US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 14.04.2021

2.2. USA

Augsburger Allgemeine vom 13.04.2021

"Austin besucht Amtskollegin AKK: Frühling im Verhältnis zu den USA"

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Austin-besucht-Amtskollegin-AKK-Fruehling-im-Verhaeltnis-zu-
den-USA-id59487406.html

Simon Kaminski fasst den ersten Besuch des neuen US-Verteidigungsministers Lloyd Austin bei der deutschen Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, in Berlin zusammen: "In der kurzen Pressekonferenz nach dem Treffen überboten sich die Amtskollegen wechselseitig damit, den Wert der Nato, die Freundschaft zwischen den USA und Europa und die Partnerschaft zwischen Washington und Berlin zu beschwören. (…) Dies zeigte sich auch in Nuancen auf Themenfeldern, die nach wie vor umstritten sind. Beispiel Nord Stream 2: Austin betonte, dass die 'Opposition der USA' gegen das Erdgasröhren-Projekt kein Hindernis für die 'großartigen Beziehungen zu Deutschland' sein würde. Kramp-Karrenbauer (…) hielt (…) es für denkbar, dass der Gasfluss 'auch abhängig von dem Verhalten Russlands' konditioniert werden könnte, wenn die Leitung ans Netz geht. Das hatte man so aus der Bundesregierung noch nicht vernommen."

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2.3. Israel / Palästina

Haaretz vom 13.04.2021

"Third Israeli-owned Ship Attacked Near UAE; Israeli Defense Sources Blame Iran"

https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-israeli-owned-ship-attacked-near-fujairah-lebanese-media-rep
orts-1.9709254

Vermutlich durch eine Drohne oder Rakete sei in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Schiff in israelischem Besitz leicht beschädigt worden, informieren Amos Harel, Jack Khoury und Yaniv Kubovich. Israelische Verteidigungskreise machten Iran für den dritten Angriff dieser Art innerhalb von zwei Monaten verantwortlich. "Israeli security officials have expressed concern over a recent series of reports attributing a number of attacks on Iranian targets to Israel. (…) The most recent reports, which quoted anonymous Israeli and U.S. officials as saying that Israel was behind an incident at Iran's uranium enrichment facility at Natanz, have made some Israeli officials worried that the problem could lead to an unwanted increase in security tensions."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Deutsche Welle vom 13.04.2021

"Iran will Urananreicherung auf 60 Prozent erhöhen"

https://www.dw.com/de/iran-will-urananreicherung-auf-60-prozent-erh%C3%B6hen/a-57188413

Iran habe der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mitgeteilt, seine Urananreicherung auf 60 Prozent zu erhöhen, meldet die Deutsche Welle. "Der AEOI-Sprecher Behrus Kamalwandi erklärte, das Uran solle für medizinische Zwecke verwendet werden. Der Iran hat bis jetzt sein Uran schon auf 20 Prozent angereichert, obwohl das 2015 geschlossene internationale Abkommen für eine zivile Nutzung der Nuklearenergie nur weniger als vier Prozent erlaubt. Der Schwellenwert für eine militärische Nutzung von Atomkraft liegt bei 90 Prozent."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Süddeutsche Zeitung vom 13.04.2021

"Biden zieht US-Truppen aus Afghanistan ab"

https://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-rueckzug-biden-bundeswehr-1.5263948

US-Präsident Joe Biden plane, die amerikanischen Truppen bis zum 11. September 2021 aus Afghanistan abzuziehen, berichten Paul-Anton Krüger, Tobias Matern und Mike Szymanski. "Im Land würden lediglich so viele Soldaten verbleiben, wie dort zum Schutz des diplomatischen Personals nötig seien. Biden haben (sic) entschieden, den Rückzug nicht mehr abhängig von den Sicherheitsbedingungen zu machen. Denn dies sei ein Rezept, um für immer in Afghanistan zu bleiben. (…) Die Entscheidung löste in Kabul Nervosität aus. Ein Mitglied der afghanischen Delegation, die mit den Taliban verhandelt, sagte der Süddeutschen Zeitung am Dienstagabend, ein US-Abzug vor einer innerafghanischen Friedenslösung werde das Land 'ins Chaos führen'."

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The New York Times vom 13.04.2021

"With Afghan Decision, Biden Seeks to Focus U.S. on New Challenges"

https://www.nytimes.com/2021/04/13/us/politics/biden-afghanistan-foreign-policy.html

Mit der Festlegung eines Zeitplans für den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan signalisiere US-Präsident Joe Biden, dass sich die Vereinigten Staaten künftig auf neue außenpolitische Prioritäten konzentrieren wollen, analysiert David Sanger. "(I)n that vision, the priorities are fighting poverty and racial inequities and increasing investment in broadband, semiconductors, artificial intelligence and 5G communications - not using the military to prop up the government of President Ashraf Ghani. (…) And if Mr. Biden can truly focus the country on far bigger strategic challenges - in space and cyberspace, against declining powers like Russia and rising ones like China - he will have finally moved the country out of its post-9/11 fixation, where counterterrorism overrode every other foreign policy and domestic imperative."

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The Times vom 14.04.2021

"Britain follows as Joe Biden says US troops will leave Afghanistan"

https://www.thetimes.co.uk/article/britain-follows-as-joe-biden-says-us-troops-will-leave-afghanistan-ph9
bxg2mz

Auch Großbritannien werde bis zum 11. September nahezu alle verbliebenen Soldatinnen und Soldaten aus Afghanistan abziehen, erläutert Larisa Brown. "About 750 British soldiers are stationed in the country and sources said that they would struggle without American support because of a reliance on US bases and infrastructure. (…) Britain has also drawn up plans to hand over control of 'Sandhurst in the Sand', the academy in Kabul where troops help to train Afghan soldiers, to the government. (…) The UK military has been shifting its focus to counterterrorism missions in Africa and elsewhere."

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ZDF vom 14.04.2021

"Taliban wollen Verhandlungen boykottieren"

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/taliban-afghanistan-friedensgespraeche-boykott-100.html

Die Taliban hätten angekündigt, an den geplanten Friedensverhandlungen zu Afghanistan in der Türkei Ende April nicht teilzunehmen, informiert das ZDF. "Man werde an keiner Konferenz teilnehmen, die Entscheidungen über Afghanistan treffen soll, bis sich alle ausländischen Streitkräfte komplett aus dem Land zurückgezogen hätten, schrieb ein Sprecher des politischen Büros der Taliban, Mohammad Naeem, auf Twitter. (…) In den vergangenen Tagen und Wochen hatte es zahlreiche Konsultationen zwischen Vertretern der USA, der Türkei, der Vereinten Nationen, der afghanischen Regierung und den Taliban gegeben, um die für mehrere Tage geplante Konferenz vorzubereiten und die Positionen der Konfliktparteien einander anzunähern."

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2.7. Subsahara-Afrika

Istituto Affari Internazionali vom 13.04.2021

"The Hollowness of 'Governance Talk' in and about the Sahel"

https://www.ispionline.it/it/pubblicazione/hollowness-governance-talk-and-about-sahel-30026

"Gute Regierungsführung" werde häufig als ultimative Lösung der vielschichtigen Konflikte in der Sahel-Zone präsentiert, bemerkt Alex Thurston. "When actors talk about 'improving governance' without saying how that would be paid for, they are in effect offering a moral critique of those in power in the Sahel - a kind of rhetoric that at times seems like a convenient offloading of responsibility onto unnamed, supposedly defective government actors. (…) (W)hen Western governments harp on 'good governance' and 'the return of the state' while pouring money into counterterrorism and rejecting accountability even for their own abuses and mistakes, and when Sahelian governments lament 'mauvaise gouvernance' while appointing their own children to top posts and locking up journalists, much of the governance discourse begins to seem meaningless."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The Washington Post vom 08.04.2021

"The most pessimistic article I have read in 2021"

https://www.washingtonpost.com/outlook/2021/04/08/most-pessimistic-article-i-have-read-2021/

Daniel Drezner erörtert den Foreign Affairs-Artikel "The New Concert of Powers" von Richard Haass und Charles Kupchan. Das Essay sei deprimierend, weil es akkurat den Zustand der Weltpolitik beschreibe. Den Vorschlag, ein sogenanntes Großmächtekonzert – eine informelle Steuerungsgruppe der einflussreichsten Länder der Welt – zu schaffen, hält Drezner für unrealistisch. "Mostly, the problem with this proposal is that there is not enough of an incentive for any of the actors to participate. The 19th-century Concert of Europe was a self-sustaining project because it offered tangible spheres of influence to the participating states; Haass and Kupchan explicitly reject that idea for their 21st-century version. Other forms of connective tissue - trade relations, cooperation against common threats - are trending in a negative direction. And the distribution of power remains too contested and uncertain for the salient actors to agree to such an arrangement."

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Der Tagesspiegel vom 14.04.2021

"'USA und Nato verwandeln die Ukraine bewusst in ein Pulverfass'"

https://www.tagesspiegel.de/politik/vorwurf-von-russlands-vize-aussenminister-usa-und-nato-verwandeln-die
-ukraine-bewusst-in-ein-pulverfass/27091086.html

Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow werfe der NATO und den USA vor, durch Waffenlieferungen die Ukraine zu einem "Pulverfass" zu machen und sein Land mit der Entsendung amerikanischer Kriegsschiffe in die Nähe russischer Küsten zu provozieren, berichtet der Tagesspiegel. "'Alles zusammengenommen ist das eine ernste Herausforderung für unsere Sicherheit', sagte der Diplomat. (…) Die russische Führung hatte zuletzt erstmals offen gedroht, in den Konflikt einzugreifen, sollte die Ukraine eine neue Militäroffensive beginnen. 'Die Verantwortung für die Folgen solch einer hypothetischen Eskalation werden einzig und allein Kiew und seine westlichen Kuratoren tragen', sagte Rjabkow."

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Zeit Online vom 13.04.2021

"Joe Biden schlägt Wladimir Putin Gipfeltreffen in Drittstaat vor"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-04/joe-biden-wladimir-putin-gipfeltreffen-vorschlag-ukraine-kris
e

US-Präsident Joe Biden habe in einem Telefonat seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin ein persönliches Treffen vorgeschlagen, so Zeit Online. "Bei einem solchen Treffen 'in den kommenden Monaten' könne über 'die ganze Bandbreite an Themen (im Verhältnis) zwischen den Vereinigten Staaten und Russland' gesprochen werden, hieß es. Stattfinden soll es allerdings weder in Washington, D.C., noch in Moskau, sondern in einem Drittstaat. (…) In dem Telefonat zeigte sich Biden nach Angaben des Weißen Haus vor allem 'besorgt' über die jüngsten russischen Truppenverlegungen an die Grenze zur Ukraine und rief Moskau zur Deeskalation auf."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.04.2021

"Ein Gegengewicht bilden"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-04-14/ein-gegengewicht-bilden/597233.html

Bei einem virtuellen Treffen der Außen- und Verteidigungsminister von Deutschland und Japan sei die Partnerschaft der beiden Staaten bekräftigt und eine stärkere Kooperation vereinbart worden, schreiben Johannes Leithäuser und Patrick Welter. "Für Japan war das Gespräch Teil der diplomatischen Bemühungen, ein Gegengewicht gegen einseitige chinesische Landnahmen und das Vormachtstreben Pekings in der Region zu bilden. (…) Deutschland und Europa wollten 'eine hegemoniale Vereinnahmung und Blockbildung vermeiden', sagte Maas, ohne direkt auf die Rolle Chinas einzugehen. (…) Maas und Motegi lobten gegenseitig die Wertepartnerschaft von Deutschland und Japan, etwa im Multilateralismus, in der Rechtsstaatlichkeit und für Menschenrechte."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Der Spiegel vom 13.04.2021

"Uno befürchtet in Myanmar Bürgerkrieg wie in Syrien"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/myanmar-uno-befuerchtet-buergerkrieg-wie-in-syrien-a-688d93e3-c9f3
-4574-9ba7-41150c943526

Laut Spiegel sähen die Vereinten Nationen in Myanmar die Gefahr der Entstehung eines Bürgerkriegs wie in Syrien. "'Ich befürchte, dass die Situation in Myanmar auf einen ausgewachsenen Konflikt zusteuert', sagte Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet. Es gebe deutliche Parallelen zum Beginn des Bürgerkriegs in dem arabischen Land im Jahr 2011. Die Staatengemeinschaft dürfe nicht zulassen, dass sich die 'tödlichen Fehler' wiederholten, die in Syrien begangen worden seien."

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8. Konflikt der Kulturen

Politico vom 12.04.2021

"How the Istanbul Convention became a symbol of Europe's cultural wars"

https://www.politico.eu/article/istanbul-convention-europe-violence-against-women/

Der Disput um die Verwendung des "Gender"-Begriffs in der Istanbuler Konvention, einem internationalen Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt, sei zu einem Stellvertreterkonflikt zwischen Ost- und Westeuropa geworden, konstatiert Maïa de la Baume. "One by one, Eastern European countries are turning their back on the document, claiming it will erode their version of 'family values.' (…) The backlash centers on a semantic dispute (…): how, exactly, to define 'gender.' To a crop of increasingly socially conservative European leaders, the document's definition is a surreptitious means to erode distinctions between men and women and 'normalize' homosexuality. To the rest, the issue is not the definition, but what they see as a politically motivated interpretation spread using disinformation."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

tagesschau.de vom 13.04.2021

"Prozess mit besonderer Dimension"

https://www.tagesschau.de/inland/gruppe-s-prozess-105.html

Zwölf mutmaßliche Mitglieder der sogenannten "Gruppe S." stehen unter Anklage, Teil einer rechtsterroristischen Vereinigung zu sein, die Anschläge auf Moscheen und Politiker geplant habe, berichtet Frank Bräutigam. "Im Prozess wird es nun darum gehen, ob sich die Vorwürfe der Anklage beweisen lassen. Wichtiges Beweismittel ist ein Informant, den die Behörden innerhalb der Gruppe hatten. Von seiner Glaubwürdigkeit wird viel abhängen. Es liegen aber zum Beispiel auch abgehörte Gespräche und Chat-Protokolle vor."

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11. Sonstige Links

The Economist vom 10.04.2021

"The Kurdish spring did not happen"

https://www.economist.com/briefing/2021/04/10/the-kurdish-spring-did-not-happen

Die Unterstützung für die kurdische Partei HDP, die sich bei der Wahl 2015 in der Türkei abzeichnete, sei nicht der Vorbote eines "kurdischen Frühlings" gewesen, erläutert The Economist. "The threats and the obstacles the Kurds face across the region will not disappear any time soon. But in the enclaves in Iraq and Syria, Kurdish leaders have real power; and in Turkey so, too, do the Kurdish people. The fact that they face being deprived of their favoured party does not mean that they are being deprived of a voice."

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