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8. Konflikt der Kulturen

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Neue Zürcher Zeitung vom 21.11.2020

"Reformiert nicht den Islam!"

https://www.nzz.ch/feuilleton/reformiert-den-islam-nicht-es-haette-die-gegenteilige-wirkung-ld.1586492

Kacem El Ghazzali spricht sich in der Neuen Zürcher Zeitung gegen eine Reformierung und Anpassung des Islams an westliche Werte aus. "Das Hauptproblem, das diejenigen ignorieren, die nach Reformen rufen, ist jedoch das Reformkonzept selbst. Der Versuch, religiöse Texte zu interpretieren, um die Religion zur Akzeptanz der Werte der Menschenrechte und der Demokratie zu drängen, zielt letztlich nur darauf ab, Konzepte des modernen Staates zu islamisieren. Auf diese Weise jedoch beherrscht die Religion weiterhin alle Aspekte des modernen Lebens."

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Foreign Policy vom 20.11.2020

"Yes, Islam Is Facing a Crisis. No, France Isn’t Helping Solve It."

https://foreignpolicy.com/2020/11/20/islam-facing-crisis-macron-france-laicite-secularism-not-helping-sol
ve-it/

Nach Ansicht von Mustafa Akyol vom Cato Institute verfolgt Präsident Macron bei seinem grundsätzlich berechtigten Vorgehen gegen den Islamismus in Frankreich eine falsche Strategie. "As a Muslim who has been writing about these issues for about two decades, let me offer a more nuanced view: First, France — like any target of terrorism — deserves sympathy for its fallen and solidarity against the threat. Moreover, Macron is largely correct that Islam is facing a 'crisis' — not 'all over world,' but certainly in some parts of the world — and we Muslims need an honest conversation about that. Unfortunately, Macron is doing little to resolve this crisis and could actually be inflaming it, because the sort of freedom he claims to defend is full of painful shortcomings and cynical double standards. (…) The French often say foreigners don’t understand laïcité. I do — because my country, Turkey, imitated the French model for almost a century. The main problem of this specific form of secularism is its reliance on preemptive intolerance; assuming that religion and its symbols might become oppressive if they are visible, laïcité suppresses them in the first place. The result of such policies is often a simmering grudge among the religious, and ultimately a backlash, if not revenge — which is precisely how Turkey got its great Islamic avenger, President Recep Tayyip Erdogan."

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Freitag vom 18.11.2020

"Alle Religionen haben ein Gewaltproblem"

https://www.freitag.de/autoren/michael-angele/alle-religionen-haben-ein-gewaltproblem

Michael Angele moderiert ein Streitgespräch zwischen dem Philosophen Roman Veressov und der Religionswissenschaftlerin Yasemin El-Menouar über die Unterschiede zwischen Islamismus und Islam. "Wie sehr unterscheiden sich Islamismus und Islam? Nicht sehr, sagt der Philosoph Roman Veressov. Doch, widerspricht die Religionswissenschaftlerin Yasemin El-Menouar."

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Neue Zürcher Zeitung vom 09.11.2020

"'Religion ist keine reine Privatsache' – der Leiter des Collège de France im Gespräch"

https://www.nzz.ch/feuilleton/thomas-roemer-vom-college-de-france-zum-umgang-mit-religion-ld.1585588

Claudia Mäder hat mit dem Leiter des Collège de France, Thomas Römer, über die Kritik an den angeblich zu islamfreundlichen französischen Hochschulen gesprochen. "Ich bin ein Verfechter der Laizität, natürlich muss der Staat neutral sein, und die Religion zu lobpreisen, liegt mir fern. Nur glaube ich, dass Religion einfach keine reine Privatsache ist. Sie ist ein Teil des öffentlichen Diskurses, sie hat die Geschichte und die Gegenwart stark beeinflusst, sie im Guten wie im Schlechten geprägt. In meinen Augen wäre es deshalb sehr wichtig, zumindest gewisse Grundkenntnisse über die Religionen zu vermitteln und eben nicht alles ins Private abzuschieben."

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Neue Zürcher Zeitung vom 27.10.2020

"Wie jede andere Religion muss auch der Islam kritisiert werden dürfen – der Zivilgesellschaft aber mangelt es an Konsequenz und Courage"

https://www.nzz.ch/meinung/der-mord-an-samuel-paty-islamkritik-muss-moeglich-sein-ld.1582337

Stephan Grigat sieht in dem islamistisch motivierten Mord an einem Lehrer in Frankreich einen klaren Hinweis, dass der Islam an sich eine ihm "potenziell innewohnende Gewalt" habe. "Es geht keineswegs ausschliesslich um die diversen Ausprägungen des Islam – jedoch aus gutem Grund in erster Linie um ebendiese. Selbstverständlich gilt es ebenso, gewaltbereiten christlichen Fanatikern entgegenzutreten, auch wenn diese die Gesellschaften, in denen sie leben, alles andere als dominieren. Doch kaum etwas kommt an die Barbarei heran, die immer wieder im Namen des Islam begangen wird: von den diversen Fraktionen der Muslimbruderschaft, vom Islamischen Staat und von anderen sunnitischen Fanatikern oder von der Islamischen Republik Iran."

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Tageszeitung vom 27.10.2020

"Macrons Phantom-Kampagne"

https://taz.de/Boykottaufrufe-gegen-Frankreich/!5720709/

Jannis Hagmann kommentiert die gegen französische Produkte gerichteten Boykott-Aufrufe aus der muslimischen Welt, wegen Äußerungen von Frankreichs Staatspräsident. "Erstaunlich: Da ermordet ein islamistischer Terrorist einen Menschen in Frankreich, und wenig später wird zum Boykott französischer Waren aufgerufen. Wer die Aufrufe liest und die Wut zu verstehen versucht, wird stutzig: Präsident Macron dient als Feindbild, von Beleidigung des Islam ist die Rede und einer Verletzung von Gefühlen. Aber: Was genau soll Macron eigentlich getan haben? Um Missverständnisse zu vermeiden: Nicht 'die islamische Welt' ruft jetzt aus herbeifantasierten Motiven zum Boykott Frankreichs auf. Die meisten Gläubigen weltweit dürften von dem Streit bislang nichts mitbekommen haben oder nehmen ihn schulterzuckend zur Kenntnis. Es sind Einzelne, die Stimmung machen."

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Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2020

"Schneeflöckchen gegen Schnee von gestern"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-meinungsfreiheit-wokeness-1.5091173

Jens-Christian Rabe schreibt in der Süddeutschen Zeitung über den Streit zur Bedeutung und Einfluss von Cancel Culture und Politischer Korrektheit: "Es zieht sich ein Riss durch das bürgerliche Milieu des Westens, also auch und gerade durch das Milieu, dessen Angehörige traditionell eigentlich einem gemeinsamen, dem liberaldemokratischen Lager zugerechnet werden. Auch viele Leser dieser Zeitung zählen zu diesem Milieu. Wie zeigt sich der Riss? Was für die einen Wokeness, die Verheißung einer neuen, besseren, gerechteren Welt ist, ist für die anderen bloß Cancel Culture und Politische Korrektheit, der blanke Horror, Anfang vom Ende der über die Jahrhunderte mühsam erkämpften Meinungsfreiheit."

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Frankfurter Rundschau vom 18.10.2020

"Kampf gegen Antisemitismus und Islamophobie: Eine Insel der Toleranz in Neukölln"

https://www.fr.de/politik/insel-toleranz-neukoellneine-insel-toleranz-neukoelln-13448379.html

Inge Günther stellt ein Berliner Projekt gegen Antisemitismus vor, das sich der interkulturellen Begegnung im Berliner Brennpunktbezirk Neukölln widmet. "Die meisten Kinder hier kommen aus Migrantenfamilien mit arabischen oder türkischen Wurzeln. Die meisten Betreuer sind jüdische Israelis, die aus sozialem Engagement bei Shalom Rollberg mitmachen. 'Wir glauben', sagt Yonatan, ein verschmitzter Typ mit Zauselbart, der das Team der Ehrenamtlichen hauptberuflich koordiniert, 'wir glauben, das Gegenteil von Hass ist, sich gegenseitig kennenzulernen.' Ein Lerneffekt, der sich wie nebenbei einstellt, bei Spiel und Spaß. 'Wir sagen nicht, ‚lernt mal Juden kennen‘', erläutert der 38-Jährige das Konzept. 'Wir geben Kurse in Kung Fu, Kunst, Yoga, Englisch und dazu Nachhilfe.' Erwünschte Nebenwirkung: Man erfährt eine Menge voneinander. Zum Beispiel, wieso Yonatan, wenn er doch Jude ist, keine Kippa auf dem Kopf hat. 'Schaut her', gibt er den Fragestellern zurück, 'manche Frauen hier tragen Kopftücher, andere nicht. Sind sie deshalb keine Moslems?'"

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Neue Zürcher Zeitung vom 13.10.2020

"Seit 1881 ist Blasphemie in Frankreich kein Delikt mehr. Doch das 'imaginäre Verbrechen' kehrt zurück"

https://www.nzz.ch/feuilleton/blasphemie-das-imaginaere-verbrechen-kehrt-zurueck-ld.1580921

Pascal Bruckner moniert in der Neuen Zürcher Zeitung eine übergroße Rücksichtnahme auf den Islam in der Französischen Politik und Öffentlichkeit. "Einst wurde den Menschen die Zunge herausgeschnitten, wenn sie Gott lästerten. Heute darf man über Jesus lachen, die Evangelien oder auch Buddha verspotten. Im Umgang mit dem Islam aber scheinen andere Regeln zu gelten."

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Voice of America vom 02.10.2020

"Islam in 'Crisis All Over the World' France's Macron Says"

https://www.voanews.com/europe/islam-crisis-all-over-world-frances-macron-says

Frankreichs Präsident Macron sieht den Islam als Religion in einer weltweiten Krise und hat einen neuen Plan gegen den "islamischen Separatismus" in Frankreich enthüllt. "French President Emmanuel Macron Friday called Islam 'a religion that is in crisis all over the world,' in a speech addressing what he calls 'separatism' in France’s Islamic community. In remarks delivered in the western Paris suburb of Les Mureaux, Macron said Islam is a religion in deep crisis worldwide, even in countries where it is the majority religion, because of 'tensions between fundamentalism and political projects … that lead to very strong radicalization.' The French president said in France there is a 'parallel society' of radical Muslims thriving outside the values of the nation, a 'separatism' as he describes it, that thrives in some neighborhoods around the country, where Muslims with a radical vision of their religion take control of the local population to inculcate their beliefs."

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Schantall und die Scharia vom 26.09.2020

"Viele Moscheen wollten aktiver werden als es ihnen möglich war“"

http://www.schantall-und-scharia.de/schiffauer/

"Schantall und Scharia" hat mit dem Migrationsforscher Werner Schiffauer über die Rolle deutscher Muslime beim Umgang mit Flüchtlingen gesprochen. "Mal werfen Kritiker ihnen fehlendes Engagement für ihre verfolgten Glaubensbrüder und -schwestern vor. Ein andermal warnen sie vor islamischen Gemeinden als Orten von Missionierung und Radikalisierung. Wie steht es wirklich um die Flüchtlingsbilanz muslimischer Akteure? Diese Frage habe ich Werner Schiffauer gestellt. Der Vorsitzend des 'Rat für Migration' und emeritierte Professor für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder hat für seine Studie 'So schaffen wir das' muslimische und nicht-muslimische Flüchtlingsprojekte in ganz Deutschland untersucht."

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The Washington Post vom 20.09.2020

"With the Charlie Hebdo trial underway, does 'Je suis Charlie' still resonate in France?"

https://www.washingtonpost.com/world/europe/je-suis-charlie-hebdo-trial/2020/09/19/46f8e44a-f6a9-11ea-85f
7-5941188a98cd_story.html

James McAuley schreibt anlässlich des laufenden Verfahrens gegen mutmaßliche Mittäter des Terroranschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, dass es fünf Jahre später gerade unter jungen Franzosen weniger "Toleranz" für das satirische Anliegen des Magazins gebe. "While opinion surveys suggest a majority in France still back the project of Charlie Hebdo, among younger generations there is less tolerance for claims of secularism or free expression as a cover for Islamophobia. And, in the meantime, Charlie Hebdo as an institution has undergone something of a transformation in the years after the attack. Charlie may no longer be quite what it was, the irreverent stalwart of the newsstands. What the trial has revealed is how the attack converted a world-famous satire machine that once eschewed all ideologies into a national symbol seemingly committed to advancing a dogma of its own."

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Frankfurter Rundschau vom 02.09.2020

"Charlie Hebdo: Satirezeitung zeigt umstrittene Mohammed-Karikaturen erneut"

https://www.fr.de/politik/charlie-hebdo-terroranschlag-paris-karikaturen-mohammed-frankreich-90034844.htm
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Stefan Brändle berichtet über den Prozessbeginn zu den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo. "Es waren dramatische Tage, die bereits in die Geschichtsbücher eingegangen sind. Am 7. Januar 2015 platzten zwei schwarz gekleidete Attentäter – heute als die 'Kouachi-Brüder' bekannt – in die wöchentliche Redaktionssitzung des Pariser Satiremagazins 'Charlie Hebdo'. Mit ihren Kalaschnikows erschossen sie zwölf Anwesende, darunter mehrere landesweit bekannte Zeichner, die immer wieder Mohammed-Karikaturen gebracht hatten."

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