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Wahlsystem

In Deutschland gibt es 299 Wahlkreise. Jede/r Wahlberechtigte wählt in dem Wahlkreis, in dem er oder sie wohnt.

Bundestagswahlen: Jede/r hat zwei Stimmen
Bei der Bundestagswahl kann man auf dem Stimmzettel zwei Stimmen abgeben: In der linken Spalte macht man ein Kreuz für die Erststimme, rechts für die Zweitstimme.
Stimmzettel für die Bundestagswahl 2009Stimmzettel für die Bundestagswahl 2009 (© mts)
Mit der Erststimme wird ein Kandidat oder eine Kandidatin aus dem eigenen Wahlkreis direkt wählen.Wer bei den Erststimmen die Mehrheit bekommt, ist als Abgeordneter für den Bundestag in seinem Wahlkreis gewählt.
Mit der Zweitstimme wählt man eine Partei. Die Anzahl der Zweitstimmen entscheidet darüber, wie viele Kandidaten eine Partei insgesamt in den Bundestag entsenden darf.

Freie Wahlen - klare Regeln



In den USA werden bei den Präsidentschaftswahlen Wahlcomputer eingesetzt.In den USA werden bei den Präsidentschaftswahlen Wahlcomputer eingesetzt. (© picture alliance / dpa)
Bei der Wahl können die Wähler/innen frei entscheiden. So muss zum Beispiel der Direktkandidat, den man wählt, nicht zur gleichen Partei gehören, die der Wähler mit der Zweitstimme wählt. Auf jeden Fall darf in beiden Spalten nur ein Kreuz für die Erst- und die Zweitstimme stehen, sonst ist der Stimmzettel ungültig. Bei Kommunalwahlen oder Landtagswahlen gibt es andere Regelungen.

Wer wird Bundestagsabgeordnete/r?



Die Anzahl der Abgeordneten, die nach der Wahl für eine Partei im Bundestag sind, wird nach einem festgelegten Verfahren ermittelt.
Dabei wird zunächst errechnet, wie viele Sitze den Parteien im Bundestag zustehen. Das ergibt sich, indem die Zweitstimmen ausgezählt werden. Die Zweitstimmen ergeben, wie das Stimmenverhältnis zwischen den verschiedenen Parteien im Parlament aussieht. Das erfolgt nach dem Verhältniswahlrecht.
Weiß man also, wie viele Sitze jede Partei bekommt, muss dann noch geklärt werden, welche Personen in den Bundestag einziehen.
Zunächst kommen all diejenigen Abgeordneten in den Bundestag, die in ihren Wahlkreisen durch die Erststimmen die Mehrheit bekommen haben. (Nach dem Grundsatz der Mehrheitswahl). Wenn einer Partei wegen der Zweitstimmen noch weitere Abgeordnetensitze zustehen, kommen die Personen in den Bundestag, die von den Parteien vor der Wahl in den Landeslisten benannt wurden.

Andere Wahlen - andere Regeln
Ein junger Mann mit dem Stimmzettel zur Europawahl 2014.Ein junger Mann mit dem Stimmzettel zur Europawahl 2014.
Bei anderen Wahlen gelten meist andere Regeln. Zum Beispiel bei den Europawahlen hat jede/ Wähler/in eine Stimme.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.



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