2Bildstrecke: Antisemitismus

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Hakenkreuz und Hetzparole an einer Wand. Wenige Stunden vor der Enthüllung des Gedenksteins am 14. Juni 1965 für die 1938 vernichtete Bamberger Synagoge wurden antisemitische Nazi-Parolen auf dem Gedenkstein und an Hauswänden in der Nähe entdeckt.
Das Ende der nationalsozialistischen Herrschafft bedeutete keineswegs das Ende antisemitischer Einstellungen in der Bevölkerung. Der Politologe Werner Bergmann schreibt, dass "demoskopische Ergebnisse, antisemitische Skandale, Polizeiberichte über den Umgang mit den D(isplaced) P(erson)s ebenso wie Berichte jüdischer Zeitzeugen ein massives Fortleben antijüdischer Überzeugungen" in Deutschland bis weit in die 1950er Jahre hinein belegten.[1] Das Bild zeigt den Gedenkstein für die Synagoge in Bamberg, mit dem an ihre Zerstörung 1938 erinnert wird. Kurz vor seiner Enthüllung am 14. Juni 1965 wurden der Gedenkstein sowie Hauswände in der Nähe mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert. (© picture-alliance/dpa)