Datenreport 2021.

Gesundheitliche Ungleichheit

Der Begriff "gesundheitliche Ungleichheit" beschreibt soziale Unterschiede im Gesundheitszustand, im Gesundheitsverhalten und in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Mit der Sozialepidemiologie hat sich in den vergangenen Jahren eine eigenständige Forschungsdisziplin etabliert, die den Schwerpunkt auf die Analyse der gesundheitlichen Ungleichheit legt. Auch die Gesundheitsberichterstattung präsentiert regelmäßig Daten und Fakten zur gesundheitlichen Ungleichheit. Im Folgenden wird auf verschiedene Datenquellen zurückgegriffen, zum Beispiel auf das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und das Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts, um das Ausmaß und die Entwicklung der gesundheitlichen Ungleichheit in Deutschland zu beschreiben.

Autor(en): Thomas Lampert, Niels Michalski, Stephan Müters, Benjamin Wachtler, Jens Hoebel – Robert Koch-Institut (RKI)
Herausgeber: WZB / SOEP

Datenreport: Kapitel 9.2.1

Einkommen und Gesundheit

Einkommen schafft den Zugang zu den meisten Bedarfs- und Gebrauchsgütern und ist eine wichtige Grundlage für Vermögensbildung, Vorsorge und soziale Absicherung. Außerdem ist Einkommen für soziale Integration, soziokulturelle Teilhabe sowie für psychosoziales Wohlbefinden und gesundheitsbezogene Lebensqualität bedeutsam.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.2

Bildung als Ressource für Gesundheit

Neben dem Einkommen besitzt auch die Bildung einen hohen Stellenwert für die Gesundheit. Durch den Zusammenhang zwischen formalen Bildungsabschlüssen und der Stellung in der Arbeitswelt ergeben sich Bezüge zu berufsbezogenen Belastungen und Ressourcen sowie zur Einkommenssituation.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.3

Arbeitsweltbezogene Einflüsse auf die Gesundheit

Krankheits- oder unfallbedingte Fehlzeiten sind ein zentraler Indikator arbeitsweltbezogener Einflüsse auf die Gesundheit. Sie machen auf Gesundheitsrisiken und Belastungen aufmerksam, bevor Berufskrankheiten entstehen oder es zu vorzeitigen krankheitsbedingten Renteneintritten kommt.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.4

Arbeitslosigkeit und Gesundheit

Der Verlust des Arbeitsplatzes beeinflusst nicht nur die Einkommenssituation und den Lebensstandard, sondern ist auch mit psychosozialen Belastungen und einer Verminderung des Selbstwerts verbunden. Auswirkungen auf die Gesundheit sind vor allem bei länger andauernder Arbeitslosigkeit und geringen Aussichten auf eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erwarten.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.5

Kinder- und Jugendgesundheit

Im Kindes- und Jugendalter werden die Weichen für die gesundheitliche Entwicklung im späteren Leben gestellt. Störungen während der frühen Phasen des Körperwachstums und der Organreifung machen sich nicht nur unmittelbar bemerkbar, sondern können auch zu langfristigen gesundheitlichen Einschränkungen führen.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.6

Migration und Gesundheit

Menschen mit Migrationsgeschichte unterscheiden sich unter anderem in Bezug auf Herkunftsland, Migrationserfahrung, Aufenthaltsdauer und soziale Integration. Zudem spielen Diskriminierung, die Verbreitung von Erkrankungen und Risikofaktoren im jeweiligen Herkunftsland sowie gesundheitliche und psychosoziale Belastungen eine Rolle für ihre gesundheitliche Lage.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.7

Zeitliche Entwicklungen und Trends

Zeitliche Entwicklungen und Trends der gesundheitlichen Ungleichheit in Deutschland sind bislang nur selten untersucht worden. Mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) lassen sich Veränderungen in der Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands im Zeitraum von 1994 bis 2018 analysieren.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 9.2.8

Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren ist die gesundheitliche Ungleichheit zu einem zentralen Thema der Forschung, Berichterstattung und Politik geworden. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass viele Krankheiten und Beschwerden bei Personen mit geringem Einkommen, unzureichender Bildung und niedriger beruflicher Stellung vermehrt vorkommen.

Mehr lesen