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Grundeinkommen / Bürgergeld

Grundeinkommen / Bürgergeld

Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid

(© Stefan Eling)

Grundidee

In der politischen Diskussion in Deutschland wird immer wieder ein Bürgergeld für alle Menschen gefordert. Häufig hört man in diesem Zusammenhang auch den Begriff "Grundeinkommen". Das Bürgergeld, das die Idee, soll an alle Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt werden. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob jemand das Geld tatsächlich zum Leben braucht, ob er arbeiten will oder nicht. Die Höhe dieses Einkommens soll vom Staat festgelegt werden und für alle gleich sein. Alle Bürger/innen sollen es erhalten, ohne dass sie sich zu einer Gegenleistung verpflichten. Das Bürgergeld soll für alle Bürger/innen eine Grundlage zur Existenzsicherung sein. Mit dem Grundeinkommen ist die Idee verbunden, dass die Menschen an den Fragen der Gesellschaft, in der sie leben, teilnehmen können, ohne um das tägliche Überleben kämpfen zu müssen.

Verschiedene Modelle

In Deutschland werden verschiedene Modelle zum Grundeinkommen diskutiert. Dabei geht es um die Höhe eines solchen Grundeinkommens und wie der Staat es finanzieren soll. Es gibt den Vorschlag, dass das Grundeinkommen etwa so hoch wie die Sozialhilfe oder das Arbeitslosengeld II sein sollte. Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II würden bei Zahlung eines Grundeinkommens dann entfallen. Die Idee eines Bürgergeldes für alle geht auf den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedmann (1912-2006) zurück, der diese Existenzsicherung in den 1960er Jahren vorschlug.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2022.

Fussnoten