Datenreport 2018

Einstellungen zur Rolle der Frau und der des Mannes

Die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Die Zahl der Ehescheidungen war im Jahr 2017 höher als zu Beginn der 1980er-Jahre (siehe Kapitel 2.1.2), die Erwerbsquote der Frauen nahm kontinuierlich zu (siehe Kapitel 5.1.4). Zugleich erhöhte sich die Kinderbetreuungsquote insbesondere in Westdeutschland seit 2002, nachdem sie in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren zunächst stark zurückgegangen war (siehe Kapitel 2.2). Unter anderem die Einführung von zwei Partnermonaten bei der Elternzeit im Jahr 2007 zeigt zudem, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter stärker ins Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit gerückt ist. Auch die Einführung des ElterngeldPlus im Jahr 2015 zielt auf eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ab.

Im Folgenden wird untersucht, wie sich verschiedene Einstellungen zur Rolle der Frau und der des Mannes in Familie und Beruf verändert haben. Diese sind wichtige Indikatoren für das gesellschaftliche Klima bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau. Während die Daten für Westdeutschland bis 1982 zurückreichen, kann die Entwicklung für Ostdeutschland erst seit 1991 nachgezeichnet werden. In einem ersten Schritt werden zunächst einige Einstellungen zur Rolle der Frau im Zeitvergleich zusammenfassend dargestellt, in einem zweiten Schritt werden Ergebnisse zur Rolle des Mannes in Familie und Beruf präsentiert. Diese wurden zum ersten Mal 2012 und erneut 2016 in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) erhoben.

Autor(en): Michael Blohm, Jessica Walter, GESIS Mannheim
Herausgeber: WZB / SOEP

Datenreport: Kapitel 10.3.1

Traditionelle und egalitäre Einstellungen zur Rolle der Frau im Zeitverlauf

Unterscheiden lassen sich einerseits die Vorstellungen zur Rollenverteilung zwischen Mann und Frau bezogen auf die geschlechtsspezifische Erwerbsarbeitsteilung sowie andererseits die Einstellungen zu Konsequenzen der Frauenerwerbstätigkeit, die sich insbesondere für die Erziehung und Entwicklung der Kinder ergeben können.

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Datenreport: Kapitel 10.3.2

Konsequenzen der Erwerbstätigkeit des Mannes für seine Kinder

In diesem Kapitel werden vier ausgewählte Fragen zur Rolle des Mannes in Familie und Beruf genauer betrachtet. Diese beziehen sich auf die Konsequenzen der Erwerbstätigkeit des Mannes für seine Kinder sowie auf die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau in der Familie.

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Datenreport: Kapitel 10.3.3

Einstellungen zur Arbeitsteilung in der Familie

Das männliche Alleinverdiener-Modell, in dem der Mann die finanzielle Versorgung der Familie übernimmt und die Frau für Haushalt und Kinder verantwortlich ist, verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dadurch rücken andere Arbeitsteilungsmodelle in der Familie in den Fokus.

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Datenreport: Kapitel 10.3.4

Ausblick

Die Einstellungen in West und Ost bezüglich weiblicher Erwerbstätigkeit und der Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen werden sich in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter annähern. Gerade bei jungen Menschen sind die Unterschiede zwischen West und Ost nicht so groß wie bei den Älteren.

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