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Das Quiz zu Menschenrechten

Quiz Menschenrechte

Wie lautet der 1. Artikel der Erklärung der Menschenrechte? Wie viele "Generationen" von Menschenrechten gibt es? Was sind die "Vier Freiheiten"? Teste Dein Wissen in unserem Quiz!

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Erläuterung

1948 unterschieden sich Ost und West schon so stark, dass sie sich nicht auf eine völkerrechtlich bindende Version einigen konnten. Der Westen wollte nur bürgerliche und politische Freiheitsrechte, der Osten zusätzlich wirtschaftliche und soziale Rechte.

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Erläuterung

Menschenrechte sind in der Regel Bestandteil nationaler Rechtssysteme. Da jeder Mensch über diese Rechte verfügt, kann auch jede/r gegen ihren Verstoß im jeweiligen Land klagen. Ein nationales Gericht fällt dann ein Urteil. Verstößt ein solches Urteil jedoch weiterhin gegen Menschenrechte, kann der Staat vor einem internationalen Gerichtshof wie bspw. dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagt werden. Dort können Staaten dann dazu verurteilt werden, das Urteil zurückzunehmen oder ein menschrechtswidriges Gesetz zu ändern.

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Erläuterung

Als junger Rechtsberater in Südafrika machte Mahatma Gandhi erste persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung: Damit begann sein Kampf für die Gleichberechtigung und das Miteinander aller Religionen sowie die Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft. Er machte sich auch für die Rechte der Muslime stark, was ihm Feindschaft einbrachte. Am 30. Januar 1948 wurde er von einem fanatischen Hindu erschossen.

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Erläuterung

Ende Mai 2021 lagt die Anzahl der Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bei 64.950. Die meisten Verfahren liegen gegen Russland vor, gefolgt von der Türkei und der Ukraine. Gegen Deutschland sind derzeit 645 Verfahren anhängig.

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Erläuterung

Laut Statut wird der Gerichtshof nur tätig bei Völkermord, schweren Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und seit 2018 auch bei Angriffskrieg ("Aggression"). Zudem ist er nur dann zuständig, wenn Staaten diese Delikte auf nationaler Ebene nicht verfolgen können oder wollen. Angeklagt werden können Einzelpersonen, sofern das Land, in dem die Verbrechen begangen wurden, dem Gerichtshof beigetreten ist – oder wenn das Heimatland des Täters/der Täterin das Statut ratifiziert hat.

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Erläuterung

Menschenrechte der ersten Generation sind bürgerliche Abwehrrechte gegen den Staat, wie das Recht auf Bewegungsfreiheit, Berufsfreiheit oder Meinungsfreiheit. Die zweite Generation von Menschenrechten beinhaltet soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte, wie das Recht auf Arbeit, Bildung etc. Sie gelten als Anspruchsrechte, die dem Staat eine aktive Politik abfordern. Menschenrechte der dritten Generation werden dagegen als Gruppen- oder Kollektivrechte aufgefasst, wie beispielsweise das Recht auf intakte Umwelt.

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Erläuterung

Normalerweise können Straftaten nur in dem Land vor Gericht gebracht werden, in dem sie verübt wurden. Die Grundidee des Weltrechtsprinzips ist hingegen, dass gravierende Verbrechen, die universelle Werte verletzen, wie z.B. Völkermord, überall auf der Welt geahndet werden können – ohne dass eine besondere geografische Verbindung zum Fall bestehen muss. Ziel ist es, dass mutmaßliche Täter/-innen keinen sicheren Unterschlupf außerhalb ihrer Heimatländer finden und überall auf der Welt für diese Verbrechen belangt werden können.

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Erläuterung

Am 10.12.1948 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Erklärung. Das Dokument war von 1946 bis 1948 von der UN-Menschenrechtskommission unter Vorsitz der Menschrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt, der Frau des früheren US-Präsidenten Franklin Roosevelt, erarbeitet worden. Es umfasst 30 Artikel, in denen politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sowie Bürgerrechte festgelegt sind.

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Erläuterung

Der 1. Artikel lautet: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", lautet der erste Artikel der Erklärung. Er soll deutlich machen, dass diese Rechte von Geburt an gelten und als Naturrechte unveräußerlich und unabdingbar sind.

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Erläuterung

Schon die Präambel nimmt Bezug auf die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes im Zweiten Weltkrieg. "Da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen", heißt es in ihr, sollte eine friedliche, die Menschenrechte achtende Weltordnung etabliert werden, die solche Verbrechen zukünftig unmöglich machte.

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Erläuterung

Die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung decken Freiheitsrechte (wie das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, die Gewissens- und Religionsfreiheit, die Meinungs- und Informationsfreiheit) ebenso ab, wie wirtschaftliche und soziale Rechte (wie das Recht auf soziale Sicherheit, das Recht auf Arbeit und das Recht auf Bildung).

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Erläuterung

Die Allgemeine Menschenrechtserklärung stellte 1999 einen Weltrekord als das am meisten übersetzte Dokument der Welt auf. Bis heute wurde sie in 529 Sprachen und Dialekte übersetzt – von Abchasisch bis Zulu. Zuletzt wurde sie in die Sprache Uduk übersetzt, die im Sudan nahe der Grenze zu Äthiopien gesprochen wird.

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Erläuterung

Die Menschenrechte sind in den Grundrechten des Grundgesetzes (GG) verankert. In Artikel 1 Absatz 2 des Grundgesetzes heißt es: "Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."

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Erläuterung

Ein Recht auf Glück gibt es leider nicht. Laut Artikel 24 hat aber jeder Mensch das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub. Artikel 17 garantiert das Recht auf Eigentum – sowohl allein als auch zusammen mit anderen. Außerdem darf niemand willkürlich des Eigentums beraubt werden.

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Erläuterung

Der damalige US-Präsident Roosevelt hatte die Rede- und Glaubensfreiheit sowie die Freiheit von Furcht und Not erstmal in seiner Jahresrede vor dem Kongress im Januar 1941 verkündet. Während die Religions- und Redefreiheit zu den Forderungen der französischen und der amerikanischen Revolution gehören, war die Proklamation einer Freiheit von Furcht und Not neu. Die Idee findet sich sowohl in der Präambel als auch in den Artikeln der Menschenrechtserklärung wieder.

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Kinder haben ein Recht auf Spiel. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention, der 193 Länder zugestimmt haben. Dort heißt es in Artikel 31, dass das Recht auf Spiel ein Menschenrecht ist, das jedes Kind hat, die Regierungen dieses Recht achten und fördern. Wer Kinder am Spielen hindert, verletzt demnach ein Menschenrecht.

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Erläuterung

Seit 2006 überwacht der UN-Menschenrechtsrat Menschenrechtsverletzungen. Er begutachtet regelmäßig die Menschenrechtssituation in allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen und kann mit absoluter Mehrheit die Entsendung von Beobachter/-innen zur Überwachung der Menschenrechtssituation beschließen.

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Erläuterung

Wie die meisten Industriestaaten hat Deutschland die UN-Wanderarbeiterkonvention weder unterzeichnet noch ratifiziert. Die Konvention legt die Rechte für Arbeitsmigrant/-innen, Saison- und Gelegenheitsarbeiter/-innen und ihre Familien fest, etwa das Recht auf soziale Sicherheit.

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Ihre Auswertung

Woran scheiterte im Jahr 1948 der Plan, die Allgemeine Menschenrechtserklärung völkerrechtlich verbindlich zu machen?

Erläuterung

1948 unterschieden sich Ost und West schon so stark, dass sie sich nicht auf eine völkerrechtlich bindende Version einigen konnten. Der Westen wollte nur bürgerliche und politische Freiheitsrechte, der Osten zusätzlich wirtschaftliche und soziale Rechte.

Wie und wo können Menschenrecht eingeklagt werden?

Erläuterung

Menschenrechte sind in der Regel Bestandteil nationaler Rechtssysteme. Da jeder Mensch über diese Rechte verfügt, kann auch jede/r gegen ihren Verstoß im jeweiligen Land klagen. Ein nationales Gericht fällt dann ein Urteil. Verstößt ein solches Urteil jedoch weiterhin gegen Menschenrechte, kann der Staat vor einem internationalen Gerichtshof wie bspw. dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagt werden. Dort können Staaten dann dazu verurteilt werden, das Urteil zurückzunehmen oder ein menschrechtswidriges Gesetz zu ändern.

Welche Person hat sich immer wieder für Menschenrechte stark gemacht?

Erläuterung

Als junger Rechtsberater in Südafrika machte Mahatma Gandhi erste persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung: Damit begann sein Kampf für die Gleichberechtigung und das Miteinander aller Religionen sowie die Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft. Er machte sich auch für die Rechte der Muslime stark, was ihm Feindschaft einbrachte. Am 30. Januar 1948 wurde er von einem fanatischen Hindu erschossen.

Wie viele Verfahren sind derzeit ungefähr am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig?

Erläuterung

Ende Mai 2021 lagt die Anzahl der Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bei 64.950. Die meisten Verfahren liegen gegen Russland vor, gefolgt von der Türkei und der Ukraine. Gegen Deutschland sind derzeit 645 Verfahren anhängig.

Für welche Verbrechen ist der Internationale Strafgerichtshof zuständig?

Erläuterung

Laut Statut wird der Gerichtshof nur tätig bei Völkermord, schweren Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und seit 2018 auch bei Angriffskrieg ("Aggression"). Zudem ist er nur dann zuständig, wenn Staaten diese Delikte auf nationaler Ebene nicht verfolgen können oder wollen. Angeklagt werden können Einzelpersonen, sofern das Land, in dem die Verbrechen begangen wurden, dem Gerichtshof beigetreten ist – oder wenn das Heimatland des Täters/der Täterin das Statut ratifiziert hat.

Wie viele "Generationen" von Menschenrechten gibt es?

Erläuterung

Menschenrechte der ersten Generation sind bürgerliche Abwehrrechte gegen den Staat, wie das Recht auf Bewegungsfreiheit, Berufsfreiheit oder Meinungsfreiheit. Die zweite Generation von Menschenrechten beinhaltet soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte, wie das Recht auf Arbeit, Bildung etc. Sie gelten als Anspruchsrechte, die dem Staat eine aktive Politik abfordern. Menschenrechte der dritten Generation werden dagegen als Gruppen- oder Kollektivrechte aufgefasst, wie beispielsweise das Recht auf intakte Umwelt.

Wobei handelt es sich beim Weltrechtsprinzip?

Erläuterung

Normalerweise können Straftaten nur in dem Land vor Gericht gebracht werden, in dem sie verübt wurden. Die Grundidee des Weltrechtsprinzips ist hingegen, dass gravierende Verbrechen, die universelle Werte verletzen, wie z.B. Völkermord, überall auf der Welt geahndet werden können – ohne dass eine besondere geografische Verbindung zum Fall bestehen muss. Ziel ist es, dass mutmaßliche Täter/-innen keinen sicheren Unterschlupf außerhalb ihrer Heimatländer finden und überall auf der Welt für diese Verbrechen belangt werden können.

Wann wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die UN verabschiedet?

Erläuterung

Am 10.12.1948 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Erklärung. Das Dokument war von 1946 bis 1948 von der UN-Menschenrechtskommission unter Vorsitz der Menschrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt, der Frau des früheren US-Präsidenten Franklin Roosevelt, erarbeitet worden. Es umfasst 30 Artikel, in denen politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sowie Bürgerrechte festgelegt sind.

Wie lautet der 1. Artikel der Erklärung der Menschenrechte?

Erläuterung

Der 1. Artikel lautet: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", lautet der erste Artikel der Erklärung. Er soll deutlich machen, dass diese Rechte von Geburt an gelten und als Naturrechte unveräußerlich und unabdingbar sind.

Was war der historische Anlass für die Ausarbeitung der Menschenrechtserklärung?

Erläuterung

Schon die Präambel nimmt Bezug auf die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes im Zweiten Weltkrieg. "Da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen", heißt es in ihr, sollte eine friedliche, die Menschenrechte achtende Weltordnung etabliert werden, die solche Verbrechen zukünftig unmöglich machte.

Aus wie vielen Artikeln besteht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte?

Erläuterung

Die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung decken Freiheitsrechte (wie das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, die Gewissens- und Religionsfreiheit, die Meinungs- und Informationsfreiheit) ebenso ab, wie wirtschaftliche und soziale Rechte (wie das Recht auf soziale Sicherheit, das Recht auf Arbeit und das Recht auf Bildung).

In wie viele Sprachen und Dialekte wurde die Allgemeine Menschenrechtserklärung übersetzt?

Erläuterung

Die Allgemeine Menschenrechtserklärung stellte 1999 einen Weltrekord als das am meisten übersetzte Dokument der Welt auf. Bis heute wurde sie in 529 Sprachen und Dialekte übersetzt – von Abchasisch bis Zulu. Zuletzt wurde sie in die Sprache Uduk übersetzt, die im Sudan nahe der Grenze zu Äthiopien gesprochen wird.

Wo sind die Menschenrechte in D. niedergeschrieben?

Erläuterung

Die Menschenrechte sind in den Grundrechten des Grundgesetzes (GG) verankert. In Artikel 1 Absatz 2 des Grundgesetzes heißt es: "Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."

Welches Recht gehört nicht zu den Menschenrechten?

Erläuterung

Ein Recht auf Glück gibt es leider nicht. Laut Artikel 24 hat aber jeder Mensch das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub. Artikel 17 garantiert das Recht auf Eigentum – sowohl allein als auch zusammen mit anderen. Außerdem darf niemand willkürlich des Eigentums beraubt werden.

Was sind die "Vier Freiheiten"?

Erläuterung

Der damalige US-Präsident Roosevelt hatte die Rede- und Glaubensfreiheit sowie die Freiheit von Furcht und Not erstmal in seiner Jahresrede vor dem Kongress im Januar 1941 verkündet. Während die Religions- und Redefreiheit zu den Forderungen der französischen und der amerikanischen Revolution gehören, war die Proklamation einer Freiheit von Furcht und Not neu. Die Idee findet sich sowohl in der Präambel als auch in den Artikeln der Menschenrechtserklärung wieder.

Haben Kinder ein Recht auf Spiel?

Erläuterung

Kinder haben ein Recht auf Spiel. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention, der 193 Länder zugestimmt haben. Dort heißt es in Artikel 31, dass das Recht auf Spiel ein Menschenrecht ist, das jedes Kind hat, die Regierungen dieses Recht achten und fördern. Wer Kinder am Spielen hindert, verletzt demnach ein Menschenrecht.

Wie werden die Menschenrechte überwacht?

Erläuterung

Seit 2006 überwacht der UN-Menschenrechtsrat Menschenrechtsverletzungen. Er begutachtet regelmäßig die Menschenrechtssituation in allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen und kann mit absoluter Mehrheit die Entsendung von Beobachter/-innen zur Überwachung der Menschenrechtssituation beschließen.

Deutschland ist allen UN-Menschenrechtsabkommen beigetreten – außer einem. Um welches handelt es sich?

Erläuterung

Wie die meisten Industriestaaten hat Deutschland die UN-Wanderarbeiterkonvention weder unterzeichnet noch ratifiziert. Die Konvention legt die Rechte für Arbeitsmigrant/-innen, Saison- und Gelegenheitsarbeiter/-innen und ihre Familien fest, etwa das Recht auf soziale Sicherheit.