Deutschland in Daten - Zeitreihen zur Historischen Statistik.

28.1.2016 | Von:
Alfred Reckendrees

Datengrundlage

Depotstimmrecht
Das deutsche Aktienrecht erlaubte es Banken, auf General- oder Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften das Stimmrecht für die in einem Wertpapierdepot verwahrten Aktien ihrer Kunden auszuüben, sofern diese nicht selbst bei der Versammlung vertreten waren oder eine Vollmacht ausgestellt hatten. Das Depotstimmrecht wurde 1998 eingeschränkt und erfordert seit 2009 eine schriftliche Vollmacht.

Shareholder-Value
Der Marktwert des Eigenkapitals eines Unternehmens, an dem Aktionäre Anteile halten. "Shareholder­Value" setzt sich seit den 1980er Jahren als Bewertungskriterium von Aktiengesellschaften durch; dieser Maßstab setzt das Management eines börsennotierten Unternehmens unter Druck, dessen Marktwert zu steigern und damit den Erlös der Aktionäre beim Verkauf ihrer Beteiligung. Viele Unternehmen haben entsprechende Anreize wie zum Beispiel Bonuszahlungen für Top-Manager geschaffen, um dieses Ziel zu erreichen.

Gewerbefreiheit
Die allgemeine bürgerliche Freiheit, sich gewerblich zu betätigen, das heißt ohne Ansicht der Person ein Geschäft oder Unternehmen gründen zu können und Handel und Gewerbe zu betreiben. Vor Einführung der Gewerbefreiheit regulierten Zünfte (Handwerkervereinigungen) oder auch die Landesfürsten den Zugang zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit. Die seit 1935 bestehende Meisterpflicht im Handwerk ist beispielsweise eine Einschränkung der Gewerbefreiheit, Beschränkungen der Gewerbefreiheit bestehen heute auch noch für viele freie Berufe.

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