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Vermögenssteuer


Steuer auf große Vermögen



Eine Vermögenssteuer gab es in Deutschland bis 1997. Sie galt für Menschen, die viel Geld, Grundbesitz, Aktien oder Autos haben, also viel Vermögen besitzen. Wenn das Vermögen eine bestimmte Höhe überschritt, musste dafür eine besondere Steuer bezahlt werden. Für die Staatskasse brachte das jedes Jahr mehrere Milliarden Deutsche Mark* ein.

1997 Ende der Vermögenssteuer



1997 stellte das Bundesverfassungsgericht verschiedene Mängel an dem Gesetz fest - einige Regelungen standen mit unserer Verfassung nicht im Einklang. So wurde die Vermögenssteuer in Deutschland wieder abgeschafft.

Argumente dafür und dagegen



Immer wieder wird in der Öffentlichkeit darüber diskutiert, ob es zu einer Wiedereinführung der Vermögenssteuer kommen sollte. Argumente dafür und dagegen werden ausgetauscht. Politiker, die für eine Vermögenssteuer sind, sagen, dass es gerecht sei, wenn besonders wohlhabende Menschen zusätzlich Steuern zahlen. Von diesem Geld sollten dann wichtige soziale Vorhaben bezahlt werden, für die der Staat sonst kein Geld habe. Diejenigen, die gegen eine Vermögenssteuer sind, sagen, dass sehr viele Wohlhabende Arbeitsplätze schaffen und den Wirtschaftsstandort Deutschland sichern. Zusätzliche Steuern würden den Standort Deutschland und somit auch den Wohlstand in Deutschland gefährden.

* Deutsche Mark war die Währung, die es vor dem Euro in Deutschland gab.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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