US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 20.09.2021

2.1. Deutschland / Europa

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.09.2021

"'Ich konnte mich nicht so durchsetzen, wie ich es mir gewünscht hätte'"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afghanistan-kramp-karrenbauer-ueber-ortskraefte-und-verantwort
ung-17542625.html

Im Gespräch mit Peter Carstens betont Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer: "Wenn wir als Europäer ernst genommen werden und glaubwürdig sein wollen, dann müssen wir auch glaubwürdig handeln können. Das heißt nicht, dass wir uns von den Amerikanern trennen sollten. Aber es kann Situationen geben, in denen wir eine andere Interessenlage haben, auch innerhalb der NATO. Dann müssen wir aus eigener Kraft handlungsfähiger werden. (…) Ich denke, Artikel 44 der Europäischen Verträge gibt uns die Chance auf gemeinsame Entscheidungen der EU und die Durchführung europäischer Missionen durch Koalitionen von Willigen innerhalb der Mitgliedstaaten."

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die tageszeitung vom 20.09.2021

"Die Vermittler-Lücke füllen"

https://taz.de/Entschaerfung-des-Nahostkonflikts/!5797591/

Die Normalisierung der arabisch-israelischen Beziehungen sollte ein zentrales außenpolitisches Ziel der neuen Bundesregierung sein, fordert Gil Murciano. "Um einen langfristigen politischen Wandel herbeizuführen, sollte Deutschland die Rolle eines vertraulichen Vermittlers übernehmen und diplomatische Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten fördern - im Gegenzug zu vertrauensbildenden Maßnahmen Israels gegenüber den Palästinensern. (…) Niemand kann besser belegen, dass regionale Integration den Frieden fördert, als Deutschland und die Europäische Union."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

The Economist vom 18.09.2021

"Middle Eastern foes are giving diplomacy a shot"

https://www.economist.com/middle-east-and-africa/2021/09/18/middle-eastern-foes-are-giving-diplomacy-a-sh
ot

The Economist skizziert die jüngsten diplomatischen Annäherungen im Nahen Osten: "Over the past five months (…) long-standing foes have embarked on a rush of diplomacy. Saudi Arabia and Iran started a dialogue in April. Turkey has sought to repair ties with Egypt, which soured after the Egyptian army overthrew an Islamist-led government in 2013 (Mr Erdogan was a vocal critic of the coup). Qatar and Egypt, which fell out for the same reason, are back on speaking terms."

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The New York Times vom 18.09.2021

"The Scientist and the A.I.-Assisted, Remote-Control Killing Machine"

https://www.nytimes.com/2021/09/18/world/middleeast/iran-nuclear-fakhrizadeh-assassination-israel.html

Ronen Bergman und Farnaz Fassihi rekonstruieren die Tötung des iranischen Atomwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh am 27. November 2020: "Convinced that Mr. Fakhrizadeh was leading Iran's efforts to build a nuclear bomb, Israel had wanted to kill him for at least 14 years. (…) Around 1 p.m., the hit team received a signal that Mr. Fakhrizadeh, his wife and a team of armed guards in escort cars were about to leave for Absard, where many of Iran's elite have second homes and vacation villas. The assassin, a skilled sniper, took up his position, calibrated the gun sights, cocked the weapon and lightly touched the trigger. He was nowhere near Absard, however. He was peering into a computer screen at an undisclosed location more than 1,000 miles away. The entire hit squad had already left Iran."

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The Washington Post vom 19.09.2021

"Syrian detention camp rocked by dozens of killings blamed on Islamic State women"

https://www.washingtonpost.com/world/2021/09/19/syria-isis-al-hol-camp/

Seit Beginn des Jahres sollen mehr als siebzig Personen in dem Lager Al-Hol im Nordosten Syriens umgebracht worden sein, berichtet Louisa Loveluck. "Al-Hol has become an ever more dangerous and desperate place. Religious militancy is on the rise, imperiling those who are not as fanatical. Killings are often blamed on hard-line women who take advantage of the fragile security to enforce their strictures and settle scores. Security sweeps to confiscate handguns, knives and other weapons have made little difference, according to officials at the camp, which is run by the Kurdish-led Syrian Democratic Forces. Tensions between captives and captors are boiling."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Deutsche Welle vom 17.09.2021

"US-Militär räumt Tötung von Zivilisten in Afghanistan ein"

https://www.dw.com/de/us-milit%C3%A4r-r%C3%A4umt-t%C3%B6tung-von-zivilisten-in-afghanistan-ein/a-59220446

Das US-Militär habe eingeräumt, bei einem Drohnenangriff Ende August in Kabul versehentlich Zivilistinnen und Zivilisten getötet zu haben, meldet die Deutsche Welle. "Der Drohnenangriff auf ein Fahrzeug sei ein 'tragischer Fehler' gewesen, sagte US-General Kenneth McKenzie, der das Zentralkommando Centcom führt. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass bis zu zehn Unschuldige, darunter bis zu sieben Kinder, ums Leben gekommen seien. Man halte es für unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug und die getöteten Personen eine direkte Bedrohung für die US-Streitkräfte dargestellt hätten oder mit IS-K, einem Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), in Verbindung gestanden hätten, fügte er hinzu."

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Der Spiegel vom 19.09.2021

"'Wir sind nicht gegen Schulbildung für Mädchen, aber …'"

https://www.spiegel.de/ausland/taliban-sprecher-zabihullah-mudschahid-warum-sollten-wir-menschen-schutz-g
arantieren-muessen-a-ee8ac972-78cb-43d1-af2e-548998d10ef5

Die Taliban strebten an, "vertrauenswürdige Partner" zu sein, versichert Taliban-Sprecher Zabihullah Mudschahid im Interview mit Juan Carlos und Christoph Reuter. "Die größte Schwierigkeit für das vorherige Taliban-Regime vor 20 Jahren war die Blockadehaltung der Weltgemeinschaft. Niemand wollte die Taliban anerkennen. Das ist sehr gefährlich. Wenn die Weltgemeinschaft wieder so verfahren will, indem sie unsere Guthaben blockiert, ihre Hilfen einfriert oder die Kommunikation verweigert, wird es fatal für uns sein, aber auch ein großes Problem für die Welt."

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RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 19.09.2021

"'Sind keine Terroristen': Taliban in Kundus bitten internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe"

https://www.rnd.de/politik/afghanistan-taliban-in-kundus-bitten-internationale-gemeinschaft-um-humanitaer
e-hilfe-IT2KDM62JJVMHJF2HFRLAUACMI.html

Regionale Vertreter der Taliban im nordafghanischen Kundus hätten die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe gebeten, bemerkt das RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Dabei könne es sich um Investitionen, Wiederaufbauprojekte oder 'jede Art von humanitärer Unterstützung' handeln, sagte ihr Sprecher Matiullah Ruhani der Deutschen Presse-Agentur in Kundus. (…) Ruhani warf der internationalen Gemeinschaft vor, 20 Jahre lang eine 'korrupte Regierung' unterstützt, dann aber mit der Machtübernahme der Taliban ihre Hilfe eingestellt zu haben."

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Council on Foreign Relations vom 15.09.2021

"The Taliban in Afghanistan"

https://www.cfr.org/backgrounder/taliban-afghanistan

Lindsay Maizland beschreibt die Entstehung und Vorgehensweise der Taliban: "The Taliban are likely to impose harsh rule, experts say, despite their pledges to respect the rights of women and minority communities and provide amnesty for people who supported U.S. efforts. (…) Since regaining control, the Taliban have taken actions reminiscent of their brutal rule in the late 1990s. (…) The group was formed in the early 1990s by Afghan mujahideen, or Islamic guerilla fighters, who had resisted the Soviet occupation of Afghanistan (1979-89) with the covert backing of the CIA and its Pakistani counterpart, the Inter-Services Intelligence directorate (ISI)."

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2.7. Subsahara-Afrika

tagesschau.de vom 17.09.2021

"Was will Russland in Afrika?"

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/mali-russische-soeldner-101.html

Norbert Hahn beleuchtet die Aktivitäten und Ziele Russlands in Afrika: "Laut Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm ist Russland mittlerweile für fast die Hälfte aller Waffeneinfuhren auf den Kontinent verantwortlich - vor Frankreich, den USA und China. (…) Russland will über das Geschäft mit Waffen und Söldnern nicht nur verdienen, sondern auch Einfluss aus den Tagen der alten Sowjetunion zurückgewinnen. Putin hatte bereits beim Russland-Afrika Gipfel 2019 klar gemacht, die 'Stärkung der Verbindung zu den afrikanischen Ländern' sei eine der Prioritäten der russischen Außenpolitik."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

BBC vom 20.09.2021

"Aukus: France pulls out of UK defence talks amid row"

https://www.bbc.com/news/uk-58620220

Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly habe ein Treffen mit ihrem britischen Amtskollegen Ben Wallace abgesagt, beobachtet Alex Therrien. "France's defence minister has cancelled talks with her UK counterpart amid the row prompted by a new security deal between Britain, the US and Australia. (…) French foreign minister Jean-Yves Le Drian has described it [the deal] as a 'stab in the back' that constitutes 'unacceptable behaviour between allies and partners'. And in a rare step among allies, French President Emmanuel Macron ordered the recall of the French ambassadors to Washington and Canberra."

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Handelsblatt vom 20.09.2021

"Nordkorea warnt USA vor nuklearem Wettrüsten"

https://www.handelsblatt.com/politik/international/nach-u-boot-abkommen-nordkorea-warnt-usa-vor-nuklearem
-wettruesten/27628974.html

Nordkorea habe den jüngst angekündigten Sicherheitspakt zwischen Australien, Großbritannien und den USA kritisiert, so das Handelsblatt. "Die Entscheidung der USA, Australien technologisch beim Bau von nuklear betriebenen U-Booten zu unterstützen, sei unverantwortlich, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang laut staatlichen Medien am Montag. 'Das sind äußerst unerwünschte und gefährliche Handlungen, die das strategische Gleichgewicht in der Asien-Pazifik-Region stören und eine Kette nuklearen Wettrüstens auslösen werden.'"

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Der Tagesspiegel vom 17.09.2021

"Eine schon fast brutale Lehrstunde in Geopolitik"

https://www.tagesspiegel.de/politik/atom-u-boote-fuer-australien-eine-schon-fast-brutale-lehrstunde-in-ge
opolitik/27623422.html

Der U-Boot-Deal zwischen Australien, Großbritannien und den USA zeige, dass die EU nicht länger ernst genommen wird, konstatiert Gerd Appenzeller. "Im Gegensatz zu Großbritannien fehlt Frankreich militärisch die globale Machtoption. Die Europäische Union ist weit davon entfernt, in einer Sicherheitspartnerschaft über den eigenen Kontinent hinaus ernst genommen zu werden. Man kann durchaus der Meinung sein, dass dies kein anstrebenswertes Ziel sei. Aber dann darf man sich auch nicht beklagen, wenn globale Politik aus westlicher Perspektive an der EU vorbei gestaltet wird."

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The Associated Press vom 20.09.2021

"The AP Interview: UN chief warns China, US to avoid Cold War"

https://apnews.com/article/united-nations-general-assembly-china-climate-united-states-health-f1186707bee
7f8376b0be5523496ddca

UN-Generalsekretär António Guterres habe vor einem möglichen Kalten Krieg zwischen China und den USA gewarnt, erläutert Edith Lederer. "Guterres said the world's two major economic powers should be cooperating on climate and negotiating more robustly on trade and technology even given persisting political fissures about human rights, economics, online security and sovereignty in the South China Sea. (…) 'We need to avoid at all cost a Cold War that would be different from the past one, and probably more dangerous and more difficult to manage,' Guterres said."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Zeit Online vom 19.09.2021

"Militärischer Abschirmdienst ermittelt gegen KSK-Soldaten"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-09/rechtsextremismus-verdacht-bundeswehr-ksk-militaerischer-
abschirmdienst-ermittlungen

Zeit Online zufolge habe der Militärische Abschirmdienst Ermittlungen gegen zwei Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr eingeleitet. "Der Militärische Abschirmdienst (MAD) untersucht zwei mehrere Jahre zurückliegende Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus in der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr. Ermittelt werde gegen einen Offizier sowie einen Unteroffizier, hieß es aus Sicherheitskreisen. (…) Der Offizier soll demnach die schwarz-weiß-rote Reichsflagge gehisst haben, die Reichsbürger verwenden, um ihre Ablehnung für die Bundesrepublik Deutschland zu demonstrieren. Auf den Unteroffizier wurde der MAD aufmerksam, weil er Teil einer rechtsradikalen Chatgruppe gewesen sein soll."

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Deutschlandfunk vom 19.09.2021

"Wie groß ist der Rechtsextremismus im KSK?"

https://www.deutschlandfunk.de/bundeswehr-elitetruppe-wie-gross-ist-der-rechtsextremismus.2897.de.html?dr
am:article_id=479760

Marcus Pindur gibt einen Überblick über rechtsextreme Vorfälle beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr: "Der Militärische Abschirmdienst (MAD) untersucht 20 Fälle von KSK–Soldaten mit mutmaßlich rechtsextremer Gesinnung (Stand: Juli 2020). Weiteren etwa 30 wird fehlende Verfassungstreue angelastet. Und damit ist die Zahl von KSK-Soldaten mit rechtsextremer Gesinnung fünfmal höher als im Rest der Bundeswehr. Dort gehe man insgesamt von mehr als 600 Verdachtsfällen von Rechtsextremisten und so genannten Reichsbürgern aus, gab MAD Präsident Christof Gramm bekannt."

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Reuters vom 20.09.2021

"Ukraine holds military drills with U.S. forces, NATO allies"

https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/ukraine-holds-military-drills-with-us-forces-nato-alli
es-2021-09-20/

Das ukrainische Militär habe am Montag eine gemeinsame Militärübung mit NATO-Truppen begonnen, informiert Reuters. "A Ukrainian defence ministry spokesman said 4,000 Ukrainian troops and 2,000 foreigners would participate in the 'RAPID TRIDENT - 2021' drill, due to run until Oct. 1. (…) Troops from 12 countries in total would be involved, 'to enhance interoperability among allied and partner nations' and demonstrate readiness."

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