US-Soldaten in Afghanistan

Internationale Politik

Text


»https://internationalepolitik.de/de«

01.11.2021

"Beistand fürs Baltikum"

https://internationalepolitik.de/de/beistand-fuers-baltikum

Die NATO wäre mit den aktuellen Fähigkeiten der sogenannten "Enhanced Forward Presence" vermutlich nicht in der Lage, einen überraschenden Angriff Russlands auf die baltischen Staaten abzuschrecken, stellt Roger Näbig fest. "Als Antwort auf die militärischen Interventionen Russlands während der Krim-Krise und den anschließenden Konflikt in der Ostukraine beschlossen die NATO-Länder bereits im September 2014 den Readiness Action Plan (RAP), der die Grundlage für die Schaffung der Enhanced Forward Presence (eFP) in Estland, Lettland, Litauen und Polen bildete. Der RAP sollte die Fähigkeit der Allianz erhöhen, auf sicherheitspolitische und andere Krisen reagieren zu können, und gleichzeitig die kollektive Verteidigung stärken. (…) Es besteht weitestgehend Einigkeit, dass die NATO auf konventioneller Ebene mit der eFP einen (unwahrscheinlichen) plötzlichen russischen Großangriff zum Beispiel aus einem Großmanöver wie Sapad 2021 heraus nicht zurückschlagen könnte."

Mehr lesen


01.11.2021

"Die zweifelnden Möchte-nicht-gern-Krieger"

https://internationalepolitik.de/de/die-zweifelnden-moechte-nicht-gern-krieger

Die deutsche Politik müsse die in den vergangenen zwanzig Jahren getroffenen Entscheidungen zu Afghanistan umfassend reflektieren, fordert Philipp Rotmann. "Leistete die deutsche Entwicklungshilfe mit ihrem humanitären Fokus auf die Schaffung von Existenzgrundlagen einen Beitrag zur Stärkung einer Regierung, die um die politische Kontrolle kämpfte? Oder verschaffte sie versehentlich dem Warlord politisches Kapital, der das Gebiet beherrschte, in dem die Existenzgrundlagen verbessert werden sollten? (…) Die deutschen Wählerinnen und Wähler, Steuerzahler und die Angehörigen der getöteten Soldaten verdienen Antworten auf diese Fragen. Dasselbe gilt für die vielen Afghanen, die ihr Schicksal - und das ihrer Familien - aufs Spiel gesetzt haben, weil sie für die Deutschen arbeiteten."

Mehr lesen


01.11.2021

"Hilfe ist möglich"

https://internationalepolitik.de/de/hilfe-ist-moeglich

Tareq Sydiq fordert nach dem Abzug der NATO-Truppen mehr internationales Engagement für Afghanistan. "Insbesondere drei politische Felder bieten sich an für ein Engagement, das versucht, auf erzielten Erfolgen aufzubauen und künftige Bedrohungen zu antizipieren. Dazu gehören die diverse Medienlandschaft, die voraussichtlich von einem eingeschränkten Umfeld bedroht wird und auf Ausweichräume angewiesen ist, die Frauenbildung, deren Zukunft angesichts einer unklaren Linie der Taliban ungewiss ist, sowie der Schutz von Aktivisten, welche seit Beginn der Taliban-Herrschaft mobilisieren und von möglichen Repressionen betroffen sind."

Mehr lesen


01.11.2021

"GERD und der Konflikt am Nil"

https://internationalepolitik.de/de/gerd-und-der-konflikt-am-nil

Stephan Roll beleuchtet den Konflikt um den Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) zwischen Ägypten, Äthiopien und dem Sudan: "Vor allem der Unteranrainer Ägypten befürchtet durch die ungeregelte und nicht abgestimmte Inbetriebnahme des äthiopischen Damms eine Reduzierung seiner Wasserressourcen. (…) Für Kairo schwinden (…) die Möglichkeiten, doch noch zu einer einvernehmlichen Lösung mit dem Oberlieger Äthiopien im Nilstreit zu gelangen. (…) Vor allem aber zeigt der Nilkonflikt für Kairo in aller Deutlichkeit die Grenzen der eigenen Machtprojektion auf. Ägypten verfügt über das größte Militär auf dem afrikanischen Kontinent und liegt im weltweiten Vergleich auf Rang 13. Dennoch waren die militärischen Möglichkeiten im Nilkonflikt bislang sehr begrenzt."

Mehr lesen


01.11.2021

"'Minigolf statt Golf-Masters'"

https://internationalepolitik.de/de/minigolf-statt-golf-masters

Im Gespräch mit der Redaktion des Magazins "Internationale Politik" skizziert Sigmar Gabriel, ehemaliger Außenminister und Vizekanzler Deutschlands, die außenpolitischen Herausforderungen der EU. "Was wir in Afghanistan oder im Umgang der USA mit uns erlebt haben, sind dramatische Hinweise auf den Bedeutungsverlust, den Europa erfahren hat und weiter erfahren wird. (…) Europa wird aus vielen Gründen geschätzt, aber natürlich im Wesentlichen, weil wir ökonomisch interessant sind. Da drohen wir zurückzufallen. Wir haben bis heute keine Kapitalmarktunion, unsere Investitionen in KI sind eine homöopathische Dosis, gemessen an dem, was die USA und China machen."

Mehr lesen


01.11.2021

"Klima der Instabilität"

https://internationalepolitik.de/de/klima-der-instabilitaet

Die Klimakrise stelle eine Gefahr für die Stabilität und Sicherheit von Staaten und Gesellschaften dar, warnt Benjamin Pohl. "Die friedens- und stabilitätsbedrohenden Konsequenzen nehmen bereits heute Gestalt an, aber der Ausblick ist noch weit beunruhigender. (…) Unsere Fähigkeiten, klimabezogene Sicherheitsrisiken nicht nur zu erkennen, sondern ihnen auch entgegenzuwirken, sind inadäquat. Was tun? Unabhängig von ihrer Zusammensetzung steht die kommende Bundesregierung vor erheblichen klimapolitischen Herausforderungen, die sie selbstverständlich nicht unilateral bewältigen kann. Sie müssen deshalb zentrale Richtschnur von Außen- und Sicherheitspolitik werden: Außenpolitik ist Klimapolitik."

Mehr lesen


15.09.2021

"Schuld und Versagen in Afghanistan"

https://internationalepolitik.de/de/schuld-und-versagen-afghanistan

Holger Bahle, ehemaliger Oberst i.G. der Bundeswehr, blickt zurück auf den Afghanistan-Einsatz: "Ich empfinde Respekt und Dankbarkeit für die Menschen in Afghanistan, besonders für die afghanischen Sicherheitskräfte, die mich in der Zeit als deutscher Soldat in ihrem Land freundschaftlich in vielen positiven Begegnungen unterstützt haben. (…) Doch ausgerechnet den afghanischen Sicherheitskräften wird nach der Machtübernahme der Taliban immer wieder 'Schuld' in die längst abgelaufenen und zerrissenen Schuhe geschoben. (…) Vor allem die durchgängige Missachtung von 'Afghan ownership' beim allzu forschen Umgang mit der Afghan National Army (ANA) und der Afghan National Police (ANP) war ursächlich für den schnellen Siegeszug der Taliban im Juli und August 2021."

Mehr lesen


01.09.2021

"Eine Frage der nationalen Sicherheit"

https://internationalepolitik.de/de/eine-frage-der-nationalen-sicherheit

Korruption stelle auch für demokratische Staaten eine Bedrohung dar, schreibt Silvia Stöber. "Die Verschleierung von Geldflüssen innerhalb des internationalen Finanzsystems macht es Profiteuren von Korruption leichter, Gelder ins Ausland zu transferieren und damit ihren eigenen Staaten Ressourcen in erheblichem Umfang zu entziehen. (…) Die ausgefeilten Systeme mit Briefkastenfirmen und Offshore-Konten können auch der 'strategischen Korruption' dienen, wie sie Biden und US-Experten beschreiben - der Beeinflussung von Entscheidungsträgern und Multiplikatoren in anderen Staaten aus politischen oder sicherheitsstrategischen Gründen. So lag es im Interesse der russischen Führung um Wladimir Putin, bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu schwächen, wenn nicht ihre Wahl zu verhindern. (…) Eine effektive Bekämpfung strategischer Korruption mit dem Ziel negativer Einflussnahme auf andere Staaten muss auf internationaler Ebene stattfinden."

Mehr lesen


01.09.2021

"Smarte Souveränität"

https://internationalepolitik.de/de/smarte-souveraenitaet

Die neue Bundesregierung müsse im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik umdenken, argumentieren Christian Mölling und Daniela Schwarzer. "Deutschland und auch die EU sollen in zentralen politischen Fragen eigene Ziele setzen und verfolgen können, statt die anderer zu übernehmen. In diesem Sinne sollte die neue Bundesregierung Strukturen für die internationale Dimension deutscher Politiken schaffen, die den strategischen Herausforderungen angemessen sind, im Rahmen einer übergreifenden Strategie gezielt priorisieren, in welchen Feldern Deutschland nach smarter Souveränität strebt, und enge, belastbare Partnerschaften aus einer Position der Weitsicht und Handlungswilligkeit auf- und ausbauen."

Mehr lesen


01.09.2021

"Hossein Amir-Abdol­lahian: Der revolutionäre Diplomat"

https://internationalepolitik.de/de/hossein-amir-abdol-lahian-der-revolutionaere-diplomat

Natalie Amiri stellt Irans neuen Außenminister Hossein Amir-Abdol­lahian vor: "Der 57-Jährige ist misstrauisch gegenüber dem Westen und ein lautstarker Unterstützer der sogenannten 'Widerstandsachse' gegen Israel. Die Ernennung Amir-Abdollahians zum Top-Diplomaten Teherans dürfte also die bereits stark angespannten Beziehungen im Nahen Osten und darüber hinaus vor zahlreiche neue Herausforderungen stellen und den Hardlinerkurs der Präsidentschaft von Ebrahim Raisi weiter befeuern."

Mehr lesen


01.09.2021

"Drei Fragen an ... Antje Leendertse"

https://internationalepolitik.de/de/drei-fragen-antje-leendertse

Im Interview mit der Internationalen Politik (IP) erklärt Deutschlands neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Antje Leendertse: "Der Sicherheitsrat bleibt das entscheidende UN-Exekutivorgan. Dennoch: Sein Legitimitätsverlust, auch eine Folge seiner Zusammensetzung, die die Welt vor der Dekolonialisierung widerspiegelt, ist nicht zu übersehen. Deshalb ist es wichtig, seine Arbeitsweise, seine Struktur und seine Aufstellung an die Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen."

Mehr lesen


25.06.2021

"Im digitalen Fadenkreuz"

https://internationalepolitik.de/de/im-digitalen-fadenkreuz

Desinformation stelle auch für Deutschland eine zentrale außen- und sicherheitspolitische Herausforderung dar, argumentiert Lutz Güllner. "Gerade in der Corona-Krise wurde nochmals deutlich, wie oft und massiv ausländische Akteure, insbesondere staatliche wie Russland und China, Einfluss auf den Informationsraum in Europa zu nehmen versuchen und dafür auch gezielt Desinformation einsetzen. (…) Experten gehen davon aus, dass die Bundestagswahl ins Fadenkreuz geraten könnte - auch wenn die Gefahr einer unmittelbaren und massiven Verfälschung des Wahlergebnisses als relativ gering einzuschätzen ist. Das Problem ist deshalb auch eher der mittel- bis langfristige Effekt dieser Kampagnen. Deutschland sollte noch enger mit seinen europäischen und internationalen Partnern zusammenarbeiten und gemeinsame Strategien entwickeln. Auch der Aufbau entsprechender Strukturen und die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Initiativen sind notwendig."

Mehr lesen


25.06.2021

"'Deutschland, wir müssen reden'"

https://internationalepolitik.de/de/deutschland-wir-muessen-reden

Der Leiter der außenpolitischen Abteilung des Bundespräsidialamtes, Thomas Bagger, skizziert die außenpolitische Debatte in Deutschland: "Deutsche Diskurse zur Außenpolitik oszillieren häufig zwischen Nabelschau und Weltbeglückung. Wir wollen entweder von der Heillosigkeit der Welt nichts wissen - oder aber wir setzen ihr eine möglichst globale Heilserwartung entgegen. Gestaltende Außenpolitik aber spielt sich vornehmlich zwischen diesen beiden Polen ab."

Mehr lesen


25.06.2021

"Für Frieden in der Welt!"

https://internationalepolitik.de/de/fuer-frieden-der-welt

Deutschlands globaler Einfluss sei gewachsen, analysiert Gerrit Kurtz. "In den vergangenen Jahren ist Deutschland zu einem der größten Geber in Krisenregionen aufgestiegen, oft in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. 2019 stellte die Bundesregierung laut OECD mehr zivile Mittel für Frieden und Stabilität bereit als die USA oder Großbritannien (nur die EU gab mehr). Damit gehen Steuerungsmöglichkeiten und diplomatische Zugänge einher. (…) Das Menschenwürdegebot des Grundgesetzes und die enge internationale Verflechtung Deutschlands verlangen nicht, dass die Bundesregierung jedem Diktator in die Parade fährt. Doch wer außenpolitisch gestalten will, wird im Bereich der Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung breite Möglichkeiten dazu finden."

Mehr lesen


25.06.2021

"Raus aus der Beobachterrolle"

https://internationalepolitik.de/de/raus-aus-der-beobachterrolle

Deutschland müsse sich im indo-pazifischen Raum militärisch stärker engagieren, fordert Mangesh Sawant. "Deutschland ist dem Indo-Pazifik wirtschaftlich verbunden, aber militärisch ist es nicht präsent. China aber muss durch eine kollektive Sicherheitsarchitektur eingehegt werden. (…) Deutschland kann sich im indo-pazifischen Raum nicht darauf beschränken, Wirtschaftsabkommen zu unterzeichnen und Handelsabkommen auszuhandeln. Es muss sich verpflichten, zum aktiven Sicherheitspartner zu werden. Wenn Deutschland mit Blick auf seine wirtschaftlichen Beziehungen davor zurückscheut, Peking zu verärgern, birgt das die Gefahr, die Bemühungen der EU um eine gemeinsame China-Politik zu untergraben."

Mehr lesen


25.06.2021

"'Deutschland muss sich entscheiden'"

https://internationalepolitik.de/de/deutschland-muss-sich-entscheiden

Im Gespräch mit der Redaktion des Magazins "Internationale Politik" mahnt die neue Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Cathryn Clüver Ashbrook: "Die nächste Bundesregierung wird den Amerikanern schnell Angebote machen müssen. (…) Die Amerikaner werden schnell eine deutliche Positionierung im Verhältnis Deutschland, USA und China verlangen, auch wenn sie es zurzeit offiziell abstreiten. Das wird die nächste Bundesregierung in eine extreme Situation bringen, zumindest aber in eine Dauererklärungsnot. Angesichts des deutschen Wirtschaftsmodells wird eine Positionierung auch für die nächste Regierung in der Klarheit, wie sie sich die Amerikaner erhoffen, kaum möglich sein."

Mehr lesen


25.06.2021

"Zeit für eine neue Russland-Politik"

https://internationalepolitik.de/de/zeit-fuer-eine-neue-russland-politik

Kristi Raik kritisiert Deutschlands Russland-Politik: "Das Ziel deutscher Russland-Politik sind freundschaftliche Beziehungen zu Moskau - und die Aufrechterhaltung des Dialogs trägt dazu bei, die Illusion zu fördern, man habe diese bereits verwirklicht. (…) Die Prinzipien der positiven Interdependenz und des freundschaftlichen Engagements passen ganz einfach nicht zu Russlands Wahrnehmung der Welt und Putins Interessen. (…) Die ernüchternde Realität der deutschen und europäischen Beziehungen zu Russland ist, dass Spannungen gemanagt und europäische Werte geschützt werden müssen. Dies muss Vorrang haben vor der Hoffnung, dass die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten in absehbarer Zeit wie von Geisterhand ausgeräumt werden."

Mehr lesen


01.05.2021

"Die Kanzlerin der Krisen - eine Bilanz"

https://internationalepolitik.de/de/die-kanzlerin-der-krisen-eine-bilanz

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die deutsche Außenpolitik in ihrer 16-jährigen Amtszeit stärker verändert, als viele annehmen würden, argumentiert Andreas Rinke. "Vom reinen Mitläufer amerikanischer und westlicher Außenpolitik hat di[e] Bundesrepublik ein eigenständigeres Profil entwickelt - was schon angesichts der angestrebten europäischen und transatlantischen Einbindung nie ohne Widerspruch war. Überwölbende Linie für die Kanzlerschaft Merkels ist dabei, dass Deutschland auf der diplomatischen Bühne von einer passiven zu einer aktiveren Rolle übergegangen ist - oft notgedrungen, weil sich die Welt um Deutschland und die EU herum dramatisch verändert hat."

Mehr lesen


01.05.2021

"Die Wunderwaffe"

https://internationalepolitik.de/de/die-wunderwaffe

Nana Brink wirft einen Blick auf das deutsch-französisch-spanische Rüstungsprojekt "Future Combat Air System" (FCAS): "Strategisch gesehen wird das Luftkampfsystem der Zukunft der Testfall schlechthin für eine europäische Sicherheitspolitik sein. (…) FCAS ist nicht einfach nur ein weiteres Kampfflugzeug, wie oft zu lesen ist. Es ist ein gänzlich neuartiges Luftverteidigungsnetzwerk. (…) FCAS war von Beginn an eher ein politisches denn ein militärisches Konzept, und vielleicht liegt darin ein Geburtsfehler. (…) FCAS ist keine freiwillige Industriekooperation, sondern ein Projekt der politischen Machtzentren in Paris und Berlin."

Mehr lesen


01.05.2021

"Deutschland, der unwillige Koalitionär"

https://internationalepolitik.de/de/deutschland-der-unwillige-koalitionaer

Immer mehr Partnerländer Deutschlands bevorzugten Militärmissionen außerhalb des EU-, NATO- oder UN-Rahmens, analysiert Jana Puglierin. "Sie wollen lieber im Rahmen flexibler Allianzen agieren, in denen sich gleichgesinnte Staaten entsprechend ihren nationalen Fähigkeiten und Prioritäten an einer Operation beteiligen. (…) Anders als in Frankreich tut man sich in Deutschland mit dem vermehrten Rückgriff auf flexible Koalitionen der Willigen außerhalb der Vereinten Nationen, der NATO oder der EU schwer. Die enge Einbindung in alle drei Institutionen gehört zum Markenkern deutscher Außenpolitik. (…) Vor allem aber herrscht in Deutschland ein Verfassungsverständnis, das dem Handlungsspielraum der Bundesregierung und des Bundestags für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an derartigen Missionen sehr enge Grenzen setzt. (…) Das Thema könnte durchaus für Sprengkraft in einer kommenden Koalitionsregierung sorgen."

Mehr lesen


01.05.2021

"Alle Außen- ist auch Klimapolitik"

https://internationalepolitik.de/de/alle-aussen-ist-auch-klimapolitik

Deutschlands bisherige Initiativen für eine kohärente Klima-Außenpolitik seien zu eng ausgerichtet gewesen, konstatieren Christin Knüpfer und Ronja Scheler. "Klima-Außenpolitik betrifft (…) nahezu alle Bereiche des deutschen Außenhandelns. Ihr muss ein breiter Ansatz zugrunde liegen, der die relevanten Akteure in Deutschland vernetzt und koordiniert. Um Klima-Außenpolitik umfassend zu denken und umzusetzen, müssen Entscheiderinnen und Entscheider auf mindestens vier Ebenen tätig werden: im globalen multilateralen Rahmen basierend auf den Zielen des Pariser Klimaabkommens, in plurilateralen Formaten unter Beteiligung einzelner Staaten, in bilateralen Beziehungen und bei der innenpolitischen Konfiguration deutscher Klima-Außenpolitik."

Mehr lesen


28.04.2021

"'Dass Deutschland führen soll, macht vielen Angst'"

https://internationalepolitik.de/de/dass-deutschland-fuehren-soll-macht-vielen-angst

Im Gespräch mit Martin Bialecki, Henning Hoff, Fabio Reith und Joachim Staron plädiert Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine aktivere Rolle Deutschlands in der Außen- und Sicherheitspolitik: "Viele Jahrzehnte lang war es eine deutsche Tugend, sich nicht zu exponieren als außen- und sicherheitspolitische Kraft. Das ist nach dem Grauen der Nazi-Zeit verständlich, und es war auch ein Grund für den politischen und wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes. (…) Doch jetzt lernen wir, dass sich die Lage so verändert hat, dass das alte außenpolitische Konzept der Bundesrepublik nicht mehr aufgeht. Viele Partner und Verbündete hoffen und erwarten zu Recht: Deutschland solle mehr tun, mehr Geld ausgeben, aktiver führen, sich stärker einbringen. Das sollte auch unser eigener Anspruch sein, denn unser freies und wirtschaftlich stabiles Leben ist davon abhängig. (…) Wir spüren ja alle, dass sich die Welt verändert und auch neue Gefahren auf uns zusteuern. Unsere Sicherheit können wir nicht länger in die Hand anderer legen. Dieser Umbruch ist schwer."

Mehr lesen


01.03.2021

"Virtuelle Machtspiele"

https://internationalepolitik.de/de/virtuelle-machtspiele

Claire Luzia Leifert und Manouchehr Shamsrizi zeigen die Chancen und Risiken von Videospielen für die Außen- und Sicherheitspolitik auf. "Während eine mögliche Radikalisierung von Spielenden im Lichte der Anschläge von Christchurch und Halle breit diskutiert wurde, sind andere Risiken in Deutschland eher unbeachtet geblieben. So wies das britische Verteidigungsministerium 2018 darauf hin, dass Künstliche Intelligenz mithilfe von Video-Strategiespielen wie StarCraft II im Lösen taktischer Kampfentscheidungen trainiert werden kann. Das Ministerium warnt davor, dass so trainierte KI-Programme für Cyberattacken eingesetzt werden können, zum Beispiel um kritische Infrastruktur zu zerstören. (…) Neben Risiken bergen Videospiele aber auch Chancen für die Außenpolitik. (…) Um die Jüngeren zu erreichen, kann Außenpolitik deren Kulturtechnik, das Videospiel, für Bürgerdialog und Public Diplomacy nutzen."

Mehr lesen


26.02.2021

"'Wir brauchen Zugang!'"

https://internationalepolitik.de/de/wir-brauchen-zugang

Seit November 2020 kämpft die äthiopische Regierung in Tigray gegen die Volksbefreiungsfront TPLF um die Vorherrschaft in der Region. Zwei Flüchtlingscamps wurden zerstört, tausende Menschen sind auf der Flucht. Im Gespräch mit Lisa Marie Rumpf und Martin Bialecki beschreibt Chris Melzer, Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, die Situation der Geflüchteten vor Ort: "Wir haben Satellitenbilder ausgewertet und mit vielen Flüchtlingen gesprochen, die aus Hitsats und Shimelba geflohen sind. Sie berichten von bewaffneten Gruppen, die die Camps angegriffen haben, die Flüchtlinge getötet oder verschleppt haben. Wir können diese Berichte nicht prüfen, weil wir noch immer keinen Zugang haben. Aber sie sind plausibel und glaubwürdig. Wir sind extrem beunruhigt. Wenn diese Berichte tatsächlich stimmen, wären das grobe Verletzungen des Völkerrechts."

Mehr lesen


08.02.2021

"'Ich bin Realpolitiker'"

https://internationalepolitik.de/de/ich-bin-realpolitiker

Im Gespräch mit Andreas Rinke fordert der neue CDU-Parteivorsitzende Armin Laschet eine stärkere Integration zwischen den EU-Mitgliedsstaaten im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik. Europa müsse gemeinsam agieren, die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) und andere europäische Projekte gestärkt werden. Daraus ergebe sich jedoch auch: "Wenn man eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik will, muss man auch gemeinsam die Verteidigungsmittel produzieren. Wer die Sprache der Macht sprechen will, braucht auch die Instrumente der Macht. Daher ist das Erreichen des 2-Prozent-Ziels der NATO keine amerikanische Zumutung, sondern in unserem Interesse."

Mehr lesen


Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

16 Autor*innen aus Krisengebieten wünschen sich für ihre Zukunft weiterschreiben zu können. In di...

Sicherheitspolitik verstehen

Sicherheitspolitik verstehen

Wie sieht eine zeitgemäße Sicherheitspolitik angesichts einer zunehmend komplexer werdenden und st...

Am Hindukusch – und weiter?

Am Hindukusch – und weiter?

Ende 2014 zogen die letzten deutschen ISAF-Truppen aus Afghanistan ab. Dieser Band zieht Bilanz, fra...

Fluter Terror

Terror

Terrorismus bedroht die offene Gesellschaft und die kulturelle Vielfalt. Er ist uns fremd, aber er k...

Krieg im 21. Jahrhundert

Krieg im 21. Jahrhundert

Kriege sehen heute anders aus als noch vor 100 oder 50 Jahren: oft stehen sich Staaten und bewaffnet...

Ground Zero

Ground Zero

Ungebrochen aktuell bleiben Fragen nach den Wurzeln und den Folgen der Terroranschläge vom 11. Sept...

Eine Geschichte des Krieges

Eine Geschichte des Krieges

Kriege durchziehen die Menschheitsgeschichte - doch erst in den vergangenen zwei Jahrhunderten bekam...

Zum Shop