Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages

14.11.2012

Pressemitteilung verfassen

Der Inhalt der Pressemitteilung folgt dem Prinzip der Berichterstattung: Dies gleicht dem Pyramiden-Prinzip, in dem das Wichtigste zuerst steht und unter Berücksichtigung der W-Fragen beschrieben wird. Es folgen dann die weniger wichtigen Teilinformationen und die näheren Umstände, einige Einzelheiten, Vorgeschichte und Hintergründe. Grundsätzlich gilt: Der Text kann von hinten gekürzt werden.

Um zu überprüfen, ob die Pressemitteilung den Anforderungen entspricht, sollten alle Absätze bis auf die Überschrift und den ersten Absatz gekürzt werden. Ergibt der Text dann noch einen Sinn und enthält alle wichtigen Informationen, liegt man genau richtig!

Aufbau von Pressemitteilungen
  • Wurde die Pyramidenform beachtet (das Wichtigste zuerst, dann weniger wichtige Aspekte)?
  • Sind die fünf W-Fragen in den ersten zwei Sätzen beantwortet worden (Wer? Was? Wo? Wann? Warum?/Wie?)?
  • Sind die Informationen sinnvoll strukturiert?
  • Ist der Einstieg interessant gewählt? (Es eignen sich hier besonders Nachrichten, Aufmerksamkeitswecker, Zitate, Fragen usw.)
  • Ist die Überschrift knackig formuliert?
  • Stimmen alle Namensangaben mit Vor- und Nachnamen, Alter, Funktion?
  • Sind alle Zitate redigiert (d. h. "lesbar" gemacht) und autorisiert?
Form der Pressemitteilung
Eine Pressemitteilung sollte nicht länger als eine halbe bis eine ganze DIN A4 Seite sein und einen breiten Rand haben. Das Papier sollte nur einseitig bedruckt werden. Sinnvoll ist es auch, eine Kontaktadresse anzugeben!

Gute Fotos werden auch gern verwendet, dabei ist eine hohe Aufnahmequalität und ein interessantes Motiv wichtig. Eher uninteressant sind Standardmotive wie gestellte Gruppenbilder; besser sind Fotos, die euch "in Aktion" zeigen! Vergesst nicht, dass für jedes Foto eine Bildunterschrift benötigt wird, die genau wie eure Pressemitteilung auf die W-Fragen antwortet.

Sprache der Pressemitteilung
Folgende Anleitung für Schülerinnen und Schüler bietet hilfreiche Hinweise zum Verfassen der Pressemitteilung.
  • Schreibt verständlich!
    Benutzt einfache, eindeutige und gebräuchliche Wörter, arbeitet mit konkreten Begriffen und bemüht euch um eine anschauliche Sprache – langweilig darf keine Pressemitteilung sein.
  • Streicht alles Überflüssige!
    Nutzt so wenig Füllwörter, Sprachfloskeln und fantasievolle Adjektive wie möglich.
  • Schreibt über Hauptsachen in Hauptsätzen!
    Als Faustregel gilt hier: Mindestens die Hälfte aller Sätze des Textes sollten einfache Hauptsätze sein. Bitte keine Schachtelsätze!
  • Schreibt kurze Sätze!
    Vor allem der erste Satz der Pressemitteilung sollte nicht mehr als vierzehn bis siebzehn Wörter enthalten. Vermieden werden sollte auch das Auseinanderziehen von zusammengesetzten Verben.
  • Schreibt lebhaft!
    Benutzt viele bedeutungsstarke Substantive und vor allem starke Verben. Finger weg von Passiv-Formulierungen!
  • Achtet auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung!
    Ein mit Fehlern gespickter Text landet sowieso im Papierkorb und wirft ein schlechtes Licht auf euer Projekt.
Der Weg in die Redaktion
  • Per Post: mit Angabe von Ressort, Rubrik oder Sendung, wenn möglich auch mit Name der/des zuständigen Redakteurs bzw. Redakteurin
  • Per Fax oder E-Mail: nur nach Absprache mit der Redaktion oder bei sehr aktuellen Texten (wie z. B. nach Pressekonferenzen)
  • Veröffentlichung auf der Homepage: zusätzlich zur Postversendung möglich
  • Nachfragen in den Redaktionen: sind möglichst zu vermeiden