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15.1.2013

Übungsfolge 2: Die Beziehungen weiter vertiefen

Wenn die Schüler/innen sich bereits etwas kennen, kann dieses Wissen durch weitere Übungen differenziert werden. Warming up-Übungen können zuvor als "Muntermacher" dienen.

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1. Warming up

Die Schüler/innen-Gruppe steht im Kreis und spricht gemeinsam zunächst langsam und Strophe für Strophe die folgenden Satzteile:

1. Strophe:
  • Zwanzig Zwerge
  • Machen einen Handstand
2. Strophe:
  • Zehn im Wandschrank
  • Zehn am Sandstrand
Zeitgleich erlernen die Schüler/innen die dazugehörigen Körperbewegungen:

Zwanzig Zwerge: Finger – 2 x 10 in Kopfhöhe zeigen; danach Hände zum Hut formen

Machen einen Handstand: rhythmisch mit dem Oberkörper nach unten gehen

Zehn im Wandschrank: Finger – 1 x 10 zeigen; danach mit Bewegung beider Hände einen Kasten zeichnen

Zehn am Sandstrand: Finger – 1 x 10 zeigen; Hände bewegen sich vor dem Körper in Bauchhöhe in Wellenform

Nachdem der Text und die dazugehörigen Handbewegungen erlernt sind, wird der Text wiederum stakkatomäßig gesprochen und alle Bewegungen werden dazu ausgeführt. Der Text wird immer wieder von vorne begonnen, so dass es auch möglich ist im Laufe der Zeit das Tempo zu erhöhen.
Ein Muntermacher für Schüler zum Austoben und Wiedererlangen von Energie. (© 2010 Bundeszentrale für politische Bildung und Universität Bielefeld)

Alternative:
  • Sie können die Gruppe in Untergruppen aufteilen, so dass das Sprechen als Kanon möglich ist.
  • Sie können noch mehr an Bewegung initiieren, wenn die Gruppe sich im Kreis herumlaufend bewegt.

2. Personensuche

Sie teilen das Arbeitsblatt (AB 1) PDF-Icon "Kennenlernbogen" aus. Die Schüler/innen stehen auf und versuchen Mitschüler/innen zu finden, die die angesprochenen Kriterien erfüllen. Der Name der jeweiligen Mitschülerin und des jeweiligen Mitschülers wird auf dem Arbeitsblatt eingetragen.

Anregung:
  • Passen Sie den Umfang des Arbeitsblattes und die Inhalte an die Möglichkeiten und Interessen Ihrer Lerngruppe an.
  • Das ausgefüllte Arbeitsblatt wird in der Arbeitsmappe der Schüler/innen aufbewahrt.

3. Namenkreuzworträtsel

Sie verteilen an die Schüler/innen jeweils ein Blatt im DIN A3-Format und einen Filzstift. Die Schüler/innen setzen sich an die vorbereiteten Tische und schreiben in senkrechter Linie ihren Vornamen Buchstabe für Buchstabe auf dieses Blatt (achten Sie dabei auf die Verwendung einer Unterlage, damit der Filzstift nicht durchschreibt).

Jeder Buchstabe des eigenen Namens wird mit einer Eigenschaft oder einem Thema in Verbindung gebracht, die oder das für die Schüler/innen eine Bedeutung hat. Es kann etwas sein, was er bzw. sie mag oder auch nicht, oder was seine bzw. ihre Interessen sind. Diese Wörter werden in waagerechter Linie eingetragen. Die Buchstaben des eigenen Vornamens können Anfangs- und Endbuchstaben, aber auch mittlere Buchstaben sein.

Haben die Schüler/innen ihr Namenkreuzworträtsel angefertigt, ergibt sich eine Art Marktsituation, innerhalb derer sich zwei oder drei Schüler/innen treffen und sich bezüglich ihrer Person anhand der selbst angefertigten Vorgabe austauschen. Abschließend werden die fertigen DIN A3-Blätter an der Wand mit Tesakrepp oder Tesafilm angeklebt.

Achtsamkeiten:
  • Schüler/innen mit längeren Namen können überfordert sein. Der Auftrag kann dann lauten: Verbinde mindestens vier Buchstaben deines Vornamens mit einem Begriff, der über dich etwas aussagt.
  • Es ist wichtig, die Schüler/innen deutlich darauf hinzuweisen, dass sie sich bei diesem Spiel öffnen werden und dass sie überlegen sollen, was sie von ihrer Person freigeben wollen.
  • Häufig ist es so, dass die gebildeten Pärchen lange aneinander "kleben" bleiben. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein vereinbartes Zeichen für den Wechsel.

4. Das Lügenwappen

Die Schüler/innen erhalten wiederum einen Filzstift und ein Blatt DIN A3-Papier. Bei dieser Übung zeichnen die Schüler/innen auf das Papier ein Wappen, das sie in vier Felder aufteilen. In die Felder tragen sie ein:
  • eine Eigenschaft
  • ein Urlaubsziel/Wohin würdest du gerne verreisen?
  • ihr Hobby
  • einen Wunsch
In einem Feld wird eine Unwahrheit eingetragen. Anschließend stellen sich die Schüler/innen in Zweiergruppen gegenseitig ihr Lügenwappen vor. Der Partner versucht die Unwahrheit zu erraten, die abschließend vom Vorstellenden auch offen gelegt wird. Dann erfolgt der Wechsel, so dass der zunächst Vorstellende bei seinem Partner genauso die vorgestellte Unwahrheit erraten muss, die dann wiederum offen gelegt wird.

Die Schüler/innen kommen danach im Plenum zusammen. Es kommt jeweils eine Zweiergruppe nach vorn und die Partner stellen jeweils ihren Partner vor. Die Gruppe versucht nun die Unwahrheit zu erraten. Abschließend wird allen erklärt, wo nun die Unwahrheit versteckt ist.

Achtsamkeiten:
  • Es ist bei dieser Übung im Zusammenhang mit der aufgeführten Eigenschaft besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass abschließend eine Vorstellung vor dem Plenum erfolgt.
  • Das Thema "Urlaub" kann in bestimmten Lerngruppen heikel sein, da vermehrt Familien gar nicht mehr in den Urlaub fahren können. Hieraus ergibt sich, dass in bestimmten Lerngruppen ganz andere Themen vielleicht geeigneter sind.
  • Bei einer Klassengröße von 30 – 33 Schülern bzw. Schülerinnen hält bei einer Vorstellung vor dem Plenum die Spannung nicht über eine entsprechend lange Zeit an. Bei großen Klassen sollte man diese in kleinere Gruppen einteilen oder nur 6 – 8 Schüler/innen pro Unterrichtsstunde vorstellen lassen.
  • Überlegen Sie sich, zu welchem Zeitpunkt Sie das "Lügenwappen" einsetzen wollen. Abhängig von dem Zeitpunkt des Einsatzes ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte bezüglich der Aufgabenstellung und der Inhalte.
  • In manchen Gruppen wollen die Schüler/innen nicht "lügen". Es ist für sie wichtig, dass ihre Mitschüler/innen sie wirklich kennen lernen. Dann sollte man dies auch zulassen.
  • Es ist auch möglich, das Wappen als "Wappen der Erfahrung" oder ähnlich zu benennen.
  • Mögliche Alternativen: Anfertigen und vorstellen von Selbst-Collagen, die später in der Klasse ebenso präsent sein können. Dies gilt auch für die Erstellung von ICH–Bildern, bei denen das Wort "Ich" aufgezeichnet und dieses Wort in der Folge auf dem Blatt Papier mit Dingen, Zeichnungen oder Worten umgeben wird, die etwas über den Schüler bzw. die Schülerin aussagen.
Mögliche Fragen zum Abschluss:
  • Was hast du heute weiteres über deine Mitschüler/innen erfahren? Gab es Dinge, von denen du noch nichts wusstest?
  • Welche Bedeutung kann das für euer Zusammensein und für eure Klassengemeinschaft haben?
  • Bitten Sie auch einzelne Schüler/innen zu berichten, was sie aus diesen Aktivitäten ihrer Meinung nach gelernt haben.
  • Hast du in dieser Stunde etwas kennengelernt, was du auch mal außerhalb der Schule ausprobieren möchtest? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?

Weiterführende Literatur:

Gilsdorf, Rüdiger / Kistner, Günter (2005): Kooperative Abenteuerspiele Band 1. Eine Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenbildung. 14. Aufl. Seelze-Velber: Kallmeyer. Gilsdorf, Rüdiger / Kistner, Günter (2005): Kooperative Abenteuerspiele Band 2. Eine Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenbildung. 14. Aufl. Seelze-Velber: Kallmeyer.

Beigel, Dorothea (2005): Beweg dich Schule! 1. Aufl. Dortmund: Verlag Modernes Lernen.

Pölert-Klassen, Annette / Hurrelmann, Klaus (1997 ff): Soziales Lernen. Heft 1-4. Berlin: Cornelsen.

Wilms, Heiner / Wilms, Ellen (2008): Erwachsen werden. Life-Skills-Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. 3. Aufl. Wiesbaden: Lions Club International.


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