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US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

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Tageszeitung vom 21.11.2020

"Die Macht der Mütter"

https://taz.de/!5727789/

Der Schlüssel im Kampf gegen die Radikalisierung junger Menschen liege bei den Müttern, ist Edit Schlaffer überzeugt. "In einer Serie von Gesprächen mit Müttern der jungen Dschihadigeneration in Belgien, England und Deutschland wurde mir schnell klar, dass die emotionale Nabelschnur zu den Müttern oft über digitale Kommunikationskanäle aufrechterhalten wurde. Eine junge Französin war mit ihrem Liebhaber, einem hochrangigen IS-Rekrutierer, nach Syrien aufgebrochen. Sie blieb mit ihrer Mutter in Kontakt und schickte begeisterte Meldungen zurück. Nach einigen Monaten kristallisierte sich ein typisches Muster heraus: Sie wird schwanger, er wird gewalttätig, sie will abspringen, um ihr Kind zu schützen. Die Textnachrichten wurden immer verzweifelter, ihre Mutter versuchte, sie mit Schleppern aus dem Land zu bekommen, der Plan misslang. Heute ist die 20-jährige zweifache Mutter im berüchtigten Al-Hol-Camp verschwunden. Diese Erlebnisse müssen als wichtiges Mosaik für die Gegenerzählungen genutzt werden, um ein Netzwerk aus Verbündeten in Familien, Peergroups und nicht zuletzt in den Zentren der Terrorstrategen aufzubauen."

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Süddeutsche Zeitung vom 20.11.2020

"Ich kann doch nicht Däumchen drehen und warten, bis uns jemand abknallt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremismus-nsu-2-0-seda-basay-yildiz-1.5122351

Die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz hat angesichts von Drohbriefen des sogenannten "NSU 2.0" eine Belohnung auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt. "(...) jetzt ist vor ihrer neuen Wohnung ein Mann aufgetaucht, der Fotos von dem Haus machte. Von allen Seiten. An einer Adresse, die gesperrt ist. Von der nur ein ganz kleiner Kreis weiß. Sie kann das nicht für Zufall halten. 'Ich bin jetzt zwei Jahre ruhig geblieben. Aber ich kann doch nicht Däumchen drehen und warten, bis uns jemand abknallt.' Sie will jetzt nicht mehr allein auf die Arbeit der Polizei vertrauen. Sie setzt eine Belohnung aus: 5000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Sie macht das aus ihrer eigenen Tasche. Über die E-Mail-Adresse Hinweise_NSU2.0@protonmail.com nimmt sie Hinweise entgegen. 'Ich kann nicht noch drei Jahre mit der Ungewissheit leben', sagt sie."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.11.2020

"Höchststrafe für Halle-Attentäter gefordert"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/prozess-zum-anschlag-in-halle-hoechststrafe-gefordert-17058932
.html

Mona Jaeger berichtet vom Prozess gegen den Attentäter von Halle. "Im Prozess zum Synagogen-Anschlag von Halle fordert die Anklage lebenslange Haft und anschließende Sicherheitsverwahrung. Stephan B. sei gefühlskalt und ohne Reue – und er werde sich im Gefängnis wohl nicht ändern."

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Zeit Online vom 18.11.2020

"Die Spur des Terroristen"

https://www.zeit.de/2020/48/anschlag-berlin-weihnachtsmarkt-breitscheidplatz-verfassungsschutz-schwerin

Yassin Musharbash und Fritz Zimmermann gehen der Frage nach, warum der Schweriner Verfassungsschutz wichtige Hinweise zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin jahrelang verschwiegen habe. "Fast vier Jahre sind seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vergangen – und wohl niemand hatte erwartet, dass das nächste Kapitel der Aufklärung in Mecklenburg-Vorpommern spielen würde. Doch in dieser Woche werden zwei ehemalige Schweriner Verfassungsschützer vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages erwartet. Der Grund: Der Nachrichtendienst im Nordosten hat potenziell brisante Informationen einer Quelle über den Attentäter Anis Amri nicht an die Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) weitergegeben. 'Dass die Verfassungsschutzbehörde dort selbst entscheidet, was Ermittlungsrelevanz hat, sieht der Gesetzgeber nicht vor', sagt Martina Renner, die für die Linke im Amri-Untersuchungsausschuss sitzt. Hinter vorgehaltener Hand ist auch in den Sicherheitsbehörden von einer schweren Panne und Behördenversagen die Rede."

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Tageszeitung vom 16.11.2020

"Fremd und doch so nah"

https://taz.de/Extremismusbekaempfung-in-der-Haft/!5725150/

Ahmad Mansour beschreibt die Begegnung zweier Extremisten im Gefängnis und erkennt eine Ähnlichkeit ihrer Ressentiments. "Alex ist Neonazi, Khaled Islamist. Beide Männer sitzen in Haft. Über die Begegnung zweier Extremisten und die Ähnlichkeit von Ressentiments."

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Deutschlandfunk Kultur vom 15.11.2020

"Gegen die Netzwerke des politischen Islam"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/neue-dokumentationsstelle-in-wien-gegen-die-netzwerke-des.1278.de.ht
ml?dram:article_id=487455

In Wien hat die Dokumentationsstelle Politischer Islam ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll dabei helfen, islamistische Radikalisierung zu verhindern und Netzwerke offenzulegen, berichtet Alexander Musik: "Nach dem islamistischen Terroranschlag mit vier Toten und 23 Verletzten vom 2. November im Herzen Wiens betont die Leiterin der neuen Dokumentationsstelle Lisa Fellhofer, wie wichtig es sei, 'sich mit Ideologien, die den Nährboden für die Radikalisierung junger Menschen bilden können, sachlich und faktenorientiert auseinanderzusetzen'. Dabei war für sie die erste Aufgabe der Dokumentationsstelle, zu definieren, was der politische Islam überhaupt ist, so Fellhofer: 'Wir sehen uns die Netzwerke des politischen Islams an, wir wollen dann auch Akteure und Strukturen uns ansehen in weiterer Folge und auch die Methoden des politischen Islams, wie er agiert, wie er auch argumentiert.' (...) Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats ist Mouhanad Khorchide vom Zentrum für Islamische Theologie der Uni Münster, dem größten Forschungszentrum zum Islam in Europa. (...) 'Ein Phänomen haben wir aus den Augen verloren oder überhaupt nicht beachtet', sagt Khorchide, 'das Phänomen des politischen Islam, der sich so etabliert hat nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa und auch darüber hinaus mit all seinen Strukturen, die sich sehr subtil auch in der Gesellschaft verbreitet haben, weiterhin verbreiten – mit einer gefährlichen Ideologie, die sich, wenn man genauer hinschaut, eben nicht so weit entfernt von salafistischen und dschihadistischen Ideologien. (...)'."

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jetzt.de vom 13.11.2020

"Warum sind diese Menschen gestorben? Es gibt keinen Grund"

http://https://www.jetzt.de/kultur/terroranschlaege-in-paris-2015-frederika-amalia-finkelsteins-roman-ueb
erleben-erzaehlt-von-der-zeit-danach

Nadja Schlüter hat mit der französischen Autorin Frederika Amalia Finkelstein über deren Roman "Survivre" gesprochen, in dem die Pariserin über die Zeit nach den Anschlägen auf das Bataclan erzählt. "Obwohl sie selbst kein Opfer ist und niemanden bei den Anschlägen verloren hat, irrt sie wie traumatisiert durch die Stadt, pinnt sich Fotos der Opfer und der Täter an die Wand, die alle Teil ihrer Generation sind, und versinkt mit ihrem Smartphone immer wieder in Bildern und Videos der Anschläge und anderer Gewalttaten. 'Überleben' ist ein Buch über Ängste und Zwänge, die die meisten von uns kennen: Terror und Krieg sind uns ganz nah gekommen, sie sind in unseren Städten aufgetaucht, wir begegnen ihnen täglich in den sozialen Netzwerken, wir kennen die Paranoia, die Panikmache und die Gewalt der Bilder."

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Tageszeitung vom 13.11.2020

"Der Schatten des Bataclan"

https://taz.de/Terror-in-Frankreich/!5725905/

Selim Nassib erinnert an den Anschlag auf den Pariser Konzertsaal "Le Bataclan" vor fünf Jahren. "Vor fünf Jahren ermordeten islamistische Attentäter 130 Menschen in Paris. Der Schock sitzt immer noch tief. Die Gesellschaft ist unfreier geworden."

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jetzt.de vom 10.11.2020

"Wir müssen mit den IS-Rückkehrern umgehen lernen"

https://www.jetzt.de/politik/wie-gehen-wir-mit-is-rueckkehrern-um

Sandra Belschner hat mit Mariam Noori und Lisa Maria Hagen über deren neuen Dokumentarfilm "Die Heimkehr" gesprochen. "Die Journalistinnen Mariam Noori und Lisa Maria Hagen begleiteten für ihren Dokumentarfilm 'Die Heimkehr' Meral und Oliver. Meral ist auf der Suche nach ihrem Bruder, der sich dem IS ('Islamischer Staat') in Syrien angeschlossen hat und seitdem nicht zurückgekehrt ist. Oliver dagegen ist zurückgekehrt und saß für seine Taten im Gefängnis. Seitdem versucht er seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Ein Gespräch mit den Filmemacherinnen über die herausfordernde Recherche und die Frage, wie wir mit Rückkehrern umgehen sollen."

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Zeit Online vom 09.11.2020

"Schuld sind immer die anderen"

https://www.zeit.de/video/2020-11/6207749197001/antisemitismus-schuld-sind-immer-die-anderen

Lydia Meyer porträtiert in diesem Videobeitrag den Stuttgarter Antisemitismusbeauftragten Michael Blume. "In der Corona-Pandemie erfahren uralte Ideologien einen Aufschwung. Michael Blume versucht dem als Antisemitismusbeauftragter in Stuttgart etwas entgegenzusetzen."

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Tageszeitung vom 09.11.2020

"'Als wäre 'Jude' ein Schimpfwort'"

https://taz.de/Regisseur-Leo-Khasin-ueber-Antisemitismus/!5724123/

Erica Zingher hat sich mit dem Regisseur Leo Khasin über dessen neuen Film "Das Unwort" unterhalten. "Die Leute tänzeln um das Wort 'jüdisch' herum, sagt Regisseur und Autor Leo Khasin. Im Film 'Das Unwort' zeigt er die Hilflosigkeit der Gesellschaft."

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Deutschlandfunk vom 08.11.2020

"Dschihadistisches Gedankengut 'so weitverbreitet wie nie zuvor'"

https://www.deutschlandfunk.de/politologe-el-difraoui-zu-anschlaegen-dschihadistisches.694.de.html?dram:a
rticle_id=487176

Der Politologe Asiem El Difraoui äußert sich in diesem Interview zu den jüngsten islamistischen Anschlägen in Dresden, Wien und Paris. "Es brauche überhaupt keine großen Organisationen mehr, um Anschläge wie in Dresden, Wien oder Paris zu begehen, sagte der Politologe Asiem El Difraoui im Dlf. Die dahinter stehende Ideologie des Dschihadismus habe sich seit über 30 Jahren auf dem ganzen Globus ausgebreitet."

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Tageszeitung vom 08.11.2020

"Triumph der Coronaleugner:innen"

https://taz.de/Querdenker-Protest-in-Leipzig/!5726829/

Sarah Ulrich berichtet über die Querdenken-Demonstration in Leipzig, bei der sich die Demonstranten auch mit Gewalt der Polizei und den Infektionsschutzmaßnahmen widersetzt hätten. "Unter den Demonstrierenden sind viele Frauen und Familien, Menschen mit Regenbogenflagge und esoterisch anmutender Kleidung. Manche tragen ein Pro-Trump-Shirt, andere schwenken eine Reichsflagge. Der ehemalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt posiert mit einem Transparent 'Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn'. Auf Schildern werden die 'Mainstream-Medien' mit 'Holocaustkomplizen' verglichen und 'Kindermasken' mit 'Kinderschändern'. Eine Frau mit einem Blumenstrauß in der Hand schreit Polizisten an: 'Schützt euch und eure Kinder.' Auf der Bühne leitet eine Rednerin eine gemeinsame 'spirituelle Übung' an. Eine andere Rednerin hingegen zitiert Hermann Göring und ruft 'Hooligans, Gangs und Clans' zur Unterstützung auf den Straßen auf."

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Deutschlandfunk vom 05.11.2020

"Straffällig trotz Deradikalisierungsprogramm"

https://www.deutschlandfunk.de/islamistische-gefaehrder-straffaellig-trotz.862.de.html?dram:article_id=48
7074

Bastian Brandau im Gespräch mit Thomas Mücke vom Violence Prevention Network über mehr oder weniger erfolgreiche Strategien im Umgang mit islamistischen Gefährdern. "Der Attentäter von Wien war in einem Deradikalisierungsprogramm, genauso wie der mutmaßliche Messer-Angreifer aus Dresden. Trotzdem verübten sie tödliche Angriffe. Ein Restrisiko für solche Taten bleibe immer (...)."

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