US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 26.10.2021

2.1. Deutschland / Europa

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.10.2021

"Mehr Soldaten an Grenze"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-10-26/mehr-soldaten-an-grenze/680325.html

Polens Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak habe angekündigt, an der Grenze zu Belarus künftig etwa 10.000 Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung des Grenzschutzes einzusetzen, beobachtet Gerhard Gnauck. "Nach wie vor versuchen jeden Tag Hunderte Migranten vor allem aus dem Nahen Osten, über Polen in die EU zu gelangen. (…) Nach Berechnungen einer Zeitung sind schon jetzt insgesamt 14 000 Soldaten, Grenz- und Polizeibeamte aus dem ganzen Land im Grenzgebiet im Einsatz."

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Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2021

"Noch lebt sie, die Abschreckung"

https://www.sueddeutsche.de/politik/atomwaffen-nato-koalitionsverhandlungen-muetzenich-kramp-karrenbauer-
1.5448659

Auch die nächste Bundesregierung werde sich mit den in Deutschland stationierten Atomwaffen der USA auseinandersetzen müssen, prognostizieren Daniel Brössler, Paul-Anton Krüger und Mike Szymanski. "In der Ampel-Konstellation ist die FDP die einzige Partei, die kein akutes Problem mit den US-Atomwaffen in Deutschland zu haben scheint. (…) Womöglich leistet Deutschland weiter einen Beitrag zur nuklearen Teilhabe - nur eben einen anderen als heute. Anstatt die US-Bomben mit eigenen Fliegern ins Ziel zu bringen, könnte er darin liegen, solche Flüge abzusichern."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

tagesschau.de vom 26.10.2021

"Al-Sisi hebt Ausnahmezustand auf"

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/al-sisi-aegypten-ausnahmezustand-101.html

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi habe den Ausnahmezustand in seinem Land aufgehoben, informiert tagesschau.de. "'Ägypten ist dank seiner großartigen Bevölkerung (...) zu einer Oase der Sicherheit und Stabilität in der Region geworden', schrieb der Staatschef beim Onlinedienst Facebook. Der Ausnahmezustand war im April 2017 nach Bombenanschlägen auf zwei koptische Kirchen in Kairo mit mehr als 40 Toten verhängt worden. (…) Die Notstandsrechte wurden laut Menschenrechtsgruppen aber auch zur Unterdrückung der Opposition eingesetzt."

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CBS News vom 24.10.2021

"Exiled former Saudi official Saad Aljabri: MBS has a 'Tiger Squad' of henchmen"

https://www.cbsnews.com/news/mohammed-bin-salman-saad-aljabri-tiger-squad-henchmen-60-minutes-2021-10-24/

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) setze nach Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters des saudi-arabischen Geheimdienstes eine Gruppe von Söldnern namens "Tiger Squad" ein, um außergerichtliche Entführungen und Tötungen durchführen zu lassen, berichtet Brit McCandless Farmer. "'It was created to do the dirty job for MBS,' Saad Aljabri told correspondent Scott Pelley. Formerly the number two official in Saudi intelligence, Aljabri was a top adviser to Mohammed bin Nayef, the nephew of King Salman bin Abdulaziz Al Saud. (…) Aljabri told Pelley that Mohammed bin Salman formed his 'Tiger Squad' in 2015."

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Center for Strategic and International Studies vom 20.10.2021

"How the Assad Regime Systematically Diverts Tens of Millions in Aid"

https://www.csis.org/analysis/how-assad-regime-systematically-diverts-tens-millions-aid

Natasha Hall, Karam Shaar und Munqeth Othman Agha erklären, wie die syrische Regierung von internationalen Hilfsgeldern profitiert: "The Syrian government makes international aid agencies use a distorted exchange rate, which allowed it to divert nearly 51 cents of every international aid dollar spent in Syria in 2020. That money propped up the Central Bank of Syria - an institution sanctioned by the United States, the European Union, and the United Kingdom - with foreign reserves. UN bodies do not have to adhere to Western sanctions. (…) The amount of aid lost through the inflated exchange rate is significant, and it has grown as the Syrian pound (SYP) has plummeted in value since the onset of the civil war, particularly in the last two years."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Frankfurter Rundschau vom 25.10.2021

"Hongkong: Amnesty International schließt Büro"

https://www.fr.de/politik/amnesty-international-schliesst-hongkonger-buero-91073706.html

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International habe offiziell bestätigt, ihr Büro in Hongkong zu schließen, bemerkt Fabian Kretschmer. "Der Grund dahinter ist das im Juli 2020 von Peking aufgezwungene Gesetz für nationale Sicherheit. Dieses stellt 'terroristische Aktivitäten', 'Sezession' und 'Kollusion mit ausländischen Kräften' unter Strafe. In der Praxis jedoch werden die vage formulierten Paragrafen dazu missbraucht, flächendeckend gegen sämtliche politische Opposition vorzugehen."

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2.7. Subsahara-Afrika

Zeit Online vom 26.10.2021

"Tote und Verletzte bei Protesten gegen Militärputsch"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-10/sudan-militaerputsch-proteste-tote

Zeit Online zufolge seien bei Protesten gegen den jüngsten Militärputsch im Sudan mehrere Personen ums Leben gekommen. "Ein Medizinerverband in der Hauptstadt Khartum sprach von 'drei Toten und mehr als 80 Verletzten' durch Schüsse von Soldaten. Das Militär hatte zuvor die Übergangsregierung aufgelöst und den Regierungschef festgenommen. (…) Ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete, dass Tausende Demonstranten auf den Straßen Khartums gegen die Übernahme der Regierung durch die Armee demonstrierten."

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Der Tagesspiegel vom 26.10.2021

"USA stoppen 700-Millionen-Zahlung an den Sudan - UN-Sicherheitsrat tagt"

https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-putsch-der-armee-usa-stoppen-700-millionen-zahlung-an-den-su
dan-un-sicherheitsrat-tagt/27738194.html

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen plane eine Dringlichkeitssitzung zu den aktuellen Entwicklungen im Sudan, so der Tagesspiegel. "Auf Anfrage der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Estlands, Irlands und Norwegens wird sich das mächtigste UN-Gremium voraussichtlich am Nachmittag New Yorker Zeit hinter verschlossenen Türen treffen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. (…) Nach Einschätzung der Vereinten Nationen hat das Militär die Kontrolle über die Hauptstadt Khartum übernommen. (…) Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, sagte, Hilfen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar, die für die Unterstützung des demokratischen Übergangs im Sudan geplant gewesen seien, würden zunächst gestoppt."

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The Associated Press vom 26.10.2021

"EXPLAINER: How months of tensions led to Sudan's coup"

https://apnews.com/article/explaining-what-led-to-sudan-coup-8e3609d1f573b6dd0383ed7a09f0d4aa

Lee Keath und Samy Magdy beleuchten die Hintergründe des Militärputsches im Sudan: "Monday's military coup in Sudan threatens to wreck the country's fragile transition to democracy, more than two years after a popular uprising forced the removal of longtime autocrat Omar al-Bashir. The move comes after months of mounting tensions between the military and civilian authorities. (…) The Forces for the Declaration of Freedom and Change, or FDFC, the main protest umbrella group, has been stepping up calls for the military to hand leadership over to civilians in the government. (…) It has also called for restructuring the military and security agencies to dismiss al-Bashir loyalists, absorb various armed factions into their ranks and be put under civilian supervision. Supporters of the military also have stepped up action."

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Der Spiegel vom 26.10.2021

"Fast 20 Tote bei Angriff auf Moschee"

https://www.spiegel.de/ausland/nigeria-fast-20-tote-bei-angriff-auf-moschee-a-4ec4c5e6-6113-4d73-b935-037
75343cbf6

Bei einem Überfall auf eine Moschee im Norden Nigerias seien mindestens 18 Personen umgebracht worden, meldet der Spiegel. "Die schwer bewaffneten Angreifer seien auf Motorrädern gekommen. Mehr als zehn weitere Personen wurden nach Angaben von Augenzeugen entführt. (…) Die Hintergründe des Angriffs im Bezirk Mashegu und die Identität der Täter ist noch unklar."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

The New York Times vom 26.10.2021

"As Gangs' Power Grows, Haiti's Police Are Outgunned and Underpaid"

https://www.nytimes.com/2021/10/26/world/americas/haiti-police-gangs.html

Die haitianische Polizei sei unterfinanziert und schlecht ausgestattet, stellt Maria Abi-Habib fest. "Gangs have long been powerful in Haiti, often serving as muscle for politicians who, in turn, provided them with weapons and vehicles. But under Haiti's last elected president, Jovenel Moïse, and since his assassination in July, the power of gangs has only grown, while that of the police, dependent on an increasingly depleted state, has diminished, leaving officers even more underfunded, underequipped and severely underpaid. (…) The police know that in one of the neighborhoods, Croix-des-Bouquets, the dominant 400 Mawozo gang is holding 16 Americans and a Canadian hostage, threatening their lives if the religious aid organization they belong to does not pay a ransom of $1 million per head. But entering the neighborhood is out of the question."

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2.9. Sonstige

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik vom 26.10.2021

"Dealing with Russia in the Arctic"

https://dgap.org/en/research/publications/dealing-with-russia-in-the-arctic

Russland rüste in der Arktis militärisch auf, erläutern Robin Marc Allers, András Rácz und Tobias Sæther. "Due to climate change and great-power rivalry, the Arctic is no longer a remote and exceptional place, but part of a complex security environment. To deal with Russia in the Arctic, NATO allies need a double-sided strategy combining credible deterrence with dialogue. Regional actors like Norway are well placed to shape this approach, but the EU, including Germany, should do more."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 25.10.2021

"Botschafter dürfen in der Türkei bleiben: Erdogan will westliche Diplomaten doch nicht ausweisen"

https://www.rnd.de/politik/erdogan-rudert-zurueck-botschafter-duerfen-in-tuerkei-bleiben-VZXW4YNUGRELVN6R
AQ47Q3CIII.html

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan werde die von ihm zu "unerwünschten Personen" erklärten Botschafterinnen und Botschafter offenbar doch nicht ausweisen, informiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Die zurückhaltende Reaktion Deutschlands und anderer Länder wertete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag als Einlenken. Die Botschafter hätten damit vor 'der Verleumdung unserer Justiz und unseres Landes kehrtgemacht', sagte Erdogan am Montag nach einer Kabinettssitzung in Ankara. (…) Hintergrund der Äußerungen Erdogans war eine Erklärung der Botschafter von Deutschland, den USA, Frankreich und sieben weiteren Staaten Anfang vergangener Woche. Darin fordern sie die Freilassung des türkischen Unternehmers und Kulturförderers Osman Kavala."

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The German Marshall Fund of the United States vom 11.10.2021

"Germany Must Again Live Up to Its Role as the United States' Partner"

https://www.gmfus.org/news/germany-must-again-live-its-role-united-states-partner

Jackson Janes analysiert die Zukunft der transatlantischen Beziehungen in Folge der Bundestagswahl. "The potential coalition partners have affirmed their stance on sustaining partnership within the transatlantic framework. While traditional engagement in NATO is not being questioned, there are still issues that will continue to be debated within Germany and within NATO concerning defense budgets, the role of nuclear sharing, the use of drones, and the question of military engagement in the global arena. (…) With regard to German-American relations, there is currently an enormous amount of blowback in Berlin following the withdrawal of the United States from Afghanistan."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

RUSI vom 14.10.2021

"Hypersonic Weapons: Fast, Furious…and Futile?"

https://www.rusi.org/explore-our-research/publications/rusi-newsbrief/hypersonic-weapons-fast-furiousand-
futile

Hyperschallwaffen würden negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit haben, warnt Dominika Kunertova. "Hypersonic weaponry represents the most significant advancement in missile technology since ICBMs [Intercontinental Ballistic Missiles]. Thanks to their extreme speed and ability to manoeuvre, hypersonic weapons are on their way to undermining nuclear deterrence postures and creating cracks in strategic stability by the mid-2020s. (…) The wider use of hypersonic weapons is unlikely as their technical requirements remain complex and costly. However, when considered within the big picture of technological advancement, hypersonic weapons can multiply the disruptive impact of other emerging technologies, increase the chances of conflict escalation due to the lack of transparency that surrounds these programmes, and aggravate security dilemmas."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Deutsche Welle vom 26.10.2021

"Weltweiter Schlag gegen Darknet-Kriminalität"

https://www.dw.com/de/weltweiter-schlag-gegen-darknet-kriminalit%C3%A4t/a-59626728

Internationale Ermittlerinnen und Ermittler seien gegen den illegalen Handel im Darknet vorgegangen, so die Deutsche Welle. "'Dark HunTOR' nannte sich die von Europol koordinierte Aktion, die in insgesamt neun Ländern stattfand - in Europa und den USA. Dabei wurden mehr als 150 Verdächtige festgenommen und rund 26 Millionen Euro beschlagnahmt. (…) Illegale Online-Marktplätze im Darknet erlauben es Käufern und Verkäufern, weitgehend geschützt und anonym zu agieren."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

die tageszeitung vom 26.10.2021

"Die Handschrift des IS"

https://taz.de/Anschlagsserie-in-Uganda/!5811293/

Simone Schlindwein berichtet über die jüngsten Terroranschläge in Uganda: "Als die Fotos vom Bombenanschlag auf einen Reisebus am Montagabend durch die Sozialen Medien gingen, wurde vielen in Uganda mulmig zumute: Es war der dritte Anschlag in nur wenigen Wochen in dem ostafrikanischen Land. Eine weitere Bombe wurde am gleichen Abend in einem Friseursalon gefunden. (…) Es handelt sich um eine Anschlagsserie - und mutmaßlich steckt dahinter der Islamische Staat (IS). (…) Ugandas Regierung ist nicht zum ersten Mal im Fadenkreuz internationaler Terroristen. Sie kämpfte jahrzehntelang gegen mutmaßlich vom einstigen islamistischen Militärregime des sudanesischen Diktators Omar Hassan al-Bashir unterstützte Rebellengruppen."

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