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Datenreport 2018

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14.11.2018 | Von:
Daniel Kühnhenrich

Geburt eines Kindes

Schon während einer Schwangerschaft fallen Behördenkontakte an. So ist zunächst der Krankenkasse der voraussichtliche Geburtstermin mitzuteilen. Schwangere, die Arbeitslosengeld II beziehen, informieren zusätzlich das Jobcenter. Die Geburt selbst ist dann gegebenenfalls dem Standesamt und dem Einwohnermeldeamt zu melden. In manchen Fällen erfolgt die Mitteilung über die Geburt direkt durch das Krankenhauspersonal. Außerdem gilt es, das Kind bei der Krankenkasse zu versichern. Um Kindergeld zu erhalten, ist ein Antrag bei der Familienkasse zu stellen. Ferner können Eltern für die Betreuung ihres Kindes in den ersten 14 Monaten Basis-Elterngeld beziehen oder darüber hinaus ElterngeldPlus. Hierfür wenden sie sich an die Elterngeldstelle. Beim Jugendamt erfolgen gegebenenfalls die Klärung von Vaterschaft und Sorgerecht, wenn die Mutter unverheiratet ist, sowie die Beantragung einer Vorleistung des Unterhalts durch eine alleinerziehende Mutter, wenn der Vater die Unterhaltszahlungen verweigert oder unbekannt ist.

Die Geburt eines Kindes erzielte mit 1,38 den höchsten Zufriedenheitswert aller 22 untersuchten Lebenslagen und zeigte mit einem Plus von 0,06 so gut wie keine Veränderungen zu 2015. Dabei war es für die befragten Eltern fast unerheblich, ob eine Vaterschaftsanerkennung erfolgte (1,34) oder nicht (1,39). Die Krankenkassen, Standes- und Einwohnermeldeämter schnitten mit Werten von 1,64, 1,58 beziehungsweise 1,55 überdurchschnittlich ab. Die Beantragung von Kindergeld bei der Familienkasse erhielt einen unterdurchschnittlichen Wert von 1,17. Die befragten Personen waren vor allem mit der räumlichen Erreichbarkeit der Behörden sowie dem Zugang zu den notwendigen Formularen und Anträgen zufrieden, während sie mit den Öffnungszeiten relativ unzufrieden waren. Das Jugendamt und die Elterngeldstelle erhielten mit 1,10 beziehungsweise 1,09 einen ähnlich hohen Wert wie die Familienkasse. Bei diesen drei Ämtern schätzten die Bürgerinnen und Bürger die Fachkompetenz und Hilfsbereitschaft der Behördenbeschäftigten. Kritischer sahen sie die Verständlichkeit der Formulare und Anträge sowie die Öffnungszeiten. Auffallend war jedoch, dass Frauen mit einem Wert von 1,00 unzufriedener mit dem Jugendamt waren als Männer (1,24). Das Jobcenter schnitt mit 0,47 deutlich unterdurchschnittlich ab (siehe Kapitel 9.4.2, Abb 6).


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