US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 11.01.2022

2.1. Deutschland / Europa

Der Tagesspiegel vom 11.01.2022

"Bundeswehr wird nicht mehr in Syrien eingesetzt"

https://www.tagesspiegel.de/politik/neues-mandat-zum-kampf-gegen-den-is-bundeswehr-wird-nicht-mehr-in-syr
ien-eingesetzt/27963946.html

Syrien soll künftig als Einsatzgebiet für die Bundeswehr im Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat" ausgeschlossen werden, berichtet Hans Monath. "Der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen des Mandats zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wird künftig auf das Staatsgebiet des Iraks begrenzt. Dies haben Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) in einem Schreiben an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen mitgeteilt. (…) Das bisherige Mandat erlaubte auch einen Einsatz in dem Bürgerkriegsland. Der Einsatz deutscher Tornado-Flugzeuge zur Aufklärung im Kampf gegen den IS war allerdings schon im Frühjahr 2020 beendet worden."

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RedaktionsNetzwerk Deutschland vom 10.01.2022

"Neue Kriegsschiffe, Kampfjets und Hubschrauber: Griechenland rüstet auf"

https://www.rnd.de/politik/griechenland-mit-aufruestung-neue-kriegsschiffe-kampfjets-hubschrauber-Q7NCV2H
325E63D4KKKEEF4P7ZM.html

Griechenland werde 2022 massiv aufrüsten, beobachtet Gerd Höhler. "In diesem Jahr wird Griechenland seine Ausgaben für neues Militärgerät und die Modernisierung vorhandener Waffensysteme gegenüber 2020 auf das Siebenfache steigern. Ministerpräsident Mitsotakis will damit sein Land nicht nur gegenüber der immer offensiver auftretenden Türkei wappnen. Griechenland möchte sich auch als neue Bastion an der Nato-Südostflanke profilieren - in Konkurrenz zur Türkei."

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2.2. USA

tagesschau.de vom 11.01.2022

"Und nun?"

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/20-jahre-guantanamo-usa-kuba-biden-101.html

Es deute wenig daraufhin, dass das US-Gefangenenlager Guantanamo zeitnah geschlossen werde, stellt Julia Kastein fest. "Seit 20 Jahren nutzen die USA das Gefangenenlager in Guantanamo, um ihre Kriegsgefangenen dort einzusperren. (…) Der US-Kongress hat gerade erneut verboten, Steuergelder für eine Verlegung der Häftlinge in die USA auszugeben. (…) In Guantanamo selbst wird gerade ein neuer Gerichtssaal gebaut - und ein Wohnblock für die Wärter."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Deutsche Welle vom 10.01.2022

"Militär im Jemen meldet Eroberung von Schabwa"

https://www.dw.com/de/milit%C3%A4r-im-jemen-meldet-eroberung-von-schabwa/a-60383853

Jemens Regierungstruppen hätten gemeldet, die Provinz Schabwa eingenommen zu haben, informiert die Deutsche Welle. "'Wir danken der arabischen Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens und der Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate', heißt es in der Mitteilung der jemenitischen Regierungstruppen. Sollten sich die Angaben zur Einnahme des Bezirks Ain bestätigen, wäre damit auch das letzte von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gebiet in der ölreichen Provinz Schabwa wieder in der Hand der Regierung."

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Foreign Policy vom 10.01.2022

"How Close Is Iran to Getting a Nuclear Weapon?"

https://foreignpolicy.com/2022/01/10/iran-nuclear-weapon-breakout/

Colum Lynch gibt einen Überblick über den Fortschritt des iranischen Atomprogramms: "With JCPOA restrictions in place, the United States estimated in 2015 that it would take Iran 12 months to produce enough nuclear fuel for a bomb should it decide to abandon the deal and seek a workable weapon. Today, that estimate has shrunk to about one month as Tehran has installed more advanced centrifuges in its nuclear centers, enriched uranium of a far higher quality than allowed under the original nuclear pact, and restricted international inspectors' access to Iranian nuclear facilities."

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2.5. Zentral- und Ostasien

The Associated Press vom 11.01.2022

"N. Korea fires possible missile into sea amid stalled talks"

https://apnews.com/article/united-states-seoul-south-korea-north-korea-joint-chiefs-of-staff-4692378286a2
b5adbd501e9db8d56996

Nordkorea soll am Dienstag erneut eine mutmaßlich ballistische Rakete abgefeuert haben, bemerkt Kim Tong-Hyung. "South Korea's Joint Chiefs of Staff said North Korea fired what likely was a ballistic missile from the area of its northern Jagang province. It said the weapon flew 700 kilometers (434 miles) at a maximum speed of around Mach 10 before landing in waters off its eastern coast, demonstrating a more advanced capability than North Korea's launch last week. (…) The launch came six days after North Korea fired a missile into the sea in what it described as a successful test of a hypersonic missile."

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Reuters vom 11.01.2022

"Russian troops to quit Kazakhstan, says president, taking aim at the elite"

https://www.reuters.com/world/asia-pacific/kazakhstan-detains-almost-10000-over-deadly-unrest-2022-01-11/

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew habe am Dienstag den Abzug der Soldatinnen und Soldaten eines von Russland angeführten Militärbündnisses aus seinem Land angekündigt, erläutert Tamara Vaal. "Tokayev, 68, last week asked the Moscow-led Collective Security Treaty Organisation (CSTO) to send in troops at the peak of what he later said was an attempted coup d'etat whose unnamed instigators had plunged half of the oil-rich nation's territory into violence. (…) On Tuesday he said the CSTO's main mission had been successfully completed. It would start a phased withdrawal in two days and pull out altogether within 10."

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The Washington Post vom 11.01.2022

"U.N. rebukes Kazakhstan after troops spotted wearing blue peacekeeping helmets while policing protests"

https://www.washingtonpost.com/world/2022/01/11/kazakhstan-protests-united-nations-helmet/

Die Vereinten Nationen hätten Kasachstan kritisiert, da Angehörige der Streitkräfte des zentralasiatischen Landes beim Vorgehen gegen Demonstrierende in der vergangenen Woche Blauhelme getragen haben sollen, schreibt Amy Cheng. "Stéphane Dujarric, a spokesman for the U.N. Secretary General, told reporters Monday that Kazakh authorities had said they would address the issue after the global body raised concerns. 'Countries are to use U.N. insignia only when they are performing their mandated tasks as U.N. peacekeepers in the context of their deployment within a U.N. peacekeeping operation,' he said."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.01.2022

"Wer waren die Aufrührer in Kasachstan?"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2022-01-11/suche-nach-den-schuldigen/711283.html

Es sei noch immer unklar, wer für die Unruhen in der kasachischen Stadt Almaty in der letzten Woche verantwortlich sei, konstatieren Othmara Glas und Friedrich Schmidt. "Fest steht bisher, dass Gruppen junger Männer ab dem 4. Januar durch die Stadt zogen und eine Schneise der Zerstörung hinterließen. (…) Diese sogenannten Mambety werden dafür verantwortlich gemacht, dass die Gewalt bei den zunächst auch in Almaty friedlichen Protesten eskalierte. (…) Dabei gibt es zum einen die Version, dass die Schläger von der Regierung engagiert worden seien, um die Demonstranten zu diskreditieren. Zum anderen glauben manche, dass sie Teil eines aus der Elite heraus geplanten Regierungsumsturzes gewesen seien."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

The New York Times vom 11.01.2022

"U.N. Seeks Huge Aid Increase to Prevent 'Catastrophe' in Afghanistan"

https://www.nytimes.com/2022/01/11/world/asia/afghanistan-united-nations-appeal.html

Die Vereinten Nationen hätten internationale Geber aufgerufen, mehr als fünf Milliarden US-Dollar für Afghanistan bereitzustellen, um dort eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden, berichtet Nick Cumming-Bruce. "Five months after the Taliban seized power, a severe drought and the cumulative toll of decades of war have left more than half the country's population needing humanitarian aid and plunged three-quarters of its 40 million people into acute poverty, the United Nations said. (…) Without international aid, a million Afghan children face acute hunger and another eight million people face 'a march to starvation, and ultimately even possible famine,' Mr. Griffiths [the U.N.'s emergency aid coordinator] told reporters."

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Foreign Affairs vom 11.01.2022

"The Search for Stability in Afghanistan"

https://www.foreignaffairs.com/articles/afghanistan/2022-01-11/search-stability-afghanistan

Kamran Bokhari beleuchtet den Einfluss Irans und Pakistans auf Afghanistan: "Afghanistan's largest neighbors, Iran and Pakistan (…) are the two countries that have the most influence in the country - and the most at stake. Their long borders with Afghanistan combined with historical ethnic, linguistic, and cultural ties have allowed Iran and Pakistan to play significant roles in Afghanistan's internal affairs. (…) In the aftermath of the U.S. departure, Iran and Pakistan will be the main competitors shaping the future of a Taliban-run Afghanistan."

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2.7. Subsahara-Afrika

die tageszeitung vom 10.01.2022

"Im Strudel der Krise"

https://taz.de/Ecowas-verhaengt-Sanktionen-gegen-Mali/!5827118/

Die jüngsten Sanktionen der ECOWAS-Staaten gegen Mali seien konsequent, kommentiert Katrin Gänsler. "Die Maßnahmen sind nachvollziehbar, hält sich die Regierung von Assimi Goïta nicht an die Abmachung, bis Ende Februar Wahlen zu organisieren. (…) So viel Deutlichkeit wäre auch von der internationalen Gemeinschaft wünschenswert, die alleine im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission (Minusma) jährlich zehntausende Soldat*innen in den Binnenstaat schickt."

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Council on Foreign Relations vom 10.01.2022

"Ethiopia Conflict Dynamics Shift as New U.S. Envoy Takes Over"

https://www.cfr.org/blog/ethiopia-conflict-dynamics-shift-new-us-envoy-takes-over

Es gebe Hinweise, dass der Konflikt in Äthiopien in eine neue Phase eintrete, analysiert Michelle Gavin. "Late last month, lawmakers approved the establishment of a national dialogue commission that will seek political solutions to the multiple fractures in Ethiopian society. While the dialogue as envisioned will not include armed opponents of the government, it could perhaps create a pathway toward more inclusive and consequential talks. But not all the news is good. Humanitarian conditions in Tigray are as dire as ever, in large part because the Ethiopian government continues to impede access to the region."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Der Spiegel vom 11.01.2022

"USA bieten Russland Abrüstungsgespräche an"

https://www.spiegel.de/ausland/usa-bieten-russland-abruestungsgespraeche-an-a-c7a92b22-5122-430c-b473-54a
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Der Spiegel fasst die Gespräche zwischen Russland und den USA am vergangenen Montag in Genf zusammen: "Einen Durchbruch in den Verhandlungen gab es wie erwartet nicht. Die USA hätten unter anderem Abrüstungsgespräche angeboten, wenn Russland die gleichen Schritte unternehme, sagte US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman. (…) Ihr russischer Amtskollege Sergej Rjabkow versicherte, Russland habe 'keine Intentionen, die Ukraine anzugreifen', und bezeichnete die Lage als 'nicht hoffnungslos'."

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 10.01.2022

"Turkey-UAE Relations: Economic Cooperation against the Backdrop of Geopolitical Incompatibility"

https://www.swp-berlin.org/publikation/turkey-uae-relations-economic-cooperation-against-the-backdrop-of-
geopolitical-incompatibility

Galip Dalay skizziert die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten: "Turkey and the United Arab Emirates (UAE) are taking steps to mend their ties. The UAE, it seems, is eager to refashion its image as a bridge-builder in regional politics and hedge its options in the face of the US downsizing its regional security commitments in the Middle East. Turkey, on its end, is eager to get out of the political/ideological box that it has found itself in since the onset of the Arab Uprisings and to lessen the economic cost of its geopolitical activism in the time of a deepening economic crisis at home. Though economic interests can bring the two countries closer, geopolitics can just as easily drive them apart. In spite of a seeming thaw, major sources of tension in these relations remain."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Süddeutsche Zeitung vom 10.01.2022

"Im Griff der Generäle"

https://www.sueddeutsche.de/meinung/putsch-militaerjunta-mali-sudan-myanmar-coup-1.5503732

Arne Perras gibt Empfehlungen, wie die internationale Staatengemeinschaft auf Militärputsche reagieren sollte: "Allianzen der Willigen helfen, ebenso exakt geschneiderte Sanktionen, die den Machthaber und nicht die Bevölkerung treffen. So ist es mit entsprechendem politischem Willen zumindest möglich, Waffenlieferungen zu stoppen und die Finanzgeschäfte der Regime zu stören. Das ist das Mindeste, was demokratische Staaten jenen Menschen schulden, die sich aus dem Griff der Generäle nicht befreien können."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 10.01.2022

"Faeser will stärker gegen Extremisten im öffentlichen Dienst vorgehen"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-01/nancy-faeser-extremismus-oeffentlicher-dienst

Bundesinnenministerin Nancy Faeser habe angekündigt, konsequenter gegen Extremistinnen und Extremisten im öffentlichen Dienst vorzugehen, meldet Zeit Online. "'Verfassungsfeinde werden wir schneller aus dem öffentlichen Dienst entfernen als bisher', sagte die SPD-Politikerin bei der Jahrestagung des Beamtenbunds dbb in Berlin. Sie habe den Eindruck, dass dies 'oft viel zu lange dauert'."

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