US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 24.02.2021

2.1. Deutschland / Europa

Institut Français des Relations Internationales vom 23.02.2021

"Collective Collapse or Resilience? European Defense Priorities in the Pandemic Era"

https://www.ifri.org/sites/default/files/atoms/files/brustlein_ed_collective_collapse_or_resilience_2021.
pdf

Welche Auswirkungen hatte die COVID-19-Pandemie auf die europäische Außen- und Sicherheitspolitik im vergangenen Jahr? Corentin Brustlein geht dieser Frage anhand einer vergleichenden Länderstudie nach und kommt zu dem Fazit: "Although uncertainty remains about the long-term effects of the current crisis, the different case studies highlight that, contrary to the most pessimistic scenarios, the pandemic has so far had a relatively modest impact on defense and security policies. Monitored European countries have so far shown resilience in their individual and collective responses to the crisis. If anything, changes brought by the pandemic are less striking than the continuity observed in most cases when it comes to foreign and defense policies, from stated levels of ambition to defense spending plans."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Neue Zürcher Zeitung vom 22.02.2021

"Um echten Wandel zu erreichen, müssen sich die Demokraten in der arabischen Welt besser organisieren"

https://www.nzz.ch/amp/meinung/die-krise-der-demokratie-in-der-arabischen-welt-und-die-parteien-ld.160193
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Die Krise der Demokratie in der arabischen Welt sei auch eine Krise politischer Repräsentation, konstatiert Ulrich von Schwerin. Etablierte Parteien vor Ort seien korrupt und autoritär. "Letztlich braucht es nicht weniger als eine neue politische Kultur. Viel kann der Westen dafür nicht tun, ausser demokratische Initiativen diskret über Stiftungen und internationale Organisationen beim Aufbau von Strukturen zu unterstützen und den Austausch mit westlichen Parteien und Parlamenten zu fördern. Am Ende ist es an den demokratischen Kräften in Libanon, im Irak und in den anderen arabischen Ländern selbst, sich zu organisieren."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Der Tagesspiegel vom 24.02.2021

"Verlängerung soll das Scheitern des Westens kaschieren"

https://www.tagesspiegel.de/politik/militaereinsatz-in-afghanistan-verlaengerung-soll-das-scheitern-des-w
estens-kaschieren/26942870.html

Eine Aufarbeitung des deutschen Engagements in Afghanistan in den vergangenen zwei Jahrzehnten sei im Bundestag dringend notwendig, findet Conrad Schetter. Solch einer Evaluation gehe die Bundesregierung jedoch bewusst aus dem Weg. "Zu groß ist die Sorge, dass Fehler und Fehleinschätzungen publik werden. Ein Aussitzen des Afghanistanabenteuers zeugt jedoch nur von mangelnder Lernbereitschaft und ist für die Legitimation zukünftiger ziviler und militärischer Interventionen nicht gerade förderlich. (…) Ehrlich wäre es, einzuräumen, dass das Schaffen von Frieden mehrere Generationen benötigt und nicht in zwanzig Jahren gelingt."

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2.7. Subsahara-Afrika

African Arguments vom 23.02.2021

"Russia in the Central African Republic: New allies, same challenges"

https://africanarguments.org/2021/02/russia-in-the-central-african-republic-new-allies-same-challenges/

Tigranna Zakaryan analysiert die jüngsten Annäherungen Russlands an die Zentralafrikanische Republik (CAR). Zuletzt sei diese außergewöhnliche Beziehung durch die Entsendung von 300 russischen Militärberaterinnen und -beratern zur Unterstützung des Präsidenten Touadéra bei den Wahlen im Dezember aufgefallen. "For President Touadéra's administration, Russian support primarily helps it assert and maintain power domestically. It allows it to continue outsourcing its security apparatus and protect against another coup d'état. (...) For Russia, the CAR primarily provides it with an opportunity to present itself as an important international actor in Africa. (...) (F)or longer-term partners, this new development ought to raise questions as to why their own interventions have failed time and again, and why Central African leaders are looking to alternative allies."

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Al Jazeera vom 23.02.2021

"Hutu rebels accuse DRC, Rwanda after Italian ambassador killed"

https://www.aljazeera.com/news/2021/2/23/hutu-rebels-accuse-drc-rwanda-over-italians-killing

Laut Al Jazeera weise die ruandische Hutu-Rebellengruppe "Democratic Forces for the Liberation of Rwanda" (FDLR) die Anschuldigung des kongolesischen Innenministeriums zurück, für die Ermordung des italienischen Botschafters Luca Attanasio verantwortlich zu sein. Dies sei einer Erklärung der FDLR zu entnehmen. "It said the ambassador's convoy was attacked near the Rwandan border, 'not far from a position of the FARDC (DRC's armed forces) and Rwandan soldiers'. (...) The FDLR denied 'being involved in the attack' and called on Kinshasa and UN peacekeeping force MONUSCO to 'shed light' on the killings 'instead of resorting to hasty accusations'. (...) But an analyst at the Kivu Security Tracker, a US monitor, said: 'The FDLR are near the place where the attack took place. It's in the realm of possibility that the Rwandan rebels are responsible for this attack.'"

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

Deutsche Welle vom 24.02.2021

"Blutiger Machtkampf hinter Gittern"

https://www.dw.com/de/ecuador-machtkampf-gef%C3%A4ngnisse-ausschreitungen-meuterei/a-56668444

Mindestens 75 Gefangene seien bei Krawallen in verschiedenen Strafanstalten Ecuadors ums Leben gekommen, berichtet die Deutsche Welle. Auslöser sei ein interner Machtkampf zwischen konkurrierenden kriminellen Banden gewesen. "In Lateinamerika kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Foreign Policy vom 23.02.2021

"NATO Needs to Deal With China Head-On"

https://foreignpolicy.com/2021/02/23/nato-china-brussels-summit-biden-europe-alliance/

Die NATO sei auf die von China ausgehenden sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht vorbereitet, argumentieren Thomas de Maizière und Wess Mitchell. "To get serious about China and adapt to the many geopolitical changes that have occurred over the past decade, NATO urgently needs to update its 2010 Strategic Concept. (…) NATO needs a comprehensive China strategy that maps out how the alliance will, for example, monitor and defend against Chinese activities that negatively impact NATO's readiness and resilience in the Euro-Atlantic region. (…) Taking action will require political leadership at the highest levels. But the hour is late, and the time to act is now."

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The Diplomat vom 23.02.2021

"Can the US and China Cooperate in Africa?"

https://thediplomat.com/2021/02/can-the-us-and-china-cooperate-in-africa/

Ungeachtet ihres geopolitischen Wettbewerbs seien auf dem afrikanischen Kontinent Kooperationen zwischen Peking und Washington auch künftig möglich, prognostizieren R. Maxwell Bone und Ferdinando Cinotto. "It is unquestionable that military competition between the United States and China will continue to increase in the coming years, undoubtedly leading to more tension in the already fraught relationship. However, areas such as maritime security and U.N. Peacekeeping operations have the potential to be an area for security cooperation between Beijing and Washington in Africa."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

The National Interest vom 22.02.2021

"What Would War Between America and China Look Like in 2030?"

https://nationalinterest.org/blog/reboot/what-would-war-between-america-and-china-look-2030-178628

Robert Farley wirft einen Blick in die Zukunft und eruiert, wie ein Krieg zwischen China und den USA im Jahr 2030 vermutlich aussehen würde. "While the field of battle will depend on the cause of conflict, we can expect that the crucial theaters of war will be the East and South China Seas. This will place an emphasis on the air and naval capabilities of each country (…). Victory will depend on which side can destroy the primary fielded forces of the enemy, either through decisive assault or through attrition."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.02.2021

"Mangel hier, Mangel dort"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wehrbeauftragte-eva-hoegl-legt-bericht-zur-bundeswehr-vor-1721
2932.html

Peter Carstens fasst den Jahresbericht 2020 der Wehrbeauftragten des Bundestages, Eva Högl, zusammen: "Die Bundeswehr ist weiterhin schlecht ausgerüstet und leidet unter erheblichem Personalmangel. (…) Nachhaltig unattraktiv ist die Bundeswehr weiterhin für Frauen. (…) Positiv hob Högl den Einsatz der Bundeswehr in der Corona-Pandemie hervor. (…) Högl berichtete, dass die Zahl gemeldeter extremistischer Verdachtsfälle sich im vergangenen Jahr abermals erhöht habe."

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Der Spiegel vom 23.02.2021

"KSK-Munitionssammlung war im Ministerium lange bekannt"

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ksk-affaere-munitionssammlung-war-im-ministerium-lange-bekannt
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Die Führung des Heeres und mehrere hochrangige Beamte im Verteidigungsministerium seien bereits vor einiger Zeit über das Aufstellen von sogenannter Amnestieboxen durch KSK-Chef Markus Kreitmayr informiert worden, berichtet Matthias Gebauer. Zur Aufklärung des vermeintlichen Dienstbruchs sei jedoch nur wenig unternommen worden. "Rechtlich gesehen war die Operation Amnestie (…) mehr als fragwürdig. So müssen laut Dienstrecht jeder Verlust von Munition oder Waffen bei der Bundeswehr genau verfolgt und die Verantwortlichen ermittelt werden. Soldaten, die Munition entwenden, drohen empfindliche Strafen (…). Nach Einsicht der Akten über die Vorgänge und mehreren Anhörungen Kreitmayrs steht fest, dass die Führung des Heers seit spätestens Mai 2020 von der Sammelaktion in Calw wusste. (…) Und auch im Ministerium war man nicht ganz so ahnungslos wie zunächst behauptet."

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Zenith vom 23.02.2021

"Auf der Spur der Drohnen"

https://magazin.zenith.me/de/gesellschaft/deutsche-bauteile-tuerkischen-drohnen-und-der-krieg-um-bergkara
bach

Manuel Daubenberger und Florian Guckelsberger gehen der Herkunft einzelner Drohnenbauteile nach, die im Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien eingesetzt wurden: "Recherchen des Fernsehmagazins Monitor zeigen, dass der deutsche Rüstungskonzern TDW mit Genehmigung der Bundesregierung entscheidendes Raketen-Knowhow an den NATO-Partner Türkei lieferte. Schon während des Kriegs um Bergkarabach hatten im nicht-türkischen Ausland produzierte Bauteile in den von Aserbaidschan eingesetzten Drohnen für Aufsehen gesorgt."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Bundeszentrale für politische Bildung vom 22.02.2021

"Vor zehn Jahren: Schaffung des Nationalen Cyberabwehrzentrums"

https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/327385/nationales-cyber-abwehrzentrum

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ersten Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung beschreibt die bpb die Aufgaben des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums. "Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum sollte anfangs eine Informationsplattform für die Gefahrenabwehr im digitalen Raum sein. (...) Unter anderem nach Kritik an der personellen Ausstattung und Organisation wurde das Nationale Cyber-Abwehrzentrum zum 1. September 2019 neu geordnet: Alle Kernbehörden entsenden nun Verbindungspersonen, die vor Ort zusammenarbeiten. Das soll die Kooperation bei akuten Sicherheitslagen erleichtern. Aus der Plattform zum Informationsaustausch soll eine Koordinationsstelle werden."

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netzpolitik.org vom 23.02.2021

"Sachverständige kritisieren Hacken und Ausspähen unter Freunden"

https://netzpolitik.org/2021/bnd-gesetz-sachverstaendige-kritisieren-hacken-und-ausspaehen-unter-freunden
/

Mit einem neuen Bundesnachrichtendienst (BND)-Gesetz wolle die Große Koalition die geheimdienstlichen Überwachungsmöglichkeiten erneut ausweiten, erläutert Andre Meister. "Der Internetverband eco weist darauf hin, dass der deutsche Geheimdienst mit dem neuen Gesetz auch 'Plattformbetreiber wie Google, Facebook, Amazon und Apple' hacken darf. Andere Sachverständige wie der Straf- und Völkerrechtler Nikolaos Gazeas stimmen zu und bezeichnen das als 'Ausspähen unter Freunden'."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Süddeutsche Zeitung vom 24.02.2021

"Mutmaßlicher IS-Deutschland-Chef verurteilt: Haftstrafe"

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-celle-mutmasslicher-is-deutschland-chef-verurteilt-haftstra
fe-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210223-99-562303

Der Süddeutschen Zeitung zufolge sei der mutmaßliche Deutschland-Chef der Terrormiliz "Islamischer Staat" zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. "Der Hassprediger und drei Mitangeklagte im Alter von 32 bis 55 Jahren radikalisierten nach Überzeugung der Richter junge Leute vor allem im Ruhrgebiet und in Niedersachsen und schickten sie in die IS-Kampfgebiete."

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tagesschau.de vom 24.02.2021

"Geschwächt, aber nicht verschwunden"

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/syrien-irak-is-101.html

Der sogenannte "Islamische Staat" beherrsche im Irak und in Syrien zwar keine größeren Gebiete mehr, sei jedoch noch immer aktiv, schreibt Jürgen Stryjak. In Syrien hätten sich die Anhänger der Organisation in Wüstenregionen zurückgezogen und würden sich dort neu formieren. "Auch im Irak reden viele bereits von einem Comeback des IS. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres soll er dort mindestens 900 Anschläge verübt haben. Sollte die Terrormiliz tatsächlich weiter erstarken, dann würde es ihr auch wieder leichter fallen, Anhänger zu rekrutieren. Der Kampf gegen den IS ist längst noch nicht zu Ende."

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11. Sonstige Links

Center for Strategic and International Studies vom 23.02.2021

"Rethinking Migration Is a Security Imperative - Just Not How You Might Think"

https://www.csis.org/analysis/rethinking-migration-security-imperative%E2%80%94just-not-how-you-might-thi
nk

Erol Yayboke und Marie McAuliffe skizzieren die langfristigen Implikationen der Covid-19-Pandemie für globale Migrationsbewegungen. "The pandemic is being used as a further excuse to increase the securitization of migration. This puts the focus in the wrong place and is counterproductive to relieving Covid-19-related pressures, often forcing more would-be regular (legal) migrants into irregular pathways while distracting from the real security challenges that exist along such pathways."

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