US-Soldaten in Afghanistan

Qantara


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04.05.2020

"Paris macht "Schlächter von Hama" den Prozess"

https://de.qantara.de/inhalt/gerichtsverfahren-gegen-rifaat-al-assad-paris-macht-schlaechter-von-hama-den
-prozess

Tom Allinson gibt einen Einblick in den Musterprozess gegen den ehemaligen syrischen Vizepräsidenten Rifaat al-Assad. "Luxusvillen auf Kosten der Armen? Ein Musterprozess vor einem Pariser Gericht untersucht die Finanzierung privater Immobilien von Syriens Ex-Vizepräsident Rifaat al-Assad. Arabische Herrscher und ihr Geld in Europa".

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14.04.2020

"Ich will mein Leben zurück"

https://de.qantara.de/inhalt/coronavirus-in-nahost-ich-will-mein-leben-zurueck

Diana Hodali hat mit sieben Frauen aus dem Nahen Osten und Nordafrika über deren Erfahrungen mit der Coronakrise gesprochen. "Wie leben Menschen in Nahost und Nordafrika mit der Corona-Pandemie? Was sind ihre Sorgen und Wünsche? Sieben Frauen aus verschiedenen Ländern - auch aus Kriegsgebieten - erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen."

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02.04.2020

"Der Istanbul-Effekt"

https://de.qantara.de/inhalt/arabische-exilanten-am-bosporus-der-istanbul-effekt

Mohanad Hage Ali schreibt, dass Istanbul zu einem "Zufluchtsort für viele arabische Gemeinschaften geworden" sei. Das "kosmopolitischen Wesen der Stadt" beeinflusse dabei auch die arabischen Exilanten. "Istanbul bietet einen städtischen Raum für verschiedene Formen politischer Aktivitäten und für Begegnungen unter Menschen arabischer Herkunft. Hunderttausende von Syrern, Irakern, Jemeniten, Libyern, Ägyptern und Libanesen sind heute Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Die dortige panarabische Gemeinschaft hat ein eigenes Selbstverständnis. (…) Arabische Staaten, wie beispielsweise Ägypten, die dem türkischen Einfluss misstrauen, sehen Istanbul als Hauptsitz der verschiedenen arabischen Ableger der Muslimbruderschaft, deren feindliche Kräfte oppositionelle Staaten und Regionen destabilisieren wollen. Doch diese Sicht auf die Araber von Istanbul und deren Rolle in der politischen und kulturellen Szene der Region trifft nur eingeschränkt zu und greift zu kurz. Die kosmopolitische Identität der Stadt und die vielfältigen städtischen Lebenserfahrungen prägen nämlich auch die Einstellung der dort lebenden arabischen Gemeinschaften."

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30.03.2020

"Idlib - dem Coronavirus ausgeliefert"

https://de.qantara.de/inhalt/syrien-und-die-covid-19-pandemie-idlib-dem-coronavirus-ausgeliefert

Diana Hodali sieht die Bevölkerung der syrischen Provinz Idlib dem Coronavirus weitgehend schutzlos ausgeliefert. "Erst seit wenigen Wochen müssen die Menschen den Bombenhagel des syrischen Regimes und seines Verbündeten Russland nicht fürchten - zumindest vorerst nicht, denn es herrscht Waffenruhe. Über eine Million Menschen sind aus der Provinz seit Beginn der Militäroffensive im Dezember 2019 vor den Bombardements geflohen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Sie haben ihre Häuser und ihre Dörfer verlassen. Sie alle sind Vertriebene im eigenen Land, manche bereits zum zweiten, dritten oder vierten Mal auf der Flucht, leben unter schwierigsten Bedingungen in provisorischen Lagern. Dort teilen sich nicht selten zehn Personen ein paar wenige Quadratmeter in einem Zelt. Schlafen, essen, leben dicht an dicht. 'Wie soll ich diesen Menschen sagen, dass sie Abstand halten sollen?', fragt Huda Khayti, Leiterin des Frauenzentrums in der Stadt Idlib. Sie leitet eine Aufklärungskampagne zum Thema COVID-19. 'Diese Menschen haben kaum Zugang zu sauberem Wasser, es gibt nur wenige Toiletten für viel zu viele Menschen, keine Masken, keine Handschuhe.'"

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27.03.2020

"Zwischen aktivem Eingreifen und grotesker Verharmlosung"

https://de.qantara.de/inhalt/corona-krise-in-aegypten-und-tunesien-zwischen-aktivem-eingreifen-und-grotes
ker-verharmlosung?nopaging=1

Sofian Philip Naceur beschreibt den unterschiedlichen Umgang Ägyptens und Tunesiens mit der Bedrohung durch den Coronavirus. "Während Tunesien proaktiv agierte und auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit setzte, wurde in Ägypten auf Covid-19 spät und in einer verharmlosenden Manier reagiert – mit potenziell verheerenden Folgen."

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06.03.2020

"Ein Präsident auf Abruf"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-dem-friedensabkommen-mit-den-taliban-ein-praesident-auf-abruf

Emran Feroz hat sich im afghanischen Mussahi umgehört und ist der Meinung, dass die Zukunft Afghanistans trotz der jahrelangen westlichen Unterstützung nicht sonderlich erfolgversprechend aussieht. "Obwohl Washington in den letzten achtzehn Jahren mehr als eine Billion Dollar in das Land gepumpt hat, ist die einzige 'Hilfe', die sich in Mussahi finden lässt, eine defekte deutsche Wasserpumpe aus den 1950er Jahren. 'Andere Hilfen haben wir nicht erhalten. Dabei plagen uns hier viele Probleme, vor allem mit der Landwirtschaft. Aber wie Sie sehen, müssen wir das Problem mit der Pumpe selbst lösen. Unsere Rückständigkeit ist ein Trauerspiel, aber niemand interessiert sich für unsere Anliegen', meint Mohammad Azif, ein Bauer aus Mussahi. Wie viele andere Afghanen hofft auch Azif, dass die Friedensgespräche mit den Taliban eine Zukunft in Frieden bringen werden, sodass er und die übrigen Bewohner sich dem Wiederaufbau ihrer Häuser widmen können. 'In Armut können wir leben, aber nicht ohne Frieden. Nachts gehen wir nicht vor die Tür. Ständig gibt es Kämpfe zwischen der Armee und den Aufständischen. Wir brauchen dieses Friedensabkommen, das den Interessen aller Afghanen dient', betont er."

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02.03.2020

"Lieber unter Bomben als unter Assad"

https://de.qantara.de/node/39277

Diana Hodali porträtiert die syrische Frauenrechtsaktivistin Huda Khayti, die in Idlib weiter mit friedlichen Mitteln "für ihr Syrien" kämpfen wolle. "2018 kommt Huda mit vielen anderen aus Ost-Ghuta und Duma nach Idlib. Alleine, denn ihre Eltern und ein Bruder waren bereits in die Türkei geflohen. Immer, wenn sie von ihrer Familie spricht, bricht ihre Stimme. Aber sie bekräftigt: 'Ich wollte in Syrien bleiben, ich wollte nach Idlib. Hier befindet sich ein Querschnitt der syrischen Bevölkerung. Vertriebene aus Homs, Aleppo, Ost-Ghuta, aber auch aus Idlib. Ich bin drei Monate eingetaucht in die Gesellschaft, habe herauszufinden versucht, welche Bedürfnisse sie haben. Und es ist mir gelungen, ihr Vertrauen zu gewinnen.' Sie ist unerschütterlich: Mit der Unterstützung von medico international baut sie das Women Support & Empowerment Center Idlib auf. Sie bietet wieder Kurse an - gemeinsam mit einem Team von Frauen aus der Region. Die Islamisten, sagt sie, ließen sie und das Team in Ruhe."

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25.02.2020

"Der Pharao ist tot"

http://https://de.qantara.de/inhalt/nachruf-auf-hosni-mubarak-der-pharao-ist-tot

Karim El-Gawhary mit einem Nachruf auf den vor einer Woche verstorbenen ägyptischen Ex-Präsidenten Husni Mubarak. "Manche dürften sich heute zu den Zeiten Mubaraks nostalgisch zurücksehen. Denn einer der Gründe, warum sich Mubarak so lange an der Macht halten konnte war, dass er ein Meister der Politik war, die Schrauben anzuziehen und dann doch wieder genug politischen Freiraum zu lassen, dass der Dampfkochtopf nicht explodiert. (…) Die heutigen Machthaber aber haben aus seinem Ende durch den Arabischen Frühling die Lektion gelernt, überhaupt keinen politischen Freiraum mehr zu dulden, auf die Gefahr, dass nirgendwo Dampf mehr abgelassen werden kann. Heute hat der Repressionsapparat neue Höhen erreicht, die Mubaraks Zeiten für manche Ägypter als harmlos erscheinen lassen. Derweil darf man nicht vergessen, dass die heutigen Machthaber in Ägypten immer noch vor allem Mubaraks Erbe verwalten. Ein vollkommen marodes Bildungssystem, ein Gesundheitssystem, bei dem man nur hoffen kann, dass der Corona-Virus nicht in Ägypten zuschlägt und Institutionen, mit denen eigentlich kein Staat zu machen ist. Hinzu kommt, dass ein Drittel der Ägypter heute offiziell unter der Armutsgrenze lebt."

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24.02.2020

"'Nie wieder'? Hoffentlich!"

https://de.qantara.de/inhalt/rassistischer-terror-in-deutschland-nie-wieder-hoffentlich

Sheila Mysorekar von den "Neuen deutschen Medienmacher*innen" kommentiert auf Qantara die Morde von Hanau und zeigt sich wenig überrascht. "Ein Rechtsradikaler stürmt im hessischen Hanau in zwei Shisha-Bars und erschießt neun Menschen; junge Hanauer, die als 'ausländisch' wahrgenommen werden. Ein rassistisch motiviertes Massaker - und ich wundere mich nicht einmal. So wie mir geht es vielen aus den migrantischen Communities in Deutschland, so geht es schwarzen Deutschen und People of Colour. Wir sind entsetzt, traurig, wütend - aber nicht überrascht."

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17.02.2020

"Den Stillstand überwinden"

https://de.qantara.de/inhalt/atomabkommen-mit-dem-iran-den-stillstand-ueberwinden?nopaging=1

Europa müsse sich zu Maßnahmen zur Deeskalation in der Iran-Krise wie auch zu den Konturen eines JCPOA-Nachfolgeabkommens Gedanken machen, soll das Atomabkommen mit Teheran nicht vollends platzen, schreibt Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, auf Qantara. "Angesichts des jüngsten Interesses der meisten regionalen Akteure an einer Deeskalation der Spannungen könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, über die Ebene bilateraler Gespräche hinauszugehen und eine regionale Konferenz zu Vertrauensbildung, Sicherheit und Zusammenarbeit zu initiieren. Ein derartiger Prozess wäre eine Ergänzung zu den erneuten und wahrscheinlich langwierigen Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den großen internationalen Mächten."

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02.02.2020

"Ägypten als autoritärer Vorreiter"

https://de.qantara.de/inhalt/proteste-in-der-arabischen-welt-%C3%A4gypten-als-autorit%C3%A4rer-vorreiter

Sherif Mohyeldeen und Noha Khaled gehen der Frage nach, warum der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi zur Zielscheibe von Demonstranten aus der gesamten arabischen Welt geworden ist. "Was macht insbesondere Al-Sisi zur Zielscheibe der arabischen Demonstranten? Und warum werden offenbar lokale Missstände, die sich meist auf wirtschaftliche und politische Sachverhalte beziehen, mit Al-Sisi in Verbindung gebracht? Die Antwort findet sich vielleicht in dem denkwürdigen Kommentar des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger, der einmal bemerkte, dass es ohne Ägypten keinen Krieg gegen Israel und ohne Syrien keinen Frieden geben könne. Dies lässt sich nicht nur als Einschätzung der Konstanten im arabisch-israelischen Konflikt verstehen, sondern auch als eine umfassendere Einschätzung der Politik der Region und der unverzichtbaren Rolle Ägyptens."

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31.01.2020

"Terrorbekämpfer unter Terrorverdacht"

https://de.qantara.de/inhalt/ypg-r%C3%BCckkehrer-terrorbek%C3%A4mpfer-unter-terrorverdacht

Esther Felden und Matthias von Hein berichten auf Qantara über den schwierigen Umgang mit Rückkehrern der kurdischen YPG-Miliz nach Deutschland. "Ist die YPG Freund oder Feind? Auch Deutsche haben in Syrien mit der kurdischen YPG-Miliz gegen den selbsternannten "Islamischen Staat" gekämpft. Nach der Rückkehr erwartet viele ein Verfahren – wegen Terrorverdachts."

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31.01.2020

"Ein Etikettenschwindel"

https://de.qantara.de/inhalt/trumps-nahost-friedensplan-ein-etikettenschwindel

"Die Chance, dass dieser zwischen den USA und Israel ausgehandelte 'Deal des Jahrhunderts' palästinensische Partner findet, tendiert gegen Null", so das Fazit der Analyse des US-Friedenplans für Israel und Palästina von Inge Günther auf Qantara. "Gewährleistet Trumps Entwurf einem israelischen und einem palästinensischen Baby, die heute zur Welt kommen, in zwanzig Jahren ebenwertige Bürgerrechte, Reisefreiheit sowie ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit und Würde? Eine ehrliche Antwort kann darauf eigentlich nur ein Nein ergeben. Dann allerdings handelt es bei diesem Friedensplan um einen Etikettenschwindel oder, um es mit Hasson zu sagen, er ist keine Lösung, er ist Teil des Problems."

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28.01.2020

"Arabischer Frühling und Oktoberrevolution"

https://de.qantara.de/inhalt/der-tahrir-platz-in-bagdad-und-kairo-arabischer-fruehling-und-oktoberrevolut
ion

Birgit Svensson vergleicht auf Qantara die Situation auf dem Kairoer Tahrir-Platz 2013 mit der Lage um den gleichnamigen Platz in Bagdad heute. "Der Enthusiasmus der Ägypter von damals lebt in den Irakern von heute fort. Doch die Aussichten sind derzeit in Bagdad ähnlich schlecht wie vor neun Jahren in Kairo."

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21.01.2020

"Der Westen will uns im Klischee fixieren"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-irakischen-autor-sinan-antoon-der-westen-will-uns-im-klisc
hee-fixieren?nopaging=1

Lena Bopp im Gespräch mit dem irakischen Autor Sinan Antoon über die Zukunft seines Heimatlandes. "Eine der wichtigsten Forderungen der Demonstranten bezieht sich auf Souveränität. Die Leute wollen die Hoheit über ihr Land und seine Ressourcen zurück, und sie weisen alle ausländische Beeinflussung zurück, sowohl aus Iran als auch aus Amerika. 'Weder Iran noch Amerika', rufen sie in Bagdad, Basra und Nasiriyya. Die Tötung Soleimanis und die iranische Vergeltung sind beides Verletzungen der irakischen Souveränität, und sie zeigen einmal mehr, wie schwach, wenn nicht sogar verräterisch, das irakische Regime ist. Die Gefahr eines neuen Kriegs droht von der Protestbewegung abzulenken, und sie hat einigen Milizen, etwa in Nasiriyya, emöglicht, Demonstranten anzugreifen. Aber ich glaube, deren Entschlossenheit und Widerstandskräfte sind stärker."

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20.01.2020

"Weder Freund noch Feind"

https://de.qantara.de/node/38706

Der ägyptische Politikwissenschaftler Taqadum Al-Khatib plädiert in seinem Gastbeitrag auf Qantara für eine gemeinsame "Vision" Ägyptens und seiner europäischen Partner für eine Lösung des Libyen-Konflikts. "Ägypten sollte sich im Einklang mit den Europäern für eine gemeinsame Lösungsfindung und Ausarbeitung einer Friedensvision für Libyen engagieren. Gerade in einer Zeit, in der sich die Beziehungen zwischen dem türkischen Präsidenten und Europa deutlich abgekühlt haben und es zu einer Art Geschacher um die Themen Migration und Grenzöffnung gekommen ist, nachdem der türkische Präsident Erdogan Europa wiederholt damit gedroht hat, die Grenze für die Flüchtlinge zu öffnen und Europa mit ihnen zu überschwemmen."

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03.01.2020

"Eine neue Eskalation im amerikanisch-iranischen Konflikt"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-der-ermordung-von-qassem-soleimani-eine-neue-eskalation-im-amerikanisch
-iranischen

Karim El-Gawhary erklärt auf Qantara die Bedeutung, welche der iranische General Ghassem Soleimani für den Iran und insbesondere für die iranischen Revolutionsgarden gespielt hatte und warum dies aus seiner Sicht zwangsläufig zu einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran führen werde. "Soleimanis ferngesteuerte Truppen kämpfen auch auf Seiten Assads in Syrien, und haben dem syrischen Diktator entscheidend zu dessen militärischen Siegen der letzten Jahre gegen die syrischen Rebellen verholfen. Auch die Huthi-Rebellen im Jemen waren Teil der Strategie Soleimanis, die iranische Einflusssphäre auszubauen. Genau dieses von Soleimani geschaffene Netzwerk macht die jetzige Lage und die Reaktion auf seine Ermordung so gefährlich und unberechenbar. Denn er hat damit viele Fronten geschaffen, auf die sich jeder Gegner des Iran einstellen muss."

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02.01.2020

"Psychogramm eines Diktators"

https://de.qantara.de/inhalt/herrschaft-der-assad-familie-in-syrien-psychogramm-eines-diktators

Moritz Baumstieger stellt auf Qantara das Buch "Assad or We Burn the Country" des amerikanischen Journalisten Sam Dagher vor. "Von der ersten Seite an sei klar – so Baumstieger – "aus welcher Perspektive der Autor auf den Konflikt blickt, der so unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird: Er steht auf Seiten jener Syrer, die im März 2011 begannen, auf die Straßen zu gehen, um nach 30 Jahren Assad-Herrschaft für Reformen zu demonstrieren. Der zweite Satz der Widmung weist auf ein weiteres Motiv hin, das sich durch die fast 500 Seiten ziehen wird: Jenseits der Kämpfe in Syrien selbst tobt eine in diesem Ausmaß ungekannte Informationsschlacht über die Deutungshoheit - und Dagher sieht sein Werk durchaus als Munition gegen die Desinformationskampagnen des Regimes."

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23.12.2019

"Partei im Zwielicht"

https://de.qantara.de/inhalt/die-rolle-der-hisbollah-bei-den-protesten-im-libanon-partei-im-zwielicht

Welche Rolle spielt die Hisbollah bei den jüngsten Protesten im Libanon, fragt Julia Neumann auf Qantara. "Die Hisbollah zählt zu den großen Verlierern bei den Protesten im Libanon. Ihr positives Image schwindet, denn sie diskreditiert die Protestbewegung und hält am Zusammenschluss mit den politischen Eliten des Landes fest."

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18.12.2019

"Der neue Dschihad und seine Mentoren"

https://de.qantara.de/inhalt/essay-des-islamismusexperten-gilles-kepel-der-neue-dschihad-und-seine-mentor
en

Der französische Islamismusexperte Gilles Kepel beschreibt in diesem Essay den neuen Tätertyp des islamistischen Terrorismus. "Könnte es sein, dass der europäische Dschihadismus der 'vierten Generation' (nach der afghanisch-algerisch-ägyptisch-bosnischen Phase von 1980 bis 1997, der Al-Qaida-Phase von 1997 bis 2005 und der IS-Phase bis zum Fall Raqqas im Oktober 2017) sich gerade etabliert, und zwar ausgehend von diesen Enklaven, von den sozialen Netzwerken und von den salafistischen oder der Muslimbruderschaft angehörenden Predigern, ohne auf eine im eigentlichen Sinne dschihadistisch strukturierte Organisation angewiesen zu sein, wie sie bislang als Kriterium einer 'Radikalisierung' galt? (…) Die Frage, die sich hier stellt (und die sehr gut beleuchtet wird in zwei demnächst erscheinenden Arbeiten, einem Buch von Bernard Rougier über 'die vom Islamismus eroberten Territorien' und einem Band von Hugo Micheron, der achtzig in französischen Gefängnissen inhaftierte Dschihadisten interviewt hat) – diese Frage lautet, ob an die Stelle der einschlägigen Organisationen ein 'Ökosystem' getreten ist, in dem einzelne Personen unter dem Einfluss einer Umwelt, die von einem religiös bedingten kulturellen Bruch geprägt ist, nach und nach durch ihre persönlichen Besonderheiten veranlasst werden, zur Tat zu schreiten."

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16.12.2019

"Business ohne Grenzen - junge Unternehmer in Palästina"

https://de.qantara.de/inhalt/start-ups-im-westjordanland-business-ohne-grenzen-junge-unternehmer-in-palae
stina

Manuela Kasper-Claridge berichtet über die integrative Funktion von Start-up-Unternehmen im Westjordanland. "In den palästinensischen Gebieten gehören Grenzen und Checkpoints zum Alltag. Doch inzwischen entstehen hier Start-ups, die diese Grenzen mit ihren Geschäftsideen überwinden und Menschen zusammenbringen."

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11.12.2019

"Ein Land am historischen Scheideweg"

https://de.qantara.de/inhalt/praesidentschaftswahlen-und-politischer-protest-in-algerien-ein-land-am-hist
orischen

Der marokkanische Journalist Ali Anouzla bezweifelt, dass die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Algerien das Land aus der "Sackgasse" herausführen werden. "Der Protestbewegung gegenüber steht die Staatsführung, oder vielmehr das, was nach der monatelangen Protestwelle von dem System Bouteflika noch übrig ist. Die aktuelle Staatsführung hält am alten System fest, auch wenn sie seine wichtigsten Repräsentanten mit Blick auf die jüngsten Umbrüche opfern musste. Die Situation in Algerien ist beinahe surreal. Im Verlauf der letzten Wochen ist das Land in eine beispiellose Sackgasse geraten. Das Manöver der Staatsführung, den Volkszorn mit der Entmachtung zentraler Repräsentanten des politischen Establishments zu mindern, hat diesen lediglich weiter befeuert in seinem Willen, sich auch noch der letzten Überreste des alten Systems samt seiner Wurzeln zu entledigen."

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09.12.2019

"Sadr City – Keimzelle des Widerstands"

https://de.qantara.de/inhalt/aufstand-im-irak-sadr-city-–-keimzelle-des-widerstands

Birgit Svensson hat das Schiitenviertel Sadr City in Bagdad besucht und berichtet über die Hintergründe des vor allem von dort ausgehenden derzeitigen Aufstands im Irak. "Sadr City ist der größte Slum der irakischen Hauptstadt. Hier leben mehrheitlich schiitische Araber, und mehrheitlich sind die drei Millionen Einwohner arm. Wer es zu etwas bringt, zieht an den Rand von Sadr City, in die Palästinastraße oder in einen anderen Bezirk. Doch es sind nicht viele, die von hier wegziehen. Es sind mehr, die hierherkommen. Sadr City platzt aus allen Nähten. (...) Die meisten der Demonstranten am Bagdader Tahrir-Platz kommen von hier. Die Straßenkämpfer, die die Tigrisbrücken erobern mit dem Ziel, die Stadt lahmzulegen, ebenfalls. 'Wir machen Revolution', sagt Hussein stolz. Aber dieses Mal gehe sie vom Volk aus und nicht wie 1958 vom Militär. Stimmen werden laut, Sadr City wieder in 'Medina al-Thaura' umzutaufen."

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04.12.2019

"Ist das der Arabische Frühling 2.0?"

https://de.qantara.de/inhalt/massenproteste-in-der-arabischen-welt-ist-das-der-arabische-frühling-20#

Marwan Muasher erörtert die Erfolgsaussichten der neuen Protestwelle in Nordafrika und dem Nahen Osten. "Die neue Protestwelle – gleichsam der Arabische Frühling 2.0 – arbeitet sich an den bekannten Themen ab. Doch die Demonstranten haben aus ihren Fehlern gelernt. Sie verfolgen neue Ziele und greifen zu neuen Mitteln, um spürbare und nachhaltige Veränderungen in den jeweiligen Regionen zu bewirken. Aber worin genau liegt diesmal der Unterschied? Und werden diese Unterschiede zu einem anderen Ergebnis führen? (…) Der neue Arabische Frühling ist bisher in 12 von 22 Ländern angekommen. Aber ohne eine vertrauenswürdige Institution in der Region, die die berechtigten Forderungen der Menschen nach effektiveren Regierungen erfüllen könnte, bleibt der Ausgang unklar. Im schlimmsten Fall drohen Blutvergießen, Bürgerkriege und Destabilisierung, während die repressiven Regime weiter an der Macht kleben. Dennoch könnte eine aus den Erfahrungen gereifte Protestbewegung bessere Ergebnisse herbeiführen – auch wenn der Weg zur Entwicklung effektiver zivilstaatlicher Strukturen lang und schwierig bleibt."

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02.12.2019

"Wenn die Gewalt zurückkehrt"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-nader-hashemi-zu-den-protesten-im-iran-wenn-die-gewalt-zurueck
kehrt

Der im Exil lebende iranische Politikwissenschaftler Nader Hashemi erläutert in diesem Interview die Unterschiede zwischen den aktuellen iranischen Protesten und der "Grünen Bewegung" von 2009. "Die größten Unterschiede zwischen diesen Protesten bestehen in Hinblick auf die wirtschaftlichen Klassen, die Geographie und die Ideologie. 2009 gingen die Proteste hauptsächlich von der Mittelschicht aus, sie fanden in den Großstädten statt und waren im ideologischen Sinn mit dem Reformprozess und der Unterstützung der Politiker Mir Hussein Mussawi und Mehdi Karrubi verbunden. Dahingegen setzte sich die Protestbewegung von 2017/18 sowie die Bewegung vom vergangenen November hauptsächlich aus den wirtschaftlich ärmeren Schichten zusammen, insbesondere aus jungen berufstätigen Männern, die aus kleineren Städten und Dörfern kamen – ohne bekannte Führungspersonen oder politische Zugehörigkeiten."

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29.11.2019

"Ideen kann man nicht mit Waffen töten"

https://de.qantara.de/inhalt/der-syrische-demokratie-aktivist-raed-fares-ideen-kann-man-nicht-mit-waffen-
töten

Marta Vidal porträtiert den vor einem Jahr erschossenen syrischen Bürgerrechtler Raed Fares, dessen Vermächtnis "noch Generationen von Aktivisten ermutigen" werde. "Als prodemokratischer Aktivist und Organisator gründete er einen Radiosender, half beim Aufbau einer neuen Zivilgesellschaft im Gouvernement Idlib und trug maßgeblich dazu bei, die internationale Aufmerksamkeit auf die Notlage Syriens zu lenken."

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12.11.2019

"Demokratie lässt sich nicht aufhalten"

https://de.qantara.de/inhalt/der-marokkanische-intellektuelle-hassan-aourid-demokratie-lässt-sich-nicht-
aufhalten

Ismail Azzam hat mit dem marokkanischen Intellektuellen Hassan Aourid über den Niedergang des politischen Islams und die Zukunft der Demokratie im Maghreb gesprochen. "Man muss da differenzieren. Der Islam wird ein kultureller und politischer Einflussfaktor bleiben, der politische Islam als Ideologie wird hingegen meiner Ansicht nach an Bedeutung verlieren. Es findet ein Umdenken statt, denn der Abstieg des politischen Islams in die Niederungen der politischen Realität hat zu Verwerfungen und Widersprüchen geführt. Die Anzeichen für diese Veränderung haben sich schon im Nachgang des Arabischen Frühlings gezeigt, zum Beispiel als sich Ennahda-Chef Rachid al-Ghannouchi für eine Trennung von Politik und religiöser Missionierung aussprach. Wir betreten gerade Neuland, das machen die aktuellen Entwicklungen in Algerien und dem Sudan deutlich. Noch vor 30 Jahren bestimmten die Slogans des politischen Islams das Leben in diesen beiden Ländern. In den aktuellen Protestbewegungen dort spielt der politische Islam jedoch keine Rolle mehr. Das deutet darauf hin, dass in der Region ein Wandel im Gange ist, mit dem sich der Bogen schließt, der 1967 seinen Ausgang nahm."

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29.10.2019

"Der Dschinn ist aus der Flasche"

https://de.qantara.de/inhalt/protestwelle-in-der-arabischen-welt-der-dschinn-ist-aus-der-flasche?nopaging
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Karim El-Gawhary widerstrebt es, politische Entwicklungen in der arabischen Welt mit Hilfe der Jahreszeiten zu beschreiben. Er spricht stattdessen von einem "gigantischen Dampfkochtopf", der immer öfter überkoche. "Was wir in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im südlichen und östlichen Mittelmeer sowie im Nahen Osten erleben, ist ein langfristiger Prozess des Umbruchs. Selbst die Anfänge dieser Aufstandsbewegung lassen sich als Prozess beschreiben. Die Wirklichkeit ist wesentlich komplizierter, als die Geschichte vom Gemüsehändler Mohamed Bouazizi, der sich in Tunesien selbst angezündet und mit diesem Schmetterlingsschlag in Tunesien einen Orkan in der gesamten arabischen Welt ausgelöst hat."

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23.10.2019

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten"

https://de.qantara.de/inhalt/tuerkischer-einmarsch-in-nordsyrien-wer-wind-saet-wird-sturm-ernten

Tayfun Guttstadt schreibt auf Qantara über innenpolitische Hintergründe der türkischen Syrienoffensive und beschreibt den türkischen Rassismus als ein prägenden Bestandteil des türkischen Nationalbewusstseins als Grundlage für das türkische Vorgehen. "(...) der Rassismus geht nicht nur vom Staat aus: Regelmäßig werden Menschen in der Türkei auf offener Straße von Zivilisten angegriffen, weil sie Kurdisch sprechen, Musiker mit Gegenständen beworfen, weil sie kurdische Lieder singen, und Hochzeitsgesellschaften aufgelöst, weil kurdische Volksweisen gespielt werden. Zahlreiche Größen der kurdischen Musik leben aus diesen Gründen in Europa."

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Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

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