US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 22.02.2021

2.1. Deutschland / Europa

MDR vom 22.02.2021

"Die geheime Mafia-Kommission in Deutschland"

https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/crimine-di-germania-geheime-mafia-ndrangheta-k
ommission-in-deutschland-100.html

Die kalabrische Mafia-Vereinigung 'Ndrangheta unterhalte seit mehr als zehn Jahren in Deutschland ein Kontrollgremium, das für Frieden unter den Clans sorgen solle, berichten Margherita Bettoni, Axel Hemmerling und Ludwig Kendzia. "Laut vertraulichen Unterlagen soll dieses, auch 'Camera di Controllo' genannte Kontrollgremium, nach den Mafia-Morden von Duisburg gegründet worden sein. (…) Neun Männer aus ganz Deutschland (…) sollen in dieser geheimen Kommission sitzen. Ihre Aufgabe: Sie sollen für den geschäftlichen Frieden, einen Ausgleich von Interessen und die Einhaltung der Regeln sorgen. (…) Das Besondere an dem Crimine di Germania ist, dass es außerhalb Italiens das einzige Führungsgremium dieser Art in Europa ist."

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2.3. Israel / Palästina

The New York Times vom 20.02.2021

"Israel Secretly Agrees to Fund Vaccines for Syria as Part of Prisoner Swap"

https://www.nytimes.com/2021/02/20/world/middleeast/israel-syria-prisoner-swap-vaccines.html

Israel habe als Gegenleistung für die Freilassung einer in Syrien festgehaltenen Israelin eine Lieferung COVID-19-Impfstoff für Damaskus finanziert, informieren Patrick Kingsley, Ronen Bergman and Andrew Kramer. "Under the deal, Israel will pay Russia, which mediated it, to send Russian-made Sputnik V vaccines to the regime of President Bashar al-Assad of Syria (…). The Israeli government declined to comment on the vaccine aspect of the deal (…). The deal constitutes a rare moment of uneasy cooperation between two states that have fought several wars and still contest the sovereignty of a tract of land, the Golan Heights (…). It also highlights how vaccines are increasingly a feature of international diplomacy."

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The Jerusalem Post vom 19.02.2021

"Israel: US paving path to Iranian nuclear bomb with push to rejoin JCPOA"

https://www.jpost.com/israel-news/israel-us-paving-path-to-iranian-nuclear-bomb-with-push-to-rejoin-jcpoa
-659528

Die israelische Regierung warne die Vereinigten Staaten vor einer Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 mit Iran, schreibt Tovah Lazaroff. "'Israel remains committed to preventing Iran from getting nuclear weapons and its position on the nuclear agreement has not changed,' the Prime Minister's Office said. 'Israel believes that going back to the old agreement will pave Iran's path to a nuclear arsenal (…),' it added."

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The Times of Israel vom 20.02.2021

"Arguing in favor of Iran deal, 2 ex-officers refuse to fall in behind Netanyahu"

https://www.timesofisrael.com/arguing-in-favor-of-iran-deal-2-ex-officers-refuse-to-fall-in-behind-netany
ahu/

Tal Schneider erklärt, auch in Israel gebe es nicht nur ablehnende Stimmen zum Atomabkommen mit Iran und verweist auf die Politiker Omer Barlev und Yair Golan. "'The agreement is not optimal (…). However, after signing… it must be said that it actually reduces the direct nuclear threat to the country in the coming years, I daresay, in a dramatic fashion,' Barlev (…) wrote in a lengthy Facebook post (…). Golan: (…) The current official policy, according to which returning to the nuclear agreement endangers Israel, is a deception toward the Israeli public."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Deutschlandfunk vom 22.02.2021

"Atomenergiebehörde kann Kontrollen vorerst fortsetzen"

https://www.deutschlandfunk.de/iran-atomenergiebehoerde-kann-kontrollen-vorerst-fortsetzen.1939.de.html?d
rn:news_id=1230119

Nach Gesprächen in Teheran teilte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mit, die Kontrollen iranischer Nuklearanlagen könnten in den nächsten Monaten vorerst weiterhin durchgeführt werden, so der Deutschlandfunk. Generaldirektor Rafael "Grossi sagte, die IAEA-Inspekteure hätten zwar nicht den gleichen Zugang wie zuletzt. Er gehe aber davon aus, dass sie dennoch ihren Aufgaben nachkommen könnten. Der IAEA-Direktor fügte hinzu, die neue Vereinbarung gelte vorerst für drei Monate."

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Middle East Institute vom 17.02.2021

"Geo-technology trends to watch in MENA in the 2020s"

https://www.mei.edu/publications/geo-technology-trends-watch-mena-2020s

Technologische Entwicklungen würden die Konflikte in Jemen, Libyen und Syrien in den kommenden Jahren noch komplexer machen, prognostiziert Mohammed Soliman. Dies würde den Nahen Osten und Nordafrika in den 2020er Jahren neu gestalten. "While energy resources in the form of oil and gas have shaped the geopolitics of the MENA region over the past five decades, technology will have an even greater impact on regional dynamics in the years ahead. In addition to the current proxy wars, in the 2020s nations will compete in space and cyberspace, fight with drones and cyber weapons, and aim to exert state sovereignty over their citizens' data - ushering in a whole new reality for the region."

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CNBC vom 18.02.2021

"NATO announces expanded mission in Iraq on the heels of deadly rocket attack"

https://www.cnbc.com/2021/02/18/nato-expands-mission-in-iraq-on-the-heels-of-deadly-rocket-attack.html

Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte an, auf Anfrage der irakischen Regierung werde die NATO ihre Ausbildungsmission im Irak ausweiten, erläutert Amanda Macias. "'The size of our mission will increase from 500 personnel to around 4,000 and training activities will now include more Iraqi security institutions and areas beyond Baghdad,' Stoltenberg told reporters (…). 'ISIS still operates in Iraq and we need to make sure they're not able to return,' Stoltenberg said (…), adding that the alliance has seen a slight uptick in attacks."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Handelsblatt vom 22.02.2021

"Biontech wird zum Spielball im Konflikt zwischen China und Taiwan"

https://www.handelsblatt.com/politik/international/corona-impfstoff-biontech-wird-zum-spielball-im-konfli
kt-zwischen-china-und-taiwan/26936182.html

Die taiwanesische Regierung beschuldige Peking, den Verkauf des COVID-19-Impfstoffs von Biontech an Taiwan zu behindern, schildern Dana Heide, Siegfried Hofmann und Martin Kölling. "Das Mainzer Unternehmen Biontech gerät zum Spielball im Konflikt zwischen Taiwan und China. Und die taiwanesische Regierung versucht in dem Ringen um den deutschen Impfstoff, die Bundesregierung als Fürsprecher zu gewinnen. (…) Eine solche Unterstützung würde Deutschland in eine schwierige Rolle bringen und Ärger mit China hervorrufen."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Zeit Online vom 19.02.2021

"Angela Merkel bereit zu Verlängerung von Afghanistan-Einsatz"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-02/sicherheitskonferenz-angela-merkel-afgahnistan-nato-truppenab
zug

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich offen für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gezeigt, so Zeit Online. "'Deutschland ist bereit, auch länger in Afghanistan zu bleiben, wenn es der erfolgreichen Mission dient', sagte sie (…) digital zugeschaltet bei der Münchner Sicherheitskonferenz. 'Der Abzug darf nicht darin enden, dass dort die falschen Kräfte die Oberhand gewinnen.' Der Einsatz müsse den demokratischen und friedliebenden Kräften in Afghanistan eine Chance geben."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

Financial Times vom 20.02.2021

"Cocaine: Colombia weighs a new aerial war on drugs"

https://www.ft.com/content/03b032e9-a745-4ea5-a718-13d86fe6fec0

Angesichts der zunehmenden Drogenproduktion im Land überlege die kolumbianische Führung, Kokafelder erneut mit glyphosathaltigen Herbiziden aus der Luft zu besprühen, schreibt Gideon Long. "But a resumption of crop spraying would be highly controversial. The IARC stands by its 2015 conclusion that glyphosate might cause cancer. (…) In the longer term, crop substitution programmes might be an answer. The Colombian government needs to improve security and infrastructure in the countryside so that farmers have genuine incentives to switch out of coca into legal crops that have a proven market."

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2.9. Sonstige

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.02.2021

"Kampf um das Schwarze Meer"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-02-16/0fd4b3176cf0cb2d8493088586869ed7/

Rainer Hermann beleuchtet die Zusammenarbeit der Rüstungsindustrien von Türkei und Ukraine: "Zu keinem anderen Land in ihrer Nachbarschaft unterhält die Türkei intensivere Beziehungen als zu der Ukraine. (…) 'Die Stärken der beiden Länder ergänzen sich, so dass sie wie Zahnräder ineinandergreifen', sagt Özgür Eksi, der Chefredakteur von 'TurDef' (…). Beide gehören nicht zu den technologisch am weitesten entwickelten Länder (sic) in der Rüstungsindustrie, sondern zur zweiten Gruppe. Dann habe eine Zusammenarbeit den Vorteil, dass nicht ein Land von einem überlegenen dominiert werde, sondern jede Seite etwas Nützliches in eine Kooperation einbringen könne."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Der Spiegel vom 20.02.2021

"Alle haben sich wieder lieb"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/joe-biden-auf-der-muenchner-sicherheitskonferenz-alle-haben-sich-w
ieder-lieb-a-a50e6823-c516-4abd-95a1-a46571de8cdc

Mathieu von Rohr analysiert die Reden der Staats- und Regierungschefs bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2021 und kommt zu dem Schluss: "Das virtuelle Münchner Treffen zeigte einen Westen im Erholungs- und Findungsmodus. Nach dem Trauma der Trump-Jahre kommt man wieder zusammen, vergewissert sich erst einmal seiner Gemeinsamkeiten und versucht, das Erlebte zu verarbeiten. Doch neue Ideen für die Gegenwart und Zukunft waren rar."

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Defense One vom 19.02.2021

"Biden Wants to Restore NATO. Macron Is Looking to Move On."

https://www.defenseone.com/ideas/2021/02/biden-wants-restore-nato-macron-looking-move/172189/

US-Präsident Joe Biden und der französische Präsident Emmanuel Macron hätten bei der Münchner Sicherheitskonferenz aneinander vorbeigeredet, meint Kevin Baron. Während Präsident Biden die Rückkehr des transatlantischen Bündnisses proklamierte, betonte Präsident Macron nur wenige Minuten später die Notwendigkeit eines europäischen Verteidigungskollektivs, das von der NATO unabhängig agieren könne. "'I listened to President Biden' and appreciated the list of 'common challenges,' Macron responded in French, 'but we have an agenda that is unique.' Declaring that his message to this year's conference had not changed since last year's, he delivered his by-now-familiar sales pitch, repeating that Europe has its own security issues that should not always require or rely on U.S. participation or permission, especially for military actions on Europe's borders with the Middle East and North Africa."

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Foreign Policy vom 18.02.2021

"America Is Back. But Can Allies Ever Trust It Again?"

https://foreignpolicy.com/2021/02/18/biden-allies-europe-trust-return-of-trump/

Die vergangenen vier Jahre unter Präsident Donald Trump hätten Amerikas Verbündete tief erschüttert, konstatiert Daniel Baer. Angesichts einer möglichen Wiederwahl Trumps 2024 sei eine Zusammenarbeit mit der Biden-Administration in den kommenden Jahren dringend notwendig. "The best strategy for U.S. allies to protect their own interests in the face of a possible future second Trump administration is for them to work as effectively and efficiently as possible with the Biden administration today. If there's a lesson to take from the last four years, it is that the work of democracy is never done and that any one of us may stumble. And when we do, we need a network of friends to help us get back up and find our path again."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Al Jazeera vom 21.02.2021

"A 'war zone': Witnesses describe violence at Myanmar protests"

https://www.aljazeera.com/news/2021/2/21/a-war-zone-witnesses-describe-violence-at-myanmar-protests

Am Wochenende eröffnete die myanmarische Polizei bei Protesten gegen den Militärputsch das Feuer auf friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten, bemerkt Andrew Nachemson. Zwei Menschen seien dabei getötet, zahlreiche weitere Personen verletzt worden. "A doctor who was on the front lines of Saturday's protests in Mandalay spoke to Al Jazeera on the condition of anonymity, describing scenes reminiscent of a 'war zone'. She and her team witnessed police deploying water cannon, beating protesters, and firing on them with live rounds, rubber bullets, and slingshots."

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6. Wissenschaft und Forschung

Neue Zürcher Zeitung vom 19.02.2021

"Frankreichs Universitäten verwahren sich gegen den Vorwurf der Nähe zum Islamismus"

https://www.nzz.ch/international/frankreich-universitaeten-erzuernt-ueber-vorwurf-des-islamismus-ld.16025
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Frankreichs Forschungsministerin Frédérique Vidal habe eine Untersuchung vermeintlicher islamistischer Tendenzen an französischen Hochschulen angekündigt, schreibt Ulrich von Schwerin. Die Universitäten stritten die Vorwürfe ab und zeigten sich besorgt um die Freiheit der Forschung. "Angesichts der Kritik sah sich Präsident Emmanuel Macron nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch genötigt zu versichern, dass die Regierung der Unabhängigkeit der Forschung absolut verpflichtet sei. Auch präzisierte Vidal, dass es weniger um eine Inspektion der Universitäten (…) gehe als um die Erstellung einer Studie zu dem kritisierten Phänomen. Doch weder die Opposition noch die Forschergemeinde gab sich damit zufrieden."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

die tageszeitung vom 19.02.2021

"Eine alternative Finanzierung"

https://taz.de/taz-Recherche-zu-rechtem-Waffenhandel/!5753331/

Christina Schmidt, Sebastian Erb, Luisa Kuhn und Doris Akrap berichten, dass in Bayern ein Waffenschieberring entdeckt wurde. "Mit Geld aus Waffendeals sollte offenbar eine AfD-nahe Organisation aufgebaut werden. (...) Nach taz-Recherchen waren mehrere der Beschuldigten treibende Kräfte beim Aufbau der 'Patriotischen Alternative', einer Organisation, die zunächst in Hessen als eine Art Förderverein zur Unterstützung des rechtsextremen 'Flügels' der AfD um Björn Höcke entstanden war. (…) Es gab Pläne, deutsche Siedlungen in Ungarn, Russland und Kroatien aufzubauen, als Rückzugsort 'fernab von Gender-Mainstreaming und geschichtlicher Indoktrinierung'."

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