Tracing Addai

Politischer Animationsfilm

"Tracing Addai" ist ein politischer Dokumentarfilm, der durch künstlerische Mittel authentische Ereignisse neu inszeniert und verfremdet. Filmästhetisch werden durchgängig Animationen verwendet und mit einem realistischen Sounddesign unterlegt. Dramaturgisch ist die Geschichte "non-linear" erzählt d. h. sie folgt nicht der tatsächlichen zeitlichen Abfolge – sie hat keinen klassischen Anfang, kein Mittelstück und kein Ende. Die Geschichte setzt sich aus vielen losen Enden zusammen und bleibt ein Fragment, ein Stückwerk. Durch die Animationen, den Ton und die besondere Erzählweise kann man sich dem Thema emotional nähern. Politische Fakten bleiben im Hintergrund. Die Aufgaben sollen den Blick für die Geschichte hinter den künstlerischen Mitteln schärfen und zum Nachdenken darüber anregen, ob und wenn ja inwieweit reale Geschehnisse künstlerisch aufbereitet werden sollen.

Gründe und Mitschuld für Radikalisierung

Das Verschwinden des Protagonisten in "Tracing Addai" hinterlässt viele Schuldgefühle bei Menschen in dessen direktem Umfeld. Mit den Aufgaben soll herausgearbeitet werden, welche Gründe zur Radikalisierung von Jugendlichen führen können und inwieweit auch andere daran Mitschuld tragen können.

Extremistische Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Syrien

Die Ausreisen aus Deutschland aus mutmaßlich islamistischer Motivation in Richtung der Kampfgebiete in Syrien und Irak erreichten 2014 mit der dortigen Ausrufung des "Kalifats" durch den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) ihren Höchststand. Bis Ende 2016 gab es 784 Fälle, davon waren 629 Personen zwischen 18 und 29 Jahre alt. Ein Drittel von ihnen kehrte zurück. Der Aufruf des IS an ihre Anhänger, Anschläge in ihren Heimatländern zu verüben, ist besorgniserregend, zumal es eine hohe Dunkelziffer im Bereich der gewaltbereiten Radikalen gibt. Die Aufgaben sollen die Sensibilität der Schülerinnen und Schüler zur Problematik des Umgangs mit Rückkehrerinnen und Rückkehrern aus Syrien schärfen.

YouTube-Video-Reihe

ABDELKRATIE

"Deutsche Demokratie so abfeiern, als wär's die Demokratie eines Landes, das ich sehr geil finde? Kein Problem." Von diesem Spirit geleitet, setzt sich der Comedian Abdelkarim im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in zehn Folgen mit den Grundlagen der Demokratie auseinander. Was ist Meinungsfreiheit? Wozu brauchen wir Menschenrechte? Was versteht man genau unter Rechtsstaat? Und ist bei uns wirklich alles Gold, was glänzt?

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Webvideo-Projekt

Say My Name

"Say My Name" ist ein Webvideoprojekt mit sechs unterschiedlichen Creatorinnen aus dem Social Web, das sich an junge Frauen zwischen 14 und 25 Jahren richtet und sich für gesellschaftliche Werte wie Vielfalt, Respekt, Gleichheit sowie Solidarität einsetzt.

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Filmbesprechung

Der Himmel wird warten

Die anwesenden Eltern in der Selbsthilfegruppe scheinen hilflos zu sein. Ihre Kinder, darunter die 16-jährige Schülerin Mélanie und die 17-jährige Schülerin Sonia, haben sich radikalisiert und wollen in Syrien für den IS kämpfen. „Der Himmel wird warten“ ist ein vielfach prämiertes Spielfilmdrama über Gründe und Wege der Radikalisierung. Der Film und passende Unterrichtsmaterialien sind kostenfrei auf bpb.de verfügbar.

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Webvideo-Projekt

Jamal al-Khatib X NISA

Das Internet spielt eine zentrale Rolle dabei, dass Jugendliche mit religiös begründeten extremistischen Inhalten in Berührung kommen. Vor diesem Hintergrund versucht das Projekt alternative Narrative zu jihadistischer Propaganda zu vermitteln. Hier erfahren Sie mehr über die Hintergründe des Projekts.

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