US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 13.10.2021

2.1. Deutschland / Europa

RP Online vom 13.10.2021

"Mehr als 4300 Migranten kamen über Belarus-Route nach Deutschland"

https://rp-online.de/politik/ausland/bundespolizei-mehr-als-4300-migranten-ueber-belarus-route-nach-deuts
chland-eingereist_aid-63482553

Seit August seien laut der Bundespolizei mehr als 4300 Migrantinnen und Migranten über Belarus und Polen nach Deutschland eingereist, meldet RP Online. "Sie stammten vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, Jemen und dem Iran, erklärte die Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. (…) Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Mai als Reaktion auf verschärfte Sanktionen der Europäischen Union angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise nach Polen und ins Baltikum zu hindern. Die EU beschuldigt Lukaschenko, Menschen in organisierter Form aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13.10.2021

"Wir brauchen das Entwicklungsministerium"

https://www.faz.net/aktuell/politik/warum-deutschland-ein-entwicklungsministerium-braucht-17581696.html

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung reagiert Entwicklungsminister Gerd Müller auf den Vorschlag von Christoph Heusgen, ehemaliger deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen, und Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, das Außen- und Entwicklungsministerium zusammenzulegen: "Überlegungen, das Entwicklungsministerium mit einem Investitionsetat von mehr als 13 Milliarden Euro zu einer Abteilung im Auswärtigen Amt herabzustufen, wären der falsche Weg: Schon die Ausgliederung der humanitären Hilfe vor zehn Jahren ins Auswärtige Amt hat zu Reibungsverlusten geführt und sollte rückgängig gemacht werden. Das Entwicklungsministerium ist geschätzter Partner für kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen, die erfolgreiche Arbeit in der Welt leisten. Für viele Unternehmen sind wir ein Marktöffner."

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2.2. USA

The New York Times vom 12.10.2021

"Cases of 'Havana Syndrome' Reported at U.S. Embassy in Colombia"

https://www.nytimes.com/2021/10/12/us/politics/havana-syndrome-colombia.html

Mindestens zwei Angestellte der US-Botschaft in Kolumbien zeigten Symptome des sogenannten "Havanna-Syndroms", bemerkt Lara Jakes. "The State Department is investigating new complaints of brain injuries linked to the so-called Havana Syndrome at the U.S. Embassy in Colombia, a senior administration official said on Tuesday, a week before Secretary of State Antony J. Blinken is scheduled to visit the country. (…) Though the origins of Havana Syndrome remain unknown, its symptoms are similar to those caused by surveillance equipment used by Russia during the Cold War."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Die Presse vom 13.10.2021

"Wie ein einziger Öltanker Millionen Menschen bedroht"

https://www.diepresse.com/6046452/wie-ein-einziger-oltanker-millionen-menschen-bedroht

Sollte der vor der jemenitischen Küste liegende Öltanker "Safer" explodieren oder sinken, könnte dies verheerende Folgen haben, warnt Jürgen Streihammer. "Ein Forscherteam hat für das Fachmagazin 'Nature Sustainability' erstmals die möglichen unmittelbaren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit in Zahlen gegossen. (…) Eine Ölpest im Roten Meer werde 'immer wahrscheinlicher' und hätte fatale Folgen: (…) Alles in allem könnte so viel sauberes Wasser fehlen, wie neun bis 9,9 Millionen Menschen pro Tag verbrauchen. (…) Die Safer ist ein angejahrter Tanker, der 1975 in Japan vom Stapel lief, in den Achtzigern zum schwimmenden Ölterminal umgerüstet und 2015 im Zuge des Jemen-Krieges von den Huthi-Rebellen besetzt wurde."

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RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 12.10.2021

"Iran: Zehn Spione ausländischer Geheimdienste festgenommen"

https://www.rnd.de/politik/iran-zehn-spione-auslaendischer-geheimdienste-festgenommen-RUSJJSQPIU37N4UISTZ
GRNFOP4.html

In Iran seien zehn vermeintliche Spione verhaftet worden, die für ausländische Geheimdienste gearbeitet haben sollen, informiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Die gebürtigen Iraner hätten für Länder aus der Region gearbeitet, in Zusammenarbeit mit 'feindlichen Staaten', berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag. Gemeint waren damit wohl Israel und die USA."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

tagesschau.de vom 12.10.2021

"Eine Milliarde für Afghanistan"

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/afghanistan-konferenz-rom-101.html

Jörg Seisselberg berichtet über den von Italien am Dienstag ausgerichteten G20-Sondergipfel zu den jüngsten Entwicklungen in Afghanistan: "Mario Draghi gab sich zufrieden, als er sich nach drei Stunden Gipfeltreffen per Videoschalte in Rom den Medien stellte. (…) Die Teilnehmerstaaten seien sich einig gewesen, dass die Hilfen für Afghanistan unter dem Schirm von den Vereinten Nationen erfolgen sollten. (…) Die Europäische Union kündigte auf dem Sondergipfel an, sie werde Afghanistan mit insgesamt einer Milliarde Euro helfen."

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Deutschlandfunk vom 12.10.2021

"Die Europäische Union ist in der Pflicht"

https://www.deutschlandfunk.de/nach-g20-konferenz-zu-afghanistan-die-europaeische-union.720.de.html?dram:
article_id=504184

Westliche Staaten sollten mit Blick auf Afghanistan zwei Strategien verfolgen, argumentiert Marcus Pindur. "Die Menschen in Afghanistan müssen so weit wie möglich über internationale Hilfsorganisationen unterstützt werden. Selbst das wird nur eingeschränkt funktionieren, weil die Taliban sich selbstverständlich einen Teil des Kuchens sichern werden. Zweitens müssen die Länder in der Nachbarschaft finanzielle Unterstützung bekommen, allen voran so unangenehme Regime wie Pakistan und der Iran, damit sie die afghanischen Flüchtlinge in der Region aufnehmen und versorgen können."

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Foreign Policy vom 21.09.2021

"How Not to Lose the Peace in Afghanistan"

https://foreignpolicy.com/2021/09/21/taliban-afghanistan-un-peacekeeping-mission-civil-war/

Es sei die Pflicht der Vereinten Nationen, den zerbrechlichen Frieden in Afghanistan zu sichern, schreiben Charli Charpenter und Lise Howard. "Rather than take sides and foment continued war, the international community should support a durable peace in Afghanistan through a peace agreement and an international preventive peacekeeping mission. The Taliban could begin to earn the respect and recognition of the international community by requesting such help, and perhaps they could even gain full international recognition as part of a peace deal."

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ZDF vom 13.10.2021

"Arlt: 'Euer Kommandeur weint abends auch'"

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/afghanistan-kabul-bundeswehr-jens-arlt-100.html

Im Gespräch mit Vera De Wel und Susanne Freitag-Carteron schildert Brigadegeneral Jens Arlt seine Eindrücke vom Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan: "Man sieht in die menschlichen Abgründe. Wenn Sie die Bilder sehen, dass Frauen einfach niedergewalzt werden. Und Kinder. Wirklich in den Stacheldraht reingetreten werden, die dann im S-Draht drinhängen und die sie da wieder rausschneiden. Das ist einfach brutal, das ist unmenschlich. Sie sehen aber auch die andere Dimension, wenn Sie Familien zusammengeführt haben, die vorher getrennt waren."

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die tageszeitung vom 13.10.2021

"Zwischen Gut und Böse"

https://taz.de/Pakistans-Umgang-mit-den-Taliban/!5806802/

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hätten die pakistanischen Taliban, auch bekannt als "Tehreek-e-Taliban Pakistan" (TTP), an Stärke gewonnen, beobachtet Zahra Kazmi. "Obwohl die TTP eigenständig und keineswegs ein Ableger der afghanischen Taliban ist, hatte sie stets enge Beziehungen zu diesen und sie als ideologische Vorbilder betrachtet. (…) Laut einer TTP-nahen Quelle erhielten Pakistans Taliban jüngst viele Waffen aus von den afghanischen Taliban erbeuteten Beständen früherer US- und Nato-Stützpunkte. Deshalb wähnt sich die TTP heute quasi als unbesiegbar. Gestärkt wurde somit ihr Wille, Pakistans gewählte Regierung zu stürzen und die Scharia durchzusetzen."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

Zeit Online vom 13.10.2021

"Präsident ruft Notstand im Süden Chiles aus"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-10/chile-notstand-praesident-sebastian-pinera-indigene-mapuche

Chiles Präsident Sebastián Piñera habe für den Süden seines Landes den Notstand ausgerufen, so Zeit Online. "Das Militär werde die Polizei in den vier Provinzen Biobío, Arauco, Malleco und Cautín in den kommenden zwei Wochen unterstützen, sagte Staatschef Sebastián Piñera. Er habe die Entsendung von Soldaten angeordnet, um gegen 'die schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung' in dem südamerikanischen Land vorzugehen. (…) In den vier Provinzen, die sich über zwei von Chiles sechzehn Regionen verteilen, sei es 'wiederholt zu Gewalttaten im Zusammenhang mit Drogenhandel, Terrorismus und organisierter Kriminalität gekommen, die von bewaffneten Gruppen begangen wurden'."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Center for a New American Security vom 16.09.2021

"A Limited Partnership"

https://s3.us-east-1.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/RussiaChinaMed-2.pdf

Das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen China und Russland im Mittelmeerraum sollte von US-Politikerinnen und Politikern nicht überbewertet werden, stellen Andrea Kendall-Taylor, Gibbs McKinley, David Shullman und Jim Townsend fest. "As Russia and China have increased their activities in the Mediterranean, they have done so largely through parallel and complementary efforts, rather than explicit cooperation. Russia and China share an interest in dividing the European Union and NATO and increasing their own image and influence in the region, especially at the expense of the United States' influence. However, the Mediterranean is not a priority for Russia or China; the two countries have divergent priorities in the region, and they pursue these priorities differently, limiting the common ground for active engagement between them."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Der Spiegel vom 12.10.2021

"Armee in Kuwait lässt Frauen als Soldatinnen zu"

https://www.spiegel.de/ausland/kuwait-armee-laesst-frauen-als-soldatinnen-zu-a-684035f4-9a2c-40b8-b044-5c
e0c9d27f21

Dem Spiegel zufolge dürften in die kuwaitische Armee künftig auch Frauen eintreten. "Nachdem sie jahrelang nur zivile Aufgaben beim Militär übernehmen durften, können Frauen fortan als Soldatinnen kämpfen und auch eine Laufbahn als Offizierin einschlagen."

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War on the Rocks vom 08.10.2021

"Making Sense of SADAT, Turkey's Private Military Company"

https://warontherocks.com/2021/10/making-sense-of-sadat-turkeys-private-military-company/

Matt Powers beleuchtet das türkische private Sicherheits- und Militärunternehmen SADAT International Defense Consultancy: "SADAT is a facilitator between Ankara and Syrian proxy fighters, complementing the efforts of the Turkish military and security services while affording it opacity and seemingly limitless protections. This dependency on the state and Erdoğan's favor, however, constrains the company's autonomy and entrepreneurialism. (…) A number of Turkey watchers have been warning about SADAT and its controversial founder, Adnan Tanrıverdi, for years. Some have compared the company to state-sponsored irregular revolutionary armies, like Iran's Islamic Revolutionary Guard Corps, while others believe Turkey's use of mercenaries harkens back to the Ottoman Empire's Janissaries."

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Chatham House vom 23.09.2021

"What deters Russia"

https://www.chathamhouse.org/sites/default/files/2021-09/2021-09-23-What-deters-Russia-Giles-pdf.pdf

Russland setze noch immer eine Vielzahl von staatlichen und nicht-staatlichen Mitteln ein, um westlichen Gesellschaften zu schaden, konstatiert Keir Giles. "The best remaining option is to deter Moscow from intervention against members of NATO or the EU by causing it to believe that the costs will be too high because other members of the organizations will respond appropriately, as opposed to seeking a diplomatic solution or a back-door deal to evade their responsibilities and treaty obligations. This requires continuing demonstrations both of resolve and of global military capability that outweighs Russia's and can be brought to bear swiftly to inflict deterrence by punishment if deterrence by denial has failed."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Reuters vom 12.10.2021

"EXCLUSIVE Turkish intelligence helped Iraq capture Islamic State leader, sources say"

https://www.reuters.com/world/middle-east/exclusive-turkish-intelligence-helped-iraq-capture-islamic-stat
e-leader-sources-2021-10-12/

Der Irak soll bei der Festnahme von Sami Dschasim Mohammed al-Dschaburi, Vize-Chef des sogenannten "Islamischen Staates" (IS), vom türkischen Geheimdienst unterstützt worden sein, erläutert Ahmed Rasheed. "A senior regional security source and two Iraqi security sources told Reuters that Jasim had been in northwestern Syria and that Turkish intelligence had been key to his capture. (…) Closer cooperation between Iraq, from where many Islamic State leaders came, and Turkey, which has influence in northern Syria, could help tighten the noose on remnants of the jihadist group, even after the U.S. military has reduced its presence in the region."

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10. Ökonomie

Independent vom 12.10.2021

"Pipeline diplomacy: How gas became a geostrategic bargaining chip in the energy crisis"

https://www.independent.co.uk/news/world/gas-diplomacy-energy-crisis-b1936815.html

Erdgas habe sich zu einer geopolitischen Waffe entwickelt, analysiert Ahmed Aboudouh. "People who live in Beirut, Paris or London share the same fear about the upcoming cold winter as the gas that heats or light their homes is either missing or too pricey. (…) Analysts say Russia's Vladimir Putin sees a window of opportunity to exploit the supply-demand disparity and its geopolitical unpredictability. The crisis established, in practical terms, how natural gas could be deployed as a geopolitical weapon, but one that has a unique peculiarity: ineffective, lousy, and the risk it can backfire."

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