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Verschulden

im bürgerlichen Haftungsrecht im Sinne von »Vertretenmüssen« die Verantwortlichkeit, die jemanden trifft, der vorsätzlich (in Fällen besonderer Motivation »mit Absicht«) oder fahrlässig schädliche Folgen herbeigeführt hat. Für eine Haftung aus Verschulden ist stets die Schuldfähigkeit erforderlich. Verschulden ist regelmäßig die Voraussetzung dafür, dass die Folgen dem Handelnden rechtlich zugerechnet werden (§ 276 BGB), sodass er ersatzpflichtig wird; dies gilt v. a. bei unerlaubten Handlungen; im Vertragsrecht haftet der Schuldner immer für schuldhafte Vertragsverletzung (positive Vertragsverletzung). Jedoch gibt es auch Ersatzpflichten ohne Verschulden (z. B. Gewährleistung, Gefährdungshaftung). Von Mitverschulden spricht man, wenn der Verletzte selbst den Schaden durch sein vorwerfbares Verhalten mitverursacht hat. In diesem Fall mindert sich i. d. R. die Ersatzpflicht des Schädigers (§ 254 BGB). Zum Verschulden bei Vertragsverhandlungen (»culpa in contrahendo«) Culpa; Haftung für fremdes Verschulden Erfüllungsgehilfe. Zum strafrechtlichen Verschulden Schuld.


Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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