US-Soldaten in Afghanistan

Jüdische Allgemeine


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29.06.2020

"Palästinenser kündigen 'Tag des Zorns' an"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/palastinenser-kundigen-tag-des-zorns-an/?fbclid=IwAR2demjqhbBK
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Verschiedene Gruppierungen im Gazastreifen haben in einem gemeinsamen Aktionsplan vereinbart, gegen den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump sowie das Annexionsvorhaben Israels mit Protesten auf die Straße zu gehen, berichtet die Jüdische Allgemeine Zeitung. "Laut einem Flugblatt ist am Mittwoch eine große Kundgebung im Gazastreifen geplant, der von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrscht wird. Unklar war jedoch, ob es auch an der Grenze zu Israel zu Protesten kommen wird. In der Vergangenheit war es nach ähnliche Aufrufen häufig zu palästinensischen Anschlägen mit Toten und Verletzten gekommen. Der bewaffnete Hamas-Arm hatte eine Annexion Israels als Kriegserklärung bezeichnet."

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03.06.2020

"George Soros als Sündenbock"

https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/george-soros-als-suendenbock/

Nun soll es in den Augen rechter Verschwörungstheoretiker einmal mehr der jüdische Milliardär und Holocaust-Überlebende George Soros gewesen sein, der für die derzeitigen Unruhen in den USA verantwortlich ist, berichtet die Jüdische Allgemeine. "Laut Anti-Defamation League gibt es mittlerweile eine Welle von Falschinformationen, nach denen das Ganze eine gezielt von George Soros geplante und finanzierte Aktion sei. ADL-Mitarbeiter Aryeh Tuchman sagte, man habe in den letzten Tagen einen 'dramatischen Anstieg' von Anti-Soros-Posts in den sozialen Netzwerken festgestellt. 'Es ist gang und gäbe, dass rechte Kommentatoren und Meinungsführer alles, was vor Ort passiert ist, Soros in die Schuhe schieben. Sie behaupten, er bezahle die Demonstranten für das Kommen, um so seine angeblich antiamerikanische Agenda voranzubringen,' so Tuchman im Interview mit der 'Times of Israel'. Beweise würden keine vorgelegt."

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20.05.2020

"Irans Führer bezichtigt Araber des Verrats"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/irans-fuehrer-bezichtigt-araber-des-verrats/?fbclid=IwAR1vTmRn
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Die Jüdische Allgemeine berichtet über die wütende Reaktion von Irans Ayatollah Ali Khamenei über eine aktuelle Kooperation zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Anlass war die Landung einer Maschine der staatlichen Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Etihad Airways, am Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv. An Bord der Etihad-Maschine waren Medienberichten zufolge Hilfsgüter für die Palästinenser. Israel und die VAE unterhalten zwar bislang offiziell keine Beziehungen, haben aber bereits in der Vergangenheit punktuell kooperiert. Die Beziehungen des Iran mit vielen arabischen Ländern sind seit geraumer Zeit angespannt, unter anderem wegen des Atomprogramms des Regimes in Teheran."

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07.05.2020

"Brexit, Pubs und Judenhass"

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/brexit-pubs-und-judenhass/?fbclid=IwAR1nYUGoUKcXD4BQsq3EMFnhCn
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Sophie Albers Ben Chamo stellt das Buch "Allein unter Briten. Eine Entdeckungsreise" von Tuvia Tenenbom vor. Tenenbom hat sich mitten in den Brexitverhandlungen nach Großbritannien begeben und neben Restaurantempfehlungen viel über den Antisemitismus auf der Insel herausgefunden. "Man könnte Tenenbom, den Spross einer ultraorthodoxen Familie aus Bnei Brak, der die Gemeinschaft in den 80ern verlassen hat und nach New York gegangen ist, einen 'Autor provocateur' nennen, dessen direkte, immer wieder auch naiv-manipulative Art fast an Sacha Baron Cohens 'Borat' erinnert. Aber vielleicht reist da eher ein verzweifelter Warner durch die Welt, dem schwant, dass, wenn er so weiterrecherchiert, kaum ein Land übrig bleiben wird, wo Juden sich tatsächlich sicher fühlen dürfen. Doch solange der Mensch lebt, hat er Hoffnung (...)."

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07.05.2020

"Brief an Deutschland: Protest in Israel gegen Deal mit Hamas"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/brief-an-deutschland-protest-in-israel-gegen-deal-mit-hamas/

Der Vater einer bei einem Hamas-Anschlag ermordeten 18-jährigen Israelin hat einen Protestbrief an die deutsche Botschaft in Tel Aviv geschrieben, wegen der Vermittlungsrolle Deutschlands in einem geplanten Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas, berichtet die Jüdische Allgemeine Zeitung. "Kehrmann, der auch deutscher Staatsbürger ist, schrieb in dem Brief an die Botschaft: 'Ich verurteile es, dass Deutschland immer wieder die Rolle des Vermittlers übernimmt und eine aktive Rolle bei der Befreiung von Terroristen spielt, die Juden und Israelis in Israel brutal ermordet haben.' Er verwies auf einen früheren Deal mit der Hamas unter deutscher Vermittlung. 2011 hatte Israel den israelischen Soldaten Gilad Schalit gegen mehr als 1000 palästinensische Gefangene ausgetauscht. Kehrmann warnte vor einem neuen 'kritischen Punkt, an dem wir vor dem Terror kapitulieren'."

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20.04.2020

"So authentisch wie möglich"

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/so-authentisch-wie-moeglich/

Die israelische Fernsehserie "Fauda", die vor dem Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts spielt, geht in ihre dritte Staffel. Pierre Heumann zufolge hat die Serie unter den Beteiligten des Nahostkonflikts Anhänger wie Gegner gefunden, was für die Herangehensweise der Macher spreche. "Gedreht wurde in zwei arabischen Städten in Israel sowie in einem Militärlager, wo Soldaten in einem palästinensischen Attrappendorf sonst den Ernstfall üben. Im Vergleich zu Hollywood sei das Budget für die Produktion 'wirklich nichts' – aber dennoch hat die 'New York Times' Fauda Ende 2019 als achtbeste Serie des Jahrzehnts gerühmt. 'Wir hoffen', so Issacharoff, 'mit unserer Serie eine Brücke zwischen Israeli und Palästinensern schlagen zu können, indem wir die Schwierigkeiten auf beiden Seiten des Konflikts zeigen.' Klar, es sei eine israelische Produktion, und das israelische Narrativ überwiege deshalb, meint er. Aber Fauda handle auch davon, dass Palästinenser 'leiden, weinen und lieben'. Dies werde in den israelischen Medien allzu oft unterschlagen, was dem Schwarz-Weiß-Denken Vorschub leiste."

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27.02.2020

"Gegen Hass und Hetze"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/gegen-hass-und-hetze/

Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin, kommentiert in der Jüdischen Allgemeinen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität. "Das Gesetz geht (...) einerseits zu weit, indem es private Unternehmen verpflichtet, massenhaft möglicherweise strafbare Äußerungen an das Bundeskriminalamt zu melden. Andererseits geht es nicht weit genug, da es weite Bereiche des Internets unangetastet lässt, in denen rechte Verschwörungstheorien gedeihen und ihre gewaltbereiten Anhänger finden. Aber das ist nicht allein der Regierung anzulasten. Es liegt an uns allen, der Entgrenzung des öffentlichen Diskurses innerhalb und außerhalb des Internets entgegenzutreten. Hätten wir das in der Vergangenheit entschlossen genug getan, bräuchte es nun kein Gesetz."

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05.02.2020

"FDP verlässt Konsens"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/fdp-verlaesst-konsens/

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zeigt sich entsetzt über den Ausgang der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, berichtet die Jüdische Allgemeine Zeitung. "'Damit verlässt die FDP den Konsens der demokratischen Parteien, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten oder auf die Unterstützung der Rechtspopulisten zu zählen', betonte Schuster. Der Vorgang in Thüringen sei besonders schockierend, da die freidemokratische Partei die politische Heimat des früheren Zentralratspräsidenten Ignatz Bubis war. 'Zugleich war die FDP aber auch die Partei von Jürgen Möllemann. Mit dem Verhalten der FDP in Thüringen wird offensichtlich, dass dieser Geist weiterhin in der Partei vorherrscht.'"

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18.01.2020

"Raus aus der Blase"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/raus-aus-der-blase/

Was kann man gegen die zunehmende Polarisierung unserer Gesellschaft tun, fragt der Rabbiner Pinchas Goldschmidt in der Jüdischen Allgemeine Zeitung und schlägt vor, sich ein Vorbild am interreligiösen Dialog zu nehmen. "Der Dialog zwischen Juden und Christen, gerade der mit der katholischen Kirche, war in den vergangenen Jahrzehnten eine Erfolgsstory. Nach Jahrhunderten des Misstrauens ist das gegenseitige Vertrauen enorm angewachsen. Freundschaftliche Beziehungen wurden aufgebaut auf allen Ebenen. Der kirchliche Antisemitismus wurde in die Schranken verwiesen: Niemand kann heute mehr unter Berufung auf die Kirchenoberen gegen Juden hetzen oder das jüdische Volk kollektiv für die Tötung Jesu haftbar machen. Auch im Dialog mit den Verantwortlichen in der muslimischen Welt haben wir große Fortschritte erzielt. Selbst wenn noch eine Wegstrecke vor uns liegt: Wir sind im Gespräch – und das von Angesicht zu Angesicht."

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03.01.2020

"Israel ist alarmiert"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/israel-alarmiert-nach-toetung-von-iranischem-kommandanten/

Israel befindet sich nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch die USA in erhöhter Alarmbereitschaft, berichtet die Jüdische Allgemeine Zeitung. "Das Skigebiet am Berg Hermon nahe der Grenze zu Syrien bleibe nach einer Lageeinschätzung am Freitag geschlossen, schrieb die Armee auf Twitter. Der Iran hat in der Vergangenheit immer wieder mit Vergeltungsschlägen gegen den US-Verbündeten Israel gedroht und Terroranschläge gegen den jüdischen Staat koordiniert. Verteidigungsminister Naftali Bennett berief ein Treffen mit dem Generalstabschef der Armee und weiteren Sicherheitsvertretern ein. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erhalte während seines aktuellen Besuchs in Griechenland laufend Sicherheitsberichte, teilte sein Büro mit. Laut Medienberichten erhöhte Israel die Alarmbereitschaft in seinen Auslandseinrichtungen."

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16.12.2019

"Netanjahu-Herausforderer spricht sich gegen Palästinenserstaat aus"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/netanjahu-herausforderer-spricht-sich-gegen-palaestinenserstaa
t-aus/?fbclid=IwAR39ickjyYEduxkQ8uWzG3k96dVOAr2hPPfyQl_hVmxc-fMCIBA5gPEKY3E

Gideo Saar, der am 26. Dezember bei der Wahl des neuen Likud-Vorsitzenden gegen Ministerpräsident Netanjahu antreten wird, hat der Zwei-Staaten-Lösung und damit der Idee eines unabhängigen Palästinenserstaates eine Absage erteilt. "'Auf der ganzen Welt sagen sie, eine Zwei-Staaten-Lösung bleibe der Weg zu einem Abkommen' mit den Palästinensern, sagte Saar dem Bericht zufolge am Sonntagabend. 'Ich muss sagen: Dies ist keine hilfreiche Position. Zwei Staaten sind eine Illusion.' Die gescheiterten Friedensgespräche mit den Palästinensern seien der Beweis dafür, sagte Saar."

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14.11.2019

"Altneuer Raketenhagel. Warum der Islamische Dschihad wieder Israel beschießt – und Deutschland daran eine Mitschuld trägt"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/altneuer-raketenhagel/

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn gibt der deutschen Iran-Politik eine Mitschuld an der erneuten Eskalation der Gewalt in Israel und Gaza. "Die neuesten Schläge Israels im Gazastreifen zielen nicht auf die Hamas, sondern (bislang?) allein auf den Islamischen Dschihad. Warum? Weil dieser den von der überforderten, unpopulären Hamas und Israel kürzlich geschlossenen Waffenstillstand nicht billigt. Warum? Weil der Iran das nicht zulässt. Und was tun Deutschland und die EU-Mehrheit? Sie hofieren den Iran. Wie besonders Bundespräsident Steinmeier zum Jahrestag der Iranischen Revolution. Wie Außenstaatssekretär Annen, wie Bundestagsvizepräsidentin Roth und viele andere. Und weil es nichts kostet, verurteilen sie 'jede Gewalt', fordern wieder einmal die seit Jahren erfolglosen, weil keinen Nahostkonflikt dämmenden, diplomatischen Schritte und sagen bei Gewaltanwendung: 'Du, du, du'. Worte. Keiner hört mehr hin. Weder hier noch in Nahost."

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06.11.2019

"Jüdische Gemeinde schockiert von CDU-Vorstoß"

https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/juedische-gemeinde-schockiert-von-cdu-vorstoss/

Die grundsätzliche Bereitschaft einiger Thüringer CDU-Politiker zur landespolitischen Zusammenarbeit mit der AfD hat bei jüdischen Vertretern Empörung ausgelöst. "Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Veranstalter des Festivals Yiddish Summer Weimar haben vor einer Zusammenarbeit der CDU mit der AfD gewarnt. 'Wir appellieren an die CDU Thüringen, einen solchen Tabubruch nicht zu begehen und den guten, weltweiten Ruf Thüringens als Heimat jüdischen Lebens und kreativer, impulsgebender jüdischer und jiddischer Kultur nicht aufs Spiel zu setzen', heißt es in einer am Dienstagabend in Erfurt verbreiteten Erklärung. Man sei vom Aufruf diverser Thüringer CDU-Politiker, die ergebnisoffene Gespräche mit der AfD bezüglich der Bildung einer Landesregierung wollten, schockiert. Vielfalt, kulturelle Pluralität, Toleranz, Offenheit und internationale Zusammenarbeit seien genauso wie Schutz und Förderung kultureller und religiöser Minderheiten die Leitmotive ihrer Arbeit."

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03.11.2019

"Deutsche Luftwaffe nimmt an Flugübung in Israel teil"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/deutsche-luftwaffe-nimmt-an-fluguebung-in-israel-teil/

Zum zweiten Mal seit 2017 werden Bundeswehrpiloten mit den Luftwaffen Israels, der USA, Italiens und Griechenlands in der Negev-Wüste im Süden Israels trainieren. "Die israelische Armee teilte mit, es handele sich um die erste internationale Übung mit Kampfjets der fünften Generation des Typs F-35 in Israel. Sie sei von 'größter strategischer Wichtigkeit'. Insgesamt trainierten mehr als 1000 Soldaten der verschiedenen Luftwaffen gemeinsam. Bei der Übung werden verschiedene Kampfszenarien simuliert und Flugtechniken trainiert. 'Blue Flag' findet zum vierten Mal seit 2013 statt. Israels Luftwaffe gilt als eine der besten und modernsten der Welt."

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10.10.2019

"Ein Wunder, dass wir überlebt haben"

https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/ein-wunder-dass-wir-ueberlebt-haben/

Philipp Peyman Engel im Gespräch mit Anastassia Pletoukhina, die als Augenzeugin den Anschlag auf die Synagoge in Halle überlebt hat. "Die Gemeinde ist sehr, sehr klein. Und über das Video haben wir gesehen, dass er die Türen mit Sprengstoff oder anderen Materialien präpariert hatte. Es gab nur die Möglichkeit, uns in den Räumen zu verstecken und die Tür zu versperren, so gut es eben geht. Wir hatten unfassbare Angst. Die Tür besteht aus Holz und ist nicht sonderlich gesichert gewesen, wie man es etwa aus München oder Berlin kennt. Zudem waren wir unbewaffnet. Es ist ein Wunder, dass wir überlebt haben. Es war wirklich ganz, ganz knapp. Die Fenster sind aus normalem Glas, der Täter hätte nur hineinschießen müssen, schon wäre er drinnen gewesen und hätte ein Blutbad angerichtet. Zudem hat der Täter Molotowcocktails und, glaube ich, Handgranaten an den Türen befestigt. Wir können einfach nur von Glück reden, dass die nicht gezündet haben und die Sukka im Hof nicht Feuer gefangen hat. Denn die Polizei hat 20 Minuten gebraucht, um zu uns in die Synagoge zu kommen, um uns zu schützen."

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11.09.2019

"Enge Abstimmung bei Bekämpfung von Judenhass"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/enge-abstimmung-bei-bekaempfung-von-judenhass/

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht in der vereinbarten engeren Zusammenarbeit Deutschlands und Frankreichs im Kampf gegen den Antisemitismus ein "überaus wichtiges Signal". "Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt die Kooperation ausdrücklich. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte: 'Antisemitismus trifft Juden weltweit und macht an Grenzen nicht halt. Juden in Deutschland und Frankreich beobachten sehr genau, was jeweils im Nachbarland geschieht.' Es sei sehr erfreulich, dass sich ein Austausch beider Länder auf Regierungs- und Expertenebene zum Thema Antisemitismus etabliert habe. Man könne gegenseitig von Erfahrungen profitieren und gemeinsam Strategien zur Bekämpfung des Judenhasses entwickeln. Schuster betonte: 'Die deutsch-französischen Antisemitismus-Konsultationen sind für die jüdische Gemeinschaft in beiden Ländern ein überaus wichtiges Signal: Wir stehen nicht allein.'"

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01.09.2019

"Wir werden Israel verteidigen"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/wir-werden-israel-verteidigen/

Die Jüdische Allgemeine berichtet über die sich zuspitzende Lage an der israelischen Grenze zum Libanon. "Die Lage an Israels Grenze zum Libanon ist am Sonntag gefährlich eskaliert. Die schiitische Hisbollah-Miliz feuerte nach eigenen Angaben auf ein israelisches Militärfahrzeug bei der Ortschaft Avivim. Der Angriff sei eine Vergeltung für den Tod zweier Hisbollah-Kämpfer durch einen israelischen Angriff in Syrien."

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18.07.2019

"Auswärtiges Amt prüft Likes zu israelfeindlichen Tweets"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/auswaertiges-amt-prueft-likes-zu-israelfeindlichen-tweets/

Das Auswärtige Amt hat aufgrund israelfeindlicher Tweets aus der deutschen Vertretung in den palästinensischen Gebieten eine interne Untersuchung eingeleitet. "Dem Bericht zufolge wurde unter anderem eine Antwort in einem Austausch zwischen dem US-Neonazi David Duke und einem anderen Nutzer über ein angebliches jüdisches Massaker mit einem Like markiert, ebenso ein Video, das einen Angriff auf israelische Soldaten mit den Worten 'Hut ab!' kommentierte. Zustimmung erhielt demnach auch ein Beitrag, der die Arbeit der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem mit der Geschichtsdarstellung in 'totalitären Staaten' verglich."

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01.07.2019

"Mossad meldet erste Erfolge"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/mossad-meldet-erste-erfolge/

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad erwartet, dass der Iran und seine Verbündeten in Syrien dem israelischen Druck nachgeben und ihre Truppen aus dem unmittelbaren Grenzgebiet zu Israel zurückziehen werden. "Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich nach Einschätzung von Beobachtern gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. (...) Bei angeblichen Luftangriffen Israels nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden Aktivisten zufolge in der Nacht zum Montag mindestens 15 Menschen getötet. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. 'Israel hat in den vergangenen vier Jahren offen und geheim daran gearbeitet, eine weitere Etablierung von iranischen Kräften und Präzisionswaffen in Syrien zu verhindern', sagte [Mossad‐Chef Yossi Cohen]. 'Dank unserer entschlossenen Schritte glaube ich, dass die Iraner letztlich zu dem Ergebnis kommen werden, dass sich die Mühe nicht lohnt.'"

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13.05.2019

"Zentralrat startet jüdisch-muslimisches Dialogprojekt"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/zentralrat-startet-juedisch-muslimisches-dialogprojekt/

Die Jüdische Allgemeine berichtet über ein Dialogprojekt des Zentralrats der Juden in Deutschland zur Förderung des Austauschs zwischen Juden und Muslimen. "Unter dem Titel 'Prävention durch Dialog: Jüdisch‐muslimisches Gespräch neu gedacht' gehen in diesem Jahr bundesweit verschiedene innovative Dialogformate an den Start. Vor Ort sollen Begegnungen mit unterschiedlichen Zielgruppen aus beiden Communitys durchgeführt werden. Daneben soll der Dialog auch in den sozialen Netzwerken 'breiten Raum finden und eine signifikante Reichweite erreichen', so der Zentralrat weiter."

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31.03.2019

"Hamas schießt fünf Raketen auf Israel"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/hamas-schiesst-fuenf-raketen-auf-israel/

Die Jüdische Allgemeine Zeitung berichtet über erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel. "In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die palästinensische Terrororganisation Hamas insgesamt fünf Raketen auf Israel abgefeuert. Ein Sprecher der israelischen Armee erklärte, dass es keine Opfer durch den Beschuss gegeben habe. Als Reaktion auf den Angriff durch die Hamas habe das israelische Militär sich gezwungen gesehen, Stellungen der Terrororganisation im Gazastreifen anzugreifen, so der Sprecher weiter. Es war der erste Raketenbeschuss seit Mittwoch dieser Woche, nachdem militante Palästinenser bereits Anfang der Woche eine Rakete auf die israelische Ortschaft Mishmeret abgefeuert hatten. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, darunter drei Kleinkinder."

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10.12.2018

"Falsche Diagnose, falsche Therapie"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/falsche-diagnose-falsche-therapie/

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn äußert sich in diesem Interview über den "deutsch-jüdischen Patriotismus" und die Ursachen der "Distanz oder gar Feindschaft", die Juden heute in Deutschland entgegengebracht wird. "Da ist erstens die alte und neue militante Rechte. Da ist deren harmlosere Variante: der, wie wir sagen, gute alte Risches, also der klassische Antisemitismus der sogenannten feinen Kreise. Da ist zweitens die alte und neue Linke. Sie gefährdet unsere existenzielle Sicherheit, weil sie Israel als jüdischen Staat, also unsere Lebensversicherung, so sehr liebt, dass sie es am liebsten aufgelöst in der islamisch‐arabischen Welt sähe. Drittens, und historisch relativ neu für Deutschland und Westeuropa, gibt es den sehr gefährlichen muslimischen Antisemitismus. Der betrachtet Deutschland und Westeuropa als nahöstlichen Nebenkriegsschauplatz. Er wird zudem von der Judenfeindschaft im Koran sowie der mündlichen religiös‐islamischen Überlieferung gespeist."

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07.12.2018

"Resolution gegen Hamas gescheitert"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/resolution-gegen-hamas-gescheitert/

Ein Versuch der USA, die Gewalt der palästinensischen Hamas durch die UN-Vollversammlung verurteilen zu lassen, ist an einer fehlenden Zweidrittelmehrheit gescheitert. "Der israelische Premier Benjamin Netanjahu erklärte, dass es dennoch ein Erfolg sei, denn 'die Mehrheit der Länder verurteilt die Hamas'. 87 Länder hatten für die Resolution gestimmt, 58 dagegen. Es gab 32 Enthaltungen. Eine Resolution ist nicht verbindlich, hat jedoch häufig politisches Gewicht. Die ausgehende amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hatte die Staaten zuvor aufgerufen, mit 'Ja' zu stimmen, und deutlich gemacht: 'Die USA nehmen das Ergebnis dieser Abstimmung sehr ernst.'"

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22.11.2018

"Israels Dilemma"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/israels-dilemma/

Der Journalist und Buchautor Georg M. Hafner schreibt mit Blick auf die fortgesetzten Hilfslieferungen Israels in den Gaza-Streifen, "warum es manchmal nötig ist, die Hand zu füttern, die einen töten will". "(...) auch der israelische Premier Netanjahu weiß, wie recht Generalstabschef Gadi Eizenkot hat, der eindringlich vor einem neuen blutigen Krieg warnt, der die Sicherheit Israels nicht verbessern kann. Die Einseitigkeit der internationalen Wahrnehmung des Nahostkonflikts in Politik und Medien stärkt die populistische Rechte in Israel und erhöht die Gefahr neuer Waffengänge, die man anschließend wieder anprangern kann. Ein neuer Gaza-Krieg aber würde nicht nur nichts nutzen. Er würde überdies die zarten Bande kappen, die von Saudi-Arabien über Oman bis nach Abu Dhabi geknüpft sind. Die Vision einer neuen Nachbarschaft in Nahost rückt näher. Dafür aber muss Gaza befriedet und nicht zerstört werden. Auch deshalb hat Israel unmittelbar nach dem Waffenstillstand Gaza wieder mit Treibstoff und humanitären Gütern versorgt. Wenn sie groß sind, werden die beiden Geschwister im Bunker im Süden Israels vielleicht verstehen, warum es manchmal nötig ist, die Hand zu füttern, die einen töten will."

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30.10.2018

"Proteste nach Raketen"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/33113

Der Beschuss durch Raketen aus Gaza ist für viele Israelis Alltag. Nach einem besonders schweren Beschuss haben nun israelische Anwohner in Tel Aviv demonstriert, berichtet Sabine Brandes in der Jüdischen Allgemeinen. "Nach einem weiteren Wochenende mit ständigem Sirenenschrillen und Raketen aus dem Gazastreifen haben viele Bewohner des israelischen Südens jetzt genug. Am Samstagabend demonstrierten sie in Tel Aviv, am Montagmorgen blockierten einige kurzzeitig den Cargo-Grenzübergang Kerem Schalom, um ihrem Unmut Luft zu machen."

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18.10.2018

"Demo? Ein Jud gehört ins Kaffeehaus!"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32995

In der Jüdischen Allgemeine erklärt Michael Wuliger, warum er nicht bei der Berliner #unteilbar-Demonstration dabei sein wollte. "Demonstrationen sind politische Veranstaltungen. Von Politik erwarte ich, dass sie etwas bewirkt. Es muss ja nicht gleich ein Sturm auf die Bastille sein. Aber mehr als narzisstische Selbstbeweihräucherung sollte dabei schon als Ergebnis vorzuweisen sein. Bis dahin müssen Demos ohne mich auskommen. Massenaufmärsche überlasse ich anderen. Ein Jud gehört ins Kaffeehaus."

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17.10.2018

"Lauter Einzelfälle"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/33036

Die Jüdische Allgemeine Zeitung berichtet über den Fall eines Mitglieds des Landesschiedsgerichts der AfD Thüringen, das auf einem Foto mit Nazi-Symbolen posiert haben soll. Pikant sei dabei, dass dieser mit darüber entschieden habe, ob Thüringens AfD-Chef Björn Höcke aus der Partei ausgeschlossen werden sollte oder nicht. "Stefan Möller, der gemeinsam mit Höcke die Landespartei anführt, habe zwar gesagt, 'mit Nazi-Symbolen zu posieren, ist für Vertreter der AfD indiskutabel', sich gleichzeitig aber um Schadensbegrenzung bemüht. Die Aktion vor drei Jahren sei aus seiner Sicht ein 'schlechter Spaß und eine dumme Idee' gewesen, wird er in der Thüringer Allgemeinen zitiert. Gleichzeitig habe er eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Höcke als 'blödsinnig' und 'unzulässig' ausgeschlossen."

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08.10.2018

"Terror im Westjordanland"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32905

Bei einem Terroranschlag im Westjordanland sind zwei Israelis ermordet worden, berichtet die Jüdische Allgemeine. "Der Barkan-Industriepark in der Nähe der jüdischen Siedlung Ariel gilt als gelebte Koexistenz im Westjordanland. Von den etwa 8000 Beschäftigten sind rund die Hälfte Juden und die andere Hälfte Palästinenser. Angestellte äußerten nach den Morden in den Medien, dass dieser Anschlag 'die einzigartige Atmosphäre der Verständigung zunichtemachen kann'. Ähnlich drückte sich auch Präsident Reuven Rivlin aus: 'Ich bin schockiert und traurig über diesen schrecklichen Terroranschlag. Unsere Herzen sind mit den Familien der Opfer. Dies war nicht nur eine Attacke auf Menschen, die ihren Alltag leben, sondern eine Attacke auf die Möglichkeit, dass Israelis und Palästinenser friedlich zusammenleben.(...)'"

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14.09.2018

"Wehrdienst für alle?"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32759

Das Oberste israelische Gericht hat der Regierung eine Frist gesetzt, die Ungleichbehandlung ultraorthodoxer Juden gegenüber wehrdienstpflichtigen Israelis zu beseitigen, berichtet die Jüdische Allgemeine. "Die Zeit drängt, denn ohne eine angepasste Gesetzgebung wären bald Tausende von ultraorthodoxen Jeschiwastudenten plötzlich nicht mehr in der Lage, ihre Verweigerungen zu erneuern, und stünden der Armee zur Verfügung. Dass dieses Szenario nicht ohne Gewalt vonstattengehen würde, darüber sind sich die meisten einig."

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30.08.2018

"Das Schweigen der Mitte"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32627

Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Sachsen, fordert einen Schulterschluss von Politik und Gesellschaft, um den Rechtsextremisten im Umfeld der Ereignisse in Chemnitz zu begegnen. "Sorgen macht mir die schweigende Mitte. Das sind die Leute, die das alles geschehen lassen, als ginge es sie nichts an. Aber wir brauchen auch diese Menschen: Ein Schulterschluss von Zivilgesellschaft, Staat und eben dieser bislang schweigenden Mitte ist nötig. Es gibt ja in Sachsen eine wache und aktive Zivilgesellschaft, bloß reicht deren Engagement nicht mehr aus."

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