US-Soldaten in Afghanistan

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik


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12.01.2022

"Kasachstan nach den Unruhen"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/kasachstan-nach-den-unruhen

Deutschland und die EU sollten von der kasachischen Regierung die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien einfordern und gleichzeitig den Dialog suchen, empfiehlt Stefan Meister. "Das harte Durchgreifen der Sicherheitskräfte, das Abschalten des Internets und Vorgehen gegen Journalistinnen und Journalisten sowie die Präsenz russischer Truppen im Land weisen darauf hin, dass Kasachstan sich stärker hin zu einem autoritären Regime entwickeln könnte. Das begrenzte Interesse westlicher Staaten an der Region sowie der NATO-Rückzug aus Afghanistan könnten den Trend zu einer Hinwendung Richtung Russland und China noch weiter verstärken."

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07.01.2022

"North Korea's Cyber Capabilities and Strategy"

https://dgap.org/en/research/publications/north-koreas-cyber-capabilities-and-strategy-0

Nordkoreas Aktivitäten im Cyberraum würden in Zukunft vermutlich weiter zunehmen, prognostiziert Elisabeth Suh. "Pyongyang can pursue at least three strategic objectives with its cyber operations: causing disruption, conducting espionage, generating revenue. (…) Activities in cyber space exhibit a particularly favorable ratio of benefits, costs and risks. They facilitate the pursuit and fulfillment of the above-mentioned strategic purposes, without being cost-intensive or particularly risky."

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14.12.2021

"Effektivere Deradikalisierung"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/effektivere-deradikalisierung

Sofia Koller gibt Empfehlungen, wie gewaltorientierter islamistischer Extremismus verhindert werden könne: "Der gewaltorientierte islamistische Extremismus stellt eine der größten Bedrohungen der inneren Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der EU dar. Ein entscheidender Teil einer Gegenstrategie ist die Ausstiegsarbeit. (…) Akteure in der Präventionsarbeit müssen sich auf ein breiteres Spektrum potenziell radikalisierter Personen einstellen: Es geht um Männer, Frauen und Jugendliche. (…) Eine nachhaltige Ausstiegsarbeit und die Verhinderung von Rückfällen benötigen eine langfristige Finanzierung von Präventionsarbeit, inklusive Monitoring und Evaluation, um die wirksamsten Maßnahmen ermitteln zu können."

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19.11.2021

"Über den Iran hinaus"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_memo_nr._5_november_2021_4_seiten.pdf

Die nächste Bundesregierung brauche eine außenpolitische Strategie für die gesamte Golfregion, empfiehlt Cornelius Adebahr. "Die Sicherheitslage am Persischen Golf wird von mehreren Krisenszenarien bestimmt, die den politisch Verantwortlichen in Europa den Angstschweiß auf die Stirn treiben müssten: einer atomaren Konfrontation, schwerwiegenden Störungen des Welthandels und einer anhaltenden Umweltkrise, die soziale Unruhen befeuern und zum Sturz von Regimen sowie Zerfall von Staaten führen könnte. Auch wenn Deutschland und Europa eine zentrale Rolle in den Nuklearverhandlungen mit dem Iran einnehmen, dürfen sie sich nicht nur darauf konzentrieren. Die nächste Bundesregierung muss ihren auf das Atomabkommen gerichteten Tunnelblick ablegen und eine Strategie für die gesamte Region rund um den Golf entwickeln."

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12.11.2021

"(Noch)Mehr Geld für Sicherheit & Verteidigung"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_memo_nr._21_november_2021_4_seiten.pdf

Deutschland sollte seine Verteidigungsausgaben erhöhen, empfehlen Sophia Becker und Christian Mölling. "Seit Jahren bleibt die Bundesrepublik hinter ihren Zusagen im Verteidigungsbereich zurück und gilt vielen dadurch längst nicht mehr als verlässlicher Partner. (…) Will Deutschland all die selbst auferlegten Pflichten erfüllen und seine Interessen umsetzen, muss der Verteidigungshaushalt erheblich wachsen. (…) Die neue Bundesregierung sollte sich in der NATO zum Prinzip der fairen Lastenteilung bekennen. Angesichts der eigenen gravierenden Fähigkeitslücken, sollte sie ankündigen, die Verteidigungsausgaben noch stärker zu steigern."

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28.10.2021

"Gewaltorientierter Extremismus"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/gewaltorientierter-extremismus

Um gewaltorientiertem Extremismus entgegenzutreten, brauche Deutschland eine nachhaltige Präventionspolitik, argumentieren Miriam Heß, Sofia Koller und Alexander Ritzmann. "Dazu gehört die kontinuierliche und anhaltende Förderung von vorausschauenden, phänomenbereichs- und ressortübergreifenden Maßnahmen und deren unabhängige und formative Evaluation. (…) Zwar gibt es erste Evaluationsberichte von einzelnen Projekten, aber bei einem Großteil der Maßnahmen ist noch wenig über deren tatsächliche Wirkung bekannt. (…) Gleichzeitig sollten Plattformen geschaffen beziehungsweise weitergeführt ­werden, die sowohl einen nationalen als auch internationalen Wissensaustausch zu den Erkenntnissen zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik ermöglichen."

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26.10.2021

"Dealing with Russia in the Arctic"

https://dgap.org/en/research/publications/dealing-with-russia-in-the-arctic

Russland rüste in der Arktis militärisch auf, erläutern Robin Marc Allers, András Rácz und Tobias Sæther. "Due to climate change and great-power rivalry, the Arctic is no longer a remote and exceptional place, but part of a complex security environment. To deal with Russia in the Arctic, NATO allies need a double-sided strategy combining credible deterrence with dialogue. Regional actors like Norway are well placed to shape this approach, but the EU, including Germany, should do more."

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22.10.2021

"Kommunale Außenpolitik"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_memo_nr._16_oktober_2021_4_s.pdf

Die nächste Bundesregierung sollte die Resilienz deutscher Städte erhöhen, argumentieren Serafine Dinkel, Fanny Kabisch und Anna-Lena Kirch. "Kritische Infrastrukturen in der Verantwortung von Städten - wie Energieversorger, Gesundheitswesen oder Industrie - sind häufig Ziele hybrider Bedrohungen und externer Einflussnahme, mit Konsequenzen für ganz Deutschland und die EU. Es besteht die Gefahr, dass Länder wie China die Fragmentierung der politischen Landschaft Deutschlands gezielt ausnutzen, um den eigenen Einfluss zu steigern. Bislang fehlt jedoch eine Strategie im Umgang damit. (…) Deutschland sollte außenpolitische Strukturen und Prozesse optimieren, um Städte für hybride Bedrohungen zu sensibilisieren und somit ihre eigene, aber auch die Resilienz auf Bundesebene zu stärken."

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29.09.2021

"Internet Governance"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_memo_nr._14_september_2021_2_seite.pdf

David Hagebölling thematisiert die außenpolitische Bedeutung des Internets für Deutschland: "Ein offenes und globales Internet liegt in Deutschlands strategischem Interesse und schafft weltweit Voraussetzungen für gesellschaftliche Vernetzung und wirtschaftliche Entwicklung. Doch machtpolitische Risse, vor allem zwischen den USA und China, wirken bis tief in sein technisches Fundament hinein; es wird von einer Fragmentierung des Internets gesprochen. (…) Um offene Flanken für die Einbettung politischer Ziele zu schließen, sollte Deutschland die technische Weiterentwickelung des Internets fördern, unter anderem durch Unterstützung der technischen Community."

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16.09.2021

"Transatlantische Beziehungen: Deutschland muss die Gunst der Stunde nutzen"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/transatlantische-beziehungen

Die neue Bundesregierung dürfe enge deutsch-amerikanische Beziehungen zumindest längerfristig nicht mehr als Selbstverständlichkeit betrachten, bemerken Markus Jaeger und Julian Müller-Kaler. "Die USA erwarten zunehmend, dass europäische NATO-Partner mittelfristig eine aktivere und längerfristige Rolle in der Sicherung des europäischen Nordens (Arktis), Ostens (Ukraine, Belarus, Russland, etc.) und Südens (Mittelmeer, Nahost, Afrika) spielen. (…) Der US-Abzug aus Afghanistan hat aufgrund fehlender Konsultation in Deutschland und bei anderen NATO-Partnern Bestürzung und Sorge ausgelöst. Dies könnte genutzt werden, um verteidigungspolitische Kooperation innerhalb der EU und mit anderen NATO-Partnern voranzutreiben."

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07.09.2021

"Pragmatische Russlandpolitik"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/pragmatische-russlandpolitik

Russlands Führung nutze internationale Krisen zur Stärkung eigener Verhandlungspositionen, analysiert Stefan Meister. "Deutschland braucht eine pragmatische Russlandpolitik, die diplomatische Beziehungen pflegt und Kooperation bei Themen von gemeinsamem Interesse wie Klimawandel und Stabilisierung in Afghanistan sucht. Zur Stärkung der eigenen Verhandlungsfähigkeit gegenüber Moskau sollte Deutschland in Resilienz und Verteidigungsfähigkeit im Rahmen der EU und NATO investieren, sich stärker in der Konfliktlösung weltweit engagieren sowie den gesellschaftlichen Austausch mit Russland fördern."

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30.08.2021

"Zivile Konfliktbearbeitung"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/210830_DGAP-MEMO-BTW21_03_GK.pdf

Die Bundesregierung habe die Bereiche Friedensförderung, Krisenprävention und Stabilisierung in den vergangenen Jahren finanziell gefördert und konzeptionell fortentwickelt, analysiert Gerrit Kurtz. "Wachsende Mittel und neue Strategiedokumente sind begrüßenswert. Letztere leben jedoch von politischer Führung, die bereit ist, das finanzielle und politische Kapital Deutschlands gezielt für die darin formulierten Ziele einzusetzen. Die nächste Bundesregierung sollte dementsprechend ihre Interessen und Ziele für die Bearbeitung konkreter Konflikte klarer der Öffentlichkeit gegenüber kommunizieren, die ressortübergreifende Steuerungsarchitektur für präventives Handeln ausbauen und die Auslandsvertretungen in fragilen Staaten personell stärken."

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06.08.2021

"Assessing China and Russia's Influence on the German Parliamentary Elections"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_commentary_no.10_august_6_2021_6_pp.pdf

Angesichts eines möglicherweise stärkeren Wahlergebnisses für die Partei Bündnis 90/Die Grünen erörtern Didi Kirsten Tatlow und András Rácz die Einflussnahme Chinas und Russland auf die bevorstehenden Bundestagswahlen. "China and Russia want to maintain Germany's political status quo: Centrist, at times mercantilist policies, have often worked in their favor. Now, with the Green Party ascendant and public opinion shifting, neither Russia nor China can be sure that classic 'centrism' will emerge after September. Russia and China will increase their influence and interference efforts in the run-up to the election and beyond, using informational, political, and cyber tactics, and economic and political networks."

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19.07.2021

"Future US-German Ties Depend on Managing the Transatlantic Tech Relationship"

https://dgap.org/en/research/publications/future-us-german-ties-depend-managing-transatlantic-tech-relati
onship

Die Zukunft des deutsch-amerikanischen Verhältnisses hänge letztlich davon ab, wie beide Staaten die Beziehungen im Technologiebereich gestalten werden, argumentiert Tyson Barker. "On technology, an ambitious agenda is worthy of the US-German relationship, which still has a chance - perhaps its last - to assert leadership at a moment when technology has become central to geopolitical power. Such an effort would be challenging. The risks are high. But against the backdrop of rapid technological change, strategic interdependence could become a big democratic project that reaches across borders, knits like-minded communities together in a manner that reinforces shared values and codifies in standards, market access, increased interdependence and intensified political dialogue."

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23.06.2021

"Deutsch-französische Außen- und Sicherheitspolitik"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/deutsch-franzoesische-aussen-und-sicherheitspolitik

Die deutsch-französische Kooperation im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik sei geprägt von Missverständnissen und Vorurteilen, analysiert Jacob Ross. "In der Außen- und Sicherheitspolitik (…) bestimmen weiter grundlegende Unterschiede die bilateralen Beziehungen - auch fast 60 Jahre nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags. (…) Statt den Gesprächspartner und ihren nationalen Eigenheiten informiert zu begegnen, herrschen oft Klischees vor. (…) Statt regelmäßig hohe politische Erwartungen zu wecken, sollte sich die neue Bundesregierung im Umgang mit Paris für die kommenden Jahre ein Minimalziel setzen: Meinungsverschiedenheiten klar zu benennen und dem Gegenüber zu erklären."

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08.06.2021

"The New Geo-Economic Environment and the EU's Capacity to Act"

https://dgap.org/en/research/publications/new-geo-economic-environment-and-eus-capacity-act

China und die USA nutzten zunehmend ihre Wirtschaftskraft, um Einfluss auf globale Ordnungsstrukturen auszuüben, beobachtet Claudia Schmucker. Auch die EU müsse ihre Handelspolitik aktiv einsetzen: "The EU needs to use its trade policy actively to achieve strategic goals and to defend its interests and values, and that means: adapting the trade toolbox (e.g., antidumping procedures and procurement) to achieve reciprocity in an unlevel playing field; using bilateral and regional free trade agreements to shape globalization by exporting European standards, norms, and values (on human rights, digital standards, labor rights, and environmental standards); and offering alternative agreements to regions that are under pressure, particularly from China."

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02.06.2021

"'Why Now?': On the Origins of the Eleven-Day War"

https://dgap.org/en/research/publications/why-now-origins-eleven-day-war

Im Gespräch mit Shahin Vallée erörtert der Journalist Nathan Thrall die Ursachen der jüngsten Eskalation des Nahost-Konflikts: "(…) [T]here is an abundance of reasons or potential causes for an uprising and a revolt at any time. Gaza has been choked for 15 years and Palestinians in Jerusalem are living in these neighborhoods that have been slowly Judaized in this way for decades. The abuse by the Israeli border police in Jerusalem against Palestinian residents is an ever-present phenomenon. Often when we look at why these events take place, we look for an immediate trigger. But the fact is that the real, deep cause is an ongoing set of policies that are decades long (…)."

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18.05.2021

"How Biden's Plan to Limit the Role of Nuclear Weapons Challenges NATO"

https://dgap.org/en/research/publications/how-bidens-plan-limit-role-nuclear-weapons-challenges-nato

Die Biden-Administration erwäge, den Einsatz von Atomwaffen zu beschränken, erläutern Sophia Becker und Elisabeth Suh. "President Joe Biden is considering a highly significant step: a unilateral adoption of a 'sole purpose policy' - a political declaration pledging to limit the purpose of US nuclear weapons 'to deter - and, if necessary, retaliate against - nuclear attacks.' (…) For America's allies, however, such a policy would raise complicated questions. Should the US adopt a sole purpose policy, it would confront NATO allies with at least three major issues: First, NATO would have to revise its own deterrence strategy towards non-nuclear threats (the so-called cross-domain deterrence); second, NATO would be pressed to reopen the debate about nuclear sharing, as the role of US nuclear weapons on European soil would be reduced; and third, the alliance would have to find other ways to bolster its cohesion as interests and assumptions pertaining to US nuclear strategy unravel."

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04.05.2021

"Germany and Defense"

https://dgap.org/en/research/publications/germany-and-defense

Claudia Major und Christian Mölling skizzieren verteidigungspolitische Aufgaben der nächsten deutschen Bundesregierung: "(1) improving linkages between national security policy and society; (2) consciously and systematically engaging with international partners; and (3) reorganizing the German defense sector (i.e., the armed forces, Ministry of Defence, and budgeting and procurement system). Germany has better chances to succeed when supported by its allies and partners, who can remind Berlin of its international responsibilities. (…) The challenge for Germany is to find a new dynamic for the coming years, built upon a convincing narrative, and find the courage to address its deeply enshrined structural defense problems."

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03.05.2021

"Mehr als eine bürokratische Pflichtübung"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/mehr-als-eine-buerokratische-pflichtuebung

Gerrit Kurtz skizziert die Zusammenarbeit deutscher Ministerien im Bereich Konfliktbearbeitung: "Noch vor wenigen Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, dass sich die Kernressorts der Konfliktbearbeitung Äußeres, Entwicklungszusammenarbeit, Verteidigung, Inneres und das Kanzleramt nicht die Butter auf dem Brot gönnten. (…) Der Leitlinienprozess ist mit merklichen Fortschritten in der Ressortkooperation einhergegangen. (…) Gewaltkonflikte und fragile Kontexte lassen sich nicht sauber in die Kompetenzen von Ministerien untergliedern. Deswegen ist es so wichtig, die eigenen Ansätze in der Konfliktbearbeitung gemeinsam zu entwickeln und ständig zu überprüfen. (…) Bundestag und Bundesregierung sollten mehr Anreize für ressortgemeinsames Handeln schaffen, nicht nur in der zivilen Konfliktbearbeitung. Ein gemeinsamer Haushaltstitel für zivile Konfliktbearbeitung würde auf der institutionellen Ebene ansetzen, indem er ressortgemeinsame Analyse, Planung und Steuerung zur Voraussetzung für die Finanzierung von Projekten machen könnte."

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28.04.2021

"Deutsche Aussenpolitik: Mehr Handeln, weniger Nabelschau"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/deutsche-aussenpolitik-mehr-handeln-weniger-nabelschau

Deutschland brauche mehr außenpolitische Debatten, konstatiert Henning Hoff. "Außenpolitik fängt zu Hause an, so lautet eigentlich die Regel. Nur in Deutschland ist das offenbar anders. (…) Natürlich sorgen die Coronavirus-Pandemie und der bevorstehende Wahlkampf um die Merkel-Nachfolge dafür, dass sich der Blick noch fester auf den eigenen Bauchnabel fixiert. Aber die Pandemie wirft viele Fragen auf, die auch und gerade die äußeren Beziehungen betreffen. Zum Beispiel die Frage: Wie weiter mit der Europäischen Union und der Eurozone? (…) Die Parteien (…) täten gut daran, den Wahlkampf für grundlegende Debatten zu nutzen jenseits von Floskeln wie 'mehr Europa' oder der Beschwörung 'europäischer Lösungen' für dies und das."

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06.04.2021

"Der Digitale Kompass - gute Ansätze, diffuse Ziele"

https://dgap.org/de/forschung/publikationen/der-digitale-kompass-gute-ansaetze-diffuse-ziele

Kaan Sahin kommentiert den kürzlich von der EU-Kommission vorgelegten Aktionsplan "Digitaler Kompass 2030" zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas: "Auch wenn die Ziele im '2030 Digital Compass: the European way for the Digital Decade' zunächst als eine Art Arbeitsgrundlage zu verstehen sind, ist es bemerkenswert und positiv, dass alle Kernbereiche messbare Ziele bis 2030 beinhalten (…). (…) Bei genauerer Betrachtung sind die Ziele im Digitalen Kompass 2030 zwar sinnvoll, deren Stoßrichtung und Praktikabilität lassen jedoch offene Fragen und bleiben bisweilen diffus. (…) Im Rahmen der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung des Digitalen Kompasses kommt es jedoch jetzt darauf an, die Ziele weiter zu konkretisieren und auf ihre Effizienz zu prüfen. Hierbei wäre es jedoch wichtig, wenn einige Ziele ambitionierter (z.B. im Bereich Konnektivität) und einige realistischer bzw. präziser (z.B. im Bereich Halbleiterindustrie) gestaltet werden."

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03.03.2021

"Caught in Domestic Politics"

https://dgap.org/en/research/publications/caught-domestic-politics

Die Regierungen in Berlin und Washington erführen für ihre jeweilige Politik hinsichtlich der Erdgaspipeline Nord Stream 2 starken innenpolitischen Gegenwind, bemerkt Sarah Pagung. In den USA hielten republikanische Kongressmitglieder die jüngsten Sanktionen der Biden-Regierung gegen das Vorhaben für zu schwach. In Deutschland werde das Projekt von verschiedenen politischen Lagern in Frage gestellt. Die Autorin schlägt daher vor: "Introducing a pipeline shut-down mechanism and support for Ukraine's renewable energy industries could help Germany to align domestic constraints and international imperatives. (…) This package would enable completion of the pipeline and offer Germany a face-saving way out of its Nord Stream 2 dilemma. It would meet both German and US concerns regarding the energy security of Ukraine."

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15.02.2021

"Security and Defense"

https://dgap.org/en/research/publications/security-and-defense

Christian Mölling und Sophia Becker zeigen verschiedene Herausforderungen der NATO auf und empfehlen: "Within NATO, and in U.S.-EU and NATO-EU relations, considerable effort will have to go into: rebuilding trust; strengthening democratic governance and shared values; aligning threat perceptions; breaking down barriers to collaboration; maximizing defense value for money; and tackling new and emerging challenges collectively. No problem can be solved successfully by the U.S. alone, by NATO alone, or just in the U.S.-EU context. The most effective approaches will combine the institutional strengths of both NATO and the EU and all 36 of their respective member states."

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27.01.2021

"Russian Foreign Policy in 2020"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/210125_report-2021-5-en.pdf

András Rácz und Milan Nič beleuchten Russlands außenpolitische Beziehungen zur EU, China sowie den Vereinigten Staaten und prognostizieren für das Jahr 2021: "Moscow has been increasingly refusing to conduct its foreign policy according to Western normative values; in fact, the joint rejection of these values serves as one of the cornerstones of its partnership with China. This is unlikely to change in 2021. Instead, domestic political pressures resulting from the approaching Duma election make any concessions even more improbable."

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06.01.2021

"The EU’s Double Bind"

https://ip-quarterly.com/en/eus-double-bind

Die COVID-19-Pandemie habe aus Sicht der EU zwei besorgniserregende Entwicklungen verstärkt, schreibt Mark Leonard vom European Council on Foreign Relations. "The COVID-19 crisis struck against an international and European order that was already in a state of crisis. And as the pandemic spread across the world, it reinforced the two shocks to Europe’s order. In the early days of the COVID-19 pandemic the philosophical shock was as present in the EU as outside: it was clear that none of the great powers were looking to the multilateral system to provide an answer. (…) The second shock to the European system that COVID-19 reinforced is Europe’s relegation to the periphery. During the Cold War and in its aftermath, the global order and the European order seemed to reinforce one another. There was a sense of a Western community of values underpinned by Europe’s status as the front line and prize in the US-Soviet global competition. That status meant, for reasons well beyond the cultural connection, that the US was always solicitous of European concerns. Somewhere between 9/11 and the COVID-19 crisis, Europe stopped being the center of global politics."

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31.01.2019

"Abschreckung und Rüstungskontrolle"

https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/dgapkompakt/abschreckung-und-ruestungskontrolle

Mölling und Heinrich Brauß erörtern für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik mit Blick auf Europas Sicherheit ohne einen INF-Vertrag politische und strategische Handlungsoptionen für Deutschland und die Nato. "Als Reaktion auf Russlands Bruch des INF-Vertrags werden die USA das Abkommen verlassen. Damit entfällt ein zentraler Pfeiler europäischer Sicherheit. Gleichzeitig wächst Russlands Bedrohungspotenzial durch Mittelstreckenwaffen: Sie teilen die NATO in zwei Sicherheitszonen und könnten Moskau Eskalationsdominanz verleihen. Deutschland und die NATO sollten ihre verteidigungspolitischen Optionen überprüfen. Die Einheit der NATO und die Ergänzung von Abschreckung durch Dialog gegenüber Moskau sind wesentlich."

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28.10.2018

"Transatlantische Wirrnis"

https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrgang-2018/november-dezember-2018/transat
lantische-wirrnis?fbclid=IwAR3UDQ-wFh3G7AU2pumnNzIei98_OcekYu4G3noEOAYYI7XZnwfHBZh3NB0

Richard Herzinger schreibt für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik ein Plädoyer für das transatlantischen Bündnis in schweren Zeiten. "So sehr Europa in der Ära Donald Trumps seine neue Rolle suchen muss, so fatal wäre seine Abkehr von den USA. Denn das Projekt eines geeinten demokratischen Europas ist amerikanischen Ursprungs – und ohne die USA nicht denkbar. Der Kampf für den Erhalt liberaler Demokratien kann nur beiderseits des Atlantiks zugleich gewonnen werden."

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04.07.2018

"Russlands neue Außen- und Sicherheitspolitik"

https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/dgapkompakt/russlands-neue-aussen-und-sicherheitspolitik

Stefan Meister stellt in seiner Analyse der Außen- und Sicherheitspolitik Russlands fest, dass Wladimir Putin seinem wichtigsten Ziel, "mit den USA auf Augenhöhe zu verhandeln", näher gekommen sei. Trotz des neuen "Systemkonflikts" sollte sich der Westen um regelmäßige Kontakte zu Moskau bemühen. "Der aktuell fehlende politische Dialog mit Russland über Waffenkontrolle und Abrüstung sollte absolute Priorität haben sowie regelmäßige militärische Kontakte, um Fehlhandlungen und -einschätzungen direkt begegnen zu können. Für [Alexander Golc] ist die aktuelle friedliche Koexistenz zwischen Russland und den USA/der EU das bestmögliche Szenario, das zu erreichen ist. Regelmäßige persönliche Kontakte auf höchster politischer und militärischer Ebene sind wichtig, selbst wenn nur gesprochen wird, um den Kontakt zu pflegen."

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