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Orientierung im Medienalltag

22.3.2018

Tag 2: Lernen in Schule und Jugendarbeit

Dr. Katrin Valentin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Digitale Bildung als Herausforderung für Schule und Kinder- und Jugendarbeit

Dr. Katrin Valentin ging in Ihrem Vortrag auf die Möglichkeiten und Schwierigkeiten ein, die im Zusammenhang mit der digitalen Transformation in Schule, Kinder- und Jugendarbeit auftreten. Sie beschrieb verschiedene Möglichkeiten, um mit diesen Herausforderungen umzugehen: Es müssten neue Konventionen und Handlungsschemata ausgebildet und innovative pädagogische Konzepte für digitale Bildung entwickelt werden. (Präsentation)

Dr. Vera Haldenwang , ISB – Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München

Digitale Bildung mit Konzept

Die bayernweite Medienkonzept-Initiative stand im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Vera Haldenwang. Alle bayrischen Schulen sind derzeit dazu aufgerufen, ein eigenes Medienkonzept zu erarbeiten, das u.a. ein Mediencurriculum, eine Fortbildungsplanung und einen Ausstattungsplan enthalten. Das zentrale Ziel ist es, alle Schüler*innen dazu zu befähigen, sich eigenständig, kreativ und verantwortungsvoll mit der Digitalisierung auseinandersetzen und diese aktiv mitzugestalten. (Präsentation)


Dr. Sonja Moser und Christine Debold, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Pädagogisches Institut

KoMMBi – Konzept Münchner Medienbildung für Schulen

Die schulische Komponente des Pilotprojekts KoMMBi (“Konzept Münchner Medienbildung”) präsentierten Dr. Sonja Moser und Christine Debold vom Pädagogischen Institut München. Die beteiligten Schulen sollen bis Juni 2018 ihre Ziele umsetzen und ein eigenes medienpädagogisches Projekt realisieren. Moser und Debold fordern mehr Raum für Beteiligung und Eigenverantwortung der Schüler*innen und mehr “Mut zur Veränderung”. (Präsentation)

Prof. Dr. Judith Ackermann, Fachhochschule Potsdam

Gaming in der Bildung: Potentiale zwischen Game-Based-Learning, Serious Games und Gamification

Die Verbindung von digitalem Spielen und Lernen stellte Prof. Dr. Judith Ackermann in Ihrem Vortrag vor. Sie erklärte das Prinzip der Gamification, das den Einsatz spielerischer Prinzipien in Lernprozessen ermöglicht. Es gibt derzeit Millionen Spiele, die sich als “Serious Games” bezeichnen lassen können, doch Ackermann betonte, dass hier eine Qualitätskontrolle sehr wichtig sei. Gute Spiele könnten zur Vermittlung von Inhalten (z.B. Depressionen) beitragen und so für Angehörige und Betroffene nützlich sein. (Präsentation)


Matthias Thanos, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Bonn, und Manuel Manhard, machina cogitans, Augsburg

Digitale Spiele als Methode der politischen Bildung

Wie sich Games in der politischen Bildung einsetzen lassen, legte Matthias Thanos von bpb dar. Er erläuterte das Konzept des “bpb:game jam”, bei dem Serious Games zu einem vorgegebenen Thema (z.B. Flucht und Vertreibung) entwickelt werden. Im Anschluss daran stellte Manuel Manhard von machina cogitans das dort entwickelte Spiel “Moderate Cuddlefish” vor, das Meinungsfreiheit und Hate-Speech im Netz thematisiert. (Website)


Julia Althoff, MESH Collective und Simon Köhl, Serlo.org

Online Interactive Education. Zeitgemäße Formen der Wissensvermittlung

Neue Ansätze zur Vermittlung von Wissen und zur (politischen) Bildung wurden am Abend im Rahmen eines Interaktiv-Mediensalons vorgestellt:

Simon Köhl präsentierte die freie Wissensplattform Serlo.org, die das Ziel verfolgt, zur “Wikipedia des Lernens” zu werden. Die non-profit-Organisation “Serlo Education” entwickelt seit 2009 die kostenlose Lernplattform, die Lernvideos, Kurse, Übungsaufgaben und Musterlösungen enthält. (Präsentation)

Julia Althoff leitet das Projekt MESH Collective des UFA-Lab in Berlin. Sie möchte junge Menschen zur politischen Teilhabe bemächtigen und anspruchsvolle Inhalte im Social Web platzieren. Ihre Inhalte beweisen “Mut zur Haltung” und zeigen, dass Bildung bei YouTube funktionieren kann. (Präsentation)

Praxisimpulse

  • Kreative Hypertext-Adventure-Games lassen sich mit Hilfe des Open-Source-Tools Twine erstellen. Christoph Kaindel (mediamanual.at, Wien) lieferte in seinem Workshop einen Einstieg in eigene „TextSpielReisen“. (Präsentation)
  • Der Medienführerschein Bayern wurde von Lina Renken (Stiftung Medienpädagogik Bayern, München) vorgestellt. Sie gab Einblicke in die kostenlosen Materialien, die für Schulen und die außerschulische Jugendarbeit zur Verfügung stehen. (Website)
  • Mit kreativen Gestaltungsmöglichkeiten für Virtual und Augmented Reality befasste sich Ulrich Tausend (JFF – Institut für Medienpädagogik, München). Er präsentierte das hierfür erstellte Tool CoSpaces Edu.
  • Anregungen für Robotik-Workshops in der Grundschule lieferte Gilberto Vergara (Robotic for kids, München). Bei seinem Workshop konnten die Teilnehmenden kleine Übungen in der Welt der Roboter umsetzen. (Website)
  • Ideen für mobile digitale Medienbildung stellten Katja Bröckl-Bergner und Christiane Winter (digital2school, München) vor. Sie informierten über ihr Konzept eines Digitalbusses für Bayern. (Website)
  • Stellen Tablets in der Grundschule eine sinnvolle Ergänzung oder eine sinnfreie Spielerei dar? Dieser Frage widmete sich Verena Knoblauch, die an der Friedrich Staedtler Grundschule Nürnberg eine Tabletklasse leitet. (Website)
  • Das Online-Spiel Moderate Cuddlefish zu Meinungsfreiheit und Hate-Speech im Netz wurde von Manuel Manhard (machina cogitans) und Matthias Thanos (bpb) präsentiert. Die Teilnehmenden konnten das Spiel testen und anschließend didaktische Einsatzszenarios entwickeln. (zum Spiel)
  • Wie lassen sich digitale Spiele in die Realität übertragen? Das wurde im Workshop von Lukas Opheiden (Stadtbibliothek Minden) deutlich, der die Entwicklung von Game-basierten Gruppenspielen vorstellte. Zudem wurden Projektergebnisse aus dem Förderprogramm “Vernetzte Bildung, neu gedacht” vorgestellt. In diesem Rahmen werden vom Stadtjugendamt München und dem Netzwerk Interaktiv Medienprojekte von und mit Kindern und Jugendlichen in München unterstützt. (Website)


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spielbar.de informiert über Computerspiele und erstellt pädagogische Beurteilungen. Pädagogen, Eltern und Gamer sind eingeladen, ihre eigenen Beurteilungen, Meinungen und Kommentare zu veröffentlichen.

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fakefilter.de

FakeFilter ist ein Webvideo-Projekt mit Mr. Trashpack zum Thema Fake News

FakeFilter ist ein Webvideo-Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Es vermittelt Orientierungswissen zum Umgang mit Informationen und Falschmeldungen im Netz. In 10 Folgen beschäftigt sich der Youtuber Mr. Trashpack mit Fake News und verwandten Phänomenen und präsentiert praktische Tipps und Tools. Begleitend bietet www.fakefilter.de weiterführende Artikel und Quellen, um selbst als Fake-Checker aktiv zu werden.

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HanisauLand.de

Internet-Tipps für Kinder

Im Internet gibt es viele nützliche Informationen, man kann Spaß haben und sich mit anderen Personen austauschen. Es gibt aber auch Gefahren, die Kinder kennen sollten. Mit dem Hanisauland-Spiel lernen Kinder, wie sie sich sicher im Internet bewegen können.

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Die Netzdebatte

Medienkritik

Medien haben die Macht unser Weltbild zu formen. Deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich kritisch mit den Medien und ihrer Arbeit auseinandersetzten und ihre Kritik öffentlich machen. Dank Internet kann das heute theoretisch jeder. In diesem Schwerpunkt hinterfragen wir, was das für den gesellschaftlichen Diskurs und unser Verständnis von Öffentlichkeit bedeutet.

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Kinofenster.de

Kinofenster.de

Das gemeinsame Online-Angebot von Vision Kino - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz und der Bundeszentrale für politische Bildung enthält Filmbesprechungen, Hintergrundinformationen, filmpädagogische Begleitmaterialien, News, Termine, Veranstaltungen, Adressen und Links für die schulische und außerschulische Filmarbeit.

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Eine kommentierte Übersicht über alle verfügbaren Materialien zur Vermittlung von Medienkompetenz. Voilà: mekomat.de. Die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz wünscht viel Spaß beim Stöbern.

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Der Blog von Erziehungswissenschaftler und Medienforscher Benjamin Jörissen beschäftigt sich ausführlich mit den Zusammenhängen von Bildung und Medialität.

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