2Bildstrecke: Antisemitismus

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Eine Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt zwei Arztpraxisschilder, die mit Warnhinweisen vor Juden überklebt sind. Auf ihnen steht ""Achtung Jude! Besuch verboten!"
Am 7. April 1933 wurden Juden mit dem Berufsbeamtengesetz aus dem Staatsdienst entfernt, nur wenige Wochen später, am 22. April, wurde sogenannten "nicht arischen" Ärzten die kassenärztliche Zulassung entzogen. Mit den Nürnberger Gesetzen wurden Menschen jüdischen Glaubens und andere, die von den Nationalsozialisten als Juden stigmatisiert wurden, in Deutschland weiter marginalisiert und diskriminiert. Als "Juden" definierte eines der Gesetze, wer drei jüdische Großeltern hatte, der jüdischen Glaubensgemeinschaft angehörte oder mit einem sogenannten "Volljuden" verheiratet war. Das "Reichsbürgergesetz" legte fest, dass nur Angehörige "deutschen und artverwandten Blutes" einen Anspruch auf volle Bürgerrechte hatten, während "Juden" ihre politischen Rechte verloren. Das "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" stellte etwa Eheschließungen oder Geschlechtsverkehr zwischen "jüdischen" und "nicht-jüdischen" Deutschen unter Strafe. Ab 1938 durften Juden gar nicht mehr als Ärzte oder Rechtsanwälte tätig sein. (© picture-alliance/akg)