Orientierung im Medienalltag

Grußworte und Vorträge

Grußworte

  • Heidi Weidenbach-Mattar
    Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz/ KMK
  • Dr. Caroline Hornstein Tomic
    Fachabteilungsleitung der Bundeszentrale für politische Bildung
    Den Vortrag können Sie auf der folgenden PDF nachlesen:
    PDF-Icon Eröffnungsrede: Frau Dr. Hornstein Tomic

    Einführungsvortrag

  • Dr. Harald Gapski (Leitung Forschung, Grimme Institut)
    Vortrag:"Big Data als Zeitenwende in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik und als Herausforderung für die Pädagogik" (parallel im Livestream)


  • Vorträge

  • Prof. Katharina Zweig (TU Kaiserslautern)
    Vortrag:"Der Einfluss von Algorithmen auf die gesellschaftliche und politische Kommunikation und Entscheidungsfindung“(parallel im Livestream)
  • Prof. Wolfgang Sander (Universität Gießen)
    Vortrag: „Das gesellschaftliche Problemfeld Digitalisierung als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen"(parallel im Livestream)


  • Diskussionsrunden mit den Vortragenden

    Im Anschluss an die Diskussion der Thesen der Vortragenden sind die Teilnehmenden eingeladen, Handlungsaufforderungen an die KMK und bpb zu adressieren.
    Die Handlungsaufforderungen sind gedacht als Antwort auf folgende Frage:
    Was muss in einer sich digitalisierenden Gesellschaft Schule und politische Bildung tun, um die Kompetenz „Als selbstbestimmter Bürger aktiv an der Gesellschaft teilhaben“ erfolgreich zu fördern?
    • Gesprächsrunde 1 mit Dr. Harald Gapski
      Moderation: Axel Karger
    • Gesprächsrunde 2 mit Prof. Katharina Zweig
      Moderation: Markus Richter
    • Gesprächsrunde 3 mit Prof. Wolfgang Sander
      Moderation: Walter Staufer
    Während und nach dem Workshop hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit über Etherpads Diskussionsbeiträge online zu stellen und über Ergebnisse der Workshops zu berichten. Hier eine Auswahl der Beiträge:
    Handlungsaufforderungen


    Autor 1:
    Mehr Raum für Kreativität und kritisches Denken! Ideen und Materialien für spannende Projekte, die sowohl den Umgang mit digitalen Medien als auch eine kritische Reflexion der Digitalisierung anregen, gibt es. Die Lehrkräfte brauchen aber als PädagogInnen mehr Zeit, um diese im Unterrichtsalltag auch realisieren zu können - sowohl für die Einarbeitung, Vorbereitung als auch für die Durchführung. 20% der Arbeit- und Unterrichtszeit sollten nicht mit "Stoff" verplant werden, der unmittelbar prüfungsrelevant ist, sondern für Projekte zur Verfügung stehen, die ein fächerübergreifendes Lernen bspw. im Bereich politische Bildung ermöglichen. Bitte mehr Vertrauen in die Lehrerinnen und Lehrer, das stärkt auch die Schülerinnen und Schüler.

    Zu Prof. Katharina Zweig:


    Autor 2:
    Lernplattform die SchülerInnen Programmieren näher bringt: https://appcamps.de/


    Autor 3:
    Kleines Spiel das klar macht, dass "künstliche Intelligenzen" von Menschen trainiert werden und auch Verstecktes von den Menschen lernen, zB Rassismus: http://justiceexe.com/


    Autor 4:
    Die KMK-Strategie scheint stärker daran interessiert, die Wünsche "des Marktes" an Absolventen zu berücksichtigen als daran, die Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, "als selbstbestimmte Bürger aktiv an der Gesellschaft teilhaben" zu können - denn hierfür müssten die Aspekte im Vordergrund stehen, die Frau Zweig genannt hat: Wissen um Suchtmacher und Glück, Meinungsbildung - Manipulation - Propaganda, Aufmerksamkeitsökonomie, Kenntnis psychologischer Effekte, Spieltheorie und Kapitalismus, Wissen um emergente Phänomene in komplexen Systemen, Dimensionen der Digitalisierung, das kleine ABC der Informatik. Das heißt, es geht im Strategiepapier viel zu wenig um Medienkritikfähigkeit [1/6] und viel zu viel um Medienbedienfähigkeit [5/6]. Meine Handlungsaufforderung an die KMK ist, im Sinne der Medienkritikfähigkeit, die Voraussetzung ist für Demokratiefähigkeit, hier dezidiert und öffentlichkeitswirksam nachzusteuern, damit wir an den Schulen nicht zu Einzelkämpfern werden, sondern einen gemeinsamen gesellschaftlichen Diskurs führen. Darum war auch diese Tagung unbedingt wertvoll: Austausch, Diskurs, Dissens, reflexive Distanz!

    Zu Prof. Wolfgang Sander:


    Autor 1:
    • Politische Bildung stellt die Frage nach den Grundwerten, nach der "Rückgewinnung der Gestaltungsmacht"
    • Diskutieren müssen wir über Didaktik, über Methoden und Inhalte, über die Formen der Vermittlung, die Wege das Ziel selbstbestimmte gesellschaftsfähige junge Menschen zu bilden
    Aus der Diskussion zu Wolfgang Sanders Thesen:
    • er habe nicht über die größeren Gefahren des Nichtmithaltens gesprochen
    • er propagiere Schreckensszenarien, Entweder - oder. Nötig sei ein: sowohl als auch
    • er habe den Beipackzettel vorgetragen, woran man sterben kann, wenn man digitale Medien benutzt. Was sollen Schüler dabei lernen?
    • er habe das KMK Papier falsch zitiert. An keiner Stelle sei von "digitaler "Bildung" die Rede - im Gegenteil, die Kompetenzen 4 - 6 (Schützen - Probleme lösen - Analysieren) fördern die Medienkritik
    Sander stellt klar, was er sagen wollte - in politischer Bildung sollen die SchülerInnen
    • Prozesse verstehen, z.B. warum google kostenlos ist, warum Facebook für 30 Milliarden "mit Nichts" WhatsApp kauft
    • Hinter die Kulissen schauen, Geschäftsmodelle transparent machen
    • ob die SchülerInnen Soziale Netzwerke im Unterricht benutzen sollen- Das komme drauf an
    • er sei sich mit Frau Zweig einig Zeitung lesen zu fördern
    • Auf Sanders Forderung, "die Technik müsse dem Leben folgen" entgegnen die Teilnehmenden, sie wünschen sich einen "Werkzeugkoffer mit Methoden"
    Mit Sanders Fazit: "Digitalisierung ist nicht die Frage, sondern die Rückgewinnung von politischer Gestaltungsmacht" trafen sich Diskutierende und der Referent wieder. Nur der Weg dahin ist strittig.


    Autor 5:
    Bitte auch aus der Sicht der Erwachsenenbildung / Lebenslanges Lernen diskutieren: welche Aufgaben sollten sie Einrichtungen der EB in den Blick nehmen?

    Zu Dr. Harald Gapski:


    Autor 6:
    Diskussionsverlauf
    Den Auftakt bildete eine Frage zur beruflichen Bildung: inwiefern könnten die Veränderungen, die das Datamining/Big Data mit sich bringt, Einfluss auf die berufliche Bildung haben? Es wurde diskutiert, ob es sich um einen graduellen Strukturwandel handele oder um einen radikalen Bruch.
    Es wurde am KMK-Papier kritisiert, dass einige sozial-kulturelle Folgen der digitalen Transformation (Beispiel Big Data, KI u.a.) nicht genügend im KMK-Papier repräsentiert sei. Es zeichnete sich der Wunsch ab, dass die KMK quasi Top Down konkrete Kompetenzerwartungen, am besten noch mit konkreten Arbeitsaufträgen liefern solle.
    Im Anschluss daran ging es um die Ausstattung der Schulen - was m. E. wenig mit Gapskis Thesen zu tun hatte. Trotzdem wurde die Diskussion nicht abgebrochen, da es sich offensichtlich um ein dringendes Bedürfnis handelte.
    Es wurde kritisiert, dass die großen Internetunternehmen Einfluss auf die Medienbildung nehmen möchten.


    Handlungsempfehlungen:
    Die Diskussion um einheitliche Standards bei der Ausstattung ergab, dass die KMK sich dafür einsetzen möge, so etwas wie eine föderale Medienberatung zu gründen. So könnten Synergien gefunden werden und nicht unerhebliche Kosten eingespart werden.
    Minimalkonsens wäre es, einen gemeinsamen Workflow für die Medienbeschaffung in Zusammenarbeit mit Bund, Land und den kommunalen Schulträgern zu definieren.
    Eine gemeinsame Wishlist könnte die Auswahl der Hardware erleichtern.
    Aufgabe der BpB könnte es sein, länderübergreifende Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten. Konkrete Unterrichtsbeispiele zum Thema Big Data könnten dabei helfen.







    Ein Bild von Harald Gapski

    Dr. Harald Gapski: Vortrag als Videostream

    „Big Data als Zeitenwende in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik und als Herausforderung für die Pädagogik“

    Pädagogik ist ebenso wie Politik, Recht und Wirtschaft herausgefordert, auf die fortschreitende 'Datafizierung' und digitale Transformation unserer Gesellschaft zu reagieren. Harald Gapski nimmt in seinem Vortrag diese Herausforderung in den Blick.

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    tharina Zweig

    Prof. Katharina Zweig: Vortrag als Videostream

    „Der Einfluss von Algorithmen auf die gesellschaftliche und politische Kommunikation und Entscheidungsfindung.“

    Unsere Lebenswelt wird mehr und mehr von Algorithmen bestimmt. Wie genau beeinflussen Algorithmen unser gesellschaftliches Zusammenleben und welche Herausforderungen ergeben sich für Demokratie und Bildung? Diese spannenden Fragen wird Katharina Zweig, Professorin der TU Kaiserslautern, im Rahmen ihres Vortrages beantworten

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    Man sieht ein Portraitfoto von Wolfgang Sander.

    Prof. Wolfgang Sander: Vortrag als Videostream

    „Das gesellschaftliche Problemfeld „Digitalisierung“ als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen“

    „Das gesellschaftliche Problemfeld „Digitalisierung“ als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen“
    Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und stellt Politik, Gesellschaft und den Lebensraum Schule vor neue Aufgaben. Wolfgang Sander wird in seinem Vortrag das Problemfeld und die daraus folgenden Herausforderungen für die politische Bildung näher erläutern.

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    Logo spielbar.de


    spielbar.de informiert über Computerspiele und erstellt pädagogische Beurteilungen. Pädagogen, Eltern und Gamer sind eingeladen, ihre eigenen Beurteilungen, Meinungen und Kommentare zu veröffentlichen.

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    fakefilter.de

    FakeFilter ist ein Webvideo-Projekt mit Mr. Trashpack zum Thema Fake News

    FakeFilter ist ein Webvideo-Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Es vermittelt Orientierungswissen zum Umgang mit Informationen und Falschmeldungen im Netz. In 10 Folgen beschäftigt sich der Youtuber Mr. Trashpack mit Fake News und verwandten Phänomenen und präsentiert praktische Tipps und Tools. Begleitend bietet www.fakefilter.de weiterführende Artikel und Quellen, um selbst als Fake-Checker aktiv zu werden.

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    HanisauLand.de

    Internet-Tipps für Kinder

    Im Internet gibt es viele nützliche Informationen, man kann Spaß haben und sich mit anderen Personen austauschen. Es gibt aber auch Gefahren, die Kinder kennen sollten. Mit dem Hanisauland-Spiel lernen Kinder, wie sie sich sicher im Internet bewegen können.

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    Die Netzdebatte

    Medienkritik

    Medien haben die Macht unser Weltbild zu formen. Deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich kritisch mit den Medien und ihrer Arbeit auseinandersetzten und ihre Kritik öffentlich machen. Dank Internet kann das heute theoretisch jeder. In diesem Schwerpunkt hinterfragen wir, was das für den gesellschaftlichen Diskurs und unser Verständnis von Öffentlichkeit bedeutet.

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    Kinofenster.de

    Kinofenster.de

    Das gemeinsame Online-Angebot von Vision Kino - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz und der Bundeszentrale für politische Bildung enthält Filmbesprechungen, Hintergrundinformationen, filmpädagogische Begleitmaterialien, News, Termine, Veranstaltungen, Adressen und Links für die schulische und außerschulische Filmarbeit.

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    Eine kommentierte Übersicht über alle verfügbaren Materialien zur Vermittlung von Medienkompetenz. Voilà: mekomat.de. Die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz wünscht viel Spaß beim Stöbern.

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    Der Blog von Erziehungswissenschaftler und Medienforscher Benjamin Jörissen beschäftigt sich ausführlich mit den Zusammenhängen von Bildung und Medialität.

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