US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

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CNN vom 14.09.2019

"Trump confirms Osama bin Laden's son Hamza killed in US counterterrorism operation"

https://edition.cnn.com/2019/09/14/politics/hamza-bin-laden-al-qaeda-dead/index.html

US-Präsident Trump hat bestätigt, dass Hamza bin Laden, der Sohn des früheren Al-Qaida Chefs Osama bin Laden, bei einem Antiterroreinsatz in Afghanistan/Pakistan getötet worden sei. "'The loss of Hamza bin Ladin not only deprives al-Qa'ida of important leadership skills and the symbolic connection to his father, but undermines important operational activities of the group,' the President said in the statement. Trump also said 'Hamza bin Ladin was responsible for planning and dealing with various terrorist groups.' CNN previously reported on July 31 that the US believed Hamza bin Laden was dead. At that time, two defense officials with knowledge of the operation told CNN that bin Laden had been killed at least several months prior."

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The Guardian vom 12.09.2019

"Johnson’s ugly rhetoric thrills the far right, but he’s playing with fire"

https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/sep/12/boris-johnson-pin-up-far-right-thugs-violence

Owen Jones wirft dem britischen Premierminister vor, mit seiner schlimmen Rhetorik die extreme Rechte zu begeistern. Zum ersten Mal in der Geschichte Großbritanniens gebe es einen Premierminister, den Rechtsextremisten als ihren Anführer betrachteten. "This development should be an alarming warning for Johnson and Cummings. When you assail opponents for backing a 'surrender bill' or denounce them as 'collaborators', as Johnson has done; when you paint a picture, in primary colours, of 'parliament versus the people' – as though a den of traitors is at war with the populace – are you really oblivious to the consequences? Does the sight of tanked-up thugs chanting your name in central London not give you pause for thought? A far-right street movement is real, serious and determined, and our rulers cannot dismiss it as irrelevant. Already, individuals with public platforms who hold unapologetic progressive opinions know that to express them is to put themselves and their loved ones at risk. The danger is that recent events foreshadow something much uglier. In the last election, Labour members were demonised as terrorist supporters and Britain-haters – tropes embraced by the far right. This time, the boots on the street are stronger, the political context more vicious and defined by increasingly irreconcilable divisions. In such a setting, what will an even uglier campaign waged by the Tories and their media outriders mean? Even before Jeremy Corbyn’s team was surrounded by far-right activists – yelling 'traitor' and 'We love you, Boris, we do' – in Salford last week, members of his operation fretted about the rising security threat."

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The Long War Journal vom 11.09.2019

"Ayman al-Zawahiri defends 9/11 hijackings in anniversary address"

https://www.longwarjournal.org/archives/2019/09/ayman-al-zawahiri-defends-9-11-hijackings-in-anniversary-
address.php

Al-Qaida-Anführer Ayman al-Zawahiri hat sich anlässlich des Jahrestags der Anschläge vom 11. September 2001 erneut an die Öffentlichkeit gewandt, berichtet Thomas Joscelyn in seiner ausführlichen Analyse des Videos. "Ayman al-Zawahiri defends the 9/11 hijackings in a video released on the 18th anniversary of al-Qaeda’s most devastating attack. The production, released by al-Qaeda’s As Sahab propaganda arm, is titled 'And They Shall Continue to Fight You.' Although the production was transcribed in English, Zawahiri’s main audience includes Islamic scholars throughout Arabic-speaking countries. Indeed, the al-Qaeda leader is defensive throughout much of the video, seeking to explain his organization’s actions on 9/11 and thereafter. (...) For Zawahiri, the 'nature of the battle' is such that 'it is a global Crusader war against Muslims, and there is no dividing line between the local and the global battle.' That is a key point that is often missed in analyses of al-Qaeda. The group is not solely focused on attacks in the West, but instead views its jihad as a contiguous conflict against a wide range of parties across the globe. (...) Although Zawahiri views the 'local' and 'global' conflicts as part of the same war, he again encourages jihadists to attack the U.S., its interests and allies."

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Spiegel Online vom 11.09.2019

"Mit zwölf Schritten in die Verschwörungsgalaxie"

https://www.spiegel.de/netzwelt/web/9-11-in-zwoelf-phasen-in-die-verschwoerungsgalaxie-a-1286272.html

Vor 18 Jahren fanden die islamistischen Terrorangriffe auf das World Trade Center statt. Sascha Lobo sieht in 9/11 die "Einstiegsdroge" für viele Verschwörungstheoretiker und beschreibt zwölf Phasen der Entwicklung. "Heute wird 9/11 volljährig. Diesen Mittwoch vor 18 Jahren entführten islamistische Massenmörder vier Flugzeuge, lenkten zwei in die Zwillingstürme des New Yorker World Trade Centers und eines in das Pentagon in Washington. Ein viertes Flugzeug stürzte in Pennsylvania auf ein Feld. Es ist ein in mehrfacher Hinsicht trauriges Datum. Zu allererst natürlich bezogen auf die über 3000 Opfer des Terroranschlags. Dann gab es noch die Reaktion vom damals noch schlechtesten US-Präsidenten überhaupt, George W. Bush - von der Überwachungsradikalisierung über einen Krieg mit gefälschten Begründungen bis hin zu Guantanamo. 9/11 ist in der Ära der sozialen Medien aber auch die wichtigste Einstiegsdroge für Verschwörungstheoretiker. Verschwörungstheorien können Menschen radikalisieren, weil sie Weltbilder erzeugen, in denen Gefahr droht von einer geheimen, kleinen, supermächtigen Gruppe, gegen die man sich wehren muss. Vielleicht sogar mit allen Mitteln. Deshalb können alle Verschwörungstheorien auch antisemitisch gewendet werden, stets schwingt die kleine Gruppe der bösen Manipulatoren in der Erzählung mit. Antisemitismusforscher Samuel Salzborn sieht mit 9/11 eine epochale Veränderung des Judenhasses, wie in seinem neuen Buch deutlich wird. 9/11 ist der vergiftete Brunnen des 21. Jahrhunderts."

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Deutschlandfunk vom 11.09.2019

"Die Kette der Angriffe reißt nicht ab"

https://www.deutschlandfunk.de/antisemitismus-die-kette-der-angriffe-reisst-nicht-ab.1769.de.html?dram:ar
ticle_id=458547

Sebastian Engelbrecht beschäftigt sich mit der Zunahme antisemitisch motivierter Gewalt in Deutschland, von der Berlin besonders stark betroffen sei: "Rabbiner Abraham Cooper, stellvertretender Vorsitzender des Simon Wiesenthal Center, fragt nach den Gründen. 'Warum passiert das, warum? Am Dienstag habe ich den Bürgermeister von Berlin getroffen, und in der Nacht wird – in der, wie ich finde, kosmopolitischsten Stadt in Europa, hier werden 30, 50 Sprachen auf den Straßen gesprochen – wird jemand, der Hebräisch spricht, zusammengeschlagen. Es gab einen antisemitischen Vorfall während des Besuchs.' Cooper dankt dem Regierenden Bürgermeister Müller für seine Bereitschaft zum Gespräch. Zugleich glaubt er, dass sich deutsche Politiker deutlicher von der politischen Führung des Iran distanzieren sollten. Cooper und das Simon Wiesenthal Center sind der Ansicht, dass eine dialogische Position gegenüber dem Iran eine Ermutigung für Antisemiten in der Stadt ist, ihren Judenhass zu zeigen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 09.09.2019

"Das Grauen wurde Normalität"

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/wenn-die-tochter-zum-is-geht-gespraech-mit-einem-vater-16373092.
html

Paula Lochte im Gespräch mit dem Vater Leonara Messings, die sich mit 15 Jahren dem Islamischen Staat angeschlossen hat. "Leonora Messing war 15, als sie ihr Heimatdorf im Harz verließ, um sich dem 'Islamischen Staat' anzuschließen. Ein Gespräch mit ihrem Vater über das Unerklärliche, das Leben seiner Tochter als Drittfrau und ihre mögliche Rückkehr."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 08.09.2019

"Wie wird ein Troll zum Terroristen?"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vom-troll-zum-terroristen-extremismusforscherin-julia-ebn
er-im-interview-16373294.html

Harald Staun im Gespräch mit der Extremismusforscherin Julia Ebner über ihre Forschnungsarbeit zu digitalen Radikalisierungsräumen. "(...)wie einzelne Individuen in diese Netzwerke reingezogen werden und warum sie dort bleiben, warum sie ganze Tage in Neonaziforen oder in Trollarmeen verbringen oder warum manche dann auch aussteigen – all das geht mir in der analytischen Forschung oft ab. Mir war es wichtig, Taktiken aufzuzeigen, die Extremisten einsetzen, die Nuancen zu verstehen, die internen Funktionsweisen, den Aufbau solcher Netzwerke, die Kultur, die dort entsteht, die Insiderwitze. Dazu ist der eher ethnographische Zugang sehr hilfreich."

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Frankfurter Rundschau vom 07.09.2019

"Polizeianwärter verschicken Bilder mit rassistischen Botschaften"

https://www.fr.de/rhein-main/kreis-offenbach/muehlheim-hessen-polizeianwaerter-sollen-rassistische-bilder
-verschickt-haben-zr-12982000.html

Christian Stör berichtet über die Ermittlungen gegen sechs Polizeianwärter aus Mühlheim am Main, die antisemitische und rassistische Bilder in einer WhatsApp-Gruppe geteilt haben sollen. "Bei den rechtsextremen Inhalten soll es sich laut FAZ unter anderem um Fotos von Holocaust-Opfern in einem Deportationszug handeln, die mit der Überschrift 'Genieß das Leben in vollen Zügen' versehen. Ein weiteres Foto soll mit dem Text 'Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt' versehen sein und einen dunkelhäutigen Mann zeigen, auf den ein Zielfernrohr gerichtet ist."

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Zeit Online vom 07.09.2019

"Ich fühle mich, als ob ich einer riesigen Bedrohung gegenüberstehe"

https://www.zeit.de/campus/2019-09/rassismus-osten-ostdeutschland-afd-landtag

Zehn junge Ostdeutsche mit Migrationshintergrund berichten auf Zeit Campus über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus in Ostdeutschland. "Die AfD wurde in Sachsen und Brandenburg vergangenen Sonntag zweitstärkste Kraft im Landtag. In Brandenburg mit einem Kandidaten, der früher mit Neonazis marschierte. In Sachsen mit einem, der vergangenes Jahr an den rechtsradikalen Demonstrationen in Chemnitz teilnahm. Wir wollten mit denen sprechen, die der Hass, die Vorurteile und Politik der AfD trifft: People of Color, Kinder von Migrantinnen, Geflüchtete. ZEIT Campus ONLINE hat mit zehn jungen Ostdeutschen über den Erfolg der AfD gesprochen. Wir wollten wissen: Wie geht es euch? Das sind ihre Antworten."

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Süddeutsche Zeitung vom 06.09.2019

"Im digitalen Faschismus-Strudel"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/soziale-netzwerke-faschismus-studie-maik-fielitz-holger-marcks-1.45903
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Die Süddeutsche Zeitung stellt eine aktuelle Studie zum Rechtspopulismus in den Sozialen Medien vor. "Eine neue Studie geht der Frage nach, warum sich rechte Hetze, Verschwörungstheorien und Populismus durch Soziale Medien besonders effektiv verbreiten. Einer der Gründe für das Phänomen des 'Digitalen Faschismus' ist das Gefühl, bedroht oder benachteiligt zu werden. Auch der Fokus auf Negativnachrichten befeuert die Hasskultur im Netz."

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RAND Corporation vom 05.09.2019

"Al Qaeda Is Ready to Attack You Again"

https://www.rand.org/blog/2019/09/al-qaeda-is-ready-to-attack-you-again.html

Colin P. Clarke und Charles Lister von der RAND Corporation analysieren die Hintergründe der Verlagerung des strategischen Schwerpunkts der Al-Qaida nach Syrien. Trotz des dort demonstrierten neuen Pragmatismus auf lokaler Ebene strebe die Terrororganisation weiterhin Anschläge gegen Ziele im Westen an. "Eighteen years have passed since the terrorist attacks of 9/11, and al Qaeda is worse for the wear. The terrorist organization looks remarkably different today than the group that killed thousands of U.S. citizens on American soil. Intensive counterterrorism pressure in Afghanistan and Pakistan has left behind an aging and increasingly disconnected central leadership. The emergence of the Islamic State as a peer competitor, meanwhile, has left al Qaeda with a brand that, at times, has struggled to compete for global jihadist primacy."

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RAND Corporation vom 31.08.2019

"Defining and Understanding the Next Generation of Salafi-Jihadis"

https://www.rand.org/pubs/perspectives/PE341.html

Eine neue Studie der RAND Corporation hat sich mit dem möglichen Einfluss radikalislamischer Ideologien in der zwischen 1997 und 2012 geborenen "Generation Z" beschäftigt. "As the first members of Generation Z, or Gen Z (those born between 1997 and 2012), enter adulthood, how might Salafi-jihadism manifest differently in Gen Z than in previous generations? How will the political upheavals of the Middle East, socioeconomic trends throughout the Muslim world, and rising digital connectivity affect susceptibility to radicalization in Gen Z? In this Perspective, the authors explore the unique characteristics and expected drivers of Salafi-jihadism in Gen Z, elucidate potential threats and challenges from the next generation of Salafi-jihadis, and put forward recommendations for counter violent extremism programming to address the future threat. A review of the literature suggests that many of the overarching factors that drove past generations of Salafi-jihadis will remain salient in the coming generational cohort, although the manifestations of these factors will vary across localities. However, Gen Z's unprecedented familiarity with and connection to the internet and modern technology differentiate these members from previous Salafi-jihadis and portend an adaptive, tech-savvy future terrorist threat."

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BBC vom 11.08.2019

"Norway mosque shooting probed as terror act"

https://www.bbc.com/news/world-europe-49311482

Die BBC berichtet über den Angriff eines mutmaßlichen Rechtsextremisten auf eine Moschee in Norwegen. "A shooting at a mosque in Norway is being investigated as a possible act of terrorism, police say. A gunman opened fire on the Al-Noor Islamic Centre, on the outskirts of the capital Oslo, on Saturday. One person in the mosque managed to overpower the gunman and was injured in the process. The suspect was arrested after the attack. Police have also charged the suspect with murder after his 17-year-old stepsister was found dead. Acting chief of the police operation Rune Skjold said that the suspect, described as a white male, had been known to police before the incident but could not be described as someone with a 'criminal background'. Mr Skjold said that the man appeared to hold 'far-right' and 'anti-immigrant' views and had expressed sympathy for Vidkun Quisling, the leader of Norway's collaborationist government during the Nazi occupation."

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