US-Soldaten in Afghanistan

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28.09.2018

"Wieso es keinen Rechtsruck gibt, aber die extreme Rechte trotzdem wächst"

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_84519312/wieso-es-keinen-rechtsruck-gibt-
aber-die-extreme-rechte-trotzdem-waechst.html

Jonas Schaible kreiert in seinem Essay den Begriff des "Normalitären", um ein Phänomen begrifflich zu fassen, dass er mit ursächlich für das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland und Europa sieht. "Natürlich sind die allermeisten Normalitären keine Rechtsextremen. Doch es gibt nicht nur ihre hedonistische, sondern auch eine extremistische Ausprägung des Normalitarismus. Die deutet gesellschaftlichen Wandel aggressiv als Krieg gegen Männer, als 'Kulturmarxismus', als 'Bevölkerungsaustausch' durch Flüchtlinge, 'Umvolkung' oder 'Rassenkrieg' oder gleich als 'Genozid an Weißen'. Nach und nach erodiert die Grenze zwischen beiden Ausformungen des Normalitarismus. Sie nähern sich einander an, vor allem über die Ablehnung von 'Politischer Korrektheit'. Die massiven Fragen, die der gesellschaftliche Wandel an das eigene Leben stellt, werden dabei zu anmaßenden Sprachregelungen einer kleinen Gruppe linker Eliten erklärt. Unter demokratischen Konservativen sind Vorwürfe an die Grünen üblich, sie seien eine 'Verbotspartei', sie wollten bevormunden und sie fühlten sich im Besitz einer höheren Moral. Markus Söder sagte im Sommer, Deutschland sei eine 'Belehrungsdemokratie'. Auch bürgerliche Kolumnisten schreiben so. An solche Vorwürfe docken Scharnierpublizisten wie Thilo Sarrazin, Scharniermedien wie Tichys Einblick, Scharnierpolitiker wie Erika Steinbach an. So verbinden sich in einer zentralen Frage Normalitäre mit der extremen Rechten."

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23.02.2018

"Wir sollten froh sein, dass Putin an der Macht ist"

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_83277358/joerg-baberowski-wir-sollten-froh-sein-dass-putin-
an-der-macht-ist-.html?ml-d

Marc von Lüpke hat sich anlässlich der russischen Präsidentschaftswahlen mit dem Historiker Jörg Baberowski über die politische Bedeutung von Präsident Putin unterhalten, der am 18. März aller Voraussicht nach im Amt bestätigt werden wird. Baberowski stellt fest, dass die meisten Russen mit Putin insgesamt zufrieden seien und die Alternative auch für den Westen nicht unbedingt attraktiv wäre. "Wir sollten eigentlich froh darüber sein, dass Putin an der Macht ist. Politiker im Westen glauben, Russen wählten Liberale oder Grüne, wenn man sie ließe. Diese Vorstellung ist völlig abwegig. In freien Wahlen würden Neo-Faschisten und Kommunisten die meisten Stimmen erhalten. Wer hört, was Alexei Nawalny über Menschen aus dem Kaukasus und Zentralasien sagt, wird sich vielleicht fragen, ob Putin nicht doch die bessere Lösung ist. (...) Putin hat Russland gar nicht so sehr verändert. Er hat nur die bekannten autoritären Machtstrukturen wiederhergestellt und damit auch dem Wunsch von Millionen entsprochen. Effizienz und Akzeptanz demokratischer Strukturen beruhen auf der Voraussetzung bescheidenen Wohlstands und intakter Machtstrukturen. In Russland aber vollzogen sich die demokratischen Experimente unter prekären Verhältnissen. Dadurch wurden sie diskreditiert. Und sie funktionierten auch nicht. Unter Putin haben sich die Verhältnisse in vielerlei Hinsicht auch zum Besseren verändert."

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