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Say my Name

3.7.2019

Die Creatorinnen

Eine kurze Vorstellung der projektbeteiligten Creatorinnen Ami.coco, Esra Karakaya und die YouTuberinnen Hatice Schmidt, CurlyJay, Sophiedoesrandomstuff und Lisa Sophie Laurent.

Die Creatorinnen CurlyJay, Sophiedoesrandomstuff, Ami.coco.Die Creatorinnen CurlyJay, Sophiedoesrandomstuff, Ami.coco. (© Kooperative Berlin GmbH; CurlyJay, Sophiedoesrandomstuff, Ami.coco)

Joana aka CurlyJay

YouTuberin CurlyJay.YouTuberin CurlyJay. (© Kooperative Berlin GmbH und CurlyJay)
Joana aka CurlyJay lebt im bayerischen Allgäu. Das Internet ist ihr Zuhause. Auf ihrem YouTube-Kanal erzählt Joana – Jahrgang 1993 – Geschichten aus ihrem Leben: über ihre Konversion zum Islam, Selbstzweifel und Körperbilder. Sie testet Beauty-Produkte, positioniert sich für die „Ehe für alle“ und stellt ihre Lieblingsverse aus dem Koran vor. Als Person of Color (POC) gehörten Rassismuserfahrungen von klein auf zu ihrem Alltag. Joana gelingt spielend der Spagat zwischen populärem und politischem Content.

Esra Karakaya („BlackRockTalk“)

Produzentin Esra Karakaya.Produzentin Esra Karakaya. (© Esra Karakaya)
Esra ist Erfinderin des noch jungen, alternativen Onlinetalkshow-YouTube-Formats „BlackRockTalk“. Die Journalistin (u.a. „EditionF“) moderiert die Talks, welche die #metoo-Debatte genauso behandeln wie die Serie „4Blocks“, westliche Schönheitsideale oder „Fenty Beauty“. Der 2018 veröffentlichte Kanal wird von POC gemacht und fokussiert Themen aus der POC- und muslimischen Community. Manche der Macherinnen und Protagonistinnen tragen Hijab, andere nicht, unter den Gästen finden sich Aktivist/-innen, Medienmacher/-innen und Kulturschaffende.

Lisa Laurent

YouTuberin Lisa Sophie Laurent.YouTuberin Lisa Sophie Laurent. (© Lisa Sophie Laurent)
Mit ihren Videos erreicht Lisa – die 2017 als YouTuberin Bundeskanzlerin Angela Merkel interviewt hat und das feministische funk-Format „Auf Klo“ moderiert – bis zu 1,6 Millionen Zuschauer/-innen, die meisten von ihnen sind junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren. In ihren Videos beschäftigt sich die Psychologie-Studentin, die sich selbst als „große Schwester im Internet“ versteht, vor allem mit den Themen Konsum, Reisen, Sexualität und immer häufiger auch mit Umwelt und Bildung. Dabei versucht sie YouTube und soziales Engagement miteinander zu verbinden. Wie sie als „weiße“ Frau solidarisch mit Menschen mit Migrations- und Ausgrenzungserfahrung sein kann, sind ebenso Motivation für ihre Mitarbeit am „Say My Name“-Projekt, wie die biografische Auseinandersetzung mit den Privilegien als weiße Person.

Hatice Schmidt

YouTuberin Hatice Schmidt.YouTuberin Hatice Schmidt. (© Hatice Schmidt)
Hatice beschäftigt sich auf YouTube hauptsächlich mit Beauty-Themen, von einfachen Make-Up-Tutorials für Anfänger/innen bis hin zu extravaganten Editorial Looks. Neben Beauty-Themen ist es der bekennenden Muslima mit türkischen Wurzeln ein Anliegen, ihren Zuschauer/-innen den Islam näherzubringen. Im Auftrag der bpb wirkte sie in Begriffswelten Islam an Erklärfilmen mit und befragte unter dem Hashtag #travellingislam Wissenschaftler/-innen zu wichtigen Kernbegriffen im Islam mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen – Vorurteile, die Hatice aus ihrer eigenen Erfahrung kennt. Denn für ihre Ausbildung als Krankenschwester legte sie ihr Kopftuch ab: „Ich möchte nicht nochmal ein Kopftuch tragen, weil ich diesen alltäglichen Vorurteilen nicht begegnen möchte. Es fängt in der S-Bahn an und hört beim Einkaufen auf.“

Sophia aka Sophiedoesrandomstuff

YouTuberin Sophiedoesrandomstuff.YouTuberin Sophiedoesrandomstuff. (© Sophiedoesrandomstuff)
Sophia macht auf YouTube den Kanal Sophiedoesrandomstuff. Neben alltäglichen Themen wie Musik, Ernährung oder Geschlechterbilder bzw. -rollen, beschäftigt sie sich vermehrt mit ihrer eigenen Kindheit und Herkunft. Gerade mit der bosnischen Herkunft ihrer Mutter hat sie sich noch nie richtig beschäftigt oder mit der Tatsache, dass sie damit selbst eine „Migra Kid“ ist. In der Schule sind ihr häufig nur die bosnischen Begriffe für Mäppchen und Filzstift eingefallen, während sie im Urlaub in Bosnien immer „die Deutsche“ war. Was das mit ihr gemacht hat und noch immer anstellt, damit setzt sie sich für „Say My Name“ zum ersten Mal auseinander.

Amira aka amicoco

Influencerin Ami.coco.Influencerin Ami.coco. (© Ami.coco.)
Amira kommt aus Frankfurt am Main, ihre Eltern aus Ghana, sie selbst ist in der African Muslim Association in Frankfurt am Main aktiv und betreut im Rahmen der dortigen Moschee eine Jugendgruppe. Hier lernt sie von jungen Frauen, welche Influencerin auf YouTube gerade die meisten Klicks hat und was Rap mit dem Leben der jungen, überwiegend muslimischen Frauen zu tun hat. Amiras Interessen sind Modest Fashion, Frauen und politische Bildungsarbeit. Während in London und NYC Menschen fragen, woher sie kommt und bei der Antwort „Germany“ zufrieden sind, wird sie in Deutschland regelmäßig nach ihrer „wirklichen“ Herkunft befragt. Rassistische Diskriminierung erlebt sie fast täglich. Was sie immer gerettet hat: Freundschaft und Allianzen.


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