US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

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tagesschau.de vom 30.08.2021

"Das Comeback der 'Gotteskrieger'"

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/syrien-1407.html

Im Osten Syriens scheine ein Wiederaufstieg des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) erneut möglich, beobachtet Daniel Hechler. "US-Präsident Donald Trump verkündete seinerzeit den Sieg über die Terrormiliz. Das war verfrüht. Die selbst ernannten Gotteskrieger erneuerten sich, gingen in den Untergrund, verbreiten nun von dort Angst und Schrecken, ermorden jeden, der sich ihnen widersetzt und können auf viele Sympathisanten hoffen. (…) Tatsächlich steigt die Zahl der IS-Anschläge dramatisch. Im Juli waren es allein in der Provinz Deir ez-Zor 18. Der Sieg der Taliban gibt auch den Dschihadisten hier Auftrieb, glaubt SDF [Syrische Demokratische Kräfte]-Befehlshaber Abu Wael."

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The Economist vom 28.08.2021

"America's flight from Afghanistan will embolden jihadists around the world"

https://www.economist.com/briefing/2021/08/28/americas-flight-from-afghanistan-will-embolden-jihadists-ar
ound-the-world

Der Sieg der Taliban über Afghanistan werde Dschihadisten weltweit ermutigen, schreibt The Economist. "The Taliban's return to power is undoubtedly the most trumpetable moment for jihadists since Islamic State (IS) took advantage of Sunni disaffection to create a 'caliphate' in western Iraq and eastern Syria in 2014. That inspired terror attacks in Europe and Indonesia. This victory is in some ways a greater one. For the first time since the defeat of the Soviet Union in Afghanistan in 1989, Islamists have taken a country from a superpower. (…) What that means in practice will depend on how things play out in Afghanistan, how well the morale boost is transformed into victory on the ground, and how the countries the jihadists are targeting respond."

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The New Yorker vom 27.08.2021

"U.S. Retaliation for the Kabul Bombing Won't Stop ISIS or End Terrorism"

https://www.newyorker.com/news/daily-comment/us-retaliation-for-the-kabul-bombing-wont-stop-isis-or-end-t
errorism

Robin Wright argumentiert: Vergeltungsschläge von den USA für den Bombenanschlag am vergangenen Donnerstag in Kabul, bei dem 13 US-Soldatinnen und Soldaten ums Leben gekommen sind, werden den sogenannten "Islamischen Staat" nicht stoppen. "The United States may indeed manage to kill more ISIS-K [Islamic State Khorasan Province] fighters and destroy some of their modest arsenal. But the central flaw in U.S. strategy is the belief that military force can eradicate extremist groups or radical ideologies. (…) ISIS-K may pay a physical price for its brazen attack, but it scored political and psychological points among Sunni Muslim extremists and wannabe militants that will make it more popular in the world of jihadism. It could even come out ahead of where it was, experts warn."

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BBC vom 27.08.2021

"Afghanistan airport attack: Who are IS-K?"

https://www.bbc.com/news/world-asia-58333533

Frank Gardner beschreibt die Entstehung, Strukturen und Ziele der Terrororganisation "Islamic State Khorasan Province" (IS-K), die sich zu dem Anschlag am Kabuler Flughafen am vergangenen Donnerstag bekannt habe: "IS-K - Islamic State Khorasan Province - is the regional affiliate of the Islamic State group. It is the most extreme and violent of all the jihadist militant groups in Afghanistan. IS-K was set up in January 2015 at the height of IS's power in Iraq and Syria, before its self-declared caliphate was defeated and dismantled by a US-led coalition. (…) At its height the group numbered about 3,000 fighters. (…) Unlike the Taliban, whose interest is confined to Afghanistan, IS-K are part of the global IS network that seeks to carry out attacks on Western, international and humanitarian targets wherever they can reach them."

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Neue Zürcher Zeitung vom 26.08.2021

"Drohnen, Satelliten und Spione: Die Terrorismusbekämpfung steht nach dem Afghanistan-Abzug vor einer Feuerprobe"

https://www.nzz.ch/international/drohnen-satelliten-und-spione-die-terrorismusbekaempfung-steht-nach-dem-
afghanistan-abzug-vor-einer-feuerprobe-ld.1641934

Afghanistan sei für Geheimdienste ein schwieriger Einsatzort, analysiert Peter Winkler. "Helfen würde es den USA zweifellos, wenn sich auf längere Frist Widerstand gegen die Herrschaft der Taliban organisieren würde. Etwaige 'befreite Gebiete' würden den Geheimdiensten und ihren Informanten sichere Rückzugshäfen eröffnen, in denen Informationen einfacher ausgetauscht und durch die Spione eingeschleust und exfiltriert werden könnten. (…) Inwiefern die Abkehr von der letztlich erfolglosen Aufstandsbekämpfung ('counter-insurgency') am Hindukusch den Amerikanern eine weiterhin erfolgreiche Terrorismusbekämpfung ('counter-terrorism') ermöglichen wird, ist gegenwärtig nicht voraussehbar."

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Augen Geradeaus! vom 24.08.2021

"Bundeswehr warnt vor IS-Selbstmordattentätern in Kabul - Evakuierungsflüge fortgesetzt - Taliban beharren auf deadline (Update)"

https://augengeradeaus.net/2021/08/bundeswehr-warnt-vor-is-selbstmordattentaetern-in-kabul-evakuierungsfl
uege-fortgesetzt-enddatum-weiter-offen-ueberblick/

Die Bundeswehr hält in Afghanistan Anschläge durch den so genannten "Islamischen Staat" (IS) für möglich, erklärt Thomas Wiegold. "Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn warnte bei einem Briefing für Journalisten in Berlin, die Bedrohungslage rund um den gesicherten militärischen Teil des Flughafens von Kabul habe sich weiter verschärft. Nach Informationen der USA, aber auch aus eigenen deutschen Erkenntnissen sei zu befürchten, dass Selbstmordattentäter des Islamischen Staats (IS) in die afghanische Hauptstadt einsickern könnten. Das sei in der ohnehin unsicheren Situation eine der größten Gefährdungen. (…) Die Bedrohung durch den IS ist nicht nur für die internationalen Truppen und damit auch die Bundeswehr, die derzeit die Evakuierungsoperation betreiben, eine offensichtlich reale Gefahr - sondern auch für die Taliban, denen der IS die Kontrolle Afghanistans streitig macht. Damit wäre ein solcher Anschlag auch unabhängig von Absprachen der westlichen Truppen mit den Taliban kaum zu verhindern."

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Reuters vom 24.08.2021

"Blast kills 10 jihadists at Syria training camp"

https://www.reuters.com/world/middle-east/blast-kills-10-jihadists-syria-training-camp-2021-08-24/

Laut Reuters seien bei einer Explosion in einem Ausbildungslager für dschihadistische Kämpfer im Nordwesten Syriens mindestens zehn Personen getötet und ein Dutzend weitere Rekruten verletzt worden. "The explosion took place while dozens of fighters from the Hyat Tahrir al Sham (HTS) group were attending a training session on artillery and mortars in the camp near the town of Hasano, in northern Idlib province, two military opposition sources told Reuters."

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RP Online vom 19.08.2021

"Urteile gegen Beate Zschäpe und zwei NSU-Helfer sind rechtskräftig"

https://rp-online.de/panorama/deutschland/bgh-urteile-gegen-beate-zschaepe-und-zwei-nsu-helfer-sind-recht
skraeftig_aid-62258961

Der Bundesgerichtshof habe die Revision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts München von 2018 gegen Beate Zschäpe zurückgewiesen, meldet RP Online. "Beate Zschäpe ist rechtskräftig als Mittäterin der Neonazi-Terrorzelle 'Nationalsozialistischer Untergrund' (NSU) verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf ihre Revision mit schriftlichem Beschluss und strich nur eine Einzelstrafe, wie das Karlsruher Gericht am Donnerstag mitteilte. 'Die lebenslange Gesamtfreiheitsstrafe und die festgestellte besondere Schuldschwere sind hiervon jedoch unberührt geblieben.' Auch die Urteile gegen die NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben und Holger G. seien rechtskräftig."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.08.2021

"Die Angst vor einem Neustart von Al-Qaida"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-08-19/die-angst-vor-einem-neustart-von-al-qaida/651183.html

Christian Meier skizziert die Beziehungen zwischen den Taliban und der Terrororganisation Al-Qaida: "So hieß es in dem jüngsten Bericht eines für Sanktionen zuständigen UN-Gremiums an den Sicherheitsrat von Mitte Juli, Al-Qaida sei in mindestens 15 der 34 Provinzen Afghanistans präsent; vor allem im Süden, Osten und Südosten. (…) [D]ie Beziehungen zwischen den Taliban, insbesondere dem sogenannten Haqqani-Netzwerk, und Al-Qaida sind laut dem UN-Bericht nach wie vor 'eng'. Dies gründe auf 'Freundschaft, einer Geschichte des gemeinsamen Kampfes, ideologischer Sympathie und Heiratsbeziehungen'."

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Deutsche Welle vom 18.08.2021

"Afghanistan: IS und al-Kaida können sich gestärkt fühlen"

https://www.dw.com/de/afghanistan-is-und-al-kaida-k%C3%B6nnen-sich-gest%C3%A4rkt-f%C3%BChlen/a-58896230

In Folge der jüngsten Ereignisse in Afghanistan seien Allianzen zwischen der Terrororganisation Al-Qaida und dem sogenannten "Islamischen Staat" (IS) nicht länger ausgeschlossen, erläutern Jennifer Holleis und Mehyeddin Hussein. "In ihrer Radikalität seien die Gruppen bereits jetzt ideologisch eng miteinander verbunden, sagt Jassim Mohamad, Terrorismusforscher am 'European Centre for Counterterrorism and Intelligence Studies', im Gespräch mit der DW [Deutschen Welle]. Er hält es für durchaus denkbar, dass IS und al-Kaida alte Rivalitäten beilegen und künftig unter einer Art Schutzschirm der Taliban von Afghanistan aus agieren könnten."

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Behörden Spiegel vom 18.08.2021

"'Infoportal Extremismusprävention' gestartet"

https://www.behoerden-spiegel.de/2021/08/18/infoportal-extremismuspraevention-gestartet/

Das Bundeskriminalamt (BKA) habe ein "Infoportal Extremismusprävention" online gestellt, beobachtet Marco Feldmann. "Dr. Uwe Kemmesies, Leiter der Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus im BKA, meint dazu: 'Die Extremismusprävention wird in Deutschland sehr engagiert betrieben.' Allerdings habe bislang ein aktueller und zentraler Überblick über die verschiedenen Angebote gefehlt. Mithilfe eines vom BKA gestalteten 'Präventionsatlas' kann nun gezielt nach Präventionsprogrammen gesucht werden."

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Cicero vom 17.08.2021

"'Der Sieg der Taliban wird Dschihadisten weltweit ermuntern'"

https://www.cicero.de/aussenpolitik/taliban-afghanistan-dschihad-pakistan-eu-tuerkei-fluechtlinge

Im Gespräch mit Antje Hildebrandt warnt der Islamwissenschaftler Guido Steinberg: "Es gibt Hinweise darauf, dass der IS [der sogenannte 'Islamische Staat'] in Afghanistan schon damit begonnen hat, international nach Rekruten zu suchen. (…) Die Taliban und Al-Qaida feiern gerade einen großen Erfolg. Das wird auch Dschihadisten weltweit ermuntern. Die Frage ist, inwieweit das praktikabel ist. Es ist doch viel schwieriger, nach Afghanistan zu kommen als nach Syrien. Es hängt viel davon ab, wie sich die Taliban gegenüber ausländischen Kämpfern verhalten. Lassen sie sie über den Flughafen von Kabul einreisen? Da müssen unsere Sicherheitsbehörden besser aufpassen als 2013 bis 2015 und Ausreisen weiter verhindern."

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London School of Economics and Political Science vom 11.08.2021

"How 'the Local' Affects Militant Islamist Groups"

https://blogs.lse.ac.uk/mec/2021/08/11/how-the-local-affects-militant-islamist-groups/

Militante islamistische Gruppierungen seien stark von deren Einbettung in lokale Kontexte geprägt, analysiert Raphaël Lefèvre. "There is a puzzle to the way in which militant Islamists recruit and mobilise: even as their political ideology mandates the unity of Muslims nationally or even globally, they are often deeply rooted in particular localities. This affects their behaviour much more than we think."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.08.2021

"Vorwurf der Terrorfinanzierung: Familien getöteter Soldaten verklagen die Deutsche Bank"

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/familien-getoeteter-soldaten-verklagen-die-deutsche-bank-17474039.ht
ml

Über eine Klage gegen die Deutsche Bank und weitere Banken im Zusammenhang mit Anschlägen auf US-amerikanischer Soldaten in Afghanistan berichtet Tim Kanning. "Die Familien mehrerer in Afghanistan getöteter oder verwundeter Amerikaner erheben schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank. Vor einem Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn haben sie Klage gegen das größte deutsche Kreditinstitut sowie die dänische Danske Bank und die britische Bank Standard Chartered eingereicht. Sie werfen ihnen vor, die Finanzierung von Terrorgruppen in Afghanistan ermöglicht oder unterstützt zu haben und damit eine Mitschuld an den Anschlägen gegen ihre Angehörigen zu tragen. (…) Der Deutschen Bank wird unter anderem vorgeworfen, einem pakistanischen Geschäftsmann internationale Geldtransfers ermöglicht zu haben, obwohl die amerikanische Regierung ihn als Geldwäscher für Terrorgruppen identifiziert hatte."

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rbb|24 vom 04.08.2021

"Mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrecher in Berlin festgenommen"

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/08/festnahme-mutmasslich-kriegsverbrecher-gba-miliz-berlin-pol
izei.html

Die Bundesanwaltschaft (GBA) habe in Berlin "ein Mitglied der propalästinensischen Miliz 'Free Palastine Movement'" festnehmen lassen, vermeldet RBB24. "Dem in Berlin lebenden Mann werde zur Last gelegt, in Syrien eine Granate in eine zivile Menschenmenge abgefeuert zu haben, teilte die GBA am Mittwoch in Karlsruhe mit. Bei dem Angriff sollen mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen sein. (…) Im Zusammenhang mit der Tat ist der Beschuldigte demnach dringend des Kriegsverbrechens und dem Mord in sieben Fällen sowie gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen tatverdächtig. Das Landeskriminalamt Berlin hat den syrischen Staatsangehörigen am Mittwoch festgenommen und seine Wohnung untersucht."

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