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Klimatologische Aufzeichnungen zu Temperatur und Niederschlägen

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Klimatologische Aufzeichnungen zu Temperatur und Niederschlägen

Paul Erker

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Wird es immer wärmer? Die ältesten erhobenen Klimadaten für Deutschland sind fast 120 Jahre alt. Somit kann man für die Zeit ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert die großen Linien der Temperaturentwicklung verfolgen.

Abbildung 1: Temperaturen, Niederschläge, Sonnenscheindauer. (bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Die ältesten klimatologischen Aufzeichnungen in Deutschland reichen bis 1781 zurück und wurden auf dem Hohenpeißenberg in Bayern mit täglichen Temperaturmessungen vorgenommen. Dabei zeigt sich 1890 im langfristigen Trend der mittleren Jahrestemperatur ein Schnitt von zwei signifikanten Entwicklungen. In den Jahren bis 1890 lässt sich ein langer Temperaturrückgang erkennen. Mit dem Ausklingen der "Kleinen Eiszeit" setzte danach eine lange und bis in die Gegenwart anhaltende Phase deutlich steigender Jahresmitteltemperaturen ein. (siehe Tab 1, Abb 1) 

Tabelle 1: Temperaturen, Niederschläge, Sonnenscheindauer. (bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Es gab dabei gewisse Teilphasen, das heißt einen Anstieg der Temperaturen bis etwa 1950, gefolgt von zunächst wieder tendenziell leicht zurückgehenden Jahresmittelwerten zwischen 1950 und etwa 1980, dem dann aber ein umso kräftigerer Anstieg folgte. Und es gab in einzelnen Jahren durchaus markante Ausreißer, wie 1940 mit einer extrem niedrigen Jahresmitteltemperatur von 6,6 Grad, dagegen im Jahr 2000 der bisherige Höchstwert von 9,9 Grad. Seit 1881 erfolgte in Deutschland ein Anstieg der Jahresmitteltemperatur um etwa 1,2 Grad, damit verbunden war auch eine signifikante Zunahme der jährlichen Niederschlagsmengen um gut 10 Prozent.

apl. Prof. Dr., Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians­Universität München - Umwelt, Klima und Natur