BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren
Datenreport 2021.

Bevölkerungsstand und Bevölkerungsentwicklung

Wie viele Menschen leben in Deutschland? Wo wohnen sie und wie alt sind sie? Daten über Struktur und Entwicklung der Bevölkerung gehören zum grund­legenden Informationsbedarf für fast alle Bereiche von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Politik benötigt sie, weil viele Entscheidungen – beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitswesen – nur auf der Grundlage gesicherter bevölkerungsstatistischer Angaben getroffen werden können. Für die Wirtschaft sind demografische Daten von Bedeutung, da sie Grundinformationen über die Menschen als Arbeitskräfte, Einkommensbezieherinnen und -bezieher sowie Konsumentinnen und Konsumenten liefern.

Hinter den Zahlen verbergen sich aber auch Werthaltungen und Lebens­einstellungen, die ihrerseits wieder Rückwirkungen auf die Bevölkerungsstruktur haben. So spiegeln sich zum Beispiel in den Zahlen der Eheschließungen und -scheidungen sowie der Lebens­partnerschaften, der Geburtenentwicklung und der Familiengröße auch die Einstellungen in der Gesellschaft zur ­Familie und zu Kindern wider. Der Alters­aufbau einer Bevölkerung wird von ­diesen Lebenseinstellungen mitbestimmt. Er hat zugleich direkte Auswirkungen auf die Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten der Menschen und be­einflusst daher unmittel­bar ihre Lebens­weise.

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Info 1

Datenquellen der Bevölkerungs­statistik und Gebietsstände

Die Bevölkerungszahl wird durch die Be­völkerungsfortschreibung nachgewiesen: Auf den Ergebnissen des letzten Zensus ("Volkszählung") aufbauend führen die ­statistischen Ämter auf Gemeindeebene die Fortschreibung des Bevölkerungsstands durch. Dies erfolgt anhand einer Bilanzierung der gemeldeten Geburten (+) und ­Sterbefälle (–) sowie der gemeldeten Zuzüge (+) und Fortzüge (–). Die Bevölkerungszahlen werden nach jedem Zensus (zuletzt am 9. Mai 2011) ab dem Zensusstichtag umgestellt. Die Bevölkerungsfortschreibung liefert außerdem demografische Grunddaten über die gesamte Bevölkerung wie Geschlecht, Alter, Familienstand und Staatsangehörigkeit.

Für die ehemalige DDR liegen in der Be­völkerungsstatistik im Wesentlichen vergleichbare Angaben vor. Seit 2001 werden in der amtlichen Statistik grundsätzlich nur noch Daten für Berlin insgesamt nach­gewiesen. Soweit bei Bevölkerungsangaben noch ein getrennter Nachweis für das ­frühere Bundesgebiet und für die neuen Länder erfolgt, ist Berlin nicht enthalten.

Die Bevölkerungsstatistik gehört zu den ­traditionsreichsten Arbeitsgebieten der amtlichen Statistik. Die Statistiken werden seit 1950 in der jetzigen Form geführt, die Zeit­reihen gehen teilweise bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Die Entwicklung des Bevölkerungsstands seit Berichtsjahr 2016 ist aufgrund metho­discher Änderungen bei der Wanderungsstatistik, technischer Weiterentwicklungen der Datenlieferungen aus dem Meldewesen sowie der Umstellung auf ein neues ­statistisches Aufbereitungsverfahren nur ­bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Ausführliche Erläuterungen dazu finden sich auf www.destatis.de im Themenbereich "Bevölkerung > Bevölkerungsstand".


Weitere Informationen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund bietet Kapitel 1.2. Daten zur Lebens­situation von Geflüchteten enthält Kapitel 8.3.

Autor(en): Claire Grobecker, Elle Krack-Roberg, Olga Pötzsch, Bettina Sommer
Herausgeber: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Datenreport: Kapitel 1.1.1

Bevölkerungsstand

Nach den Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung lebten Ende 2019 in Deutschland rund 83,2 Millionen Menschen, davon waren 49,3 % männlich und 50,7 % weiblich. Gegenüber 2018 ist die Bevölkerungszahl damit um 147.000 Einwohnerinnen und Einwohner beziehungsweise um 0,2 % gewachsen.

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Datenreport: Kapitel 1.1.2

Altersaufbau, Geburtenentwicklung und Lebenserwartung

Die Zahl der Geburten beeinflusst unmittelbar den Altersaufbau der Bevölkerung. Außerdem besteht eine Wechselwirkung zwischen der Stärke eines Altersjahrgangs und den Geburten sowie Sterbezahlen.

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Datenreport: Kapitel 1.1.3

Wanderungsbewegungen

Neben der natürlichen Bevölkerungsbewegung (Geburten und Sterbefälle) kommt bei der Beobachtung und Analyse der Einwohnerzahl den sogenannten Wanderungen (räumliche Bevölkerungsbewegung), die auch die Mobilität der Bevölkerung abbilden, eine zentrale Bedeutung zu.

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Datenreport: Kapitel 1.1.4

Demografischer Wandel

Ein Kennzeichen des demografischen Wandels in Deutschland ist die Alterung der Bevölkerung, die bereits jetzt spürbar ist. Beispielsweise war das Durchschnittsalter der Bevölkerung 2018 in Deutschland mit 44 Jahren um 5 Jahre höher als im Jahr der deutschen Vereinigung 1990.

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