2Bildstrecke: Antisemitismus

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Anti-Israel-Slogans zieren 1988 eine Hauswand in der Hamburger Hafenstrasse. Sie besagen Folgendes: "Boykottiert 'Israel', Waren, Kibbuzim und Strände!", "Palästina - Das Volk wird dich befreien" und "Revolution bis zum Sieg".
Antisemitismus findet sich in allen Gesellschaftskreisen. Auch im linken Spektrum hat Antisemitismus eine Tradition. Diese reicht bis in die Zeiten des Frühsozialismus und die europäische Arbeiterbewegung hinein. Im linken Antisemitismus finden sich immer wieder Motive wie die "jüdischen Strippenzieher", also der Mythos von der jüdischen Weltverschwörung, oder der "jüdische Großkapitalist". Spätestens Ende der 1960er Jahre entstand die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinensern, die auf das Verhalten des Juden "an sich" projiziert wird oder sich gegen den Staat Israel und letztlich seine jüdische Mehrheitsbevölkerung richtet. Dieser sekundäre Antisemitismus zeigt sich zum Beispiel in diesem antiisraelischen Graffiti an einer Hauswand in der Hamburger Hafenstraße im Juli 1988. (© picture-alliance/AP)