US-Soldaten in Afghanistan

Qantara


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24.02.2020

"'Nie wieder'? Hoffentlich!"

https://de.qantara.de/inhalt/rassistischer-terror-in-deutschland-nie-wieder-hoffentlich

Sheila Mysorekar von den "Neuen deutschen Medienmacher*innen" kommentiert auf Qantara die Morde von Hanau und zeigt sich wenig überrascht. "Ein Rechtsradikaler stürmt im hessischen Hanau in zwei Shisha-Bars und erschießt neun Menschen; junge Hanauer, die als 'ausländisch' wahrgenommen werden. Ein rassistisch motiviertes Massaker - und ich wundere mich nicht einmal. So wie mir geht es vielen aus den migrantischen Communities in Deutschland, so geht es schwarzen Deutschen und People of Colour. Wir sind entsetzt, traurig, wütend - aber nicht überrascht."

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17.02.2020

"Den Stillstand überwinden"

https://de.qantara.de/inhalt/atomabkommen-mit-dem-iran-den-stillstand-ueberwinden?nopaging=1

Europa müsse sich zu Maßnahmen zur Deeskalation in der Iran-Krise wie auch zu den Konturen eines JCPOA-Nachfolgeabkommens Gedanken machen, soll das Atomabkommen mit Teheran nicht vollends platzen, schreibt Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, auf Qantara. "Angesichts des jüngsten Interesses der meisten regionalen Akteure an einer Deeskalation der Spannungen könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, über die Ebene bilateraler Gespräche hinauszugehen und eine regionale Konferenz zu Vertrauensbildung, Sicherheit und Zusammenarbeit zu initiieren. Ein derartiger Prozess wäre eine Ergänzung zu den erneuten und wahrscheinlich langwierigen Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den großen internationalen Mächten."

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02.02.2020

"Ägypten als autoritärer Vorreiter"

https://de.qantara.de/inhalt/proteste-in-der-arabischen-welt-%C3%A4gypten-als-autorit%C3%A4rer-vorreiter

Sherif Mohyeldeen und Noha Khaled gehen der Frage nach, warum der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi zur Zielscheibe von Demonstranten aus der gesamten arabischen Welt geworden ist. "Was macht insbesondere Al-Sisi zur Zielscheibe der arabischen Demonstranten? Und warum werden offenbar lokale Missstände, die sich meist auf wirtschaftliche und politische Sachverhalte beziehen, mit Al-Sisi in Verbindung gebracht? Die Antwort findet sich vielleicht in dem denkwürdigen Kommentar des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger, der einmal bemerkte, dass es ohne Ägypten keinen Krieg gegen Israel und ohne Syrien keinen Frieden geben könne. Dies lässt sich nicht nur als Einschätzung der Konstanten im arabisch-israelischen Konflikt verstehen, sondern auch als eine umfassendere Einschätzung der Politik der Region und der unverzichtbaren Rolle Ägyptens."

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31.01.2020

"Terrorbekämpfer unter Terrorverdacht"

https://de.qantara.de/inhalt/ypg-r%C3%BCckkehrer-terrorbek%C3%A4mpfer-unter-terrorverdacht

Esther Felden und Matthias von Hein berichten auf Qantara über den schwierigen Umgang mit Rückkehrern der kurdischen YPG-Miliz nach Deutschland. "Ist die YPG Freund oder Feind? Auch Deutsche haben in Syrien mit der kurdischen YPG-Miliz gegen den selbsternannten "Islamischen Staat" gekämpft. Nach der Rückkehr erwartet viele ein Verfahren – wegen Terrorverdachts."

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31.01.2020

"Ein Etikettenschwindel"

https://de.qantara.de/inhalt/trumps-nahost-friedensplan-ein-etikettenschwindel

"Die Chance, dass dieser zwischen den USA und Israel ausgehandelte 'Deal des Jahrhunderts' palästinensische Partner findet, tendiert gegen Null", so das Fazit der Analyse des US-Friedenplans für Israel und Palästina von Inge Günther auf Qantara. "Gewährleistet Trumps Entwurf einem israelischen und einem palästinensischen Baby, die heute zur Welt kommen, in zwanzig Jahren ebenwertige Bürgerrechte, Reisefreiheit sowie ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit und Würde? Eine ehrliche Antwort kann darauf eigentlich nur ein Nein ergeben. Dann allerdings handelt es bei diesem Friedensplan um einen Etikettenschwindel oder, um es mit Hasson zu sagen, er ist keine Lösung, er ist Teil des Problems."

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28.01.2020

"Arabischer Frühling und Oktoberrevolution"

https://de.qantara.de/inhalt/der-tahrir-platz-in-bagdad-und-kairo-arabischer-fruehling-und-oktoberrevolut
ion

Birgit Svensson vergleicht auf Qantara die Situation auf dem Kairoer Tahrir-Platz 2013 mit der Lage um den gleichnamigen Platz in Bagdad heute. "Der Enthusiasmus der Ägypter von damals lebt in den Irakern von heute fort. Doch die Aussichten sind derzeit in Bagdad ähnlich schlecht wie vor neun Jahren in Kairo."

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21.01.2020

"Der Westen will uns im Klischee fixieren"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-irakischen-autor-sinan-antoon-der-westen-will-uns-im-klisc
hee-fixieren?nopaging=1

Lena Bopp im Gespräch mit dem irakischen Autor Sinan Antoon über die Zukunft seines Heimatlandes. "Eine der wichtigsten Forderungen der Demonstranten bezieht sich auf Souveränität. Die Leute wollen die Hoheit über ihr Land und seine Ressourcen zurück, und sie weisen alle ausländische Beeinflussung zurück, sowohl aus Iran als auch aus Amerika. 'Weder Iran noch Amerika', rufen sie in Bagdad, Basra und Nasiriyya. Die Tötung Soleimanis und die iranische Vergeltung sind beides Verletzungen der irakischen Souveränität, und sie zeigen einmal mehr, wie schwach, wenn nicht sogar verräterisch, das irakische Regime ist. Die Gefahr eines neuen Kriegs droht von der Protestbewegung abzulenken, und sie hat einigen Milizen, etwa in Nasiriyya, emöglicht, Demonstranten anzugreifen. Aber ich glaube, deren Entschlossenheit und Widerstandskräfte sind stärker."

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20.01.2020

"Weder Freund noch Feind"

https://de.qantara.de/node/38706

Der ägyptische Politikwissenschaftler Taqadum Al-Khatib plädiert in seinem Gastbeitrag auf Qantara für eine gemeinsame "Vision" Ägyptens und seiner europäischen Partner für eine Lösung des Libyen-Konflikts. "Ägypten sollte sich im Einklang mit den Europäern für eine gemeinsame Lösungsfindung und Ausarbeitung einer Friedensvision für Libyen engagieren. Gerade in einer Zeit, in der sich die Beziehungen zwischen dem türkischen Präsidenten und Europa deutlich abgekühlt haben und es zu einer Art Geschacher um die Themen Migration und Grenzöffnung gekommen ist, nachdem der türkische Präsident Erdogan Europa wiederholt damit gedroht hat, die Grenze für die Flüchtlinge zu öffnen und Europa mit ihnen zu überschwemmen."

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03.01.2020

"Eine neue Eskalation im amerikanisch-iranischen Konflikt"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-der-ermordung-von-qassem-soleimani-eine-neue-eskalation-im-amerikanisch
-iranischen

Karim El-Gawhary erklärt auf Qantara die Bedeutung, welche der iranische General Ghassem Soleimani für den Iran und insbesondere für die iranischen Revolutionsgarden gespielt hatte und warum dies aus seiner Sicht zwangsläufig zu einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran führen werde. "Soleimanis ferngesteuerte Truppen kämpfen auch auf Seiten Assads in Syrien, und haben dem syrischen Diktator entscheidend zu dessen militärischen Siegen der letzten Jahre gegen die syrischen Rebellen verholfen. Auch die Huthi-Rebellen im Jemen waren Teil der Strategie Soleimanis, die iranische Einflusssphäre auszubauen. Genau dieses von Soleimani geschaffene Netzwerk macht die jetzige Lage und die Reaktion auf seine Ermordung so gefährlich und unberechenbar. Denn er hat damit viele Fronten geschaffen, auf die sich jeder Gegner des Iran einstellen muss."

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02.01.2020

"Psychogramm eines Diktators"

https://de.qantara.de/inhalt/herrschaft-der-assad-familie-in-syrien-psychogramm-eines-diktators

Moritz Baumstieger stellt auf Qantara das Buch "Assad or We Burn the Country" des amerikanischen Journalisten Sam Dagher vor. "Von der ersten Seite an sei klar – so Baumstieger – "aus welcher Perspektive der Autor auf den Konflikt blickt, der so unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird: Er steht auf Seiten jener Syrer, die im März 2011 begannen, auf die Straßen zu gehen, um nach 30 Jahren Assad-Herrschaft für Reformen zu demonstrieren. Der zweite Satz der Widmung weist auf ein weiteres Motiv hin, das sich durch die fast 500 Seiten ziehen wird: Jenseits der Kämpfe in Syrien selbst tobt eine in diesem Ausmaß ungekannte Informationsschlacht über die Deutungshoheit - und Dagher sieht sein Werk durchaus als Munition gegen die Desinformationskampagnen des Regimes."

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23.12.2019

"Partei im Zwielicht"

https://de.qantara.de/inhalt/die-rolle-der-hisbollah-bei-den-protesten-im-libanon-partei-im-zwielicht

Welche Rolle spielt die Hisbollah bei den jüngsten Protesten im Libanon, fragt Julia Neumann auf Qantara. "Die Hisbollah zählt zu den großen Verlierern bei den Protesten im Libanon. Ihr positives Image schwindet, denn sie diskreditiert die Protestbewegung und hält am Zusammenschluss mit den politischen Eliten des Landes fest."

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18.12.2019

"Der neue Dschihad und seine Mentoren"

https://de.qantara.de/inhalt/essay-des-islamismusexperten-gilles-kepel-der-neue-dschihad-und-seine-mentor
en

Der französische Islamismusexperte Gilles Kepel beschreibt in diesem Essay den neuen Tätertyp des islamistischen Terrorismus. "Könnte es sein, dass der europäische Dschihadismus der 'vierten Generation' (nach der afghanisch-algerisch-ägyptisch-bosnischen Phase von 1980 bis 1997, der Al-Qaida-Phase von 1997 bis 2005 und der IS-Phase bis zum Fall Raqqas im Oktober 2017) sich gerade etabliert, und zwar ausgehend von diesen Enklaven, von den sozialen Netzwerken und von den salafistischen oder der Muslimbruderschaft angehörenden Predigern, ohne auf eine im eigentlichen Sinne dschihadistisch strukturierte Organisation angewiesen zu sein, wie sie bislang als Kriterium einer 'Radikalisierung' galt? (…) Die Frage, die sich hier stellt (und die sehr gut beleuchtet wird in zwei demnächst erscheinenden Arbeiten, einem Buch von Bernard Rougier über 'die vom Islamismus eroberten Territorien' und einem Band von Hugo Micheron, der achtzig in französischen Gefängnissen inhaftierte Dschihadisten interviewt hat) – diese Frage lautet, ob an die Stelle der einschlägigen Organisationen ein 'Ökosystem' getreten ist, in dem einzelne Personen unter dem Einfluss einer Umwelt, die von einem religiös bedingten kulturellen Bruch geprägt ist, nach und nach durch ihre persönlichen Besonderheiten veranlasst werden, zur Tat zu schreiten."

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16.12.2019

"Business ohne Grenzen - junge Unternehmer in Palästina"

https://de.qantara.de/inhalt/start-ups-im-westjordanland-business-ohne-grenzen-junge-unternehmer-in-palae
stina

Manuela Kasper-Claridge berichtet über die integrative Funktion von Start-up-Unternehmen im Westjordanland. "In den palästinensischen Gebieten gehören Grenzen und Checkpoints zum Alltag. Doch inzwischen entstehen hier Start-ups, die diese Grenzen mit ihren Geschäftsideen überwinden und Menschen zusammenbringen."

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11.12.2019

"Ein Land am historischen Scheideweg"

https://de.qantara.de/inhalt/praesidentschaftswahlen-und-politischer-protest-in-algerien-ein-land-am-hist
orischen

Der marokkanische Journalist Ali Anouzla bezweifelt, dass die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Algerien das Land aus der "Sackgasse" herausführen werden. "Der Protestbewegung gegenüber steht die Staatsführung, oder vielmehr das, was nach der monatelangen Protestwelle von dem System Bouteflika noch übrig ist. Die aktuelle Staatsführung hält am alten System fest, auch wenn sie seine wichtigsten Repräsentanten mit Blick auf die jüngsten Umbrüche opfern musste. Die Situation in Algerien ist beinahe surreal. Im Verlauf der letzten Wochen ist das Land in eine beispiellose Sackgasse geraten. Das Manöver der Staatsführung, den Volkszorn mit der Entmachtung zentraler Repräsentanten des politischen Establishments zu mindern, hat diesen lediglich weiter befeuert in seinem Willen, sich auch noch der letzten Überreste des alten Systems samt seiner Wurzeln zu entledigen."

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09.12.2019

"Sadr City – Keimzelle des Widerstands"

https://de.qantara.de/inhalt/aufstand-im-irak-sadr-city-–-keimzelle-des-widerstands

Birgit Svensson hat das Schiitenviertel Sadr City in Bagdad besucht und berichtet über die Hintergründe des vor allem von dort ausgehenden derzeitigen Aufstands im Irak. "Sadr City ist der größte Slum der irakischen Hauptstadt. Hier leben mehrheitlich schiitische Araber, und mehrheitlich sind die drei Millionen Einwohner arm. Wer es zu etwas bringt, zieht an den Rand von Sadr City, in die Palästinastraße oder in einen anderen Bezirk. Doch es sind nicht viele, die von hier wegziehen. Es sind mehr, die hierherkommen. Sadr City platzt aus allen Nähten. (...) Die meisten der Demonstranten am Bagdader Tahrir-Platz kommen von hier. Die Straßenkämpfer, die die Tigrisbrücken erobern mit dem Ziel, die Stadt lahmzulegen, ebenfalls. 'Wir machen Revolution', sagt Hussein stolz. Aber dieses Mal gehe sie vom Volk aus und nicht wie 1958 vom Militär. Stimmen werden laut, Sadr City wieder in 'Medina al-Thaura' umzutaufen."

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04.12.2019

"Ist das der Arabische Frühling 2.0?"

https://de.qantara.de/inhalt/massenproteste-in-der-arabischen-welt-ist-das-der-arabische-frühling-20#

Marwan Muasher erörtert die Erfolgsaussichten der neuen Protestwelle in Nordafrika und dem Nahen Osten. "Die neue Protestwelle – gleichsam der Arabische Frühling 2.0 – arbeitet sich an den bekannten Themen ab. Doch die Demonstranten haben aus ihren Fehlern gelernt. Sie verfolgen neue Ziele und greifen zu neuen Mitteln, um spürbare und nachhaltige Veränderungen in den jeweiligen Regionen zu bewirken. Aber worin genau liegt diesmal der Unterschied? Und werden diese Unterschiede zu einem anderen Ergebnis führen? (…) Der neue Arabische Frühling ist bisher in 12 von 22 Ländern angekommen. Aber ohne eine vertrauenswürdige Institution in der Region, die die berechtigten Forderungen der Menschen nach effektiveren Regierungen erfüllen könnte, bleibt der Ausgang unklar. Im schlimmsten Fall drohen Blutvergießen, Bürgerkriege und Destabilisierung, während die repressiven Regime weiter an der Macht kleben. Dennoch könnte eine aus den Erfahrungen gereifte Protestbewegung bessere Ergebnisse herbeiführen – auch wenn der Weg zur Entwicklung effektiver zivilstaatlicher Strukturen lang und schwierig bleibt."

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02.12.2019

"Wenn die Gewalt zurückkehrt"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-nader-hashemi-zu-den-protesten-im-iran-wenn-die-gewalt-zurueck
kehrt

Der im Exil lebende iranische Politikwissenschaftler Nader Hashemi erläutert in diesem Interview die Unterschiede zwischen den aktuellen iranischen Protesten und der "Grünen Bewegung" von 2009. "Die größten Unterschiede zwischen diesen Protesten bestehen in Hinblick auf die wirtschaftlichen Klassen, die Geographie und die Ideologie. 2009 gingen die Proteste hauptsächlich von der Mittelschicht aus, sie fanden in den Großstädten statt und waren im ideologischen Sinn mit dem Reformprozess und der Unterstützung der Politiker Mir Hussein Mussawi und Mehdi Karrubi verbunden. Dahingegen setzte sich die Protestbewegung von 2017/18 sowie die Bewegung vom vergangenen November hauptsächlich aus den wirtschaftlich ärmeren Schichten zusammen, insbesondere aus jungen berufstätigen Männern, die aus kleineren Städten und Dörfern kamen – ohne bekannte Führungspersonen oder politische Zugehörigkeiten."

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29.11.2019

"Ideen kann man nicht mit Waffen töten"

https://de.qantara.de/inhalt/der-syrische-demokratie-aktivist-raed-fares-ideen-kann-man-nicht-mit-waffen-
töten

Marta Vidal porträtiert den vor einem Jahr erschossenen syrischen Bürgerrechtler Raed Fares, dessen Vermächtnis "noch Generationen von Aktivisten ermutigen" werde. "Als prodemokratischer Aktivist und Organisator gründete er einen Radiosender, half beim Aufbau einer neuen Zivilgesellschaft im Gouvernement Idlib und trug maßgeblich dazu bei, die internationale Aufmerksamkeit auf die Notlage Syriens zu lenken."

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12.11.2019

"Demokratie lässt sich nicht aufhalten"

https://de.qantara.de/inhalt/der-marokkanische-intellektuelle-hassan-aourid-demokratie-lässt-sich-nicht-
aufhalten

Ismail Azzam hat mit dem marokkanischen Intellektuellen Hassan Aourid über den Niedergang des politischen Islams und die Zukunft der Demokratie im Maghreb gesprochen. "Man muss da differenzieren. Der Islam wird ein kultureller und politischer Einflussfaktor bleiben, der politische Islam als Ideologie wird hingegen meiner Ansicht nach an Bedeutung verlieren. Es findet ein Umdenken statt, denn der Abstieg des politischen Islams in die Niederungen der politischen Realität hat zu Verwerfungen und Widersprüchen geführt. Die Anzeichen für diese Veränderung haben sich schon im Nachgang des Arabischen Frühlings gezeigt, zum Beispiel als sich Ennahda-Chef Rachid al-Ghannouchi für eine Trennung von Politik und religiöser Missionierung aussprach. Wir betreten gerade Neuland, das machen die aktuellen Entwicklungen in Algerien und dem Sudan deutlich. Noch vor 30 Jahren bestimmten die Slogans des politischen Islams das Leben in diesen beiden Ländern. In den aktuellen Protestbewegungen dort spielt der politische Islam jedoch keine Rolle mehr. Das deutet darauf hin, dass in der Region ein Wandel im Gange ist, mit dem sich der Bogen schließt, der 1967 seinen Ausgang nahm."

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29.10.2019

"Der Dschinn ist aus der Flasche"

https://de.qantara.de/inhalt/protestwelle-in-der-arabischen-welt-der-dschinn-ist-aus-der-flasche?nopaging
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Karim El-Gawhary widerstrebt es, politische Entwicklungen in der arabischen Welt mit Hilfe der Jahreszeiten zu beschreiben. Er spricht stattdessen von einem "gigantischen Dampfkochtopf", der immer öfter überkoche. "Was wir in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im südlichen und östlichen Mittelmeer sowie im Nahen Osten erleben, ist ein langfristiger Prozess des Umbruchs. Selbst die Anfänge dieser Aufstandsbewegung lassen sich als Prozess beschreiben. Die Wirklichkeit ist wesentlich komplizierter, als die Geschichte vom Gemüsehändler Mohamed Bouazizi, der sich in Tunesien selbst angezündet und mit diesem Schmetterlingsschlag in Tunesien einen Orkan in der gesamten arabischen Welt ausgelöst hat."

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23.10.2019

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten"

https://de.qantara.de/inhalt/tuerkischer-einmarsch-in-nordsyrien-wer-wind-saet-wird-sturm-ernten

Tayfun Guttstadt schreibt auf Qantara über innenpolitische Hintergründe der türkischen Syrienoffensive und beschreibt den türkischen Rassismus als ein prägenden Bestandteil des türkischen Nationalbewusstseins als Grundlage für das türkische Vorgehen. "(...) der Rassismus geht nicht nur vom Staat aus: Regelmäßig werden Menschen in der Türkei auf offener Straße von Zivilisten angegriffen, weil sie Kurdisch sprechen, Musiker mit Gegenständen beworfen, weil sie kurdische Lieder singen, und Hochzeitsgesellschaften aufgelöst, weil kurdische Volksweisen gespielt werden. Zahlreiche Größen der kurdischen Musik leben aus diesen Gründen in Europa."

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18.10.2019

"Das Ende des kurdischen Autonomieprojekts"

https://de.qantara.de/inhalt/tuerkische-offensive-in-nordsyrien-das-ende-des-kurdischen-autonomieprojekts

Ulrich von Schwerin sieht nach der türkischen Offensive in Nordsyrien ein Scheitern eines "politischen Projekts", welches "vielen als Modell für die künftige Ordnung Syriens galt, doch schon immer auf tönernen Füßen stand". "Mit ihrer säkularen Ausrichtung, ihrem Eintreten für die Gleichstellung der Frauen und ihrer Befürwortung demokratischer Strukturen gewann die PYD im Westen rasch Sympathien. Zwar wurde dabei oft übersehen, dass auch sie rivalisierende Parteien unterdrückte, Kritiker einsperrte und tausende arabische Einwohner vertrieb. Doch ihr Modell der Dezentralisierung erschien wegweisend, um die ethnisch und politisch polarisierte Gesellschaft Syriens zu befrieden."

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12.10.2019

"Repression führt nicht zu Stabilität"

https://de.qantara.de/inhalt/aegypten-nach-den-protesten-gegen-das-sisi-regime-repression-fuehrt-nicht-zu
-stabilitaet

Taqadum al-Khatib analysiert auf Qantara die Hintergründe für den schwindenden Rückhalt des ägyptischen Präsidenten in der Bevölkerung. "Die Proteste, die am 20. September die Forderung nach dem Rücktritt Al-Sisis auf die Straße trugen, sind die größten Demonstrationen seit seiner Machtergreifung durch einen Militärputsch im Jahr 2013. Sie gingen jedoch nicht von den etablierten politischen Bewegungen des Landes aus. Das bedeutet, dass auch bisher unbeteiligte gesellschaftliche Gruppen anfangen aufzubegehren. Bei der Entstehung der Proteste spielte außerdem die sozioökonomische Peripherie des Landes eine bedeutende Rolle – wichtiger noch als dessen Zentrum Kairo mit dem symbolträchtigen Tahrir-Platz. Dadurch manifestierten sie sich anders als vorausgegangene Proteste und waren wirkungsvoller als die kleinen, mit harter Hand niedergeschlagenen Demonstrationen, die das Land bisher unter Al-Sisi erlebt hat."

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30.09.2019

"Rache ist nicht die Lösung"

https://de.qantara.de/inhalt/prozesse-gegen-gestürzte-arabische-despoten-rache-ist-nicht-die-lösung

Shafeeq Ghabra schreibt auf Qantara über Sinn und Unsinn von Prozessen gegen gestürzte arabische Despoten. "Zwar wurde nach dem Arabischen Frühling einigen Diktatoren der arabischen Welt der Prozess gemacht. Dafür, dass sie repressive Polizeistaaten aufgebaut und den sozialen Frieden zerstört haben, mussten sie sich allerdings nie vor Gericht verantworten."

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25.09.2019

"Zwischen Religion, Rohstoffabhängigkeit und Reformen"

https://de.qantara.de/inhalt/saudi-arabien-unter-mohammed-bin-salman-zwischen-religion-rohstoffabhaengigk
eit-und-reformen

Sabine Peschel rezensiert für Qantara das bald erscheinende neue Buch des Nahostexperten Guido Steinberg. "Noch ist keineswegs sicher, ob der Arbeitstitel am Ende auch der Titel ist, unter dem das neue Buch von Guido Steinberg im nächsten Jahr erscheinen wird: "Kalter Krieg am Golf" soll es heißen. Doch während Saudi-Arabien und seine engen Verbündeten USA noch nach einer passenden Antwort auf die Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen suchen, könnte sich der Kalte Krieg schnell in einen heißen verwandeln. Umso wichtiger ist es aktuell zu verstehen, was in Saudi-Arabien vor sich geht. Das ist angesichts der Undurchdringlichkeit der Herrschaftsstrukturen keine leichte Aufgabe. Steinberg, Nahost- und Terrorexperte der politikberatenden Stiftung Wissenschaft und Politik, studiert das Land seit Jahrzehnten. Um zu begreifen, was die saudische Politik heute prägt, blickt er auf die 250-jährige Geschichte des Landes und analysiert drei bestimmende Faktoren: die Religionsgelehrten, das Öl und die Herrscherfamilie."

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24.09.2019

"Krieg den Palästen!"

https://de.qantara.de/inhalt/proteste-gegen-praesident-al-sisi-in-aegypten-krieg-den-palaesten

Karim El-Gawhary schreibt auf Qantara über die Hintergründe der jüngsten Protestwelle in Ägypten. "In Ägypten haben trotz anhaltender Repressionen am Wochenende hunderte Menschen den Rücktritt von Präsident Abdel Fattah al-Sisi gefordert. Losgetreten hatte den Protest ein bis dahin kaum bekannter Bauunternehmer mit seinen Enthüllungen über die ägyptische Armee."

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23.09.2019

"Der Irak als letzter Dominostein des Drucks?"

https://de.qantara.de/inhalt/us-sanktionen-gegen-iran-der-irak-als-letzter-dominostein-des-drucks

Farzaneh Sabaie über die Rolle des Iraks mit Blick auf die US-Sanktionen gegen den Iran. "Der Irak spielt bei der Rettung der iranischen Wirtschaft momentan eine Schlüsselrolle. Diese Rolle bleibt erhalten, solange die USA den Irak von den Sanktionen gegen den Iran ausnehmen."

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11.09.2019

"Politische Krise in Algerien – Kompromiss in Sicht?"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-algerischen-oppositionsfuehrer-soufiane-djilali-politische
-krise-in

Sofian Naceur im Gespräch mit dem algerischen Oppositionsführer Soufiane Djilali über seine Vorschläge für einen Ausweg aus der algerischen Verfassungskrise. "Die Forderung nach institutioneller Reform ist legitim, die Rückkehr zu einer legitimen politischen Führung aber ebenso notwendig. Daher schlagen wir einen Pakt vor. Wir beginnen mit einer Präsidentschaftswahl, fordern aber von allen Kandidaten, sich dazu zu verpflichten, nach der Wahl einen verfassungsgebenden Prozess einzuleiten. Nach der Wahl eines Präsidenten müsste dieser Parlamentswahlen herbeiführen. Somit könnte der Staat seine Funktionen normal ausüben, es gäbe eine Exekutive und Regierungsentscheidungen könnten getroffen werden. Gleichzeitig könnte ein verfassungsgebender Prozess initiiert werden."

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02.09.2019

"Ist mit den Taliban Frieden möglich?"

https://de.qantara.de/inhalt/politische-zukunft-afghanistans-ist-mit-den-taliban-frieden-moeglich

Amin Saikal erörtert auf Qantara die politische Zukunft Afghanistans unter der Mitwirkung der Taliban. "Trotz der laufenden Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban fordert der blutige Konflikt in Afghanistan nach wie vor einen hohen Tribut von der Zivilbevölkerung. Können Friedensgespräche mit den Taliban wirklich Frieden bringen?"

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