Datenreport 2021.

10.3.2021 | Von:
Frédéric Blaeschke, Hans-Werner Freitag

Bildungsniveau der Bevölkerung

Daten zum Bildungsstand der Bevölkerung werden jährlich mittels des Mikrozensus, der größten Haushaltsbefragung Deutschlands, gewonnen (siehe Abschnitt 2.1.1, Info 1).

Mehr als die Hälfte (56 %) der Bevölkerung ab 25 Jahren hatte 2018 einen höherwertigen Schulabschluss (mittlerer Abschluss, Fachhochschul- oder Hochschulreife). Demnach besaßen 23 % einen mittleren Abschluss und ein knappes Drittel (32 %) Fachhochschul- oder Hochschulreife. Unter den 25- bis 29-Jährigen konnten 80 % einen solchen Abschluss vorweisen (27 % mittleren Abschluss, 53 % Abitur oder Fachhochschulreife). Von den Personen ab 60 Jahren hatten hingegen lediglich 16 % einen mittleren Abschluss und 20 % die Fachhochschul- oder Hochschulreife.
Allgemeinbildender Schulabschluss der Bevölkerung 2018Allgemeinbildender Schulabschluss der Bevölkerung 2018 Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Als höchsten beruflichen Bildungsabschluss hatten im Jahr 2018 rund 52 % der Bevölkerung ab 25 Jahren einen Ausbildungsabschluss im dualen System oder einen vergleichbaren Abschluss. Über akademische Abschlüsse verfügten 20 % der Bevölkerung und 9,8 % über einen Meister- / Techniker- oder Fachschulabschluss beziehungsweise einen Fachschulabschluss der ehemaligen DDR. Gut 17 % waren ohne beruflichen Abschluss und befanden sich auch nicht in Ausbildung. Weitere 1,0 % der Bevölkerung ab 25 Jahren befanden sich noch in schulischer oder beruflicher Bildung.
Beruflicher Bildungsabschluss der Bevölkerung 2018Beruflicher Bildungsabschluss der Bevölkerung 2018 Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Heute werden die Angebote der allgemeinbildenden Schulen von Frauen und Männern gleichermaßen wahrgenommen, sodass bei der jüngeren Generation mittlerweile mehr Frauen als Männer einen höheren Schulabschluss erwerben. In der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen hatten im Jahr 2018 knapp 50 % der Männer und 56 % der Frauen Abitur oder die Fachhochschulreife.

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Bildungsstand von Personen mit Migrationshintergrund nach Zuzugsalter

Der Bildungsstand von Erwachsenen (ab 25 Jahren) mit Migrationshintergrund unterscheidet sich je nach Zuzugsalter oder Herkunftsland. Unter den Menschen, die im Alter von 19 Jahren und älter zugezogen sind, fanden sich 2018 rund 23 % Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Damit war dieser Anteil höher als unter den Menschen ohne Migrationshintergrund (20 %).

Mit 32 % ist der Anteil der Akademikerinnen und Akademiker unter den Menschen, die im Alter von 19 Jahren und älter aus den ursprünglichen EU-15-Staaten zugewandert sind, besonders hoch (EU-Staaten siehe Kapitel 1.1, Seite 24, Abb 9). Bei Menschen aus den ab 2004 beigetretenen EU-Staaten fällt der Anteil mit 18 % hingegen niedriger aus. Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden und somit Bildungseinrichtungen in Deutschland besuchten, erreichten hingegen zu einem deutlich geringeren Anteil von 16 % einen Hochschulabschluss.

Ein anderes Bild zeigt sich bei Erwachsenen ohne Berufsabschluss. Im Jahr 2018 lag dieser Anteil bei Menschen mit Migrationshintergrund, die im Alter von 19 Jahren und älter zugewandert sind, mit 41 % deutlich über dem Anteil derjenigen ohne Migrationshintergrund mit 13 %. Von den Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden, wiesen 28 % keinen beruflichen Abschluss auf.


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