Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages

14.11.2012

Vortrag visualisieren

Didaktische Hinweise
Mit der Methode der Visualisierung sollen die Schülerinnen und Schüler in die aktive Rolle des Präsentierenden versetzt werden, der die Zuhörer dazu veranlasst, strukturgebunden "mitzudenken". Die Visualisierung dient also der Animation und der Veranschaulichung, sie dokumentiert den Vortrag, kann gleichzeitig auch Informationen vermitteln und die Ergebnisse eines Vortrages sichern. Schnell kann der "rote Faden" eines Referates sichtbar gemacht werden und die Aufmerksamkeit und Konzentration der Zuhörer wird durch die erzeugte Transparenz erhöht. Dies dient nicht zuletzt auch der Entlastung des Vortragenden. Indem die Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz dieser Methode angeregt werden, ihre Strukturen und visuellen Grundmuster zu einem bestimmten Thema zu entwickeln, bilden sie eigene Verknüpfungsmuster, die lernpsychologisch von Bedeutung sind.

Bevor die Lerngruppe dazu veranlasst wird, einen Vortrag zu visualisieren, sollte sie mit den wesentlichen Elementen der Visualisierung vertraut gemacht werden. Diese können in der Klasse an der Tafel gemeinsam erarbeitet werden. Für die anschließende Visualisierung des Vortrages steht das Arbeitsblatt 1 zur Verfügung. Auf dem zweiten Arbeitsblatt setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit den Vor- und Nachteilen verschiedener Visualisierungsmedien auseinander, bevor sie sich selber im Visualisieren zum Thema "Wahlen" erproben sollen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten Gelegenheit haben, ihren Vortrag zu halten. Unbedingt notwendig ist eine kritische Würdigung sowohl der Visualisierung selbst als auch der Präsentationsweise. Am Ende jeder Übung werden wichtige Erfahrungen und Grundsätze festgehalten.

Einsatzmöglichkeiten
Visualisierungsmöglichkeiten, wie sie in diesem Methoden-Baustein angeboten werden, fördern das bewusste Lernen. Sie steigern die Gedächtnisfähigkeit von Schülerinnen und Schülern und begünstigen die Motivation. Je nachdem wie groß die Schülergruppe ist, wird der Zeitbedarf erheblich schwanken. Die Arbeitsblätter eignen sich jedoch auch ideal als Hausaufgabe und die Kurzvorträge können am Ende eines Bausteines zur Wiederholung und Festigung gehalten werden.

Literatur
Heinz Klippert: Kommunikationstraining. Übungsbausteine für den Unterricht II. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 1995, S. 194.

Heinz Klippert: Methodentraining. Übungsbausteine für den Unterricht. Weinheim und Basel. 9. Auflage 1999.

Wolfgang W. Mickel (Hrsg.): Handbuch zur politischen Bildung. Bonn 1999.

Günther Gugel: Methoden-Manual I: "Neues Lernen". Tausend Praxisvorschläge für Schule und Lehrerbildung. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 1999.

Die Schülermethoden stehen als PDF-Dokument zum Download bereit:
PDF-Icon Vortrag visualisieren (1)
PDF-Icon Vortrag visualisieren (2)