US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 10.01.2022

2.1. Deutschland / Europa

Der Tagesspiegel vom 10.01.2022

"Ukrainischer Botschafter fordert Waffen von Deutschland"

https://www.tagesspiegel.de/politik/gleiche-verantwortung-wie-fuer-israel-ukrainischer-botschafter-forder
t-waffen-von-deutschland/27960408.html

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, habe die Bundesregierung aufgerufen, Waffen an sein Land zu liefern, meldet Der Tagesspiegel. "Kiew fordere von Berlin, 'die bestehende - moralisch absolut verwerfliche - Blockadehaltung aufzugeben, und die Ukraine dringend mit notwendiger Verteidigungsrüstung zu versorgen', sagte Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deutschland trage die 'gleiche historische Verantwortung für die Ukraine wie für Israel'. Daher erwarte Kiew 'massive militärische Unterstützung Deutschlands, um den Preis für Putins bevorstehenden Angriff in die Höhe zu treiben und diesen noch zu verhindern'."

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tagesschau.de vom 06.01.2022

"Schweden psychologisch verteidigen"

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/desinformation-schweden-101.html

Schweden habe eine staatliche Agentur zur Bekämpfung von Desinformation gegründet, berichtet Patrick Gensing. "Zum neuen Jahr nahm die Behörde für psychologische Verteidigung (schwedisch: Myndigheten för psykologiskt försvar) ihre Arbeit offiziell auf. (…) Der Aufbau der Agentur sei eine Reaktion auf Entwicklungen der vergangenen Jahre und die wachsende Bedrohung durch Desinformation. (…) Die Behörde soll laut Regierung Aktivitäten von Behörden und anderen Akteuren im Bereich der psychologischen Verteidigung Schwedens koordinieren, diese Aktivitäten unterstützen und die Resilienz der Bevölkerung stärken. (…) International soll die Behörde unter anderem mit EU und NATO kooperieren."

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2.2. USA

Foreign Policy vom 07.01.2022

"Biden's Middle East Strategy Is Ruthless Pragmatism"

https://foreignpolicy.com/2022/01/07/biden-middle-east-saudi-arabia-syria-yemen-strategy/

Die Nahost-Strategie der Biden-Administration könne als "ruthless pragmatism" (dt.: rücksichtsloser Pragmatismus) beschrieben werden, argumentiert Steven Cook. "Instead of the hawkish approach to Syria that Biden signaled, he has apparently concluded that de-escalation best serves a set of geostrategic goals that are both related to the Syrian conflict and broader than the civil war. It is based on the implicit acknowledgement that President Bashar Assad has won and there is nothing anyone can do about it. Team Biden apparently believes that by coming to terms with this reality, the United States will stand a better chance of getting more aid to the people in Syria who need it, help the poor Lebanese, alter relations with Russia (though that now has more to do with Ukraine than anything else), and peel the Syrians from the Iranians."

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2.5. Zentral- und Ostasien

The Washington Post vom 09.01.2022

"Kazakhstan officials say 164 are dead in protests, country now 'stabilized'"

https://www.washingtonpost.com/world/2022/01/09/kazakhstan-protests-stabilized-russia/

Der kasachischen Regierung zufolge seien bei den jüngsten Protesten in Kasachstan 164 Menschen ums Leben gekommen, bemerkt Isabelle Khurshudyan. "While an ongoing Internet blackout makes the situation on the ground difficult to verify, Interior Ministry officials claimed the country had 'stabilized' - as a separate English-language message from a presidential aide slammed foreign media for creating what he called a 'false impression that the Kazakhstan government has been targeting peaceful protesters.' The claims, apparently aimed at the international community, appear to be part of an effort to change the public narrative after President Kassym-Jomart Tokayev announced a shoot-to-kill order to security forces during a nationally televised address."

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Reuters vom 10.01.2022

"China offers Kazakhstan security support, opposes 'external forces'"

https://www.reuters.com/world/asia-pacific/china-offers-kazakhstan-security-support-opposes-external-forc
es-2022-01-10/

Die chinesische Führung habe Kasachstan angesichts der aktuellen Ausschreitungen Unterstützung angeboten, so Reuters. "China is willing to increase 'law enforcement and security' cooperation with neighbouring Kazakhstan and help oppose interference by 'external forces', China's foreign minister said on Monday, after violent protests in the Central Asian country. (…) Experts say China worries instability in its neighbour could threaten energy imports and Belt-and-Road projects there, and security in its western Xinjiang region, which shares a 1,770-km (1,110-mile) border with Kazakhstan."

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die tageszeitung vom 09.01.2022

"'Kampf gegen superreiche Elite'"

https://taz.de/Ex-Botschafter-zur-Lage-in-Kasachstan/!5823919/

Im Gespräch mit Tigran Petrosyan erklärt Armeniens ehemaliger Botschafter in Kasachstan, Arman Melikyan: "In den dreißig Jahren seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und der Unabhängigkeit Kasachstans hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich enorm vergrößert. Hass und Wut auf den ehemaligen Präsidenten Nursultan Nasarbajew und sein Umfeld haben ein extremes Ausmaß erreicht. (…) Was wir sehen, ist ein Kampf der armen Kasach*innen gegen eine superreiche Elite."

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Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik vom 07.01.2022

"North Korea's Cyber Capabilities and Strategy"

https://dgap.org/en/research/publications/north-koreas-cyber-capabilities-and-strategy-0

Nordkoreas Aktivitäten im Cyberraum würden in Zukunft vermutlich weiter zunehmen, prognostiziert Elisabeth Suh. "Pyongyang can pursue at least three strategic objectives with its cyber operations: causing disruption, conducting espionage, generating revenue. (…) Activities in cyber space exhibit a particularly favorable ratio of benefits, costs and risks. They facilitate the pursuit and fulfillment of the above-mentioned strategic purposes, without being cost-intensive or particularly risky."

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2.7. Subsahara-Afrika

RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 10.01.2022

"Äthiopien: UN setzt nach Luftangriffen auf Vertriebenenlager humanitäre Arbeit in Teilen Tigrays aus"

https://www.rnd.de/politik/aethiopien-un-setzt-nach-luftangriffen-auf-vertriebenenlager-humanitaere-arbei
t-in-teilen-tigrays-BN4MEDIDN2K3Q7EX77GT56L27M.html

Der humanitäre Einsatz der Vereinten Nationen sei in Teilen der äthiopischen Region Tigray ausgesetzt worden, informiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Grund dafür sei die Gefahr von Drohnenangriffen auf Vertriebenenlager in der Region, sagte eine Sprecherin des UN-Nothilfebüros OCHA der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Am Mittwoch und Freitag vergangener Woche soll das äthiopische Militär Luftangriffe auf Vertriebenenlager durchgeführt haben."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.01.2022

"Russische Söldner in Mali gesichtet"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2022-01-10/russische-soeldner-in-mali-gesichtet/710985.html

In Mali sollen Angestellte des russischen Sicherheitsunternehmens "Wagner Group" gesichtet worden sein, erläutert Claudia Bröll. "Nach Berichten französischer Medien soll es ein Gefecht zwischen ihnen und Dschihadisten gegeben haben. Die malische Regierung indes streitet einen Vertrag mit der Wagner-Gruppe weiterhin ab. (…) Nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch europäische Regierungen sowie die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS haben immer wieder hervorgehoben, dass sie die von dem Oligarchen Yevgeniy Prigozhin gegründete Söldnereinheit in Mali nicht tolerieren. Unmissverständlich hatten sie mit einem Ende ihres militärischen und zivilen Engagements gedroht."

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Zeit Online vom 10.01.2022

"Nachbarstaaten schließen Grenzen zu Mali und ziehen Botschafter ab"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-01/mali-ecowas-staaten-grenzschliessungen-isolierung

Die Mitgliedsstaaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hätten neue Sanktionen gegen Mali beschlossen, so Zeit Online. "Alle Grenzen zum derzeit suspendierten Mitgliedsland Mali werden ab sofort geschlossen, alle nicht lebenswichtigen Handelsbeziehungen und alle Finanzmittel Malis bei der Ecowas-Zentralbank eingefroren, hieß es in der Abschlusserklärung des Ecowas-Gipfels in Ghanas Hauptstadt Accra. Alle Botschafter der Staatengruppe werden aus Malis Hauptstadt Bamako abgezogen. (…) Die Ecowas-Staats- und Regierungschefs hatten sich enttäuscht über die Ankündigung der Interimsregierung gezeigt, Neuwahlen in Mali statt Ende Februar erst in vier Jahren abhalten zu wollen."

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The Guardian vom 09.01.2022

"At least 200 villagers killed by bandits in north-west Nigeria"

https://www.theguardian.com/world/2022/jan/09/hundreds-villagers-killed-by-bandits-in-north-west-nigeria

Bei einem Angriff auf mehrere Dörfer im Nordwesten Nigerias seien in der vergangenen Woche mindestens zweihundert Personen getötet worden, beobachtet Emmanuel Akinwotu. "Gunmen, themselves fleeing from airstrikes by the Nigerian army, attacked villages for days, opening fire and burning homes between Tuesday and Thursday. (…) The military said it had conducted airstrikes in the early hours of Monday on targets in the Gusami forest and west Tsamre village in the east of Zamfara state, killing more than 100 militants, including two of their leaders. Several bandit groups, each with hundreds of gunmen, have waged attacks from hideouts in forests that span central and north-west Nigeria and parts of Niger."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Der Spiegel vom 10.01.2022

"Stoltenberg warnt Russland vor militärischer Aggression gegen die Ukraine"

https://www.spiegel.de/ausland/nato-jens-stoltenberg-warnt-russland-vor-militaerischer-aggression-gegen-d
ie-ukraine-a-3a87bfab-a722-4514-a3a2-bb3ac9ce2173

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg habe einen Beitritt der Ukraine zum transatlantischen Verteidigungsbündnis dem Spiegel zufolge nicht ausgeschlossen. "Die Allianz werde das Recht auf Selbstbestimmung der Staaten Europas nicht antasten, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Ein Nato-Beitritt sei allein die Entscheidung der Ukraine und der Mitgliedstaaten des Bündnisses. Zugleich warnte Stoltenberg Russland erneut vor einer militärischen Aggression gegen die Ukraine."

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The Associated Press vom 10.01.2022

"US, Russia meet for talks amid tensions linked to Ukraine"

https://apnews.com/article/joe-biden-europe-russia-ukraine-geneva-090d1bd24f7ced8ab84907a9ed031878

Vertreterinnen und Vertreter Russlands und der USA seien am Montag zu Sicherheitsgesprächen in Genf zusammengekommen, berichten Jamey Keaten und Konstantin Manenkov. "Senior U.S. and Russian officials launched special talks Monday aimed at defusing tensions over a Russian military buildup on the border with Ukraine, part of a flurry of diplomatic activity in Europe this week. (…) After an informal working dinner Sunday, [Russian Deputy Foreign Minister Sergei] Ryabkov predicted 'difficult' talks in Geneva that are to be followed by a NATO-Russia meeting in Brussels on Wednesday and a meeting Thursday in Vienna of the multilateral Organization for Security and Cooperation in Europe."

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ZDF vom 10.01.2022

"Der Westen darf sich nicht erpressen lassen"

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ukraine-krise-russland-usa-sicherheitsgarantien-kommentar-100.html

Florian Neuhann kommentiert die Gespräche zwischen Russland und den USA in Genf: "Das Wort klingt so harmlos: 'Sicherheitsgarantien' fordert Russland vom Westen - und wer würde nicht gern die Sicherheit in Europa, ja in der Welt garantieren? (…) Das Problem ist nur: dass die sogenannte 'Sicherheitsgarantie' ein völliger Etikettenschwindel ist. Was Russlands Präsident Putin vom Westen fordert, hat mit Sicherheit so wenig zu tun wie der Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine mit einem friedlichen Dialogangebot. Was der russische Präsident im Sinn hat, ist nichts weniger als das Rad der Geschichte zurückzudrehen."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Deutsche Welle vom 09.01.2022

"'Deutschland wird den Irak weiter unterstützen'"

https://www.dw.com/de/deutschland-wird-den-irak-weiter-unterst%C3%BCtzen/a-60374527

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht habe am vergangenen Wochenende im Irak und in Jordanien stationierte Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr besucht, schreibt die Deutsche Welle. "Für beide Länder steht demnächst die Bundestagsentscheidung über eine Mandatsverlängerung an. Bei Gesprächen mit Regierungschef Mustafa al-Kadhimi sowie ihrem irakischen Amtskollegen Dschuma'a Enad sicherte Lambrecht die weitere Unterstützung Deutschlands zu. (…) Insgesamt beteiligt sich Deutschland aktuell mit rund 240 Soldaten an Einsätzen in Jordanien, Irak und über Syrien."

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Augen Geradeaus! vom 10.01.2022

"Auslandsmissionen der Bundeswehr - Stand Januar 2022"

https://augengeradeaus.net/2022/01/auslandsmissionen-der-bundeswehr-stand-januar-2022/

Thomas Wiegold gibt einen Überblick über die aktuellen Auslandseinsätze der Bundeswehr: "Das größte Einsatzgebiet ist jetzt Mali (und auch Niger) mit der Bundeswehrbeteiligung an der UN-Mission MINUSMA und der EU-Trainingsmission EUTM Mali. (…) Von den derzeit zwölf Missionen sind neun vom Bundestag mit einem Mandat versehen - das ist immer dann notwendig, vereinfacht gesagt, wenn die Einbeziehung in eine militärische Auseinandersetzung möglich erscheint und wenn die Anwendung militärischer Gewalt zur Durchsetzung des Auftrags erlaubt ist."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Süddeutsche Zeitung vom 08.01.2022

"Stühlerücken im Sicherheitsapparat"

https://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsschutz-bundesnachrichtendienst-bundespolizei-1.5503166

Ronen Steinke zeigt auf, welche Positionen unter der neuen Bundesregierung bei den deutschen Sicherheitsbehörden neu besetzt werden sollen: "Ein Wechsel steht (…) offenbar an der Spitze der Bundespolizei an. Der derzeitige Chef der 50 000 Personen starken, für Grenzschutz und Abschiebungen zuständigen Behörde, Dieter Romann, 59, ist schon in der Amtszeit Angela Merkels als Kritiker der Flüchtlingspolitik bekannt gewesen. (…) Einen Wechsel soll es auch bei der parlamentarischen Kontrolle der Nachrichtendienste geben. Das Kontrollgremium des Bundestags bekommt einen neuen Vorsitzenden als Nachfolger von Roderich Kiesewetter (CDU)."

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