Datenreport 2021.

10.3.2021 | Von:
Anita Tisch, Nils Backhaus, Matthias Hartwig, Sophie Meyer, Sascha Wischniewski Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Technikaffinität: Ressource in der digitalen Arbeitswelt?

Inwiefern digitale Arbeitsmittel unterstützend oder aber als belastend wahrgenommen werden, kann von vielen Faktoren abhängen. Neben der Gestaltung der eigentlichen Arbeitsaufgabe und der Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten, können auch individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Als eine womöglich wichtige Ressource im digitalen Zeitalter wird die individuelle Technikaffinität diskutiert, also zum Beispiel inwiefern man sich gern genauer mit technischen Systemen beschäftigt. Daher werden abschließend Arbeitsintensität und Autonomiegrad in Abhängigkeit der individuellen Technikaffinität betrachtet.
Arbeitsbedingungen und Wohlbefinden nach Technikaffinität 2019 — in ProzentArbeitsbedingungen und Wohlbefinden nach Technikaffinität 2019 — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Technikaffine Beschäftigte berichteten durchschnittlich etwas häufiger von hohem Termin- oder Leistungsdruck sowie von Multitasking-Anforderungen als Beschäftigte mit mittlerer oder geringer Technikaffinität. Gleichzeitig erlebten sie aber eine durchschnittlich deutlich höhere Autonomie bei ihrer Arbeit: So berichteten knapp vier Fünftel mit hoher Technikaffinität, sich die Arbeit selbst einteilen zu können. Welche Rolle Technikaffinität bei der Bewältigung von zunehmend digitalen Anforderungen spielt und welche Faktoren Technikaffinität fördern beziehungsweise hemmen, muss künftig näher untersucht werden.

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