2Bildstrecke: Antisemitismus

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Anschlag Galinski-Grab
Als Interessensgemeinschaft der Juden in Deutschland gründete sich – nach der NS-Zeit und dem Holocaust – 1950 der Zentralrat der Juden. Der Auschwitz-Überlebende Heinz Galinski leitete den Zentralrat von 1954 bis 1963 und von 1988 bis zu seinem Tod 1992. Unablässig setzte sich Galinski dafür ein, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerieten. Mit seinem Einsatz für die jüdische Gemeinde in Deutschland erwarb er sich zwar Ansehen, aber er machte sich auch Feinde – auch, weil er den Antisemitismus in der deutschen Nachkriegsgesellschaft sowohl von rechts als auch von links verurteilte. Mitte der 1970er Jahre entging er einem Paketbombenanschlag. Auf sein Grab wurden bereits zwei Sprengstoffanschläge (im September und Dezember 1998) verübt, wobei sein Grabstein fast vollständig zerstört wurde. (© Christian Ditsch/Imago)