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Französische Revolution

Die F. R. von 1789 gilt als einer der wichtigsten politisch-sozialen Wendepunkte in der europäischen Geschichte. Sie beseitigte die absolutistische Herrschaft und die Vorrechte von Adel und Kirche und setzte an deren Stelle den bürgerlichen Stand. Ursache für die F. R. waren tief greifende soziale und wirtschaftliche Missstände (Hungersnöte, Zahlungsunfähigkeit des Staates). Tragendes Element der F. R. war die französische Nationalversammlung, die 1789 die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Déclaration des droits de l’homme et du citoyen) verabschiedete. 1793 wurden die Ziele der F. R. in der Forderung nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (Liberté, Égalité, Fraternité) schlagwortartig zusammengefasst und zur Parole, die weit über FRA hinausgetragen wurde und in nahezu allen europäischen Staaten Auswirkungen hatte. Das Verbot der Parole in den preußischen Rheinprovinzen wirkt bis heute im bürgerlichen Karneval und der magischen Zahl ELF (Égalité, Liberté, Fraternité), die nicht verboten werden konnte, nach: Warum sollte sonst der Aufstand der Narren (= Bürger) immer am 11.11. um 11 Uhr 11 beginnen?

Siehe auch:
Herrschaft
Kirchen
Staat
Nationalversammlung
Freiheit
Gleichheit
Grundrechte
Menschenrechte

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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