US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 18.05.2020

2.1. Deutschland / Europa

Tageszeitung vom 18.05.2020

"Alle schauen hier sehr genau hin"

https://taz.de/Human-Rights-Watch-ueber-Folter-Prozess/!5686041/

Sabine am Orde im Gespräch mit Lotte Leicht, EU-Direktorin von Human Rights Watch, über die Auswirkungen des Koblenzer Folterprozesses auf die Ermittlungen und weitere Gerichtsverfahren in anderen Ländern. "(...) ich habe auch Freunde, die aus Syrien kommen und selbst Opfer dieses Regimes geworden sind, einer von ihnen beobachtet den Prozess im Zuschauerraum. Für ihn, für Überlebende und die Angehörigen der Opfer zeigt der Prozess, dass die Justiz sie und das, was sie erlitten haben, ernst nimmt. Das ist außerordentlich wichtig."

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Deutschlandfunk vom 13.05.2020

"Wie das Haager Tribunal im Kosovo gesehen wird"

https://www.deutschlandfunk.de/juristische-aufarbeitung-des-krieges-wie-das-haager.724.de.html?dram:artic
le_id=476607

Andrea Beer schreibt über die juristische Aufarbeitung des Kosovo-Krieges, 20 Jahre nach den Kampfhandlungen und den begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Das Kosovo-Sondergericht hat das Mandat, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andere Verbrechen zu untersuchen, die unter dem damals geltenden Recht begangen wurden. Es geht um Verbrechen, die im Kosovo begangen worden sind oder die dort angefangen haben, bei denen Täter oder Opfer aus dem Kosovo stammen oder aus der Bundesrepublik Jugoslawien. Und es geht um Verbrechen, die in Verbindung stehen mit dem Bericht des Europarats aus dem Jahr 2011."

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2.2. USA

Zeit Online vom 18.05.2020

"Wie immun sind US-Präsidenten?"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-05/donald-trump-usa-wahlkampf-joe-scarborough

Anders noch als bei Richard Nixon dürfe ein möglicher neuer Präsident nach der nächsten Wahl in den USA Donald Trump für eventuell im Amt begangene Verbrechen nicht begnadigen, wolle man die Glaubwürdigkeit des US-Rechtsstaats aufrechterhalten, schreibt Martin Klingst in der Zeit Online-Kolumne "Fünf vor acht". "Wäre Donald Trump nicht Präsident, wäre er selbst in den Vereinigten Staaten, deren Verfassung die Meinungsfreiheit weit umfangreicher schützt als es das deutsche Grundgesetz tut, längst der Verleumdung bestraft worden. Doch Trump glaubt wie einst der republikanische Präsidenten Richard Nixon, der wegen der Watergate-Affäre zurücktrat, dass ein Präsident alles dürfe, weil er Präsident sei. Trump ist sogar der Meinung, er könne ungestraft einen Menschen auf der Fifth Avenue erschießen."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Frankfurter Rundschau vom 18.05.2020

"Juden und Christen in der Türkei: In Corona-Zeiten als Sündenböcke missbraucht"

https://www.fr.de/politik/hetze-gegen-minderheiten-13766238.html

Frank Nordhausen berichtet über die Ängste religiöser Minderheiten in der Türkei, in der Coronakrise rassistischen Übergriffen ausgesetzt zu sein. "Mit einem dramatischen Appell haben nichtmuslimische Gemeinschaften in der Türkei vor 'rassistischen Übergriffen' auf ihre Mitglieder gewarnt und die Regierung unter Staatschef Recep Tayyip Erdogan um Schutz gebeten. In der vergangenen Woche forderten das Rabbinat der türkisch-jüdischen Gemeinde, der griechisch-orthodoxe Patriarch von Istanbul und das armenisch-orthodoxe Patriarchat Ankara die Regierung auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ihrer Sicherheit zu ergreifen. Anlass der gemeinsamen Erklärung war eine Hetzkampagne der regierungsnahen Zeitschrift Gercek Hayat (Echtes Leben) gegen die religiösen Minderheiten. Diese befürchten offenbar, in der durch die Corona-Epidemie verstärkten Wirtschaftskrise als Sündenböcke missbraucht zu werden."

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The Guardian vom 18.05.2020

"'The end of an era': oil price collapse may force Saudis to rein in arms spending"

https://www.theguardian.com/world/2020/may/18/the-end-of-an-era-oil-price-collapse-may-force-saudis-to-re
in-in-arms-spending

Saudi-Arabien gilt heute als fünftgrößter Waffenkäufer der Welt. Der Kollaps der Ölpreise und die Corona-bedingte Wirtschaftskrise könnte die "Ära" der saudi-arabischen Aufrüstung nach Ansicht einiger Experten allerdings beenden. "'I have no doubt, this is the end of an era. The era of the Persian Gulf having all this money is over,' said Bruce Riedel, a senior fellow at Brookings in Washington and 30-year veteran of the Central Intelligence Agency, who has served as an adviser on Middle East issues to several US administrations. (…) Not every analyst agrees that the Saudis will rein in spending. Kristian Ulrichsen, Middle East fellow at the Baker Institute for public policy, said he believed the Saudis might seek to double down on their investment in defence, despite economic pressure, amid doubts about US commitment to Saudi security."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.05.2020

"Kampf um die afghanische Beute"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-zu-anschlaegen-kampf-um-die-afghanische-beute-16767
956.html

Es sei eine Illusion zu glauben, dass sich Afghanistan in einen freiheitlichen Staat verwandelt, wenn es denn wirklich zu einer Übereinkunft zwischen Amerikanern und Taliban für einen US-Truppenabzug kommen sollte, schreibt Rainer Hermann in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Die neue Gewalt nährt Zweifel daran, dass das Abkommen, dass Washington mit dem gemäßigten Flügel der Taliban am 29. Februar in Doha unterzeichnet hat und das den längsten Krieg in der amerikanischen Geschichte beenden soll, Bestand haben wird. Denn die afghanische Regierung hat zur Vergeltung und einer Offensive aufgerufen; eine weitere Phase des Krieges könnte somit bevorstehen. Selbst wenn das Abkommen von Doha Bestand haben sollte, gibt sich niemand mehr der Illusion hin, dass in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban ein freiheitlicher Staat entstehen würde."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

The Japan Times vom 17.05.2020

"China rivalry may put the U.S. back in the coup business"

https://www.japantimes.co.jp/opinion/2020/05/17/commentary/world-commentary/china-rivalry-may-put-u-s-bac
k-coup-business/#.XsF49y8pChA

Hal Brands zufolge deutet bisher nichts darauf hin, dass die US-Regierung hinter dem fehlgeschlagenen Putschversuch eines US-Sicherheitsunternehmens in Venezuela steckt. Die zunehmende geopolitische Rivalität mit China könnte seiner Ansicht nach allerdings dazu führen, dass die USA künftig tatsächlich wieder versuchen könnten, unliebsame Regierungen zu stürzen. Der Kalte Krieg habe gezeigt, welche Folgen dies haben könnte: "The nature of covert intervention is that it is difficult to be choosy in one’s partners or their methods, which can create a moral mess for a democratic superpower. A sense that almost anything would be better than ascendant communism led the U.S. to embrace expedients — authoritarian regimes, efforts to kill foreign leaders such as Patrice Lumumba in the Congo or Fidel Castro in Cuba — that were ugly. (…) One tragedy of geopolitical rivalry is that it often presents great powers with unappealing choices. The alternative to a bad outcome may be one that is worse, both morally and strategically. That’s why the U.S. so often resorted to behind-the-scenes intervention in the Cold War, and why it may prove useful in the future. But history shows that covert action is no cure-all for a country’s geopolitical challenges. In some cases, it can produce tragedies of its own."

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The American Conservative vom 18.05.2020

"U.S. Regional Imperialism: Big Sticks, And Even Bigger Guns"

https://www.theamericanconservative.com/articles/farce-or-foreboding-venezuela-the-new-american-way-of-wa
r/

Danny Sjursen beurteilt den gescheiterten Putschversuch des US-Sicherheitsunternehmens Silvercorp im Kontext der Venezuela-Politik der US-Regierung. Dabei erkennt er unheilvolle Spuren der imperialistischen Lateinamerika-Strategie vergangener Zeiten. "This is war waged 'in cold blood' by a nation whose Praetorian Guard-like volunteer military increasingly blurs the line between public and private warriors. Moreover, America’s way of war-recasting is hardly new at all. Here too, recent Venezuelan and Latin American interventions prove illustrative. In a real sense, these harken back to Banana and Cold War mercenaries, coups, and proxy combat. Trump even restored Reagan-holdover Elliot Abrams, this time as Special Representative for Venezuela, sending him back to very region where he previously facilitated war crimes. Only these days, Congress has divested from oversight, so there’s no Boland Amendment (1982) to, however modestly, reign in salacious surrogate sponsorship or other bad behavior."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The Atlantic vom 18.05.2020

"The Pandemic’s Geopolitical Aftershocks Are Coming"

https://www.theatlantic.com/international/archive/2020/05/coronavirus-pandemic-second-wave-geopolitics-in
stability/611668/

Tom McTague warnt, dass der ersten Welle der Corona-Pandemie eine "geopolitische zweite Welle" folgen könnte. Sicherheitsexperten hätten bereits entsprechende Szenarien entworfen: "Imagine a scenario: Just as Europe and the United States begin to feel as if they have the coronavirus under control, it takes hold in the developing world. Exhausted, indebted, and desperate for their own economies to get back up to speed, richer countries are too slow to help. Panic ensues. Migrants mass in southern Europe, which is still struggling to pull itself out of a coronavirus-induced depression. Somewhere, a state defaults on debt held largely by Western financial institutions. In the chaos, an autocrat eyes an opportunity for a land grab. A United States already unwilling to take the lead leaves China to step into the void. This is just one (invented) scenario of a number that are raising concerns in Western capitals and that were laid out to me in conversations with more than half a dozen leading security experts, academics, and government advisers in recent weeks. Of those I spoke with, few doubted that a second wave was coming. The real concern was where it would land."

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Defense One vom 16.05.2020

"The Miner’s Canary: COVID-19 and the Rise of Non-Traditional Security Threats"

https://www.defenseone.com/ideas/2020/05/miners-canary-covid-19-and-rise-non-traditional-security-threats
/165446/?oref=d-river

Nach Ansicht von Anca Agachi vom Atlantic Council sollte die Corona-Pandemie als "Vorbote" einer neuen sicherheitspolitischen Landschaft verstanden werden, die von nicht-traditionellen Bedrohungen geprägt sein wird. "These challenges will act as threat multipliers, further exacerbating existing security dilemmas and the complexity of the 2020s. COVID-19 is the template for what lies ahead, that is, unless we take action. The sooner we understand the fundamental transformation ahead of us, the sooner we can adapt our concepts and institutions to guarantee the safety of people, states, and the international community. (…) COVID-19 can be a bleak template of how non-traditional security threats ravage the international system. Without action, we may see in the future a worrying pattern of extensive loss of life, compounded subsequent shocks and even outright conflict. In 2015, regional events like the migration flow to Europe during 2015-2016 from the Middle East and North Africa was arguably a key factor in social polarization and the renaissance of the extreme right in places like Germany, France, Poland and Hungary. Today, the pandemic is leaving in its wake one of the worst economic crises since the Great Depression. Continued levels of low growth combined with high levels of unemployment can be a recipe for rising populism and further political fallout in the new decade."

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TIME.com vom 14.05.2020

"Why We Need the World Health Organization, Despite Its Flaws"

https://time.com/5836602/world-health-organization-coronavirus/

Ian Bremmer meint, dass der WHO in der amerikanischen Corona-Debatte gegenwärtig zu Unrecht der Schwarze Peter zugeschoben wird. Die Kritik an der Weltgesundheitsorganisation sei zum Teil durchaus berechtigt, ein Rückzug der USA würde allerdings ein politisches Vakuum entstehen lassen, das von China nur allzu gern gefüllt würde. "China, which didn’t stop possibly infected citizens from traveling the world, could use its financial muscle to build a new global health agency, one that could benefit from China’s unique position in the global medical-supply chain to become first responders to health crises. (…) A Chinese version of the WHO would not allow the transparency that the world needs from such an organization. Today’s WHO, like all multinational institutions working in politically sensitive areas, has big flaws. Like any U.N. agency, it can’t function without the goodwill of the governments it must rely upon for access. The WHO can be accused of not calling out China for its first critical response to this virus, but the organization could not study the virus from outside Wuhan. Call Beijing a liar, and the resulting eviction of WHO officials from China could kill millions. Scrapping this organization would leave us racing to build a new one before the next crisis."

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War on the Rocks vom 15.05.2020

"A Healthy Dose of Realism: Stopping COVID-19 Doesn't Start with the WHO"

https://warontherocks.com/2020/05/a-healthy-dose-of-realism-stopping-covid-19-doesnt-start-with-the-who/

Der Politikwissenschaftler Frank L. Smith III widerspricht dagegen der Ansicht, dass eine erfolgreiche Bekämpfung der Corona-Pandemie nur unter der Führung der Weltgesundheitsorganisation möglich sei. Wichtiger sei eine effektive Kooperation der Großmächte. Als historischen Beleg für seine These verweist er auf die erfolgreiche Ausrottung der Pocken während des Kalten Kriegs. "Conventional wisdom credits the WHO for eradicating smallpox, and yet, contrary to popular belief, WHO leadership opposed this campaign. The eradication of smallpox started and succeeded thanks to the Soviet Union and United States. This political history provides insight into how to combat COVID-19 during the current era of great-power competition. Eradicating smallpox was the greatest public health victory in history. (…) A great-power concert won’t save the world. It will help nation-states — particularly the United States and China — help themselves in the midst of great-power competition. It will also accomplish more than damning the WHO or expecting miracles from international institutions. As with the eradication of smallpox, the WHO and the rest of the world will follow when the great powers choose to lead."

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East Asia Forum vom 13.05.2020

"Small states show the world how to survive multipolarity"

https://www.eastasiaforum.org/2020/05/13/small-states-show-the-world-how-to-survive-multipolarity/

Wer wissen möchte, wie Staaten sich in der neuen multipolaren Welt zurechtfinden können, sollte einen Blick auf den aktuellen Umgang kleinerer Länder mit China werfen, meint Jason Young vom New Zealand Contemporary China Research Centre. In der neuseeländischen Strategie spielten internationale Organisationen wie die WTO eine zentrale Rolle: "Existing international organisations are the best starting point to manage the rise of non-liberal countries and allow a contest of ideas with fairly applied rules. They are the best hope for finding consensus on common challenges like climate change and for promoting orderly competition. The experience of small states navigating these institutions is instructive for traditionally dominant states and rising powers alike. (…) While there is good reason for existing powers that fear the erosion of their dominance to pursue their interests unilaterally, there is also good reason for rising powers that fear that the international system does not reflect their preferences to do the same. Understanding that long-term interests are best served through international cooperation and agreed principles of engagement is the cornerstone of a civilised world. This will require compromise and a degree of acceptance of difference if not agreement. Small states shouldn’t have to go it alone but may need to join together to lead. New Zealand and Singapore, for example, are already working together to create a plurilateral agreement to maintain open trade and commerce during the COVID-19 pandemic."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Die Welt vom 18.05.2020

"Kampfjet oder Killerroboter? Bundeswehr definiert rote Linie"

https://www.welt.de/wirtschaft/article208047125/FCAS-Europas-Superkampfjet-soll-kein-Killerroboter-sein.h
tml

Die Rolle künstlicher Intelligenz sei eine Schlüsselfrage bei der Entwicklung und Beschaffung eines neuen Kampfjets für die Bundeswehr, meint Gerhard Hegmann in der Welt. "Die Militärs gelten seit jeher als Antriebsfeder für die Entwicklung neuer Technologien. Daher ist sich die Fachwelt auch einig, dass in künftigen Waffensystemen die technische Autonomie und künstliche Intelligenz Einzug halten. Gewarnt wird indessen vor autonomen Killerrobotern. Sie könnten Ziele selbst auswählen, verfolgen und auch ohne menschliches Eingreifen bekämpfen."

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Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V. vom 15.05.2020

"Die neue nukleare Frage"

https://www.gsp-sipo.de/fileadmin/Daten_GSP/D-Kacheln_Startseite/B-Einblick/GSP-Einblick_5_2020_Krause.pd
f

Prof. Dr. Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, reagiert im Journal der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. auf eine Interview mit SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich im Tagesspiegel vom 3. Mai dieses Jahres zur nuklearen Teilhabe. "Mützenich will, dass Deutschland aus der nuklearen Teilhabe der NATO aussteigt und er begründet dies mit angeblich einschneidenden und gefährlichen Veränderungen in der amerikanischen Nuklearstrategie sowie damit, dass die nukleare Teilhabe ein Relikt aus dem Kalten Krieg und militärisch ohnehin obsolet sei. In einem Artikel im IPG-Journal vom 7. Mai 2020 hatte er seine Punkte in etwas milderer Form präzisiert, aber die Tendenz bleibt dieselbe. Seine Äußerungen sollten Anlass sein, über die neue nukleare Problematik gründlicher nachzudenken."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Heise online vom 17.05.2020

"Missing Link: Geheimdienst und Verfassungsgericht vereint gegen den Rechtsstaat"

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Geheimdienst-und-Verfassungsgericht-vereint-gegen-de
n-Rechtsstaat-4722708.html?seite=all

Stefan Krempl berichtet im Vorfeld des für Dienstag erwarteten Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur BND-Massenüberwachung über den "Tag der Entscheidung". "Ulf Buermeyer, Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), die zusammen mit fünf Medienorganisationen wie Reporter ohne Grenzen im Namen von mehreren, größtenteils im Ausland arbeitenden Journalisten Einspruch gegen das 2016 reformierte BND-Gesetz erhoben hat, unterstreicht: 'Wir erwarten ein Grundsatzurteil, das das Telekommunikationsgeheimnis erheblich stärken kann, und mit ihm den internationalen Menschenrechtsschutz sowie die Pressefreiheit im digitalen Zeitalter.'"

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Radio Free Europe/Radio Liberty vom 14.05.2020

"Kaspersky: 'Greater Frenzy' Of Cybercrime During COVID-19 Lockdowns"

https://www.rferl.org/a/kaspersky-founder-says-cybercrime-on-riseduring-covid-19-lockdowns/30612725.html

Die internationale Cyberkriminalität hat während des Corona-Lockdowns deutlich zugenommen, so der CEO des russischen IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab. "In an interview with the TASS news agency that was published on May 14, Yevgeny Kaspersky said that the quarantines 'have forced cybercriminals to hunt for prey with greater frenzy.' 'Every day we fish out several million files on the suspicion they may have malicious functions. Also, every day we identify more than 300,000 malicious samples we’ve never come across,' Kaspersky said, adding that each of those samples can be used hundreds of times. According to Kaspersky, as people have to stay at home due to the coronavirus, they spend more time surfing the net to buy food and other items and sometimes venture into no-go areas, which has led to an increase in cyberattacks by 25 percent globally."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 13.05.2020

"Von bösen Mächten wunderbar geborgen"

https://www.zeit.de/kultur/2020-05/glaube-an-verschwoerungstheorien-coronavirus/komplettansicht

Anselm Neft analysiert auf Zeit Online die Funktion von Verschwörungstheorien in Zeiten der Krise. "Über das Coronavirus zirkulieren sogenannte Verschwörungstheorien. Manche Menschen glauben an sie. Und als Glauben lässt sich das Phänomen auch am ehesten analysieren."

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10. Ökonomie

spiked vom 18.05.2020

"We are pushing the world’s poorest to the brink"

https://www.spiked-online.com/2020/05/18/we-are-pushing-the-worlds-poorest-to-the-brink/

Daniel Ben-Ami macht auf die Folgen des westlichen Corona-Lockdowns für die ärmsten Länder der Welt aufmerksam. Die globale Wirtschaftskrise könnte die Einwohner dieser Länder sehr viel härter treffen als die unmittelbaren gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie, so seine Warnung. "Poorer countries – sometimes called developing economies or emerging markets – are facing not one but several interrelated shocks: the health impact of the pandemic itself; the domestic economic impact of shutdowns; the economic shock caused by the falling demand from the West; and the painful reverberations of tightening financial conditions. (…) If economic output in the advanced economies contracts by six per cent this year – as forecast by the IMF – and their economies slump, the poorer countries will suffer a loss in income from exports. (…) the plight of the poorer countries gives added weight to the demands to end the generalised lockdown in the West. Certainly, the most vulnerable section of the population should be shielded. But shutting down economies for prolonged periods will have devastating human consequences, not only on the richer countries, but, even more so, in the poorer ones."

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11. Sonstige Links

The Economist vom 16.05.2020

"The pandemic is creating fresh opportunities for organised crime"

https://www.economist.com/international/2020/05/16/the-pandemic-is-creating-fresh-opportunities-for-organ
ised-crime

Das organisierte Verbrechen betrachte die Coronakrise in vielen Ländern als Rückschlag, aber auch als Gelegenheit, berichtet der britische Economist. "Most worrying, says [Jürgen Stock, secretary-general of Interpol, the world policing body], is the potential for covid-19 to create the ideal conditions for the spread of serious, organised crime. (…) more traditional organised criminal activities have been hampered by the lockdowns. Protection rackets, prostitution rings, illegal gambling and the drugs trade all depend on people being able to move around freely. (…) The biggest money-spinner for most organised crooks is the drugs trade. Mr Stock says early reports suggest the global business, estimated at around $500bn, has been disrupted — but only temporarily and partially. 'For many cartels and syndicates it’s not a big problem', he explains, 'because of the money that is available at that level. They have immense liquidity.' (…) A deep or prolonged depression will open up rich opportunities for crooks in at least three areas. High unemployment will make it easier for mobsters to recruit people. Government recovery schemes will give them a chance to muscle in on juicy public contracts. And lower corporate profits will make it easier for mafias to take over businesses that can then be used to launder illicit gains."

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