagate migration concern from targeted countries to their neighbors. Although terrorist attacks are rare events, and only a minority of countries are directly and frequently targeted by such violence, we show that all countries are indirectly exposed to attacks in their neighborhood. Moreover, previous studies overwhelmingly focus on the most sensationalist events, with large numbers of victims and unusual media coverage, although the majority of terrorist events is of smaller scale and receives less attention. We highlight that they can still shape public attention on immigration beyond national borders. Finally, existing evidence suggests that public opinion positively correlates with policy outputs. As such, politicians are likely to respond to citizens’ concerns through legislative actions, such as more restrictive immigration policies. One implication of our work is that it is of secondary importance whether the public is 'right' about the link between terrorism and migration."

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Spiegel Online vom 21.11.2019

"Wo eine Villa ist, da ist meist auch ein Weg"

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/armut-angst-hass-christoph-butterwegge-ueber-die-zerrissene-
republik-a-1297120.html

Bei der Suche nach den Ursachen für die Zunahme von Hass und Angst in Deutschland verweist der Politologe Christoph Butterwegge in diesem Interview auf die immer sichtbarer werdende Ungleichheit, die bei Angehörigen der Mittelschicht die Angst vor dem Absturz vergrößert habe. Der Aufstieg der AfD sei eine der politischen Folgen dieser Entwicklung. "Ich halte den Aufstieg der AfD auch nicht für einen Ausdruck des Protests von sozial Abgehängten. Ihre Klientel stammt eher aus der unteren Mittelschicht, wo Angst vor dem Abstieg herrscht und man fürchtet, zwischen oben und unten zerrieben zu werden. (…) Butterwegge: Wer schon ganz unten ist, hat nichts mehr zu verlieren, die soziale Fallhöhe ist also für Angehörige der Mittelschicht größer. Wenn die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden, bangen vor allem die Menschen dazwischen um ihre Stellung. Und existenzielle Ängste führen zu irrationalen Reaktionen. (…) In wirtschaftlichen Krisen und gesellschaftlichen Umbruchphasen hat sich das Kleinbürgertum in Deutschland immer schon politisch nach rechts gewendet. Das war in der Endphase der Weimarer Republik so - aber auch in der Bundesrepublik der Sechzigerjahre, als während der ersten spürbaren Wirtschaftskrise überhaupt eine rechtsextreme Partei den Sprung in sieben Landtage schaffte."

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Center for Security Studies vom 19.11.2019

"Ethnizität, regierungsnahe Milizen und die Dynamik der Gewalt in Bürgerkriegen"

http://https://css.ethz.ch/ueber-uns/css-news/2019/11/the-ties-that-bind-ethnicity-pro-government-militia
-and-the-dynamics-of-violence-in-civil-war.html

Das Center for Security Studies bespricht einen aktuellen Beitrag von Luke Abbs und Andrew Thomson im Journal of Conflict Resolution, in dem die Autoren den Einfluss "ko-ethnischer", regierungsnaher Milizen auf die Gewaltentwicklung in Bürgerkriegen untersucht haben. Der Beitrag "zeigt, dass die Anwesenheit dieser Gruppen oft mit intensiveren und längeren Bürgerkriegen verbunden ist. Den Autoren zu Folge ist dies das Ergebnis einer Kombination von drei Faktoren. Erstens sind ko-ethnische Milizen relativ loyale, irreguläre Kräfte, die die militärische Fähigkeit eines Staates, Aufständen zu widerstehen, erhöhen. Zweitens kann die Präsenz ko-ethnischer Milizen zur Steigerung der interethnischen Polarisierung und des ethnischen Extremismus führen, da diese oft gegen Aufständische aus anderen ethnischen Gemeinschaften eingesetzt werden. Und drittens haben diese Gruppen selbst einen Anreiz, alle friedensstiftenden Versuche zu untergraben, die den privilegierten Status ihrer ethnischen Gruppe gefährden könnten."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.11.2019

"Weltweiter Aufruhr"

https://www.faz.net/aktuell/politik/unruhen-in-vielen-laendern-globaler-protest-16490066.html

Klaus-Dieter Frankenberger sucht Gemeinsamkeiten unter den vielen aktuellen Protestbewegungen weltweit. "Haben diese weltumspannenden Proteste etwas gemeinsam? Entzündet sich, medial vermittelt, das Protestpotential hier am Protestpotential da? Es gibt sicher Ansteckungseffekte. Denn vielerorts fehlt das, was vor Jahren gerne als 'gutes Regieren' beschrieben wurde. Korruption und Misswirtschaft gibt es dagegen im Übermaß. Offenkundig wird politische Ausgrenzung und sozial-ökonomische Benachteiligung nicht mehr hingenommen, zumal dann, wenn es andernorts Protestvorreiter gibt. Wenn Regierungen sich nicht früh den Forderungen der Protestierer stellen, ist Radikalisierung die Folge. Deren Gewalt mündet in Chaos und nährt die Gegenrepression."

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Center for Security Studies vom 06.11.2019

"Waffenstillstände in innerstaatlichen Friedensprozessen"

https://css.ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/gess/cis/center-for-securities-studies/pdfs/CSSAnal
yse252-DE.pdf

In diesem Beitrag des Center for Security Studies wird die Rolle von Waffenstillständen bei der Lösung innerstaatlicher Konflikte analysiert. "Das Potenzial des Waffenstillstands als Instrument für die Friedensförderung kann noch verbessert werden. Es besteht viel Lernbedarf bei den Fragen, welche spezifischen Faktoren dazu führen, dass Konfliktparteien eine Waffenstillstandvereinbarung akzeptieren oder ablehnen, welche Bestimmungen in einem Abkommen welche Auswirkungen haben, und auch welche (beabsichtigten oder unbeabsichtigten) Folgen ein Waffenstillstand für die Dynamik von innerstaatlichen bewaffneten Konflikten nach sich ziehen. Technologische Fortschritte bieten heute im Bereich Waffenstillstandsüberwachung und -überprüfung neue Möglichkeiten. Dies könnte die Gestaltung von Waffenstillständen in den nächsten Jahren stark beeinflussen. Ungeachtet der technischen Natur von Waffenstillstandsabkommen entstehen diese letztlich aus politischen Entscheidungsfindungsprozessen der Konfliktparteien, und im Gegenzug beeinflussen auch Abkommen diese Entscheidungsprozesse. Dieses dynamische Wechselspiel muss besser ergründet werden, damit die Funktion von Waffenstillständen im Friedensprozess greifbarer wird. Dafür müssen sich diejenigen, die unser Verständnis von Waffenstillständen voranbringen können – Leute aus der Mediationspraxis, Politiker*innen, Forschende, und NGOs – stärker austauschen und zusammenarbeiten."

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The Economist vom 04.11.2019

"Why are so many countries witnessing mass protests?"

https://www.economist.com/international/2019/11/04/why-are-so-many-countries-witnessing-mass-protests

Viele Erklärungsversuche für die aktuellen Massenproteste in vielen Ländern verweisen dem Economist zufolge auf demographische und wirtschaftliche Faktoren. Die Suche nach universalen Erklärungen bleibe angesichts der unterschiedlichen Bedingungen vor Ort allerdings schwierig. "Perhaps the answer is to go back to first principles and ask: what makes people take their grievances to the streets? Two reasons are rarely mentioned: that, for all its legal and physical dangers, protest can be more exciting and even more fun than the drudgery of daily life; and that when everybody else is doing it, solidarity becomes the fashion. Every wave of protests has its copycat element. The ubiquity of the smartphone, however, has transformed how protests are organised, popularised and sustained. Encrypted messaging apps such as Telegram enable protesters to stay one jump ahead of the authorities. New symbols and techniques can spread like wildfire. Almost as soon as a specially written 'anthem' for Hong Kong’s protesters went online, shopping malls were brought to a halt by apparently spontaneous mass renditions. The third obvious reason for demonstrating is that using conventional political channels seems futile. (…) Little suggests these trends are about to go into remission. In which case, this third wave of protest may not be the harbinger of a global revolution, but simply the new status quo."

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