US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 30.06.2020

2.1. Deutschland / Europa

Zeit Online vom 29.06.2020

"Schluss mit dem Polizeibashing"

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-06/polizei-konflikt-taz-kolumne-hengameh-yaghoobifarah-rassismus/ko
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Trotz seiner negativen Erfahrung mit polizeilichen Maßnahmen, die Zeit-Kommentator Alan Posener als Funktionär der maoistischen KPD in den siebziger Jahren hatte, sei es absurd, die Polizei zu bekämpfen, wenn eine Veränderung von Gesellschaft gewünscht sei, so Posener in seinem Kommentar zum taz-Artikel "All cops are berufsunfähig". "Kurz und gut: Lasst das Polizeibashing sein. Hengameh Yaghoobifarah meint, möglicherweise satirisch, 'All cops are berufsunfähig', aber ohne Yaghoobifarah zu nahe zu treten: Es ist vielleicht einfacher, 'Referent_in zu Queerness, Feminismus, Antirassismus, Popkultur und Medienästhetik' – so ihre Selbstbeschreibung – zu werden als Polizistin. Oder Müllwerkerin."

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jetzt.de vom 28.06.2020

"Ich bin kein Freund der Polizei, aber noch weniger von sinnloser Gewalt"

https://www.jetzt.de/politik/ausschreitungen-in-stuttgart-das-sagen-junge-menschen-im-schlossgarten

Niko Kappel sammelt Stimmen junger Menschen im Stuttgarter Schlossgarten zu den Ausschreitungen der vergangenen Woche. "Eine Woche ist vergangen, seitdem in der Stuttgarter Innenstadt rund 500 Menschen randaliert haben. Der Auslöser für die Auschreitungen soll eine Polizeikontrolle im Schlossgarten gewesen sein. Viele Menschen solidarisierten sich mit dem 17-Jährigen, der kontrolliert wurde. Anschließend zogen um die 500 jungen Männer durch Stuttgart, verwüsteten und plünderten mehrere Geschäfte. Die Polizei verordnete die Täter später in der 'Party- und Eventszene', die sich regelmäßig im Schlossgarten treffe. Wir waren eine Woche nach den Ausschreitungen im Schlossgarten unterwegs und haben mit jungen Menschen gesprochen, die dort ihren Samstagabend verbringen."

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Der Spiegel vom 29.06.2020

"Lack of Deal Between EU and UK Imperils Security"

https://www.spiegel.de/international/europe/justice-cooperation-lack-of-deal-between-eu-and-uk-imperils-s
ecurity-a-7f8f7b00-fb11-4162-9179-c615119c992a

Der drohende "harte" Brexit würde auch sicherheitspolitische Folgen haben, berichtet Markus Becker. "In the event of a no-deal Brexit, the UK would fall back on a number of bilateral or international agreements, some of which are decades old. British police authorities warned politicians shortly after the referendum about such a scenario. Sebastian Fiedler, the chairman of the Federation of German Criminal Investigators, says that people working in European security authorities are 'stunned' that Brussels and London 'are knowingly sliding into this kind of problem.' If the British were to exit all EU networks overnight, there would be considerable problems when it comes to joint investigations and the rapid exchange of data. (…) 'The worst-case scenario would be that a terrorist attack happens because information was not exchanged or was exchanged too slowly,' Fiedler says. Attempts by the London and Brussels negotiating teams to find an appropriate replacement have so far remained largely fruitless. Instead, several disputes have arisen."

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Yahoo News vom 26.06.2020

"Doctors accuse UK and US of Assange 'psychological torture' amid new indictment"

https://uk.news.yahoo.com/doctors-accuse-uk-us-assange-223000742.html

Mehr als 200 Ärzte aus 33 Ländern haben den britischen Behörden in einem Offenen Brief die "psychologische Folter" des WikiLeaks-Gründers Julian Assange vorgeworfen. "In their letter, printed in The Lancet, the Doctors for Assange group accuse UK and American officials of 'intensifying Julian Assange’s psychological torture' and call for his immediate release. They add in the letter, which has also been sent to Justice Secretary Robert Buckland, that Assange is at medical risk because of increasing abuse of his 'fundamental human and legal rights at the hands of judicial, prison and contracted security authorities'. (…) The Lancet published a 1,200-word letter from Doctors for Assange in February, in which they warned: 'Should Assange die in a UK prison, as the UN Special Rapporteur on Torture (Nils Melzer) has warned, he will have effectively been tortured to death.'"

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2.2. USA

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.06.2020

"Wann wusste Amerikas Regierung von den Kopfgeld-Vorwürfen?"

https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/offenbar-wusste-die-usa-schon-2019-von-russla
nds-kopfgeld-16839136.html

Womöglich bereits im Jahr 2019 wurde US-Präsident Donald Trump über die Vorwürfe unterrichtet, Russland habe den radikalislamischen Taliban Kopfgeld für die Tötung amerikanischer und anderer ausländischer Soldaten versprochen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Demnach habe der damalige Sicherheitsberater John Bolton dem Präsidenten im März des Jahres die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vorgelegt. Dies soll Bolton einem Kollegen gesagt haben. Alle von den Vorwürfen betroffenen Seiten haben die Berichte bislang dementiert."

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Al-Monitor vom 29.06.2020

"Intel: Democrats try to stymie Trump’s 'secure the oil' mission in Syria"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/06/democrats-stymie-trump-syria-oil-mission-kurds-congres
s.html

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus versuchen Bryant Harris zufolge, die von Präsident Trump ausgerufene Militärmission im Nordosten Syriens durch eine neue Gesetzesvorlage zu bremsen. "The House’s version of the 2021 defense authorization bill, released this weekend, would require the defense secretary to certify that no US 'military forces are being used or have been used for the extraction, transport, transfer or sale of oil from Syria.' 'The committee remains concerned that the United States strategy for Syria expresses objectives that cannot be achieved with the means identified,' a report accompanying the bill states. 'Furthermore, the committee is concerned about the stated purpose of US military forces serving in Syria and tasks assigned to those forces,' the report adds. (…) The House Armed Services Committee will debate advancing its defense bill on Wednesday. The full Senate is also debating its version of the defense bill, which does not contain the House’s Syria provision. Even if the Republican-held Senate jumps on board with the Syria provision, it’s not clear whether Congress will coalesce around a final law before October, the deadline House Democrats have set for Esper to brief them on the issue."

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2.3. Israel / Palästina

Jüdische Allgemeine vom 29.06.2020

"Palästinenser kündigen 'Tag des Zorns' an"

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/palastinenser-kundigen-tag-des-zorns-an/?fbclid=IwAR2demjqhbBK
MwG1tTKtTqoQtz1fQR4-QDnCzTlNBz8N9Rpg6aOokNxbS-E

Verschiedene Gruppierungen im Gazastreifen haben in einem gemeinsamen Aktionsplan vereinbart, gegen den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump sowie das Annexionsvorhaben Israels mit Protesten auf die Straße zu gehen, berichtet die Jüdische Allgemeine Zeitung. "Laut einem Flugblatt ist am Mittwoch eine große Kundgebung im Gazastreifen geplant, der von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrscht wird. Unklar war jedoch, ob es auch an der Grenze zu Israel zu Protesten kommen wird. In der Vergangenheit war es nach ähnliche Aufrufen häufig zu palästinensischen Anschlägen mit Toten und Verletzten gekommen. Der bewaffnete Hamas-Arm hatte eine Annexion Israels als Kriegserklärung bezeichnet."

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The Times of Israel vom 29.06.2020

"West Bank annexation could alienate Gulf, but won’t incur EU sanctions – experts"

https://www.timesofisrael.com/west-bank-annexation-could-alienate-gulf-wont-incur-eu-sanctions-experts/

Israel muss sich im Fall einer Annexion des Westjordanlandes nach Ansicht von Experten trotz einer aktuellen diplomatischen Kampagne europäischer Politiker keine Sorgen um mögliche Sanktionen der EU machen. "The EU, Israel’s top economic partner, has in recent weeks mounted a diplomatic campaign against annexation, highlighted by a visit to Jerusalem by German Foreign Minister Heiko Maas to raise concern about the prospective plans. But the bloc cannot threaten Israel with formal sanctions, as those require unanimous support among members. Austria and Hungary have already refused to condemn Israel over prospective annexation, while the leaders of Greece and Cyprus were in the Jewish state earlier this month for talks on energy cooperation. (…) a European diplomat told AFP that any response against Israel will be weighed against the possible loss of access to Israeli technology, including related to security, which is highly valued by some EU members. 'We need the Israelis, but not the Palestinians,' said the diplomat on condition of anonymity."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.06.2020

"Die Not in Assads ausgezehrtem Reich"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/hungerkrise-in-syrien-die-not-in-assads-reich-16838732.html

Die Zahl derer in Syrien steige, deren Einkommen nicht mehr für die eigene Ernährung reicht, berichtet Christoph Erhardt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Die Kosten für eine halbwegs gesunde Ernährung übersteigen inzwischen das syrische Durchschnittseinkommen. Derzeit geht das WFP davon aus, dass etwa 9,3 Millionen Syrer auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen sind – allein 1,4 Millionen kamen im vergangenen halben Jahr dazu. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Fleischer spricht von einer Abwärtsspirale von 'Armut und Hunger'."

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Al Jazeera English vom 29.06.2020

"Libya: Haftar's forces mobilise mercenaries for Sirte battle"

https://www.aljazeera.com/news/2020/06/libya-haftar-forces-mobilise-mercenaries-sirte-battle-200629070036
190.html

LNA-General Haftar will beim möglicherweise bevorstehenden Kampf um die Stadt Sirte auf die Unterstützung durch "tausende" ausländische Söldner zurückgreifen, berichtet Al Jazeera. "Eastern-based forces allied with renegade Libyan military commander Khalifa Haftar have sent thousands of foreign mercenaries to fight in a looming battle for the strategic city of Sirte. Local sources from the city of Kufra, in southeastern Libya, told Al Jazeera that numerous convoys of foreign fighters on Sunday passed through the city Ajdabiya, which is located between Benghazi and Sirte. Haftar-allied forces released a video showing military reinforcements being deployed from Benghazi, where the eastern forces are based, towards Sirte, 570km (354 miles) to the west. The reinforcements included Sudanese and Chadian fighters, as well as more than 3,000 Russian mercenaries, sources said."

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The Jerusalem Post vom 27.06.2020

"Egypt is prepared to go to war in Libya"

https://www.jpost.com/opinion/egypt-is-prepared-to-go-to-war-in-libya-633014

Judah Waxelbaum erklärt, warum Ägypten entschlossen sei, einen weiteren Vormarsch der libyschen Regierungstruppen an die östlichen Grenzen Libyens notfalls auch militärisch zu verhindern. "The GNA has historical ties to the Libyan wing of the Muslim Brotherhood, the same organization that participated in the 2011 overthrow of Egyptian president Hosni Mubarak. In 2014, the Egyptian military overthrew the Muslim Brotherhood, making them illegal, and installed General Abdel Fattah al-Sisi as president. Egypt under Sisi is heavily invested in the success of the LNA. Other than the United Arab Emirates, Egypt is the most committed supporter of Khalifa Haftar and the LNA. They view any advances by the GNA as a direct threat to their western border. (…) The LNA’s inability to slow down GNA forces puts the entire region in peril. It was one thing when the LNA had the GNA surrounded in a steady stalemate. Now, Egypt, Russia, and the United Arab Emirates cannot sit by and watch their investments go up in flames. Sisi’s red line should not be taken lightly. If Egypt sends troops into Libya to enforce a red line that is 1,000 km. from their border, the GNA has stated they are prepared to engage. Egypt is hellbent on ensuring any remnants of the Arab Spring come nowhere near their borders."

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2.5. Zentral- und Ostasien

BBC vom 30.06.2020

"Hong Kong security law: Anger as China's Xi signs legislation"

https://www.bbc.com/news/world-asia-china-53234255

China hat das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong beschlossen, das von vielen Kritikern als Anfang vom Ende des Sonderstatus der ehemaligen britischen Kronkolonie betrachtet wird. "The UK, EU and Nato have expressed concern and anger after China passed a controversial security law giving it new powers over Hong Kong. President Xi Jinping signed the law and it will be placed in Hong Kong's mini-constitution, criminalising sedition and effectively curtailing protests. Hong Kong's leader, Carrie Lam, defended the law, saying it filled a 'gaping hole' in national security. One key pro-democracy group said it was now ceasing all operations. (…) Beijing is expected to clarify the law later on Tuesday. No draft was made public beforehand and even Ms Lam said she could not comment on its terms while the Standing Committee of the National People's Congress discussed them. It could come into effect as early as Wednesday, the anniversary of the return of sovereignty to China and a day that draws pro-democracy protests. China says the law is needed to tackle unrest and instability linked to a broadening pro-democracy movement."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

National Review vom 29.06.2020

"Intel Official: Allegations of Russian Bounties to Taliban 'Uncorroborated'"

https://www.nationalreview.com/news/intel-official-allegations-of-russian-bounties-to-taliban-uncorrobora
ted/

Mairead McArdle hat sich mit den Hintergründen des Vorwurfs beschäftigt, dass Russland in Afghanistan Kopfgelder auf US-Soldaten ausgesetzt habe. "A U.S. intelligence official claims that intelligence reports alleging Russia offered bounty payments to Taliban militants to target American forces in Afghanistan were 'uncorroborated' and hence not presented to President Trump as part of his briefings on national security matters. The unidentified intelligence official told CBS News’ Catherine Herridge that the National Security Agency assessed that the intelligence collection report 'does not match well-established and verifiable Taliban and Haqqani practices' and lacks 'sufficient reporting to corroborate any links.' The report reached 'low levels' of the National Security Council but did not travel further up the chain of command — and was not included in briefings with the president or vice president — because it was deemed 'uncorroborated' and there was dissent in the intelligence community about the veracity of the allegations."

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Radio Free Europe/Radio Liberty vom 29.06.2020

"Explainer: Controversy Over Alleged Russian Bounties Puts Spotlight On Moscow's Motives, History In Afghanistan"

https://www.rferl.org/a/explainer-controversy-over-alleged-russian-bounties-for-taliban-to-kill-u-s-troop
s-puts-spotlight-on-moscow-s-motives-history-in-afghanistan/30697171.html

Anlässlich der Kontroverse um angebliche russische Kopfgeldzahlungen an die Taliban erklärt Abubakar Siddique in diesem Überblicksartikel, welche Interessen Russland in Afghanistan verfolgt. "Counterterrorism ostensibly still tops Moscow's declared interests in Afghanistan. 'The situation in Afghanistan has been one of the key items on our agenda with Washington since we launched the Russia-U.S. dialogue on counterterrorism in December 2018,' Russian Deputy Foreign Minister Oleg Syromolotov told Interfax in May. He likewise celebrated the addition of the Afghan branch of IS, locally called IS Khorasan, to the UN Security Council's sanctions committee's list in May 2019 as a 'good example of effective cooperation' with the United States. Russia and China have backed Washington's efforts to end the war in Afghanistan through negotiations between the Taliban and the Afghan government. (…) But Hameed Hakimi, a research associate with the Chatham House think tank in London, says Russia is now bent on cultivating its own patronage networks in Afghanistan to gain advantage over the United States and China. 'This is a departure from a brief period post-2001, U.S.-led military intervention in Afghanistan when there was a seeming convergence of interests between Moscow and Washington over 'stabilizing' Afghanistan,' he told RFE/RL."

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The Washington Post vom 30.06.2020

"What’s behind Russia’s growing ties with the Taliban"

https://www.washingtonpost.com/world/europe/russia-taliban-bounty-faq/2020/06/29/382c94d2-b957-11ea-97c1-
6cf116ffe26c_story.html

Russland betrachte die Taliban als wichtigen politischen Akteur und habe die Beziehungen zu der Gruppe in den vergangenen Jahren deshalb intensiviert, berichtet Robyn Dixon. "London-based security analyst Mark Galeotti says Russia sees Afghanistan as key to its security. 'What happens in Afghanistan matters to' Russia, he said. 'Obviously, everything from the massive flow of heroin — remember, Russia has the highest per capita consumption rate of heroin. They’re also worried about the spread of radical Islam into Central Asian states.' (…) Russia believes the Taliban will control large parts of Afghanistan going forward and has on multiple occasions invited its representatives and other senior Afghan figures to Moscow for talks to try to kindle a peace dialogue. Kabulov said in 2015 that Russia had opened communication channels with the Taliban. 'The Taliban’s interests objectively coincide with ours,' he said, noting that the Taliban did not recognize the Islamic State. 'There is no doubt that the Islamic State is training militants from Russia in Afghanistan as part of its efforts to expand into Central Asia.'"

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Asia Times vom 30.06.2020

"Afghan bounty claim to reset US-Russia relations"

https://asiatimes.com/2020/06/afghan-bounty-claim-to-reset-us-russia-relations/

Der frühere indische Diplomat M.K. Bhadrakumar vermutet, dass die Berichte über angebliche russische Kopfgeldzahlungen für getötete US-Soldaten das Ziel haben, die Beziehungen der USA zu Russland weiter zu vergiften und Moskaus Einfluss auf die Friedensverhandlungen in Afghanistan zu begrenzen. "(…) it is one of those situations where evidence and proof do not really matter. It is the controversy itself that matters, the dust it raises on the political and diplomatic turf. The focus is on whether Trump actually knew months ago about this intelligence assessment of a Russian bounty and, equally, why the White House National Security Council did not act on it by punishing Russia with more sanctions. (…) The Afghan security agencies presumably played a key role in the unearthing of the unholy Russia-Taliban nexus. Ashraf Ghani’s government in Kabul was never friendly toward Moscow and had all along resented Russia’s attempts to muzzle its way into the intra-Afghan peace talks. (…) The Times controversy will ensure that Russia is kept out of the intra-Afghan peace talks that are due to start in the near future. (…) In the final analysis, what the Times controversy underscores is the deeply entrenched hostility toward Russia across the political aisle in Washington and within the 'Deep State' and the strategic community at large."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Frankfurter Rundschau vom 30.06.2020

"Trump droht mit dem 'zivilen Tod'"

https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-strafgerichtshof-zivilen-tod-afghanistan-13815134.html

Noch sind die Drohungen des US-Präsidenten gegen den Internationalen Gerichtshof nicht mit konkreten Maßnahmen verbunden, berichtet die Frankfurter Rundschau. Dies könne sich aber rasch ändern. "Diese Drohung wiegt schwer. Sie kommt vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und setzt auf formidable wirtschaftliche Macht. Adressat der Drohung Donald Trumps ist der Internationale Strafgerichtshof. Dieser sei eine 'unübliche und außerordentliche Bedrohung' der nationalen Sicherheit der USA. So steht es in einer präsidialen Anordnung von diesem Monat. Diese Anordnung bleibt einstweilen 'nackt'. Denn ein Eingriff in bestimmte Rechtspositionen ist mit ihr noch nicht verbunden. Doch das kann sich rasch ändern. Das US-Außenministerium muss hierzu lediglich einen Mitarbeiter des Gerichtshofs, der gegen US-Staatsangehörige ermittelt, als 'Gefährder' auf eine 'Schwarze Liste' setzen."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Süddeutsche Zeitung vom 28.06.2020

"Profit durch Hass"

https://www.sueddeutsche.de/politik/facebook-profit-durch-hass-1.4950316

Unter dem Hashtag "#StopHateForProfit" setzen mehrere Großkonzerne Facebook unter Druck, mehr gegen Hass und Hetze auf seiner Social Media-Plattform zu tun, berichtet Joachim Käppner in der Süddeutschen Zeitung. "Honda, Coca-Cola, Unilever, Verizon - zusammen haben diese Großkonzerne geballte Macht, und es kommen Dutzende hinzu. Diese Macht setzen sie jetzt im Dienste der Bürgerrechte ein, der Initiative #StopHateForProfit. Etwa 90 bedeutende Unternehmen schalten auf Facebook keine Anzeigen mehr, solange der Internetriese nicht gegen Hass und Hetze vorgeht, die er als Plattform viel zu lange geduldet hat. Das werbefinanzierte Facebook hat sich diese Krise und den folgenden Einbruch an der Börse ganz allein selber zuzuschreiben. Erst gerierte sich seine Leitung als gekränkte Unschuld, die nichts für den Schmutz könne, den sie in die digitale Welt befördert. Erst unter politischem Druck ging der Konzern dann gegen Hater vor, freilich mit laschestmöglicher Hand. Vor dem Hintergrund der US-Wahlen im November und der Rassismusdebatte wollen immer mehr Firmen nicht länger die Bühne mitbezahlen, auf der täglich Grundwerte der Demokratie mit Füßen getreten werden - gut so."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 29.06.2020

"Verfassungsschutz stellt Ein Prozent unter Beobachtung"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-06/rechtsextremismus-einprozent-netzwerk-verfassungsschutz-v
erdachtsfall

Tilman Steffen berichtet über die Entscheidung des Bundesverfassungsschutz, das neurechte Netzwerk "Ein Prozent" als Verdachtsfall einzustufen. "'Seit letzter Woche wird Ein Prozent als Verdachtsfall bearbeitet', sagte Behördenchef Thomas Haldenwang im Bundestag. 'Sowohl seine ideologische Ausrichtung als auch seine Vernetzung ins rechtsextremistische Spektrum begründen unsere konsequente Einstufung als Verdachtsfall.' Der Verfassungsschutz versucht nun seinen Verdacht zu erhärten, dass es sich um eine erwiesenermaßen extremistische Gruppierung handelt."

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