US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 29.11.2021

2.1. Deutschland / Europa

RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 29.11.2021

"An der EU-Außengrenze: Lukaschenko wirft Litauen die Tötung von Migranten vor"

https://www.rnd.de/politik/an-der-eu-aussengrenze-lukaschenko-wirft-litauen-die-toetung-von-migranten-vor
-4M7DU3UMKNWOJPHNON2QPCGGOE.html

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko habe Litauen vorgeworfen, Migrantinnen und Migranten getötet zu haben, meldet das RedaktionsNetzwerk Deutschland. "'In dieser Migrationskrise sind die Schurken so weit gegangen, dass sie Menschen töten', sagte Lukaschenko am Montag während einer Sitzung mit Vertretern des belarussischen Verteidigungsministeriums. Migranten würden 'tot oder vielleicht halbtot' von EU-Seite aus an die belarussische Grenze gebracht und dort abgelegt, behauptete der immer wieder als 'letzter Diktator Europas' kritisierte 67-Jährige, der in Militäruniform auftrat."

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ZDF vom 28.11.2021

"Worum geht es beim Migrationskonflikt?"

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/eu-frankreich-migration-grossbritannien-100.html

Nils Hagemann beleuchtet die Hintergründe der jüngsten Spannungen zwischen Frankreich und Großbritannien in Folge eines Bootsunglücks im Ärmelkanal in der vergangenen Woche, bei dem mindestens 27 Migrantinnen und Migranten ums Leben gekommen sein sollen: "Die illegale Einreise von Migranten über den Ärmelkanal ist der konservativen Regierung in London ein Dorn im Auge. Die Regierung unter Premier Johnson macht Frankreich und die EU dafür verantwortlich. (…) Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte das Verhalten des britischen Premierministers Boris Johnson als 'unseriös'."

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Zeit Online vom 28.11.2021

"Frontex soll Ärmelkanal aus der Luft überwachen"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-11/migration-aermelkanal-frontex-flugzeug-krisentreffen-frankrei
ch-grossbritannien-gerald-darmanin

Belgien, Deutschland, Frankreich und die Niederlande hätten beschlossen, ab Mittwoch ein Flugzeug der EU-Grenzschutzbehörde Frontex zur Überwachung der Küste des Ärmelkanals einzusetzen, so Zeit Online. "Bei einem Krisentreffen zur Migration über den Ärmelkanal haben Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland einen [sic] härteres Vorgehen gegen Schleuser vereinbart. (…) Frankreichs Regierung sei bereit, mit ihren 'britischen Freunden' zusammenzuarbeiten, um die Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg nach Großbritannien aufzuhalten, sagte der französische Innenminister. Dies müsse aber 'auf Augenhöhe' geschehen."

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2.3. Israel / Palästina

The Washington Post vom 28.11.2021

"'Hate crime' attacks by Israeli settlers on Palestinians spike in the West Bank"

https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/west-bank-settlers-violence-attacks/2021/11/28/7de2f9d2-
4bb7-11ec-a7b8-9ed28bf23929_story.html

Im Westjordanland hätten die Angriffe israelischer Siedlerinnen und Siedler auf Palästinenserinnen und Palästinenser nach Angaben des israelischen Militärs in den letzten Monaten stark zugenommen, bemerkt Steve Hendrix. "A United Nations agency has separately found that 115 Palestinians have been beaten or otherwise attacked by settlers since the start of the year, with four fatalities. More than 300 incidents of property destruction, including olive trees cut and burned during the autumn harvest, were documented over the same time period. The wave of beatings, arson, vandalism and rock-throwing - most taking place where Palestinian farms and groves are adjacent to Jewish settlements established on land captured by Israel in the 1967 war - has prompted some leaders of the Israel's governing coalition to call for a crackdown on settler violence."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

The Associated Press vom 29.11.2021

"Iran nuclear talks to resume in Vienna amid muted hopes"

https://apnews.com/article/donald-trump-middle-east-russia-china-iran-0a28a6d76a6da2b9a92baef17674f175

Kiyoko Metzler berichtet über die Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Wiederbelebung der Nuklearvereinbarung mit Iran von 2015 am Montag in Wien: "The remaining signatories to the nuclear deal formally known as the Joint Comprehensive Plan of Action - Iran, Russia, China, France, Germany and Britain - will convene at the Palais Coburg, the luxury hotel where the agreement was signed six years ago. (…) President Joe Biden has signaled that he wants to rejoin the deal. (…) A delegation appointed by new President Ebrahim Raisi is joining the negotiations for the first time. Iran has made maximalist demands, including calls for the U.S. to unfreeze $10 billion in assets as an initial goodwill gesture, a tough line that might be an opening gambit."

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tagesschau.de vom 29.11.2021

"'Sorge vor einem schlechten Deal'"

https://www.tagesschau.de/ausland/jcpoa-iran-israel-101.html

Tim Aßmann beschreibt die Sicht der israelischen Regierung auf die Wiederaufnahme der Atomgespräche mit Iran: "Die Regierung in Jerusalem fürchtet, dass die USA ein Abkommen um jeden Preis wollen und am Ende eine Vereinbarung stehen könnte, bei der die Sanktionen gegen Teheran weitgehend aufgehoben werden und der Iran dafür die Anreicherung von Uran einstellt. Der israelischen Führung wäre das viel zu wenig. Wie schon sein Vorgänger Bemjamin Netanyahu ist auch der neue Premier Bennett davon überzeugt, dass der Iran mögliche Ambitionen zum Bau von Atomwaffen nie ganz einstellen, sondern nur auf Eis legen wird."

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The New York Times vom 27.11.2021

"Israel and Iran Broaden Cyberwar to Attack Civilian Targets"

https://www.nytimes.com/2021/11/27/world/middleeast/iran-israel-cyber-hack.html

Zivilistinnen und Zivilisten seien in den vergangenen Wochen vermehrt zum Ziel iranischer und israelischer Cyberangriffe geworden, beobachten Ronen Bergman und Farnaz Fassihi. "For years, Israel and Iran have engaged in a covert war, by land, sea, air and computer, but the targets have usually been military or government related. Now, the cyberwar has widened to target civilians on a large scale. In recent weeks, a cyberattack on Iran's nationwide fuel distribution system paralyzed the country's 4,300 gas stations, which took 12 days to have service fully restored. That attack was attributed to Israel by two U.S. defense officials, who spoke on the condition of anonymity to discuss confidential intelligence assessments. It was followed days later by cyberattacks in Israel against a major medical facility and a popular L.G.B.T.Q. dating site, attacks Israeli officials have attributed to Iran."

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Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik vom 19.11.2021

"Über den Iran hinaus"

https://dgap.org/sites/default/files/article_pdfs/dgap_memo_nr._5_november_2021_4_seiten.pdf

Die nächste Bundesregierung brauche eine außenpolitische Strategie für die gesamte Golfregion, empfiehlt Cornelius Adebahr. "Die Sicherheitslage am Persischen Golf wird von mehreren Krisenszenarien bestimmt, die den politisch Verantwortlichen in Europa den Angstschweiß auf die Stirn treiben müssten: einer atomaren Konfrontation, schwerwiegenden Störungen des Welthandels und einer anhaltenden Umweltkrise, die soziale Unruhen befeuern und zum Sturz von Regimen sowie Zerfall von Staaten führen könnte. Auch wenn Deutschland und Europa eine zentrale Rolle in den Nuklearverhandlungen mit dem Iran einnehmen, dürfen sie sich nicht nur darauf konzentrieren. Die nächste Bundesregierung muss ihren auf das Atomabkommen gerichteten Tunnelblick ablegen und eine Strategie für die gesamte Region rund um den Golf entwickeln."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Der Spiegel vom 28.11.2021

"Chinesische Flugzeuge dringen in Taiwans Luftverteidigungszone ein"

https://www.spiegel.de/ausland/territorialstreit-chinesische-flugzeuge-dringen-in-taiwans-luftverteidigun
gszone-ein-a-ce309239-6436-408f-b909-b15dc8c361f4

Dem Spiegel zufolge sollen Flugzeuge des chinesischen Militärs in Taiwans Luftverteidigungszone geflogen sein. "Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh am Sonntag mitteilte, sind 27 Flugzeuge der chinesischen Luftwaffe in die Identifikationszone für die Luftverteidigung (Adiz) des Inselstaats eingedrungen, darunter auch fünf atomwaffenfähige Bomber des Typs H-6."

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The Diplomat vom 26.11.2021

"Nuclear Proliferation Concerns in East Asia: Beyond North Korea"

https://thediplomat.com/2021/11/nuclear-proliferation-concerns-in-east-asia-beyond-north-korea/

Hart Rapaport gibt einen Überblick über die Aktivitäten ostasiatischer Länder im Nuklearwaffenbereich: "It's easy to look at North Korea and see obvious analogues to WMD-equipped dictatorships elsewhere in the world. But the nuclear situation in East Asia is more nuanced than the actions of a single nation. In actuality, much of the work to be done is with democratic states - most notably South Korea and Japan - which feel continued pressure from regional rivals. South Korea, for example, has taken steps to expand its array of weapons technologies, with recent submarine-launched ballistic missile tests demonstrating a commitment to self-defense. (…) Pitfalls abound elsewhere in the region. Most notably, Japan's stockpile of plutonium remains a cause for concern."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Deutsche Welle vom 28.11.2021

"Taliban-Premier bricht langes Schweigen"

https://www.dw.com/de/taliban-premier-bricht-langes-schweigen/a-59959069

In Afghanistan habe sich Mullah Mohammed Hassan Achund erstmals seit seiner Ernennung zum amtierenden Regierungschef der Taliban vor drei Monaten öffentlich geäußert, informiert die Deutsche Welle. "Afghanistans Staatsfernsehen strahlte am Samstagabend eine aufgezeichnete Audiobotschaft von Mullah Mohammed Hassan Achund aus. Darin rief er die Nation dazu auf, für das Taliban-Regime dankbar zu sein. (…) Er erklärte, Hungersnöte, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen habe es bereits vor der Machtübernahme durch die Taliban im Land gegeben."

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Project Syndicate vom 12.11.2021

"The Narco-Terrorist Taliban"

https://www.project-syndicate.org/commentary/narco-terrorism-taliban-trafficking-opioids-and-meth-by-brah
ma-chellaney-2021-11

Die USA hätten in den vergangenen zwanzig Jahren in Afghanistan stärker gegen die Drogengeschäfte der Taliban vorgehen sollen, resümiert Brahma Chellaney. "Afghanistan accounts for 85% of the global acreage under opium cultivation, making the Taliban the world's largest drug cartel. (…) With the Taliban channeling profits from drug sales directly into its terror machine, the connection between Islamist violence and drug trafficking could not be starker. (…) Had the 2001 invasion of Afghanistan been followed by a US campaign to arrest and prosecute Taliban leaders for their narcotics-trafficking activities in American courts, the group's appeal among fundamentalist Muslims might have been severely diminished."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.11.2021

"EU und NATO bekräftigen Solidarität mit Balten"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-11-29/eu-und-nato-bekraeftigen-solidaritaet-mit-balten/694667.ht
ml

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hätten Lettland und Litauen die Unterstützung ihrer Organisationen zugesichert, erläutert Thomas Gutschker. "In ihren Gesprächen mit den Regierungschefs beider Länder und dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda ging es sowohl um die Lage an den Grenzen zu Belarus als auch um den russischen Aufmarsch an den Grenzen zur Ukraine. Von der Leyen und Stoltenberg hoben die enge Kooperation zwischen EU und NATO bei der Abwehr hybrider Gefahren hervor und bekräftigten ihren Willen, die Zusammenarbeit mit einer neuen gemeinsamen Erklärung auf eine 'neue Stufe zu heben'."

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Der Tagesspiegel vom 26.11.2021

"Nato warnt Moskau vor einem Angriff auf die Ukraine"

https://www.tagesspiegel.de/politik/wird-konsequenzen-haben-nato-warnt-moskau-vor-einem-angriff-auf-die-u
kraine/27839692.html

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg habe am Freitag eine an Russland gerichtete Warnung ausgesprochen, so Der Tagesspiegel. "'Jeder Einsatz von Gewalt gegen die Ukraine wird Konsequenzen haben, wird zu Kosten für Russland führen', sagte er in Brüssel. (…) Es gebe zwar keine Gewissheit über die Absicht Moskaus, doch habe Russland die Ukraine schon einmal angegriffen. (…) Man rufe Russland dazu auf, transparent zu sein, zu deeskalieren und Spannungen abzubauen."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Reuters vom 24.11.2021

"Q+A What is the risk of a war between Russia and Ukraine?"

https://www.reuters.com/world/europe/qa-what-is-risk-war-between-russia-ukraine-2021-11-23/

Mark Trevelyan skizziert, inwieweit eine militärische Offensive Russlands gegen die Ukraine wahrscheinlich sei: "Russian troop movements near Ukraine have drawn concern from Kyiv and the United States that it might be considering attacking its neighbour. (…) Reuters spoke to more than a dozen sources, including Western intelligence officials and Russians familiar with Kremlin thinking, and nearly all agreed that an invasion is unlikely to be imminent. A more plausible scenario, they said, was that President Vladimir Putin is using the credible threat of military force to signal that Russia is serious about defending its 'red lines' on Ukraine."

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Financial Times vom 24.11.2021

"The US and China are already at war. But which kind?"

https://www.ft.com/content/583b44f7-5eb5-4967-983d-70d0f5573f5c

Kriege könnten im 21. Jahrhundert auf verschiedene Arten ausgetragen werden, konstatiert Gillian Tett. "As [the American hedge fund manager Ray] Dalio recently told me, 'There are five kinds of war, and they are not all shooting wars. There's a trade war, a technology war, a geopolitical war, a capital war and there could be a military war. (…)['] It's cold comfort for those on the receiving end but if China wants to threaten Taiwan, it does not necessarily need to do it with tanks or bombs. It can use cyber attacks, or other financial and trade weapons. This is already happening in the US-China conflict."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

die tageszeitung vom 29.11.2021

"Angst vor dem Schulbesuch"

https://taz.de/Terrorgefahr-in-Westafrika/!5813755/

In Burkina Faso würden Terrororganisationen gezielt Schulen als Angriffsziele auswählen, stellt Katrin Gänsler fest. "In Burkina Faso sind aktuell mehr als 2.600 Schulen geschlossen. Nicht wegen Corona, sondern wegen Terrorgruppen im Land. (…) Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat von 2017 bis 2020 insgesamt 126 Angriffe auf Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulen in Burkina Faso dokumentiert. Die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen."

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